Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Journal
- Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Volume
- XXVIII (1966)
- Issue
- 4 (Abril 1966)
- Date
- 1966-04-01
- Page
- Seite 12 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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12 BOLETIN INFORMATIVO ABRIL 1966 DIE ALIJA AUS SUEDAMERIKA Poliklinik “República Einer Einladung des Unterrichtsministers Sr. Gómez Millas folgend, besuchte Botschafter Dr. Uri Naor, gemeinsam mit dem israelischen Fachmann fuer handwerkliche Erziehung, Michaei Goldway die Insel Chiloé, um die Ferientaetigkeit der Studenten der Universidad de Chile kennen zu lernen, die dort und auf einer Reihe naheliegender Inseln konstruktive Arbeiten ausfuehrten und Kurse fuer die ansaessige Bevoelkerung organisierten. Dr. Naor besuchte in Begleitung des Intendenten von Chiloé, Jorge Kinderman- Fernändez, in Flugzeugen des Club Aéreo der Insel 14 Studentengruppen, ebenso auf Chiloé selbst wie auch auf den verschiedenen Inseln des Archipels. Ueberall wurden die Besucher herzlich gruesst, Ganz besonders freundschaftlich gestaltete sich die Ankunft auf der Insel Butachauques — der Gruppe hatte sich inzwischen der Leiter der Ford- Foundation, Donald Fimberg, angeschlossen — wo die gesamte Bevoelkerung lange Zeit auf die Ankunft der beiden Flugzeuge wartete, die mit Musik und Jute’i- Rufen begruesst wurden. Der von den Studenten errichteten Klinik wurde zu Ehren von Herrn .Dr. Naor der Name “República de Israel” gegeben. Der Alcalde hob in seiner Begruessungsansprache hervor, dass zum ersten Mal der Botschafter eines Staates gekommen sei. Der Intendente Kinderman- Fernández und der Direktor der Studentenaktion, Dr. Avendaño, bezeichneten in de Israel” in Chiloé ihren Reden Israel als einen jungen Staat, der als Vorbild fuer alle jene dienen koenne, die auch unter schwierigen Umstaenden Entwicklungsarbeiten leisten wollen. Botschafter Dr. Naor unterstrich in seiner Dankrede die Tatsache, dass Israel ein armes Land sei, aber die Erfahrung gemacht habe, dass der groesste Reichtum eines Landes in seinen Menschen bestehe, die ueber alle Schwierigkeiten hinweg an die Zukunft ihrer Heimat glauben und dieses durch eigene unermuedliche Arbeit weiterentwickeln wollen. In diesem Sinne, fuehrte Dr. Naor aus, habe er volles Vertrauen fuer die Zukunft Chiles, dessen Studenten ihre Ferien opfern un Menschen zu helfen, die isoliert und unter ueberaus harten Bedingungen leben Mit einem grossen und froehlichen Curanto Campestre, das von der Bevoelkerung fuer die Gaeste und Studenten vorbereitet wurden war, fand der feierliche Akt seine Abschluss. Dr. Naor und Herr Michael Goldway hielten auch an einigen anderen Orten Ansprachen an die Studenten und die Bevoelkerung und gaben ausfuehrliche Interviews in den Radiostationen und der Presse Chiloes ueber die Beziehungen zwischen Chile und Israel. Der Televisionsender der Universidad Católica in Santiago widmete seinerseits eine lange Abendsendung dem Studentenwerk in Chiloé. Im Laufe dieses Programms wurde auch Dr. Naor ausfuehrlich ueber seine Eindruecke interviewt. Bei einer Abschiedsfeier fuer eine Gruppe Olim, die der israelische ' Botschafter in seinem Hause am 22. Maerz veranstaltete, fuehrte Dr. Uri Naor in seiner Rede u. a. aus: “Wir hoeren zuweilen, und oft in sehr schrillen Toenen, so wie erst vor wenigen Tagen geschah, dass die Ali ja aus Südamerika ein Misserfolg sei. Das ist einfach nicht wahr. Ihr werdet ueberall in Israel, in Dorf und Stadt, in den Ebenen und im Gebirge, im Norden wie im Sueden, an den vorgeschobensten Posten unseres Aufbauwerkes wie in den grossen Zentren des wirtschaftlichen und geistigen Lebens suedamerikanische Juden treffen, die ueber alle Schwierigkeiten hinweg gute und treue Buerger Israels geworden sind, die nicht bei den er- Vize - Sicherheitsministei Dr. Zwi Dinstein konnte mit der franzoesischen Regierung Vereinbarungen treffen, dass Israel grosse franzoesische Bestellungen auf Ersatzteile und Werkzeuge “als Gegengeschaeft” für die grossen israelischen Kaeufe in Frankreich erhalten wird. .Nach Korrespctndentenberichten soll mit dieser Abmachung die Sicherheit Israels gefoerdert werden, die israelische Industrie soll in neue Zweige eindrlngen koennen und schliesslich soll die gesamte wirtschaftliche Zusammenarbeit beider Laender gestaerkt wers t e n Schwierigkeiten die Flinte ins Korn geworfen haben, die gewiss mit Erstaunen und Entruestung auf Versuche reagieren werden, deren Hauptwirkung darin besteht, Israel in den Augen der Anderen herabzusetzen und die suedamerikanischen Olim als schwaech liehe und verwoehnte Typen hinzustellen, die nicht bereit sind, ernsthaft zu arbeiten und unter den besonderen Bedigungen des jungen Staates Israel an dem groessten Werke der juedischen Geschichte mitzuwirken wie dies zwei ein halb Millionen ihrer Brueder und Schwestern auch tun. Gewiss, wir verschliessen unsere Augen nicht und wissen sehr wohl, dass ein so schwieriger und komplizierter Prozess wie der der Einden. Aus diese Weise soll Israel auch wirtschaftliche Erleichterungen erha 11 e n unter Berücksichtigung der Tatsache, dass Israel jaehriich grosse Summen für Einkaeufe in Frankreich ausgeben muss. Vize - Sicherheitsminister Dr. Zwi Dinstein hielt Besprechungen mit grossen französischen Firmen ab und sowohl die französische Regierung als auch die Firmen stimmten einer engen industriellen-wirts.chaftHohe.n Zusammenarbeit zu. Abgesehen von den wirtschaftlichen Aspekten; der Vereinbarungen hat d i e Ordnung in einem gaenzlich neuen Lebensmilieu in jedem Einwanderungsland das Phaenomen der Rueckwanderung aufkommen laessi In den Blütezeiten der Masseneinwanderung in die USA hat es dort 15 und manchmal noch einen staerkeren Prozentsatz Rueckwanderer gegeben. Wir haben, wenn wir (die Gesamteinwanderung nach Israel betrachten, nicht einmal die Haelfte davon ueberschritten. Und selbst aus den Reihen der Rueckwanderer gibt es immer wieder solche, die spaeter eine zweite Ali ja antreten. Wogegen wir uns wehren muessen, ist der Versuch, zu ver allgemeinem und allen suedamerikanischen Olim die Marke potentielle Jordim (Rueckwanderer) aufz'udruecken. Zustimmung der Franzosen zu dieser Regelung auch ihre grosse politische Bedeutung. Die wirtschaftlichen Verbindungen zwischen beiden Laendern stehen offensichtlich an einem Wendepunkt. Israel wird als einziges Land das Recht haben, gewisse Erzeugnisse in Zusammenarbeit mit Frankreich herzustellen. Die Erzeugung erfolgt auf Grund französischer Patente, aber die Franzosen überlassen die Herstellung Israel und verpflichten sich auch, die von Israel hergestellten Teile, Werkzeuge usw. abzuneh men. (“Canfit”) ZUSAMMENARBEIT MIT FRANKREICH Neuer Lufthansa Dienst Direktflug —? mit boeíng rar Intercontinental der thansa »i .Auskünfte in Ihrem Reisebüro oder ULTRAMAR, Generalagenten der Lufthansa in Chile. Agustinas 1080 Stgo. Blanco 853 Valpo. 2 FLÜGE WÖCHENTLICH SONNTAG MITTWOCH SANTIAGO Abflug 09 30 Uhr 06 30 Uhr LIMA Ankunft Abflug 1 t 55 Uhr 12 40 Uhr 10 55 Uhr 1 1 40 Uhr GUAYAQUIL Ankunft Abflug I 13 25 Uhr 14 10 Uhr JAMAICA Ankunft AbHug 17 05 Uh/ 1 7 55 Uhr 17 05 Uhr 1 7 56 Uhr NEW YORK Ankunft Abflug 21.25 Uhr 23 00 Uhr 21 30 Uhr 23 00 Uhr FRANKFURT Ankunft: 1230 Uhr 12 30 Uhr MON!AG DONNERSIAG A N G A B EN IN O » T 2 F t T KANKfUIT NIW TOI* [JAMAICA OUAVAQUHj UMA ItlO CX JANtltp; SAP »Auto! [MONTEVIDEO •SANUA60 01 CHUlj tUENOt Ai MS : 4 mal WÖCHENTLICH mit Lufthansa nach EUROPA SONNTAGS UND MITTWOCHS ÜBER DEN NORDATLANTIK MONTAGS UND FREITAGS UBER DEN SUDATLANTIK Alle F|Uge beginnen VORMITTAGS In Santiago SJOtAHDT