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Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1966-08-01 · 8 (Agosto, 1966) · p. Seite 7

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Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XXVIII (1966)
Issue
8 (Agosto, 1966)
Date
1966-08-01
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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AGOSTO 1966 BOLETIN INFORMATIVO DIE CHERUT-TAGUNG Hazofeh bezweifelt ob es der sehen Mystik und den Traeu- Cherut moeglich sein wird men der territorialen Groesweitei'hin eine wichtige Partei zu bleiben, wenn sie auf ihre alten Parteiführer und ihre Traditionen verzichtet. Es ist zu bezweifeln, ob die gliehkeiten von Verhandlungen zwischen Gachal und Cherut noch eine wichtige keinen Sinn hat sich auf Rolle spielen kann, wenn sic Forderungen und. Kaempfe sich nicht mehr auf die einzulassen die nicht erfuellt se Israels beseelt sind und Rafi erleichtern wird. Begin den jüngeren Parteimitgliewird sicher zu einem spaedern, die pragmatischer denteren Zeitpunkt wieder ge- Ken. Diese jungen te sind überzeugt, Kraefwaehit werden — das ist die dass es Meinung des Blattes. Ideale und Traditionen stützt, aus denen die Partei entstand. Die jetzige Krise in der Cherut wuerde auf jeden Falls drei , wichtige Tatsachen beweisen, 1. dass werden koennen und dass man eine realistischere Haltung einnehmen muss. Lamerchaw glaubt nicht, dass das am Ende der Gnerut-Konferenz geschlossene Kompromiss die Meinungsverschiedenheiten zwischen den Bioecken in dieser Partei überwinden kann. Herrschafts-Wünsche habe tem- AUS DER ISRAELISCHEN PRESS Auch Omer stellt fest, dass die Tagung durch das Aufder Führerkult in einer potreten einer neuen Generaporaere Identitaet der Inte litischen Partei sich letzten tion von Parteimitgliedern ressen zwischen den Anhaen- Endes auch gegen den Parcharakterisiert war. Diese gern Tamirs und der Graupe teiführer selber auswirken jüngeren Gruppen wollen die um Schostak geschaffen. Wekann, 2. dass innere Konflik- Vergangenheit vergessen und der die Führung der Cherut te nicht nur in den Regiesich der Zukunft widmen, ncch die Opnosition in dierungs— sondern auch in den Sie haben festgestcht, dass ser Partei erwiesen sich ari Oppositionsparteien moegihre Partei mit ihren bishegeeignete Kraft fuer eine Allich sind und 3. dass eine rigen Ansichten nicht durchternative in unserem Staate. Vereinigung von zwei politigedrungen ist und sind desschen Fraktionen, die keine halb der Ansicht, dass sie gemeinsame Ideologie haben sich der Lage im Staate anletzten Endes zum Scheitern zupassen versuchen muss. verurteilt sein muss Die Jerusalem Post ist der Ansicht, dass in einer wahren Demokratie (wie Israel) eine starke Opposition im Parlament erforderlich ist. In Anerkennung dieser Tatsache wuerde die Oeffentlich- Haaretz versucht das Fazit der Landeskonferenz der Cherut zu ziehen, bei der es zu einem ernsten Zusam- Die Zeitung würdigt zugleich das Auftreten von Mimenstos7~zwischen ^“der“Fühnisterpraesident Levi Eschrung der Veteranen, unter -eol bei der Eroeffnungssit- Menachem Begin, und den zung der Cherut-Tagung. Oppositionsfraktionen unter Eschkol habe hiermit vielder Leitung von Schmuei leicht einen neuen, begrues- Tamir, kam. Die Zeitung ist senswerten, Ton im Verhaeltder Ansicht, dass die Opposikeit jetzt mit groesstem Intenis zwischen den politischen tion mehr erreicht hat als resse den Verlauf der Che- Parteien angeschlagen. sic. erwartete. Es stelle sich rut - Parteitagung verfolgen . jetzt die Frage was sie aus um festzustellen, ob die Par- H a j o m bezeichnet den diesem. Erfolg machen wird, tei der Oeffentlichkeit noch Rücktritt Begins als unge- Er koenne nur als sinnvoll POLITISCHE AUSRICHTUNG DER ISRAELISCHEN PRESSE Auf Seiten der Regierungskoalition: DAWAR (Organ der Histadruth, pro Maarach —Mapai plus Achduth Avodah—), JERUSALEM POST (unabhaengig, pro Mapai), LAMERCHAW (Achduth Avodah), AL HAMISCHMAR (Mapam), HAZOFEH (Religioes- Nationale Partei), SCHAARIM (Poalej Agudath Israel), HAMODIA (Agudath Israel), HAARETZ (buergerlich liberal, unabhaengig). Auf Seiten der Opposition: HAJOM (pro Gachal —Parteiblock Cheruth-Liberale—), MAARIW (unabhaengig, nach rechts, zu Cheruth tendierend), JE- DIOTH ACHARONOTH (unabhaengig, nach rechts, zu Cherut tendierend), KOL HAAM (Kommunisten). RELIGIOESE PROBLEME Haaretz stellt fest, dass der Gesetzesvorschlag zur Aenderung des Arbeitsruhe-Gesetzes, der von der Regierung der Knesseth vorgelegt wuretwas neues zu bieten hat. rechtfertigt und meint, dass betrachtet werden, wenn es de, dazu angetan ist, breiten Die Zeitung sieht die jetzige dieser die Aussichten des nunmehr gelingen würde den Kreisen weitere religioese Lage als eine Auseinander- Gachai schwaecht, statt sie Hausfrieden bei der Partei Setzung zwischen den alten zu verbessern. Das Blatt wiederherzustellen und die Maennern der Partei, die zweifelt auch daran, ob das Parteiverwaltung neu zu ornoch von ihrer kaempfe ri- Ausscheiden Begins die Moeganisieren und aufzubauen. DER BESUCH FEISÀLS IN NEW YORK Dawar erklaert, die Absapansionismus der ge des offiziellen Empfanges nisten im Nahen des Koenig Feisal in New York ist nicht nur als Ma- Komrriuversucht den Feisal - )Zwi- Osten zu schenfall auszunutzen, um Verbote aufzuerlegen und deshalb eine Verletzung des Status quo in religioesen Angelegenheiten darstellt, der von der Mapai versprochen wurde. Die gesamte Oeffentiichkeit wird die Folgen dieses Gesetzes zu spueren haben, wenn es von der Knesseth angenommen werden sollte. War es bisher nur Arbeitnehmern untersagt am Schabbath und Feiertag errichten, waehrend Feisal ihre Behauptung zu stuet- % „rhpi1.PT. «nii dies nim seinerseits bemueht war zen, dass die amerikanische noever mit Waehlerstimmen amerikanische Garantien ge- Regierung unter jüdischem aupla auf Seibstaendige erzu erklaeren, vielmehr hangen jede Bedrohung durch Einfluss steht. Dennoch wird weitert werden. Eine Ausnan- Col. Nassers Aegypten zu ersich durch diese Propaganda ,en J?ur landwirt- . - - ■ - ■ - - ° schaftliche K o o p e r ativen delt es sich um eine echt de mokratische Rücksichtnah - - halten. Aus dem nach den nichts an der Lage aendern . me auf das Empfinden eines Verhandlungen < veroeff e n~ und Koenig Feisal wird auch ohden, also die Kibbutzim, grossen Teils der Einwohner tlichten Communiqué ergibt weiterhin auf die amerikadenen auf diese Weise Vorsich, dass Uebereinstimmun. nische Unterstützung gegen rang gegenueber den uebrigen in diesen beiden Rieh- Nasser, besonders im Jemen gen Bevoelkerungsteilen eintungen auch tatsaechlich erzaehlen koennen, waehrend geraeumt wird. Das Blatt zielt wurden. andererseits die Tatsache schlaegt deshalb dem Mini- Neben diesen politischen nochmals bewiesen ist, dass sterpraesidenten vor, bei der Ergebnissen der Feisal-Reidie amerikanischen Juden Abstimmung ueber dieses der Stadt. Im übrigen kann man den Besuch Feisals in den USA nicht als Misserfolg bezeichnen, wahrscheinlich haben die Vorgaenge in dieser Stadt dem Koenig innerpolitisch noch Nutzin gese war eine Herausforderung einen Einfluss auszuüben in Gesetz die Koalitionsdisziseine Stellung bracht u. gestaerkt. Omer ist demgegenüber der Auffassung, dass , Koenig Feisal in Washington nicht die gewünschte Unterstuetzung fü£ seine Politik erzielen konnte und dort einen Misserfolg erlitt. Den Aerger über diesen Misserfolg wollte er an den Juden auslassen, und die Zeitung begrüsst es, dass New York in dieser Weise reagiert hat. Lamerchaw stellt fest, dass die amerikanischen Regiemals die Bedeutung der zwei rungskreise nicht entzückt Millionen Juden beweisen, der amerikanischen Juden der Lage sind, der nicht. plin aufzuheben und Abstimdurch seine; antisemitische übersehen oder unterschaetzt mungsfreiheit zu gewaeh- Bemerkungen, besonders abwerden sollte. ren, um jenen Vertretern der surd und musste auf die logische Reaktion der Juden stossen. Auf jeden Fall sei dem Akt der jüdischen Soüdaritaet, dessen Zeugen wir jetzt waren, eine besondere Bedeutung, auf innen— und aussenpolitischem Gebi e 1, beizumessen. Arbeiterparteien, die nicht fuer einen religioesen Zwang stimmen wollen, die Moeglichkeit hierzu zu gewahren. Hamodia beschaeftigt sich ebenfalls mit Fragen der religioesen Gesetzgebung, insbesondere aber mit dem Problem, wer und wieso die Religioesen Raete in den Staedten und Orten waehien wird und welche Beziehungen zwischen den Religioesen Raeten und Mupizipalitaeten herrschen werden. Omer tritt dafuer ein, dass bei der Zusammensetzung der oertlichen Religioesen Raete nur ein Drittel der Ratsrnitglieder von den Synagogenbesuchern der einzelnen Staedte und Orte gewaehlt werden soll, waehrend die uebrigen Mitglieder Vjertreter aller ¡Parteien, nach der jeweiligen Staerke der Fraktionen in der Munizipalitaet sein muessten. Hamodia kritisiert die Situation, die im Lande bezueglich der religioesen Fragen aufrecht erhalten werden soll, aber in Wirklichkeit bedeute das nur, dass wir weiter an der Entheiligung des Schabath festhalten. Auch Haaretz ist der Ansicht, dass die Ereignisse in New York, deren Opfer Koenig Feisal geworden ist nochwaren von der Reaktion der jüdischen Gremien in den USA, nachdem Koenig Feisal in Washington antisemit i s ehe Aeusserungen gemacht hatte. Die amerikanidie in dieser Stadt wohnen und denen der Buergermeixrunian als Praesident der ster und der Gouverneur des FRIEDE IM GEISTE TRUMANS Der Zentrale fuer die Foerdenswillen, der die Bereit- Fortsetzung des geistigen Lederung des Friedens, die Schaft herbeifuehrte, den unbenswerkes des Praesidenten nach Harry Truman benannt terlegenen Tod feind von Truman betrachtet werden, wurde und zu der der Grundgestern aus den Tiefen seiner Dieses Universitaetsinstitut wird sich besonders der Erforschung des Verhaeltnisses zwischen Israel und den arabischen Voelkern widmen, um Wege zur Ueberbrueckung der Feindschaft der arabischen Staaten gegenueber Israel zu finden. stein auf dem Campus der Niederlage emporzuheben und Hebraeischen Universitaet Jerusalem gelegt worden, T , , . , ist widmeten vier Zeitungen man Israel bei der Staatszu rehabilitieren. Auch abgesehen von der Hilfe die Truihre Leitartikel. Dawar betont den bedeu ruendung gewaehrt hat, ist er wuerdig, dass ein dem Frieden dienendes Institut tenden Beitrag, den Harry seinen Namen verewige. Staates müssen. Rechnung träger. Die Reaktion der Hazofeh: Das Institut, das im Sinne seiner Initiatoren Omer nimmt auf den Vorschlag der Jerusalemer Stuamerikanischen sehen Gremien koennen aber die Erklaerung die Tatsache, einer solchen jüdischen Reaktion, nicht übersehen und muessen ihre Bedeutung richtig einschaetzen. Die USA wollten den Besuch von Feisal ausnuelzen. um einen Plan zu foerdern, ein Bollwerk gegen den Ex- Juden auf Feisals war zweifelsohne berechtigt. Den- und Gruender der Erfordenten Bezug, „eine Friedensschung und Verbreitung der universitaet auf dem Skopus Massnahmen und Mittel zur einzurichten, und erklaert. USA fuer die Befriedung der Welt nach dem schrecklichen Unglueck des Zweiten Weltkrieges geleistet hat, insbesondere auch durch die Vernoch waere es nicht6 richtig wirklichung des Marshall — internationalen Zusammendass das neue Truman-Frieanzunehmen, "dass die ame- Planes, die eben unter Truarbeit und zum Frieden gedenszentrum so lange als eirikanischer. Juden sich imrnans Leitung erfolge. Das widmet sein wird, das nun in ne Vorstufe zum gleichen mer, in allen Fragen, mit war nach der entsetzlichen Jerusalem, der Stadt des Zwecke dienen mag, als die den Interessen und Ansich- Hasswelle, die den Krieg Friedens und der ewigen eigentliche Friedensuniversiten Israels identifizieren. Die charakterisierte, der greifba- Hauptstadt Israels, errichtet taet noch nicht errichtet aegyptische Propaganda hat re Beweis fuer einen Friewird, kann als organische werden kann.

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