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Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1966-11-01 · 11 (Noviembre, 1966) · p. Seite 7

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Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XXVIII (1966)
Issue
11 (Noviembre, 1966)
Date
1966-11-01
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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NOVIEMBRE 1966 BOLETIN INFORMATIVO 7 Spring«’ baut in Kerim und Jerusalem ERNST SIMON: BRUECKEN Unsere Leser werden in der Spalte: “Die israelische Presse...” einen Bericht ueber den Aufruhr finden, den die Spende Axel Springers fuer das Nationalmuseum in Jerusalem verursachte. Im juedischen Presse- Dienst nahm der General- Sekretaer des Zentralrats der Juden in Deutschland Herr Dr. H. G. van Dam unter dem oben ‘ stehenden Titel zu dem gleichen Thema Stellung. Wir veroeffentlichen nachstehend einen Auszug aus seinem Artikel: “Der Verleger Axel Springer, der sich als Verwalter des Erbes .von ¡Ullstein und Mosse, aber wohl auch von Scherl fuehlt, hat mit dem hundert Millionen Bau in der Kochstrasse (Verlagisgebaeude in Berlin, die Red.), und der Axel- Springer-Stlftung auch ein Vorhaben in Israel, und ¡zwar ein Bibliothekshaus des Museums in Jerusalem, der Oeffentlichkeit vorgestellt. Der israelische Botschafter hat in Berlin als Einweihungsgeschenk fuer das Haus an der Sektorengrenze einen mehr als 2.000 Jahre alten Oelkrug uebergeben. Hierdurch wird eine Verbindung zwischen dem Vorhaben ln Berlin und Jerusalem hergestellt. Was ist von dieser Verbindung zu halten?. Zunaechst muss anerkannt werden, ¡dass Axel Springer einen Betrag von 3.6 Millionen DM fuer ein bedeutendes kulturelles Anliegen in Israel zur Verfuegung stellt. Das Angebot wurde angenommen und damit ein weiterer Beleg fuer unsere wiederholt aufgestellte These gegeben, dass der Widerstand gegen die Existenz einer juedischen Gemeinschaft in Deutschland oder die “Leugnung eines anderen Deutschlands” oder die Ideologie des Antigermanismus Sammlungen und ßpenden in der Bundesrepublik offenbar nicht ausschliesst. Wir haben das als Inkonsequenz bezeichnet und wenigstens in diesem Punkt bei der israelischen Presse Zustimmung gefunden. Man sollte daher annehmen, dass das Israel Projekt Axel-Springers von unserem Standpunkt aus begruessenswert sei. Eine derartige Betrachtungsweise waere aber zu oberflaechlich, wie auch, selbstverstaendlich nicht jede finanzielle Leistung fuer Israel bereits gut ist, weil es sich um einen grossen Betrag handelt... Die Annahme der Spende fuer das Museum in Jerusalem war in der israelischen Oeffentlichkeit umstritten. Hierbei ist fuer uns die Tatsache, dass es sich um einen deutschen Spender handelt, aus unserer grundsaetzliohen Stellungnahme zu dem Problem voellig unerheblich. Auch gibt die Vergangenheit und Persoen. lichkeit des Spenders keinen Anlass, seine Spende zurueckzuweisen. Nachdem die Spende einmal angenommen war, haette das Museum auch dem Vorhaben den Namen S p r i n ger in der gleichen Weise geben koennen, wie dies bei anderen Projekten der Fall ist. Man kann sich nun einmal nicht den Pelz waschen, ohne sich nass zu machen. Es wurde auch gerade das Gegenteil der Anonymitaet erreicht, die ofenbar angestrebt wurde. Eine ¡groessere Publizitaet als die Erklaerung in Berlin vor der gesamten Weltpresse und die symbolische Verbindung der Bauten von Berlin und Jerusalem ist nicht denkbar. Es widerstrebt uns, in der Kritik grosser Zeitu n g sunternehmen dadurch behindert zu sein, dass das Unternehmen Millioneribetraege fuer Zwecke aufwendet, die unserem Herzen nahestehen. Wir wollen einem Verleger, dessen Tuechtigkelt und finanzielle Potenz sich dadurch zeigen, dass er Vorhaben, wie den Bau eines Wolkenkratzers an der ISektorengrenze, mit den damit verbundenen Risiken und Kosten auf sich nehmen kann, in Freiheit und Unbefangenheit gegenueberstehen. Man sollte von ihm keine anderen Leistungen erwarten als die Schaffung der Grundlagen fuer eine demokratische Presse, die sich gegen Reaktion und Restauration wendet. Hierzu gehoert, dass sich die Mas. senblaetter des , Konzerns von suggestiven Losungen freihalten. Es genuegt nicht, das Andenken grosser Journalisten wie Theodor Wolff und Georg Bernhard zu feiern, sondern man muss der Erwartung Ausdruck geben, dass Redakteure und Publizisten, deren Gegnerschaft zum NS-Regime ausser Zweifel steht, in erhoehtem Ausmass zu Worte kommen. Der notwendige kritische Dialog wird durch die Annahme von Millionenspenden erschwert. Hieran kann der von finanzieller Machtfaltung geblendete konformist i s c h e Beifall nichts aendem. Das publizistische Gesicht der Bundesrepublik und Ihrer Massenpresse sollte fuer die Welt und auch fuer Israel lebenswichtiger sein als die E n t g e gennahme von Spenden und Stiftungen, .so plausibel auch die Motive der Beteiligten sein moegen. (Verlag Lambert Schneider — Heildelberg 1965) Der leider zu frueh verstorbene Oberrabbiner Dr. Kurt Wilhelm hat in einem Glueckwunschartikel aus Anlass des 60. Geburtstages von Prof. Dr. Ernst Simón diesen zu den Ohachme Hador gezaehlt - den Weisen der Generation (“M.B.” — Maerz 1959) “Er gehoert heute zur doch nicht so klein gewordenen ganzen juedischen Welt, von Dan bis Eilath, von New York bis Santiago und von Zuerioh bis, hoffentlich bald, Stockholm”. Wenn von einem solchen Chacham Hador — Weisen der Generation — die “Gesammelten Aufsaetze” erscheinen, muessen wir aufmerksam werden. Wer die Zeitschriftenliteratur der letzten 40 Jahre auch nur oberflaechlich kennt, weiss, dass In diesem Buch leider nur ein kleiner Ausschnitt einer grossen Lebensarbeit zusammengefasst werden konnte. In ihm spricht nicht nur ein “Weiser der Generation”, sondern auch ein Talmid Ohacham — ein Sohueler von Weisen. Er ist nicht nur ein “Chalutz” in der Welt des Geistes, sondern auch ein Schueler in der Tradition Israels. Diese Synthese verleiht Emst Simon seinen besonderen Charakter. Darueber hinaus besitzt er noch die “Weisheit des Herzens”, die v der Grundzug seiner menschlichen Beziehungen ist. Es charakterisiert den Menschen Ernst Simon, dass er an den Anfang des Buches die Worte stellt, die er ln vielen Begegnungen bewaehrt: “Freundschaft ist die uneigennützigste Beziehung des Menschen". Dieser Faehigkeit zur Freundschaft verdanken wir auch das Erscheinen dieses Buches. Es ist ein Geburtstagsgeschenk von Freunden - an ihrer Spitze ¡Martin Buber - zum 65. Geburtstag. Simon selbst hat de Titel “Bruekken” gewaehlf. Martin Buber nennt ihn ln seinem Geleitwort den “Brueckenbauer”. Als einen solchen haben auch wir Professor Simon kenriengelernt, als er im Aufträge der Centra und des Leo Baeck Institute unsere Gemeinden besuchte. Damals bewaehrte er sich tatsaech- Uch als Brueckenbauer zwischen uns und dem Erbe des einstmaligen deutschen Judentums, uns und Medinat Israel, Jugend und Alter, Lernen ,und Leben. Es ist unmoeglich alle Brueckenzuege dieses Werkes zu verfolgen. Es beginnt mit dem juedischen Kriegserlebnis aus dem Jahre 1919. Es zeigt seinen Weg zum Zionismus auf und endet mit der grossen Ansprache anlaesslich der Ausstellung Monumenta Judaica, in Koeln am 15. Maerz 1964 und einem Aufsatz: “Heilige Nüchternheit” (Juni 1964), in dem das Verhaelthis zwischen Judentum und Kultur geklaert wird. Am Ende lesen wir die Worte, die eines der Hauptanliegen dieses Lehrers in Israel zum Ausdruck bringen: “Gegenueber denen, die nur eine juedisohe Konfession wollen und , denen, die das Volk Israel soweit normalisieren, dass es Volk unter Voelkem wird, unternimmt eine Minoritaet den schwersten aller Versuche: unter den Bedingungen politischer Normalitaet die Pflichten der Auserwaehltheit anzuerkennen und um ihre groesstmoeglichste Erfuellung zu ringen”. In acht Teilen zieht die Welt des Verfassers an uns vorueber. Es gibt nicht mehr viele, deren Welt so umfassend ist. Da spricht ein Jude aus Deutschland und klaert den Sinn der Geschichte. Er ringt um Sprache und Dichtung und geht dem Weg der Ideen nach. Der Erzieher spricht ueber Erziehung und Unterricht. Er selbst, der zum Lehrer einer Generation in der Zeit des “schwarzen Feuers” und “des weissen Feuers” geworden ist, der Epoche des Untergangs und des Wiederaufbaus, spricht ueber die Lehrer des deutschen Judentums. Er, der schon Zionist war, als die meisten unter uns noch von einer deutsch — juedischen Synthese traeumten, klaert den Kampf um den Zionismus. Da Emst Simon ein intellektueller Jude ist, klingen die “Gesammelten Aufsaetze” in jenen aus, die “Vom Glauben” sprechen. Es ist eine umfassende Welt, durch die wir hindurchgefuehrt werden. Nur wenige koennen mit der gleichen Meisterschaft ueber die Geschichtsphilosophie Hegels, die Ideenlehre Rankes, die Sprache Jakob Grimms, ueber Heinrich Heine, Artur Schopenhauer, Chajim Nachman Bialik, Hermann Cohen und Baruch Spinoza, Pestalozzi, Martin Buber, Nehemia A. Nobel, Franz Rosenzweig, Gustav Landauer und Leo Baeck schreiben. Die “Gesammelten Aufsaetze” sind die “Summe” eines Juden, der aus der Welt in die juedische Heimat — im weitesten Sinne des Wortes — gefunden hat. Ihm hat sich Europa in seiner Fuelle erschlossen, aber als einem der wenigen Juden, die auch im “Meer” des Judentums schwimmen koennen. Vielleicht werden nicht alle Leser dem Autor folgen koennen, wenn in der Rede ueber “Das geistige Erbe des deutschen Judentums” aus dem Jahre 1955 gesagt wird: “Wir deutschen Juden”. Aber doch ist dieses Buch eine grosse Botschaft: Die Botschaft eines Juden aus Deutschland an Israel und an die Welt. Loewenstein Annahme Anzeigen fuer das Boletín Informativo Los Seremos 476 Of. 22-23 (Catedral Höhe 1250) Tel. 87765 VON 9-13 UND 14 - 1B UHR CUATRO ventajas para Usted — un calzado de última moda — un calzado de inmejorable calidad — un descuento de 20% — y estamos al lado suyo. .. CALZADO DE ARTESANIA Providencia 2455 - Fono 256371

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