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Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1967-09-01 · 9 (Septiembre, 1967) · p. Seite 9

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Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XXIX (1967)
Issue
9 (Septiembre, 1967)
Date
1967-09-01
Page
Seite 9 (sequence 9)
Language
German
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SEPTIEMBRE 1967 BOLETIN INFORMATIVO 9 DIE WIRTSCHAFTSKONFERENZ Hazofeh würdigt die Bereitschaft einer Gruppe jüdischer Millionaere nach Israel zu kommen und sich für die israelische Wirtschaft einzusetzen, um eine grosse Alij ah zu gewaehrleisten. Omer meint, die jüdischen Millionaere wurden nicht nach Jerusalem eingeladen, damit man sie hier zur Alij ah auffordert, zu Spenden und dergleichen, sondern um sie zu bitten, auf G.rund ihrer reichhaltigen wirtschaftlichen Erfahrungen in der Diaspora Israel Ratschlaege auf wirtschaftlichem Gebiet zu erteilen. Jerusalem Post stellt fest, dassi die Wirtschaftskonferenz vor dem Hintergründe der grossen Aenderungen stattfindet, die nach dem Kriege in unser aller Leben vor sich gegangen sind. Man muss die geschaffene Atmosphaere nützen, um zu einer voelligen Kooperation zwischen den jüdischen Wirtschaftlern der Diaspora und Israel zu gelangen, damit Israel in die Lage versetzt wird, den Aufgaben gewachsen zu sein, die es zu erfuellen hat. Dawar schreibt, die Konferenz würde ihr Ziel verfehlen, wenn sie nur eine weitere Versammlung für Sammeln von Geldern und Spenden waere. Ihre beiden Hauptziele sind Verstaerkung der Investitionen in Israel und Entwicklung der Moeglichkeiten für Handel und Export. Der Einsatz der Verbindungen und des Wissens der Konferenz- Teilnehmer ist die wichtigste Aufgabe der Tagung. Sache der Regierung ist es, den Teilnehmern Moeglichkeiten zu schaffen, unter denen sie ihren Einfluss geltend machen und andere zum Einsatz für Israel veranlassen koennen. Lamerchaw ist der Auffassung, dass die Konferenz sich mit der wirtschaftlichen Seite in der Zusammenarbeit zwischen der Diaspora und Israel zu befassen hat. Wenn is um' Investitionen und Staerkung des Exportes geht, so koennen die Teilnehmer der Konferenz viel für Israel tun. Aber die wichtigste heilige Plicht im Rahmen der Verbindung der Diaspora zu Israel ist die Einwanderung, und die Alijah muss im Vordergründe aller Bemühungen stehen. Hajom erklaert, die Wirtschaftsführer Israels seien zur Ueberzeugung gekommen, dass heute die Juden der Diaspora die Moeglichkeit haben müssen ihre Meinung zu der Entwicklung unserer Wirt schaft zu sagen. Sie müssen sich a e u s s e r n und Vorschlaege fuer die Zukunft machen koennen. Auf diese Weise kann ein neues Kapitel in den Beziehungen zwischen Regierung und Judenheit der Golah beginnen. Wenn es jedoch in der Praxis dazu kommen soll so muss die Regierung die Meinungen der Konferenzteilnehmer aufmerksam beobachten. Schearim ist der Meinung, dass die versammelten jüdischen Wirtschaftler viel für die Entwicklung des Landes und für unseren Export tun koennen. Aber der Erfolg der Beratungen haengt,davon ab ob unsere Regierung imstande ist, eine realistische Wirtschaftspolitik zu führen, ohne sich veralteten Wirtschaftsdoktrinen zu unterwerfen. AUS DER ISRAELISCHEN PRESSE ALIJAH-PROBLEME HEILIGE ODER HISTORISCHE STAETTEN Hazofe beschaeftigt sich mit der Klagemauer in Jerusalem, der heutigen Gestaltung dieser heiligen Staette der Juden und ihrer Zukunft. Die Zeitung erklaert, man müsse einen sehr klaren Unterschied zwischen heiligen Staet ten und historischen Orten ziehen. Hier, also im Falle der Klagemauer handelt es sich um eine heilige Staette, die für das Judentum grosse Bedeutung besitzt. Daher ist es auch ganz richtig, dass das Religionsministerium mit der Verwaltung dieser, wie auch der anderen heiligen Staetten beauftragt ist, da es zweifellos am besten weiss, wie man hier vorzugehen hat. Ebenso bedeutsam aber wie die richtige und zweckentsprechende Verwaltung für solche Staetten ist das Benehmen des Publikums, des Volkes also, das an diese Staetten kommt, eben dort. Man muss unbedingt darauf achten, dass sich die Massen, Welche taeglich an die Klagemauer gelangen hier, wie auch bei den anderen heiligen Staetten, mit der notwendigen Ehrfurcht eben der Heiligkeit des Ortes gegenüber verhalten. Die Zeitung ist der Ansicht, dass die Heiligkeit dieses Ortes gesichert sein muss und setzt sich auch für getrennte Besuche von Frauen und Maennem an der Klagemauer ein. Auf jeden Fall sei es erforderlich die Kontrolle über die Klagemauer dem Religionsministerium zu unterstellen, das allein hier zustaendig sein kann. Dawar wendet sich dagegen, aus der Klagemauer eine Synagoge zu machen, da es sich hier um ein nationales Monument handelt, das allen Schichten der Bevoelkerung gleichmaessig zur Verfügung stehen muss. Daher sind die bis jetzt getroffenen Massnahmen an der Klagemauer gutzuheissen, meint die Zeitung. Dawar widmet seinen Leitartikel dem Aufruf der Sochnuth und Regierung an die jüdische Welt, in dem eine Foerderung der Einwanderug nach Israel verlangt wird. Die Zeitung glaubt, dass der Zeitpunkt für eine solche Initiative günstig war, dass es aber nicht genügt einfach einen Appell zu erlassen. Es sei wichtig der gegenwaertigen Routine-Behandlung der Alijah- Fragen ein Ende zu bereiten. Die Zeit sei jetzt gekommen, um neue Wege bei der Alijah- Ermunterung zu beschreiten und wir dürften die günstige Gelegenheit, die uns jetzt geboten Ist, nicht vergehen lassen. Wir brauchen die neuen Einwanderer und müssen alles tun, um sie zur Alijah zu bringen und haben jetzt ausgezeichnete Bedingungen und Umstaende um dies zu tun. Al Hamischmar ist der Ansicht, man müsse die Freiwilligen, die sich jetzt bei uns befinden, zum Bleiben im Lande ueberzeugen. Die Freiwilligen selber sind geneigt in Israel zu bleiben, wie sie es u. a. auch schon bei Treffen im Rahmen des Kibbutz Artzi erklaert haben. Man müsse jedoch die Voraussetzungen schaffen, um ihnen ein solches Verbleiben zu erleichtern. Es sei nicht angebracht und könne zu bedauerlichen Folgen führen, wenn man weiter an der Routine-Behandlung der Alijah festhaelt- Mehr müsse schnell unternommen werden, um die Aus sichten einer Einwanderung zu foerden. Die Zeitung wür digt die Initiativen die in dieser Hinsicht schon von der äistadruth unternommen wurden. Haaretz glaubt, dass die Ankurbelung der Alijah letzten Endes weitgehend eine Frage der Erneuerung des gesellschaftlichen Klimas im Lande ist. Israel tut nicht genug um Jugendlichen das Leben im Lande anziehender zu gestalten und das heutige soziale Klima ist nicht angebracht eine Einwanderung von jüngeren Menschen zu foerdern. Die Zeitung setzt sich zugleich dafür ein die Behandlung aller Fragen der Alijah an die Regierung zu überleiten, da die Sochnuth sich nicht von ihrer gegenwaertigen Routine-Behandlung dieser Probleme zu befreien in der Lage ist. Hazofe ist der Ansicht, man müsse neue Methoden für die Alijah-Ermutigung und die Alijah-Auf nähme finden. Nur so koenne es gelingen die Einwanderung zu foerdern, wobei der Schwerpunkt auf die Alijah von Jugendlichen und von gewissen, dringend noetigen, beruflichen Gruppen gelegt werden muss. ANTI-JUEDISCHE KAMPAGNE IN POLEN UND DER URSS FERNSEHEN WIRD EINGEFUEHRT Haaretz analysiert die Vorteile des Fernsehens und kommt bei einer Betrachtung zu dem Schluss, dass Israel jetzt alle Anstrengungen machen müsse, um so bald wie nur moeglichdie Television im Lande eingeführt zu haben. Fernsehen sei ausserordentlich wichtig als Informationsübermittlung und wir haben bereits auf propagandistischem Gebiet verloren, weil wir uns bisher nicht entschliessen konnten, die Television einzuführen oder besser, weil wir die Einführung nicht forciert und daher nicht eher vorgenommen haben. Es ist aber auch notwendig, bereits heute für Persoenlichkeiten zu sorgen, die sich mit dem Fernsehen befassen werden und man sollte dabei darauf achten, dass sowohl versierte Journalisten, die ja vom Radio herkommen koennen, oder auch aus der Presse ebenso beschaeftigt werden, wie Akademiker, damit das Fernsehen das biete, was von ihm erwartet werden muss. Die Zeitung meint auch, dass man dafür Sorge tragen muss, dass jeder Bürger, jede Familie jedenfalls einen Apparat erwerben kann, da das für die Gesellschaft im Lande von Bedeutung ist. RESTAURANT BUDAPEST Comida típica húngara e Internacional Almuerzo - Comida. Servicio a la carta Para banquetes precios especiales MAGYAR KONYHA Música ambiental húngara e internacional Calefacción central — Ambiente agradable Av. Feo. 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Die Versuche, die Juden in Polen zwangsweise zu assimilieren, sind ebenso zum Scheitern verurteilt, wie frühere Versuche dieser Art, seien es kommunistische oder nicht - kommunistische. Die polnische Regierung darf nicht überrascht sein, dass ihre anti-jüdische Kampagne sowohl in Israel als. auch in der jüdischen Welt auf Widerstand stiess. Die polnischen-Juden werden sich-zwar dem Willen der Machthaber anzupassen haben, aber die freien Juden werden nicht schweigen. Sie wollen sich zwar nicht in die internen Angelegenheiten Polens einmischen, aber sie werden auch nicht die Forderung akzeptieren, dass Juden in einem kommunistischen Regime ihre Verbundenheit mit dem jüdischen Volke und Staate unterdrücken müssen. Lamerchaw befasst sich mit der Lage der Juden in der Sowjetunion. Das Blatt schreibt, die Stimmung in der Sowjetunion s e i derzeit derart gespannt und judenfeindlich, dass sie an die Zeit der Prozesse gegen die jüdischen Aerzte waehrend des Stalin- Regimes erinnert. Die Juden in der ganzen Welt und selbst verstaendlich auch in Israel müssen alles unternehmen, um dem Hetzu. Verleumdungsfeldzug in der Sowjetunion entgegen zu treten. Stefan Laikowitz Joyero Ahumada 254 — Local 30 — Fono 69464

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