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Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1966-11-01 · 11 (Noviembre, 1966) · p. [Seite]

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Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XXVIII (1966)
Issue
11 (Noviembre, 1966)
Date
1966-11-01
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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BOLETIN INFORMATIVO REDACCION: S.C.I. B'NE JISROEl AV. PORTUGAL 810 CA1HU 1487 ■ JANTIAGO CHIIE AÑO XXVIII ¡N* 11 SANTIAGO DE CHILE NOVIEMBRE 1966 Zu Chanuka 5727 DAS LEUCHTENDE BEISPIEL DER MAKKABAEER Die juedische Geschichte kennt nach dem groessten aller Menschen, Propheten und Nationalhelden, nach unserem Lehrer Mose (Mosche Rabenu), zwei grosse Helden, gestalten: David und Jehudah Makkabi. Sie beide haben jene Art von Unsterblichkeit erlangt, die man als die juedische bezeichnen kann: Die Unsterblichkeit durch ihr Portleben im religioesen Glauben und in der Liturgie. Mit Koenig Davids Namen ist die messianische Idee verknuepft, mit Jehuda Makkabi das Chanuka-Pest. Chanuka, kein “Fest” im ueberlieferten Sinne, kein Feiertag, an welchem Arbeit verboten waere, ist der juengste unserer Erinnerungstage aus alter Zeit. Beim Kerzenschein der Menora soll der Jude jegliche profane Taetigkeit unterlassen, um sich jenen Gedanken hinzugeben, die diesen Tagen zugrundeliegen, denn Chanuka ruft Jahr um Jahr ein Thema wach, das in jeder Generation neu durchdacht werden sollte, das Kapitel “Assimilation”. zu zwingen suchte, hatte zur Folge, das sich in der Stunde der hoechsten Gefahr die tapferen Makkabaeer, der Priester Matathias und seine fuenf Soehne, erhoben und zum aeussersten Widerstand aufriefen. Dieser Krieg war weder ein reinpolitischer bezw, militaerischer, noch nur ein Kulturkampf, sondern eine Art “Heiliger Krieg” fuer die Erhaltung der juedisch — nationalen Eigenart und der juedischen Kultur, die auf der Einheit von Volkstum und religioesem Geist aufgebaut war. Die Volksmehrheit wollte am Erbe Esras festhalten, waehrend die Assimilanten, die Hellenisten, geblendet vom Glanze der griechischen Lebensart, dem Grundsätze der Assimilanten aller Zeiten huldigten: “Lasst uns doch mit den Voelkern ringsum eins werden, denn, seitdem wir uns von ihnen abgesondert haben, hat uns viel Unglueck betroffen. (I. Makkabaeerbuch). Die Erhebung der Soehne des frommen Matathias hat das juedische Volk aus einer Gefahr befreit, die vielleicht die groesste gewesen ist, die es je gegeben hat. Das Wunder der Errettung Israels nach den Tempelzerstoerungen durch Nebukadnezar und Titus mag erstaunlicher sein; aber nur in der Zeit der Makkabaeer hatte sich auf Seiten unserer Feinde ein so durchdringender geisti g e r Vormarsch mit dem militaerischen Angriff verbunden und dadurch die Gefahr der voelligen Vernichtung in un mittelbare Naehe gerueckt. Nur langsam und unter immer neuen Rueckschlaegen gelang das Werk der Makkabaeer, und ihr Endsieg waere ohne die immer wieder ausbrechenden Thronwirren in Syrien kaum moeglich gewesen. Und doch gehoeren die Taten Jehudas und seiner Brueder zu den heldenhaftesten der Geschichte. Durch sie wurde wieder einmal mehr bewiesen, dass Gott nie “bei den staerkeren Bataillonen” ist, sondern bei den Wenigen, die das Recht und die Idee auf ihrer Seite haben. Vielleicht haette ohne den Makkabaeersieg die Weltgeschichte einen anderen Verlauf genommen. Wir Juden haben uns stets Wertvolles aus anderen Kulturen zu eigen gemacht: Dies ist aufbauende Assimila t i o n, doch die destruktive Assimilation beginnt dort, wo die Zweige am Baume des Judentums duerr geworden sind und abfallen, dcct, wo man an die Macht und an die Masse glaubt und nicht an die Herrschaft und die Kraft der Wenigen und des Geistes, denn der Sieg beruht nie auf der Groesse des Heeres, sondern auf jener Kraft, die vom Himmel kommt, wie das Erste Makkabaeerbuch es ausspricht. Die Neuweihe des Tempels und die Einsetzung von Chanuka wurden die sichtbarsten Kennzeichen einer umfassenden Renaissance alles Juedischen, die damals ein-. Um was ging es damals in den Kaempfen zwischen 168 und 165 vor der ueblichen Zeitrechnung? Sicher ist, dass schon vor dieser Epoche der Hellenismus alle eigenstaendigen Kulturen des Vorderen Orients zu ueberschwemmen suchte. Die Atmosphaere des Wohlwollens, in der man einander naeher kam, brachte es urspruenglich mit sich, dass sich das juedische Herz allmaehlich der im Vordringen befindlichen grossen Weltkultur zuneigte. Doch erst, als unter Antiochos III. das oestliche Syrerreich erstarkte, begann eine gewaltsame Politik zur Beschleunigung des Hellenisierungsprozesses einzusetzen. Verraeter und Abtruennige, die den Juden von jeher weder in Zeiten der Not noch in solchen des Glueckes gefehlt hatten, lieferten dem Syrerkoenig den gewuenschten Vorwand fuer sein Eingreifen. Nur an einer Stelle wurde diesen Fluten ein Damm entgegengestellt: Dies geschah in dem kleinen Judaea, das von Esras Zeiten her am Ideal des Gottes. Staates festhielt, an einer Staatsverfassung, die ihre Grundgesetze in der Thora verankert sah. Der Kampf des Syrerkoenigs, der das Heiligtum durch die Aufstellung eines Zleusbildes entweihte und so das Volk zum Abfall von der Lehre NOBEL BRUECKEN UEBER DEN ABGRUND DER UMSTRITTENE WARREN-BERICHT setzte. Jehiida Makkabi selbst erhob sich durch seine Glaeubigkeit, die jede Art von eigennuetzigen Zielen ausschloss, ueber alle Freiheitskaempfer der Weltgeschichte; durch ihn und seine Nachfolger konnte das Staatsgefuege fuer fast zwei Jahrhunderte gerettet werden. Zu Modiin, dem heute neu erstehenden Siedlungsgebiete, fand er seine letzte Ruhestaette. Hier, in Modiin, in Verbindung mit der Grenzverteidigung, vollzieht sich gegenwaertig, auf dem Boden des Keren Kajemeth Leisrael, ein grosses Kulturwerk. Noch sind es Wenige, die diesem Rufe Folge leisten, doch die Erinnerung an die Makkabaeer, an den Sieg der Schwachen ueber die Starken, wird vielleicht eines Tages ein Gefuehl dafuer entstehen lassen, dass hier ein zusaetzliches, wirkliches, Opfer im Geiste der Makkabaeer zu bringen ist. Curt Wilk. Seiten 4-5 Seite 6 Seite 8 Página 17 Página 21

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