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Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1968-02-01 · 2 (Febrero, 1968) · p. Seite 15

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Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XXX (1968)
Issue
2 (Febrero, 1968)
Date
1968-02-01
Page
Seite 15 (sequence 15)
Language
German
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FEBRERO 1968 BOLETIN INFORMATIVO 15 ERGEBNIS DER ESCHKOL-REISE Die überwiegende Mehrzahl der Blaetter bechaeftigte sich mit den Ergebnissen der Reise Eschkols nach den USA, wie sie im gemeinsamen Communiqué zum Abschluss des Besuches bei Johnson zum Ausdruck gelangen. Dawar meint, das gemeinsame Communiqué besagt vermutlich nicht alles, was wir zu hoeren wünschten, aber es besteht auch keine Notwendigkeit dafür, dass alles gesagt werden muss in einem Dokument, das eher allgemeiner Natur ist, nur die Grundsaetze festlegt und sich nicht mit der Durchführung beschaeftigt. Auf jeden Fall geht aus diesem Dokument hervor, dass das staerkste Land der Welt an der Sicherheit und Entwicklung Israels und des Nahen Ostens interessiert ist. Der Schlüsselparagraph des Communiqués ist gewiss jener, in dem die Bereitschaft Johnsons aktiv und mit Sympathie die Sicherheistbedürfnisse Israels zu pruefen, kundgetan wird. Dies ist mehr als eine Andeutung der Bereitschaft, Israel gewisse Quantitaeten der einen oder anderen Waffengattung zu liefern, es ist eine erklaerte Bereitschaft, der USA das Kraeftegleichgewicht zu wahren. Von groess ter politischer und militaerischer Bedeutung ist es, dass die USA offen auf das sowjetische Eindringen im Nahen Osten reagieren. Es ist auch klar, dass Johnson den israe- 1 i s chen Ministerpraesidenten weit herzlicher empfangen hatte als dies im Rahmen eines Arbeitsbesuches notwendig gewesen waere; dies war eher eine Freundschaftsdemonstration, die Israel zu schaetzen weiss . Haaretz entnimmt dem Communiqué ebenfalls, dass die israelisch-amerikanischen Beziehungen eng und freundschaftlich sind. Angesichts dieser gefestigten Freundschaft und des Wortlauts des Communiqués, dass Israel keinen amerikanischen Druck zu befürchten hat, wenn es versucht den UN-Emissaer Gunnar Jarring davon zu überzeugen, dass der einzige Weg zur Beendigung der nahoestlichen Krise, derjenige direkter Verhandlungen ist. Was die Waffenhilfe anbelangt, so geht aus dem Wortlaut des Communiques kein ausdrückliches Verspre- DIENSTPFLICHT VERLAENGERT Zwei Zeitungen beschaeftigen sich in ihren Leitartikeln mit der Hinausschiebung der Beendigung der Militaer-Dienstpflicht, die durch Verwaltungsanordnung i n Kraft gesetzt wurde. Haaretz ist der Ueberzeugung, dass die, jungen Leute, die von der neuen Bestimmung betroffen sind, Verstaendnis fuer das ihnen auferlegte Opfer zeigen werden. Es ist jedoch nicht klar, warum die, Regierung den Weg der Verschiebung der Beendigung des Dienstes durch eine Verwaltungsanordnung waehlte. Es waere besser geweseen, diese Notstandsmassnahme in die Form eines Gesetzes zu kleiden. Die Regierung scheint darauf zu hoffen, dass sich die Wolken bis 1969 verziehen und dass es dann moeglich sein wird, die Dienstpflicht wieder zu verkuerzen. Das Sicherheitsministerium sollte pruefen, ob die Entlassung der Soldaten, die akademische Studien betreiben wollen, nicht vorverlegt werden kann oder ob ihnen nicht eine besondere Beschaeftigung im Rahmen des Dienstes zugewiesen werden kann. Lamerchaw meint dass die Verlaengerung des Dienstes angesichts der Befuerchtung berechtigt ist, dass durch verstaerkte Einziehung von Reserve-Soldaten die Belange der Wirtschaft beeintraech tigt werden koenen. Da die Leistungsfaehigkeit unserer Wirtschaft ein Teil unserer allgemeinen Leistungsfaehigkeit ist, entschieden die Umstaende zugunsten der Veroeffentlichung der neuen Verfuegung. Diese Verlegung entspricht nur der Tradition des Einsatzes fuer die Verteidigung des Landes, wie sie uns aus der Geschichte des Jischuw bekannt ist. ISRAELISCH-RUMAENISCHES ABKOMMEN Lamerchaw begrüsst das neue Abkommen zwischen unserem Staate und der Volksrepublik Rumaenien und betont die Bedeutung des Abkommens und die Tatsache dass es gerade in einem- Augenblick abgeschlossen wurde, da die Aussenminister der Ostblockstaaten in Warschau zusammentreten, um den Versuch zu machen, eine gemeinsame Nahostpolitik zu finden und da auch der Aussenminister Rumaeniens bei der Konferenz von Warschau weilt. Vielleicht kann sich aus dieser Tatsache eine Wendung ergeben, die alle Ostblockstaaten zu einer Neu einschaatzung der Lage im Nahen Osten bringt, meint die Zeitung. Hazofe gibt ebenfalls unse rer Freude und Befriedigung über das Abkommen Ausdruck und meint, dass es ein neues Kapitel in d. Beziehungen zwischen beiden Nationen aufgeschlagen hat, d. vielleicht auch zu einem neuen Kapitel in den Beziehungen Israels zum Ostblock bedeuten koennte. Es hat sich hier erwiesen, dass revolutionaerer Sozialismus und unabhaengige Haltung, die einen moralischen Unterbau besitzt, durchaus miteinander zu vereinen sind und für diesen Beweis muss man Rumaenien durchaus dankbar sein, erklaert das Blatt. Kol Haam freut sich ebenfalls über das Abkommen zwischen Rumaenien und Israel, das als begruessenswertes Beispiel für alle Staaten des Ostblockes dienen kann. chen hervor, ein bestimmtes Quantum bestimmter Waffen zu liefern, dafür aber ein Ver sprechen, dass die USA Israels Sicherheitsbedürfnisse mit Sympathe prüfen werde. Vermutlich hat die “New York Times”, recht, wenn sie •vermutet, dass es sich hier auch um eine Warnung an die Sowjetunion handelt. Es ist anzunehmen, dass infolge der Verstaendigung zwischen Eschkol und Johnson nun ein ausführlicher Dialog über die Sicherheitsbedürfnisse Israels geführt werden kann. Hazofe findet die Erwartungen, die wir an Eschkols Amerika-Reise geknüpft hatten, als voellig erfüllt. Johnson hat uns nicht enttaeuscht und zeigte sich wiederum bereit Israel in jeder Hinsicht zu helfen. Al Hamischmar begrüsst die Bereitschaft Johnsons die israelischen Sicherheitsbedürfnisse mit Sympathie und aktiv zu prüfen und stellt ebenfalls fest, dass Eschkols Amerika-Reise von Erfolg gekroent war. Allerdings bleibt die Notwendigkeit bestehen, neben der Gewaehrleistung unserer Sicherheit auch Mittel und Wege zu einer friedlichen Koexistenz mit den arabischen Nachbarstaaten zu suchen. Kol Haam stellt fest, dass noch viele Probleme zwischen Israel und USA ungeklaert bheben. Die USA haben sich nicht zur sofortigen Deckung der israelischen Waffenbedürfnisse bereit erklaert und andererseits blieb auch im Communiqué das Problem Vietnam, an dem Johnson so sehr liegt, unerwaehnt. Hamodia ist davon überzeugt, dass es sinnlos sei die Beweggründe Johnsons für das Verhalten gegenüber Israel zu prüfen. Die Annahme, Johnson geht es um jüdische Waehlerstimmen, ist oberflaecblich. Die Freundschaft zwischen Israel und den USA hat weit tiefere Wurzeln, basiert auf einer Interessengemeinchaft u. Johnson ging Eschkol weit mehr entgegen, als der Stimmenfang allein es notwendig gemacht haette. B. G. UND DE GAULLE Dawar nimmt zu dem Brief Stellung, den Ben Gurion zur Haltung de Gaulles gegenueber Israel veroeffentlicht hat. Die Zeitung stellt fest, dass Frankreich und De Gaulle zuerst eine sehr freundschaftliche Haltung gegenueber unserem Lande einnahmen, diese Haltung aber dann geaendert haben und dann leider zu fast offener Feindschaft uebergegangen sind, d. h. noch nicht einmal eine gewisse Neutralitaet gewahrt haben. Dies kommet in dem Brief von B. G. nicht zum Ausdruck. Die Zeitung betont, dass sie sich nicht auf eine Polemik mit Ben Gurion einlassen will. Es sei sogar zu hoffen, dass die Ansichten von Ben Gurion sich als berechtigt erweisen werden und dass Frankreich seine Haltung uns gegenueber aendern wird. Vorlaeufig jedoch sind wir von diesem sicher erstrebenswerten Ziel noch weit entfernt und es bestehen keine Anzeichen, dass wir uns ihm, sei es auch nur um einen Schritt, naehem. AUS DEI ISRAELISCHEN PRESSE NEUER ANFUEHRER DER PALAESTINENSER Hayom meint, dass der neue Anfuehrer der Palaetinensischen Befreiungsfront Yahia Hammuda von den Fehlern seines Vorgaengers Achmed Shukeiry gelernt hat. Es lasse sich deshalb nicht zu prahlerischen Erklaerungen verleiten, sondern aeussere sich nur in einem sehr zurückhaltenden Ton, um den Eindruck der Maessigung zu erwecken. Man soll sich aber durch diesen Tonfall nicht irrefuehren lassen, denn Hammuda verfolgt genau dieselben Ziele wie sein Vorgaenger, selbst wenn er jetzt von der Moeglichkeit einer Ko-Existenz zwischen Juden u. Arabern spricht. Auch der Mufti von Jerusalem, Hadj Amin el Husseini, hatte eine Zeitlang erklaert, man koenne mit einem kleinen juedischen Jischuv in Palaestina in Frieden leben. Solche gemaessigte Erklaerungen verfolgen nur ein Ziel, naemlich der Oeffentlichkeit Sand in die Augen zu streuen, damit sie die wahre Lage nicht erkennt. Auch Kol Haam sieht in den gemaessigten Erklaerungen von Hammuda nur ein politisches Manoever. Wichtig fuer uns ist nur, was die Araber tun, und keineswegs was sie erklaeren. In ihren Taten und ihrer Haltung hat sich nichts geaendert, trotz des zurückhaltenden Tons der jetzt von Hammuda angewandt wird. Die Ziele der Palaestinensischen Befreiungsfront sind dieselben geblieben. DIE AUSFAHRT DER 15 SCHIFFE Dawar wirft die Frage auf, ob Aegypten tatsaechlich versuchen wird die 15 Schiffe, die seit dem Sechs-Tage- Krieg im Suezkanal festgefahren sind, zu raeumen. Seine diesbezüglichen Erklaerungen seien belanglos und entscheidend bleibt nur, was es tatsaechlich in dieser Sache unternehmen wird. Israel sei immer der Ansicht gewesen, man solle die 15 Schiffe ausfahren lassen und bisher waren es Immer die Aegypter, die sich der Ausfahrt widersetzt haben. Unter einem internationalen Druck haben sie ihre Haltung geaendert und sind nun mehr, wie auch Israel, bereit die Ausfahrt der Schiffe zu genehmigen. Wir müssen aber auch unsere Rechte wahren und dürfen keine Aemderung des Status quo, ohne unsere Zustimmung, dulden. VEREINIGTE ARBEITERPARTEI Omer1 widmet seinen Leitartikel einer Analyse der Lage innerhalb der drei Parteien, Mapei, Achduth Awoda und Rafi, die sich entschlossen haben, eine vereinigte Arbeiterpartei aufzustellen. Die Bildung einer solchen Partei sei sicher zu begruessen, aber man darf nicht uebersehen, dass ihre Partner sich nur unter dem Druck der politischen Notwendigkeiten zu einer Union entschlossen haben. Von “Liebe” koenne zwischen diesen drei Gruppen auch jetzt noch keine Rede sein, aber sehr oft hat sich erwiesen, dass “Vernunftsehen” besser und laenger halten als “Liebesehen”. Es sei zu hoffen dass diese Tatsache jetzt auch in der vereinigten Arbeiterpartei bestaetigt werden wird. Man solle sich keine Illusionen machen und die Einheit auf den gemeinsamen Interessen der drei Partner basieren und dann werde die Einheit ein Erfolg sein, besonders wenn die drei Fraktionen die nationalen Pflichten vor eigene Sofortinteressen stellen werden. RABIN UND BAR-LEV Hajom wuerdigt die Verdienste von Rav-Aluf Jitzchak Rabin, der seinen Posten nun nach vierjaehriger Amtszeit verlaesst. Anlaesslich der Feier des Personalwechsels in der hoechsten Position unseres Militaers werden die Errungenschaften betont, die Zahal Jitzchak Rabin zu verdanken hat. Der neue Generalstabschef Rav-Aluf Chaim Bar-Lev hat sich im Laufe der vielen Jahre in denen er der Sicherheit Israels diente, fuer die Stelle des Generalstabschefs qualifiziert und das Volk bringt ihm grosses Vertrauen entgegen. Es ist heute allgemein bekannt, dass Zahal jetzt besonders schweren Pruefungen ausgesetzt ist und dass Bar-Lev die Verantwortung fuer den Oberbefehl in einer schweren Zeit uebernimmt. Umso wichtiger ist, dass ihm allseits volles Vertrauen entgegengebracht wird.

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