Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Journal
- Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Volume
- XXIX (1967)
- Issue
- 6 (Junio, 1967)
- Date
- 1967-06-01
- Page
- Seite 15 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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V JUNIO 1967 BOLETIN INFORMATIVO 15! í! r f! f AUS DEI ISRAELISCHEN PRESSE VERTRAG ISRAEL-RUMAENIEN ENGERE BEZIEHUNGEN ZU RUMAENIEN Haaretz kommt zu dem Schluss, dass es sich nicht f u e r Rumaenien lohnen konnte, diesen Vertrag zu schliessen Und stellt auch die Frage, in wieweit sich' die ganze Angelegenheit letzten Endes auch fuer Israel lohnen werde. Die Zeitung meint es sei garnicht ausgeschlossen, dass die Rumaenen versuchen Finanzierungen aus Israel zu erhalten und dass darin ihr augenblickliches Hauptinteresse in bezug auf diesen Vertrag liege. Es mag zu der Politik Rumaeniens gehoeren, gerade mit einem Kleinstaat .wie Israel in diesem jetzigen Augenblick zu irgendwelcher Verstaendigung zu kommen und damit eine neue Linie einzuschlagen, die ja bereits seit einiger Zeit in ihren Grundzuegen erkennbar gewesen war. Dawar meint, dass das Abkommen mit Rumaenien als ausserordentlich positiv zu werten ist, da es fuer beide Laender aussergewoehnliche Vorteile bietet. Sowohl wirtschaftlich ist hier ein Fortschritt festzustellen, als auch politisch, da die Bedeutung dieses Vertrages weit ueber die rein wirtschaftlichen oder kulturellen Belange, die hier angesprochen worden, sind, hinausgeht. Positiv sei auch, meint das Blatt, dass man Barzahlung statt des sonst in dieser Zone ueblichen Clearing - Abkommens vereinbart hat. Die politische Bedeutung aber, die dieser Schritt Rumaeniens beinhaltet sollte so hoch eingeschaetzt werden, wie sie es verdient, erklaert die Zeitung. Hajom begruesst dieses Abkommen ebenfalls als einen vielversprechenden Anfang Jerusalem Post betont besonders die Moeglichkeit und Notwendigkeit unsere Beziehungen mit Suedamerika auszubauen, wo wir schon immer auf treue Freunde zaehlen konnten. Die Zeitung wuerdigt in diesem Zusammenhang die Einweihung von zwei neuen Gebaeuden, die einen Beweis fuer die enge Zusammenarbeit mit Suedamerika bringen, d.h. das Institut in Brur Chajil auf den Namen Aranja und das Mexico - Haus auf dem Campus der Tel Aviver Universitaet. besserer Beziehungen zwischen Israel und den Laendern des Ostblockes, Beziehungen die sich, wie der Fall Rumaenien beweist, sehr gut zu einer engen Bindung ausbauen lassen. Die Zeitung bezeichnet den Vertrag, den Israel nun mit Rumaenien abgeschlosen hat, als einen guten Vertrag, den man nicht kritisieren koenne und gibt der Hoffnung Ausdruck, dass sich aus diesem Vertrag eine Menge guter und noch besserer Moeglichkeiten ergeben moegen, dass also dieser Vertrag nur als Startpunkt fuer eine ganz allgemeine Entwicklung der Bindungen des juedischen Staates mit allen Laendern Osteuropas sein moege. Lamerchaw sieht darin, dass es Israel gelungen ist, dieses Abkommen zu erlangen, einen ausserordentlichen Erfolg der israelischen Politik und erklaert der Vertrag sei nicht nur fuer Rumaenien und Israel positiv, sondern fuer die Welt ueberhaupt, bestimmt aber fuer Osteuropa und Israel. Zu wuenschen sei nur, dass diese Kontakte Israels mit allen Laendern Osteuropas in derselben Form ausgebaut werden koennen, wie das jetzt mit Rumaenien der Fall ist. Hazofeh glaubt, dass es kein Zufall ist, wenn Rumaenien nunmehr eine so von Moskau freie Politik betreiben kann, die es einen ganz eigenen Weg gehen laesst. In dieser Zone der Welt gibt es keinen Zufall meint das Blatt dazu und gibt zugleich der Hoffnung Ausdruck, dass durch diese Oeffnung nach dem Westen auch den Juden eine solche Oeffnung moeglich sein werde. Dawar nimmt zu den Ver- Lraegen Stellung welche Israel und Brasilien abgeschlossen haben und denen gemaess beide Laender eng fuer friedliche Zwecke Zusammenarbeiten werden. Die heutige Regierung Brasiliens achtet darauf, dass der Mensch im Vordergrund all ihrer Bemuehungen stehe und das ist sehr bedeutsam, meint das Blatt dazu. Die Beziehungen zwischen Israel und dem groessten der lateinamerikanischen Laender werden immer enger und auch das ist ausserordentlich zu begruessen. DIE AUTOPSIE-FRAGE Haarez stellt fest, dass kein Mensch den Eingriff im Tel Haschomer-Krankenhaus als ungesetzlich bezeichnet hatte Tàtsaechlich handelte es sich um den im Gesetze erlaubten Versuch, das Augenlicht eines Patienten durch die Transplantation der Hornhaut des Verstorbenen zu retten und Rabbi Gottesmann war an jenem Tage der einzige Tote im Krankenhaus, dessen Augen hierzu benuetzt werden koennten. Der Widerstand religioeser Kreise gegen die Autopsie und die Argumentation dieser Kreise sind nicht neu, sondern waren bereits dem Gesetzgeber beim Verabschieden das Anatomie- und Pathologiegesetzes bekannt. Praktisch hat sich aber eine Situation ergeben, dass die Aerzte entweder versuchen die Angehoerigen der Toten zu ueberreden, einer Autopsie zuzustimmen, oder aber — um sich gegenüber den Protesten zu schuetzen — diese beruhigen, es werde keine Autopsie vorgenommen, um schliesslich eine solche doch vorzunehmen. Auf diese Weise fuehlsn sich die Angehoerigen und die Religioesen betrogen, aber auch der Aerzteschaft wird durch solche Handlungsweise keine Ehre zuteil. -Tatsaechlich kann sich ein Teil der orthodoxen Juden mit der Autopsie nicht abfinden, aber die israelische Gesellschaft traegt einen Charakter, der eine Foerderung der modernen Medizin unumgaenglich macht und damit auch eine Grosszahl von Autopsien. Ein Verzicht auf solche wuerde auf lange Frist das Niveau der israelischen Medizin in Frage stellen. Omer findet es unverstaendlich, dass die Religioesen die plausiblen Erklaerungen der Aerzte zum Falle des Augeneingriffes bei Rabbi Gottesmann nicht akzeptiert haben u. fragt, ob hier nicht nur religioese Intoleranz und Fanatismus im Spiel sind. Gewiss wurden auch manche Fehler begangen, durch welche die Lage noch verschaerft wurde. Wie dem auch sei, eine Sondersitzung der Knes seth waehrend der Ferien ist auf keinen Fall angebracht. Kol Haam meint, d i e Aerzte verdienen Lob ob der Tatsache, dass sie versucht haben das Augenlicht eines Patienten zu retten statt dass sie Angriffen und Hetztiraden ausgesetzt, werden. Die religioesen Fuehrer sollten fuer die Abstellung der fanatischen Hetze gegen die Aerzte Sorge tragen. Auch dass KP-Organ widersetzt sich einer Sondersitzung der Knesseth zur Eroerterung der Autopsie-Frage. Hazofeh gibt zwar zu, dass ein Unterschied zwischen dem Eingriff bei Rabbi Gottesmann und demjenigen bei der Rabbiner-Gattin Nadler aus Bnej-Brak besteht, wirft aber den Aerzten Geheimnistuerei und Unaufrichtigkeit vor. Waere dies nicht der Fall, koennten Verbitterung und Verfaelschung der wahren Tatbestaende vermieden werden. WEIGE1MUAHME bis zum 30. Finanzminister Sapir gab seiner Hoffnung Ausdruck, dass die Beziehungen zu Rumaenien in naher Zukunft sich enger gestalten werden. Der Minister gab bekannt, dass das Unterzeichnete Handels - Abkommen zwischen Israel und Rumaenien zwanzig Millionen Dollar fuer jeden der Partner umfasst. Das bisherige Abkommen betraf ein Handelsvolumen m Hoehe von vier Millionen Dollar, doch wurden eigentlich nur Geschaeftsabschluessem Hoehe von 2,5 Millionen Dollar getaetigt. Israel wird laut dem neuen Abkommen an Rumaenien Zitrusfruechte, Textilwaren, Chemika 1 i e n, Arzneimittel, sowie Industrieprodukte verkaufen. Dagegen liefert Rumaenien an Israel Holzprodukte, Fleisch, Zukker, Chemikalien, Futterkoerner, Metalle und Industriewaren. Israel wird in Rumaenien ein Handelsbuero errichten, welches neben der israelischen Gesandtschaft amtieren wird. Der Minister betonte, Israel sei der erste Staat, dem die rumaenische Regierung die Eroeffnung eines Handelsbueros gestattete. Auf Grund des Unterzeichneten Abkommens wird diesmal kein Clearing - Verkehr getaetigt. Die Lieferungen werden in harter Valuta nach freier Wahl bezahlt. Das neue Abkommen wird dreieinhalb Jahre in Kraft bleiben. Man nimmt jedoch an, dass auch einige Teile des Abkommens fuer laengere Zeit festgelegt werden. Beide Seiten kamen ueber Zusammenarbeit auf verschiedenen Handelsgebieten ueberein. So sollen sich beide Staaten gegenseitig bei der Belieferung des internationalen Marktes helfen. Minister Sapir gab bekannt, ein Abkommen ueber wissenschaftliche, wirtschaftliche und technische Zusammenarbeit sei ebenfalls unterzeichnet worden. Er sagte, beide Seiten werden gegenseitig bei der Entwicklung der Landwirtschaft und Industrie Hilfe leisten, besonders, was die Errichtung neuer Industrieanlagen betrifft. Auf dem Gebiet der Chemie, der Nahrungsmittelbranche und in anderen nicht naeher beschriebenen Wirtschaftszweigen sollen groessere Projekte gemeinsam ausgearbeitet werden. Auf wissenschaftlichem Gebiet sollen Wissenschaftler und Studenten ausgetauscht werden. Bereits in Kuerze, sagte Sapir, kann man die Ankunft einer Wissenschaftler - Delegation aus Rumaenien erwarten. Die rumaenische Regierung ist hauptsaechlich an israelischem Fachwissen auf dem Gebiete des Bewaesserungswesens, der Huehnerzucht u. anderer Haustiere interessiert. Des weiteren werden in Baelde Verhandlungen ueber die Errichtung einer direkten Luftlinie zwischen Israel und Rumaenien aufgenom men werden. Um dafuer Sorge zu tragen, dass alle im Vertrage erwaehnten Punkte auch sorgfaeltig ausgefuehrt werden, wurde der Beschluss gefasst, eine Kommission zu errichten, der Vertreter beider Staaten angehoeren werden. (“Canfit”) Stefan Laskowitz Joyero Ahumada 254 —Local 30 — Fono 69464 UN CUADRO El Regalo Siempre Bienvenido y de Recuerdo Permanente Juan Suter Elíjalo entre un extenso surtido Los hay de todos los precios HACEMOS MARCOS DE TODAS CLASES Tenderini 85 Providencia 2309 Moneda 728 esa. Moneda esq. Suecia fono 393411 HALBTAGSBESCHAEFTIGUKG im Buero oder Geschaeft zum 1. Julio gesucht. Mœglichst Vormittage. “G 53” Clasificador 567 Eigene Fabrikation San Antonio 65 KITTEL fuer Haus und Buero sowie feine Unterwaesche Morgenroecke — Blusen fuer Damen und junge Maedchen Tel. 381900 ISRAEL UND SUEDAMERIKA