Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Journal
- Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Volume
- XXVIII (1966)
- Issue
- 12 (Diciembre, 1966)
- Date
- 1966-12-01
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
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- Amman 1× ep/1044017
- Tunis 1× ep/1048155
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E3 O ^J2jjjfl>l^>fe| I 1^1 pjjj1 pq^ (COACCION: S.C.I. B‘NE J1SRO& AV. (OHU6A1 «1« CAIMA imr SAHHA60 CHILE ASO XXVIII N< 12 SANTIAGO DE CHILE DICIEMBRE 1966 VORGESCHICHTE UND FOLGEN EINES WAFFENGANGS Ungefaehr ein Monat ist seit der israelischen Militaer -Aktion gegen (das jordanische Dorf Samua vergangen. D i e dadurch ausgeloesten Konsequenzen sind ebenso zahlreich!wie vieldeutig. Man sollte daher die wichtigsten, um ihre Bedeutung zu beurteilen, irgendwie rekapitulieren und ordnen. Ohne den chronologischen Ablauf der Ereignisse zu 1 sehr ausser Acht zu lassen, kann dies nach folgenden Gesichtspunkten geschehen: Auf der Ebene der UN erfuhr die israelische Aktion eine ebenso heftig redigierte wie rasch approbierte Verurteilung durch den ‘ Sicherheitsrat”, die nur durch die ruehmliche Stimmenthaltung von Neuseeland nicht ganz einstimmig angenom men wurde. Der arabische Versuch .allerdings, wirtschaftliche Sanktionen gegen Israel zu verhaengen, scheiterte. Im Rahmen der Beziehungen zu den Grossmaechten musste sich Israel eine kalte Dusche aus Washington gefallen lassen, waehrend sein jordanischer Nachbar nicht nur Beteuerungen der Unsterstuetzung, sondern tatsaechlich solche in Form eines Geschwaders von Kampfflugzeugen e r h i eit. Das Verhaeltnis zu Moskau verschlechterte sich dagegen nicht, aus dem einfachen Grund, weil dies kaum noch moeglich ist. Die (Ruhe an den Grenzen des Landes, einziges und unmittelbares Ziel der Aktion, wurde jedoch weitgehend wiederhergestellt, wie dies auch in der Vergangenheit — wenigstens fuer eine gewisse Zeitspanne— immer der Fall war. Abgesehen von einer Provokation, die die Aegypter zwei Flugzeuge kostete, sowie von einigen kleineren Zwischenfaellen an der syrischen Grenze, wurden keine nennenswerten arabische Angriffe gemeldet. All dies war mehr oder weniger vorauszusehen gewesen und hat zweifellos sowohl auf der Soll — wie auf der Haben — Seite der Risiko — Rechnung gestanden, die die israelische Regierung bis in die spaeten Nachtstunden des 12. November ein und das andere Mal kalkuliert und revidiert hat. Was sie aber nur schwerlich richtig hatte einschaetzen koennen, das waren die Auswirkungen ihrer Entscheidung auf DIE INNER - ARABISCHEN BEZIEHUNGEN Dieselben kamen fuers erste in Form von Demonstrationen zutage in denen die Bevoelkerung ehemals palaestinensischer ätaedte wie Nablus energischere Massnahmen gegen Israel forderte. Sehr rasch entwickelten sie sich jedoch zu regelrechten Unruhen gegen Hussein und seine Regierung. In deren weiterem Verlauf nahmen und nehmen schliesslich die anderen arabischen Staaten mit der ihnen eigenen Respektlosigkeit f uer inter - nat ionale Gepflogenheiten ganz unverbluemt Anteil. So intervenieren vor allem die Syrer offen zugunsten der internen jordanischen Opposition und ihr Staatspraesident El Atassi hat persoenlich die beruhigende Ueberzeugung verkuendet, dass man erst Jordanien “befreien” muesse, um sodann ein G1 e i c hes mit “Palaestina” zu tun. Die aegyptische Presse blaest in das gleiche Horn, wenn auch mit einigen Varianten in Moll. Auf der anderen Seite hat Feisal, der Koenig von Saudi-Arabien, seinem Kollegen von Jordanien jegliche Unterstuetzung zugesagt und diese in Forfn von 20.000 Soldaten auch angeblich schon geschickt, i wenn man auch der Wirklichkeit mit der Annahme naeher kommt, dass von den 20.000 Mann vorderhand erst einmal die 20 oder 200 Generaele im besten (Hotel von Amman angekommen sind. gesehen von allem, keineswegs zu unseren Freunden zaehlt, aber die Zerstoerung der jordanischen Monarchie und darueber hinaus, des jordanischen Staates, die die Syrer verfolgen, birgt ganz offensichtlich neue Gefahren Nachtraeglich gesehen ist es nun noch klarer, dass Syrien seine El Fattach - Banditen nicht nur schickt, um Israel zu provozieren, sondern sie ueber jordanisches Gebiet schickt, um Hussein in Schwierigkeiten zu bringen. Zweifellos (wusste man das in Jerusalem, aber wusste man es genau genug? Beantworten kann dies niemand, der bei den Beratungen nicht dabei war; um es zu versuchen, muss man sich zwei Dinge ins Gedaechtnis rufen. DIE VORGESCHICHTE Bei der Entscheidung, endlich einmal energisch zuzuschlagen, waren drei Umstaende zu beruecksichtigen: das Ob, das Wo und das Wie. Am wenigsten 'scheint man ueber die letztere der drei Fragen zu zweifeln, werden doch alle israelischen Vergeltungsaktionen nach ungefaehr dem gleichen Rezept verabreicht. Die Schlupfwinkel der Terroristen werden zerstoert, di>e Zävilbevoeljkhrung gewarnt und geschont, das Heer fuehrt die Angelegenheit durch, die Regierung uebernimmt die politische Verantwortung. Erst jetzt, nach dieser neuerlichen und hanebuechenen Resoluti o n des Unsieherheitsrats, werden Vorschläge erhoben, in Zukunft die El Fattach - Kastanien mit “privater” Hand aus dem arabischen Ofen zu holen und offiziell die Verantwortung dafuer abzulehnen. Ob man zuschlagen sollte? Man hat nicht nur lange gezoegert, sondern alle anderen Mittel versucht, zuletzt in Form eines feierlichen Appells an den “Sicherheitsrat”, um diesen zu feiner Entschliessung gegen die syrischen Uebergrifife zu bewegen. Michael Comay, der israelische Delegierte — den wohl niemand um seinen Posten beneidet—, bezeichnete zwar die schliesslich angenommene Resolution als einen moralischen Erfolg, leider aber wiegen die .moralischen Erfolge in der Politik nicht genug. Beruecksichtigt man naemlich die endlosen wochenlangen Debatten, trotz des sonnenklaren Sachverhalts, die verwaesserte Resolution, das Sowjet - russische Veto, so lief die Angelegenheit im Endeffekt wieder einmal nur auf eine Ermunterung der Araber und ihrer aggressivsten Sektoren hinaus. Misslang es daher der UN, die Terrorakte zu stoppen — und mit einem solchen Entschluss (musste es misslingen—, dann konnte es nicht anders kommen, als dass Israel der Geduldskra gen platzte. Wo? Das war die knifflige Frage und hier wurden, wenn auch vielleicht keine Fehler begangen, so doch Dinge gelernt, die man vorher nicht wusste. Bei der Entscheidung, auf den jordanischen Sack (Fortsetzung- Seite 8) Die gleichen Fronten, die im (Jemen brennen, sind also auch in Jordan gezogen. Ein Buergerkrieg ist zwar nicht ausgebrochen, aber die Situation ist alles andere als stabil. Die einzige Neuigkeit, die in i diesem Zusammenhang schwer zu verstehen ist, bezieht sich auf die Einberufung einer neuen panarabi sehen Konferenz in Kairo. In der Vergangenheit dienten diese Sitzungen der ‘ Arabi- «nU/vn T îrfrth /-I n r»i 1 Ti«! rr SEINEM WIDERSPRUCH Seiten cLUCll Jjig4 Udnll, UlC DUUgkeit der Araber, vor allem gegen Israel, zu demonstrieren. Das ist jetzt (nicht moeglich: siestehen in zwei Lagern und Tunis, das den ganzen Rummel ueberhaupt nicht mehr mitmacht, ist ein drittes. Mehr als eine Demonstration der Dreieinigkeit kann da also nicht herauskommen. Säte 7 WIEDERKEHR DER REPUBLIKANER? Mil Bestimmt hat man sich in Israel nicht vorgestellt, dass der verdiente Tritt in einen gewissen jordanischen Koerperteil das ganze Regime derartig ins Wackeln bringen wuerde. Man ist zwar einiges gewoehnt in Bezug auf mangelnde Stabilitaet , in den Nachbarlaendern, . aber der Raid vom 13. November lieferte in dieser Hinsicht doch eine ebenso anschauliche wie zum Teil unerwuenschte Demonstration fuer diesen Zustand. Gewiss: Israel ist kein Garant fuer die Krone des jungen Hussein, der ganz ab¬ 1966