Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Journal
- Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Volume
- XXIX (1967)
- Issue
- 7 (Septiembre, 1967)
- Date
- 1967-07-01
- Page
- Seite 13 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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JULIO 1967 BOLETIN INFORMATIVO 13 ISRAEL IM KAMPF UM DEN FRIEDEN Am 4. Mai hatte das “B.I.” Gelegenheit, einem Divisions- General des Israelischen Verteidigungsheeres die uebliche Frage vorzulegen: “Krieg oder Frieden?“ “Frieden?”, lautete die Gegenfrage, “hat man uns denn schon jemals Frieden gewaehrt?” “Also?...” “Nein, Krieg im ueblichen Sinne, das auch nicht!” Wir bohrten weiter: “Sind Sie sicher” “Ja“, lautete die Antwort, “denn wir koennen Krieg fuehren und wollen nicht und sie wollen Krieg fuehren und koennen nicht”. Elf Tage spaeter mussten wir den Bericht ueber diese beruhigende Zusicherung aus der Druckerei zurueckholen. An seiner Stelle erschien ein Artikel ueber die Erweiterung des Verkehrswesens in Israel. Denn die aegyptischen Tanks rollten nach Norden. Nasser verkuendete seine Absicht, Israel zu invadieren und U Thant entfernte diensteifrig die internationalen Truppeneinheiten, die dabei haetten im Weg stehen koennen. Ermuntert durch diese Passivitaet und angestachelt durch die Aggresivitaet seiner sowjet-russischen Alliierten, ging er einen —fatalen— Schritt weiter. Er blockierte den Golf von Akaba fuer die Schiffahrt von und nach Eilat. Damit war nicht nur rechtlich ein casus belli geschaffen, sondern durch das —angebliche oder wirkliche, aber jedenfalls von ihm proklamierte— Streuen von Minen in der Meerenge von Tiran auch tatsaechlich die erste Waffe in Gebrauch genommen worden. Am 22. Mai —dies zur Erinnerung fuer alle Geschichtsfaelscher, die von einer israelischen “Agc gression” schwafelnwar der Krieg im Mittleren Osten ausgebrochen. Diesmal wollten sie nicht nur Krieg fuehren. Sie glaubten auch, es zu koennen. Es folgten weitere zwei Wochen intensiver diplomatischer Taetigkeit. Israel versuchte, den status quo ante wiederherzustellen: Rueckzug der Truppen von beiden Seiten der Grenzen, Freie Schiffahrt nach Eilat. Umsonst. Waehrend auf der einen Seite die Unterstuetzung von seiten der Vereinigten Staaten und einiger anderer seefahrenden Nationen immer schwaecher wurde, versteifte sich auf der anderen Seite die aggressive Haltung der Araber durch drei Tatsachen: —Die weitgehende Unterstuetzung der Sowjet— Union. —Die offensichtliche Unentschlossenheit der westlichen Gegenseite und die dadurch bedingte Isolier-ung Israels. —Der berauschende Effekt wuester Traeume von Rache, Eroberung, Mord und Pluenderei. Am Abend des 4. Juni packte Hubert Humphrey, Vize-Praesident der USA und sichtbares Haupt der Kombeirut CLASES AEREAS AKAopS DESTRUIDAS BLINDADOS E INFANTERIA BATALLAS DSTANQU6S lago Atiben ades HAIFA AVIONES ISRAELIES ATACANDO DEL OESTE V NORTE r. JERUSALEM MAR MUERTO CAZA CANAL DE SUEZ SRAEL ISMAILIA EL CAIRO EILAT SUEZ PASO MtTLA PENINSULA PE SINAI 3| ARABIA < J SAUDITA EGI PTO •/SHARM «/ EL SHEIK 100 KM MAR ROJO EL AVANCE MILITAR DE ISRAEL Dirección de las operaciones armadas en la semana del 5 al 10 de junio promissler in Washington, seinen Koffer —und Regenschirm—, um nach Kairo zu fliegen. Zakariah Mohieddin, Vize von Aegypten, sollte den fuer diese muenchner Doppelkonferenz notwend i g e n gleichzeitigen Gegenbesuch im Weissen Haus abstatten. Die beiden Flugzeuge brauchten nicht aufzusteigen. In den Morgenstunden des 5. Juni ging es los. Nach wenigen Stunden war es klar, dass die Israelis Luft und Land beherrschten. Die USA brachten im Sicherheitsrat der UNO einen Feuereinstell —Befehl ein, den der Sowjet - Delegierte Fedorenko im Hinblick auf die aegyptischen Gebietsverluste mit einer Rueckzugs - Klausel zu verbinden suchte. Das schenkte dem israelischen Heer 24 kostbare Stunden, waehrend deren Verlauf sich die aegyptische Niederlage zur Katastrophe auswuchs. Am 7. Juni hatten die Sowjets auf dem diplomatischen Terrain kapituliert und die Feuereinstellung ohne Rueckzug akzeptiert. Am -8. Juni kapitulierten militaerisch die Jordanier, am 9. die Aegypter, am 10. die Syrer. Rueckblickend “Der Spiegel“ vom 12.6.67: “In des Kremls Kausal - Kette fehlte urspruenglich kein Glied. —Moskau ermunterte Nasser, den Golf von Akaba zu schliessen, um Washington zum Engagement fuer Israel zu zwingen. —Nasser schwang sich durch die Schliessung des Golfes wieder zum Fuehrer der Araber im Kampf gegen Israel auf. Ein Engagement der USA zugunsten Israels musste den panarabischen Nationalismus herausfordern. —Washington zoegerte und lief Gefahr, bei Israel wie Arabern das Gesicht zu verlieren. Moskau schien zu gewinnen, ohne einen Mann aufs Spiel gesetzt zu haben. Dann drehte sich das vermeintlich meisterhafte politische Kalkuel der Sowjets gegen die Meister und deformierte ihre Logik zum Widersinn. In drei Tagen walzten die Israelis nieder, was Moskau in jahrelanger Kleinarbeit mit Milliarden Rubel aufgebaut und Ende Mai als Entlastungsfront fuer Vietnam in Betrieb gesetzt hatte”. Wie dieser unglaubliche Triumph der Qualitaet ueber die Quantitaet moeglich war, wird an anderer Stelle dieser Ausgabe berichtet, abgesehen davon, dass die staunende Weltpresse davon voll war und ist. Was er fuers erste einbrachte, ist zusammengefasst folgendes: —Besetzung feindlichen Gebiets (siehe Karte): die Wueste Sinai vom Gaza— Streifen bis Port Said, das oestliche Ufer des Suez— Kanals und des Golfs von Suez bis Scharm-el Scheich, das westliche Ufer des Golfs von Akaba; das palaestinensische Aufmarschgebiet der Transjordani.er mit saemtlichen Festungen und Staedten bis zu den Ufern des Jordan; die Huegelkette von Golan oberhalb des Tiberias-Sees bis El Kuneitra, mit allen Befestigungen und Kasematten, von denen die Bandenueberfaehe gegen die Siedlungen im Norden ihren Ausgang gehabt hatten. —Zerstoerung der arabischen Militaermacht. —Wiederherstellung der freien Schiffahrt nach Eilat. —Endgueltige Konsolidierung des Staates Israel als politischer und militaerischer Faktor im Mittleren Osten. —Wiedervereinigung der Hauptstadt Jerusalem. —Eroberung von Waffen in ungeheuren Quantitaeten. Die bei einer solch grundlegenden Aenderung der Situation unvermeidlicherweise auftauchenden neuen Probleme: —Das Halten der Positionen des arabischen Aufmarsch- Plateaus dient der kommunistischen und petrolarabischen Propaganda als Argument, um Israel diplomatisch in die Defensive zu draengen. —Zur gleichen Zeit stellt diese Aufgabe eine grosse militaerische, administrative und finanzielle Belastung dar. —Die Fluechtlingsfrage aes Befreiungskriegs von 1948 hat sich “inside” Israel verlagert. —Sie hat sich durch eine neue Anzahl entwurzelter Menschen verschaerft. Das “B. I.” ist heute in der Lage, sein eingangs erwaehntes Interview von 4. Mai in Druck zu geben, wenn auch unter Abwandlung des Praesens in Praeteritum: “Wir konnten Krieg fuehren, obwohl wir nicht wollten. Sie wollten den Krieg, aber sie konnten ihn nicht fuehren”. Wer den Sinn und Unsinn der ausgenblicklichen Situation verstehen will, muss sich die Geschichte dieses Widersinns von Wollen und Koennen, von Zielen und Mitteln ins Gedaechtnis rufen. —19 Jahre lang verweigern die arabischen Laender Israel Anerkennung und Frieden und bereiten ihren Vernichtungskrieg vor. —Waehrend der letzten 15 Jahre und speziell seit dem Sinai - Feldzug s c h u e r t Russland d i e arabische Irredenta, um zu Dardanellen, Suez-Kanal, Persischen Golf, Indien, Mittelmeer und Afrika vorzudringen. —Die Westmaechte sind unfaehig, eine klare, und unwillig, eine einheitliche Politik zu entwicklen. Im April flog Gromyko zu Nasser. Sie kamen ueberein, dass der Moment zum Handeln gekommen war. Das russische Prestige innerhalb der kommunistischen Welt war durch die “Eskalation“ in Vietnam gesunken; die chinesische Anklage, Moskau “verrate” seine Alliierten, gewann an Boden. Nasser sah sich aehnlichen Problemen gegenueber: der Interventionskrieg im Jemen war trotz Einsatz von Giftgas nicht zu gewinnen, die wirtschaftliche Situ a t i o n in Aegypten miserabel, Israel gegenueber wurde er sowohl von den syrischen Hysterikern wie von den schadenfrohen Miniaturkoenigen von Jordanien und Saudi-Arabien der Schwaeche bezichtigt. Das Uebereinkommen (Fortsetzung Seite 14) LA MAGNITUD DEL TRIUNFO Israel y los territorios que controla en la actualidad. ISRAEL ABRIL DE 19*9 HASTA EL 5 DE JUNIO DE 1967 20.800 KM2 TERRITORIO OCUPADO HASTA EL 10 DE JUNIO DE 1967 68.000 KM2 2- J SIRIA BEIRUT «f <*- 00 " DAMASCO AA/V\ linea de cese DE FUEOO NUEVAS BASES AEREAS ISRAELIES \ LACO TI6ERIAPES •AMMAN TEL AVIV JERUSALEM GAZA MAR MUERTO EL AkISH JORDANIA ISMAILIA» EILAT |AKABA SUEZ» EL CAI RO» ARABIA SAUDITA EGIPTO SHARM EL SHEIK IOO KM MAR ROJO