Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Journal
- Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Volume
- XXVIII (1966)
- Issue
- 4 (Abril 1966)
- Date
- 1966-04-01
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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ABRIL 1966 BOLETIN INFORMATIVO 7 HERBERT FREEDEN [JERUSALEM]: 1ST DIE INTEGRATION DER EINWANDERER GELUNGEN? Die Frage nach dem .Gelingen der Einordnung von ueber. einer Million Einwanderern in Israel ist akut. Heute ist es bereits moeglicb, ein Fazit unter diesen Prozess zu ziehen, denn die Einwanderung groes serer Massen ist zu ihrem Ab Schluss gekommen. Sollten sich nicht wider Erwarten doch noch einmal die Tore Sowjetrusslands vor den russischen Juden oeffnen, so ist im Laufe der naechsten Jahre lediglich mit einer individuellen Immigration aus den Wohlstandslaendern des Westens zu rechnen; die Einwanderung nach Israel aus den sog. Notstandslaendern hat sich erschoepft. Die ueberwiegende Anzahl der Menschen, die in den vergangenen 18 Jahren nach Israel einwanderten, kamen nicht aus zionistischen Motiven. Sie kamen, weil sie mussten, nicht weil sie wollten,- weil sie gezwungen waren .ihre Heimatlaender zu verlassen, und kein anderes Land als Israel bereit war sie aufzunehmen; 39% aus Osteuropa, 3,1% aus Westeuropa, 23,9% ¡aus Asien, 29,3% aus Afrika und 2,9% aus den Vereinigten Staaten und Lateinamerika. Seit 1948, der Staatsgruendung, hat Israel;— damals mit einer juedischen Bevoelkerung von 700.000 —■ 1 1/4 Million neuer Buerger absorbiert. Die meisten kamen ohne Vermoegen, ohne Besitz, ohne Beruf, ohne Bildung und Ausbildung. , Und trotzdem sind sie ein integraler Bestandteil des israelischen Volkes geworden,- sie haben ihr Zuhause; die Uebergangslager sind aufgeloest sie haben ihre Arbeit; es gibt nur 3.000 Arbeitslose im Lande, die meisten von ihnen soziale Faelle. Einer Zahl von Einwanderern Heim und Arbeit , zu verschaffen, die doppelt so gross ist wie die einheimische Bevoelkerung, erfordert gewaltige Entwicklungsprojekte in Landwirtschaft und Industrie, ¡Bau und Siedlung, in Transport — und Komunikationswesen. 500 landwirtschaftliche Doerfer und fast 20 Staedte in Entwick lungsbezirken wur den errichtet, Strassen gebaut, Haefen geschaffen, Telefonnetze gelegt. Die Handelsflotte stieg auf ca. 1 Millon To. und der Export von $ 28 m. im Jahre 1949 auf $ 740 m. in 1965. Die junge Industrie beschaeftigte bei einer Jah resproduktion von $ 250.000 Millionen eine Viertelmillion Arbeiter. Hand in Hand mit der wirtschaftlichen Integration ging ein revolutionaerer Wan del in Erziehung und Sozialgestaltung. Entsche i d e n d war die , Einfuehrung der allgemeinen Schulpflicht und zugleich die des kostenlosen Grundschulunterrichtes. In den ¡Entwicklungsbezirken, in denen viele der neuen Einwanderer konzentriert sind, erstreckt sich der ¡freie Unterricht auch auf die hoeheren Schulen. Tatsaechlieh wird dem Erziehungsbudget, gleich nach dem fuer die Verteidigung, hoechste Prioritaet ¡zuteil. Fast eine halbe Million Kinder besuchen die V o 1 k s s chulen, mehr als 100.000 die hoeheren Schulen, und ,25.000 junge Leute die Universitaeten und anderen Hochschulen In der aelteren Generation der Immigranten wird das Analphabetentum nur langsam zum Verschwinden igelbjr'acht: ähre Kinder jedoch haben bildungsmaessig und kulturell (die, gleichen Chancen wie ihre Altersgenossen aus einsaessigen Familien. In 60 Sprachkursen, meistens Internaten, koennen Erwachsene He- . braeisch lernen. Fuer einzelne Berufe, wie fuer Juristen, Lehrer und Aerzte gibt es besondere Sprachseminare. Studenten unter den Einwanderern wird mit grosszuegigen Darlehen geholfen. Alle diese Zahlen und Leistungen sollen nicht darueber hinwegtaeuschen, dass es Schwierigkeiten und Ruecks chlage gab, dass Fehler gemacht wurden und dass fuer einzelne oft schwe¬ Windsor Plaque presenta su nueva línea de Mesitas - Carros y Bandejas Metálicas Golden Combok Line 1SSP* x'&pMt» . «. : MM V re Schicksalsschlaege nicht ausblieben. ,50.000 Einwanderer haben das Land wieder verlassen... 50.000 registrierte Tragoedien. Dazu kommen die vielen, die sich in ihrer Siedlung, ihrem Arbeitsplatz, ihrem Dorf nicht einleben konnten, und in die Grossstadt, oder , zumindest ins Zentrum des Landes strebten ■— die Entwicklungsbezirke liegen meistens an den Grenzen. Eine Art “Binnenwanderung” geht vor sich, die manchmal halbe Doerfer leer laesst und die Slums von Tel Aviv, Haifa und Jerusalem nur noch dichter bevoelkert. Allein i im .vergangenen Jahr baten 6.000 Familien von den Entwicklungsbezirken in die grossen Staedte transferiert zu werden. Eine solche Bewegung wirft natuerlich die Einordnung der Betroffenen auf Jahre zurueck. Dabei haben die Methoden der Aufnahme von Einwanderern sich seit der Masseneinwanderung in den ersten .Staatsjahren radikal geaendert; picht mehr die Huetten der Uebergangslager erwarten sie, sondern fertige Wohnungen, manchmal kleine Haeuser, in denen von Elektrizitaet und fliessendem Wasser bis zu den notwendigsten Moebeln alles bereit steht — sogar ein Kuechenvorrat, der fuer eine Woche reicht. .Natuerliph gibt es “zwei Israels” — aber nicht im Sinne von Veteranen und Neueinwanderern; die Trennungslinie; geht zwischen arm und reich hindurch, aber das ist ja nicht allein fuer Israel charakteristisch, sondern findet sich noch viel ausgepraegter in anderen, hoeher entwickelten Staaten. Es ist damit zu rechnen, dass die juedische Bevoelkerung Israels bis zum Jahre 1970 die Zahl von 3 Millionen erreicht haben wird. Ein grosser Teil der “neuen” wird aus den westlichen Laendern kommen. Sie kommen nicht, weil sie muessen, sondern weil sie sich von Israel angezogen fuehlen. Fuer sie werden andere Masstaebe der Integration gelten, in erster Linie interessante Arbeit und Lebensbedingungen, die denen ihrer Herkunftslaender entsprechen. Es wird sich um keine Masseneinwanderung handeln, nicht um Quantitaet, sondern um qualitative, individuelle Immigration. Bei ihr waeren die Methoden der Masseneinordnung fehl am Platz, man wird ihre Integrierung mit individuellen Mitteln betreiben muessen, und dazu gehoert in erster Linie, Israel für jene Menschen... attraktiv zu machen. Innendekoration Qualitatsmoebel Nueva de Lyon 150 Fono 49643 FUENF MILLIONEN BAEUME Im Laufe dieser Pflanzungssaison, die vor ein paar Wochen zum Abschluss kam, wurden fuenf Millionen Baeume in verschiedenen Teilen Israels gepflanzt. Man hofft, dass bis zum Jahr 1970 die Zahl der Waldbaeume im Lande 100 Millionen betragen wird. Darueber hinaus gibt es im Galil und auf dem Karmel 350.000 Dunam von alten, sogenannten “natuerlichen” Waeld ern, zum grossen Teil aus degenerierten Eichen bestehend, die die Forstabteilung des KKL nach und nach rehabilitieren wird. Dieses Jahr ist bekanntlich “Schmitta”, ein Jahr, in dem nach juedischem Brauch die Erde a u s r u hen soll und nichts gepflanzt werden darf. Es ist nur weiterer Beweis fuer die Bedeutung, die der Aufforstung fuer den Aufbau des Landes zugemessen wird, dass das Oberrabbinat in Israel dem KKL die ausdrückliche Erlaubnis erteilte, in seiner Bewaldungsarbeit fortzufahren, und lediglich P f 1 a nzungszeremonien fuer die Einweihung neuer Waelder auf eine symbolische Feierstunde zu beschraenken. Zwei S c h wli e r igkeiten fuehrten in diesem Winter immer wieder zu einer Unterbrechung der Pflanzungen: Mangel an Regen und Mangel an Arbeitskraeften. Die Regen kamen spaet, und auch dann nicht haeufig und stark genug. Im Sueden, wo praktisch Duerre herrscht, musste die ' Arbeit vorzeitig eingestellt werden. Auf einem Arbeitsmarkt der_Ueberbeschaeftigung war es nicht leicht, die tausende von Arbeitern zu rekrutieren, um die kurze Zeit nach den Regenfaellen, da der Boden weich und locker ist, zu intensiver Pflanzungsarbeit zu nuetzen. Waehrend des ganzen Jahres beschaeftigt die Forstabteilung des KKL 800 Forstarbeiter, aber in den wenigen Wochen der Pflanzungssaison muessen durch die staatlichen Arbeitsvermittlungstellen tausende von Maennern und Frauen mobilisiert werden. Dieses Jahr gelang es ungefaehr 3.000 Menschen bereit zu stellen, meistens Einwohner aus den E n t w icklungsgebieten, die fuer diese Arbeit keine Fachkenntnisse haben muessen. Von den fuenf Millionen Baeumen wurden ungefaehr 1.350.000 im Galil gepflanzt, ueber eine Million bei Nazareth, auf dem Gilboaberg und Karmel, ueber 1.200.000 in den Judaeischen Bergen, und der Rest-dm Sueden und im Negev. Wie in frueheren Jahren herrscht auch diesmal unter den Baumarten die Jerusalem Kiefer vor, da sie wenig Wasser braucht und selbst im felsigen Gelaende mit spitzen Wurzeln sich ein Stueck Erde sucht, ohne viel Platz zu beanspruchen. Andere Baeume waren Zypressen, Akazien, Eukalyptus und Tamarisken, die letzten beiden besonders im Negev. Zwei grosse Waelder wurden im Sueden des Landes gepflanzt, der eine in einem bisher voellig unerschlossenen Gebiet, der Yatir Region oestlich von Arad. Hier soll einer der groessten Waelder entstehen, der Millionen von Baeumen umfassen wird. Gegenüber der jordanischen Grenze, am Fuss der Hebroner Berge hat der KKL eine Baumschule errichtet, in der die Setzlinge fuer den Wald gezogen werden. In diesem Jahr wurden dort 100.000 Setzlinge ausgepflanzt, und Experimente mit der Zuechtung von Pistechiobaeumen begonnen, deren erste Ergebnisse recht ermutigend sind. Nahe der Baumschule, .soll ein Wohnzentrum fuer Foerster gebaut werden, um den langen, beschwerlichen Weg zu und von der Arbeitsstaette zu verkuerzen. Das zweite Aufforstungszentrum im Sueden liegt im Adorayimgebiet, nahe dem aus der Bibel bekannten Dwir, eine Kanaitische Stadt, die von Josua erobert wurde. Einer seiner Offiziere, mit Namen Caleb, versprach seine Tochter “demjenigen, der Dwir einnimmt”. Aber seine Tochter schien nicht gerade begeistert von der Stadt, die man ihr zum Heim gab, und beklagte sich bei ihrem Vater; “Du gabst mir Suedland, so gib mir auch Quellen von Wasser”. Quellen gibt es dort gegenwaertig nicht, aber der KKL hat zwei Staudaemme errichtet, in denen das Regenwasser gesammelt wird. Nicht weit von ihnen wird der 100.000 Baeume grosse Kanadische Jahrhundertwald gepflanzt, aus Anlass des 100 jaehrigen Bestehens der juedischen Gemeinden in Kanada. Herbert Freeden INSTRUMENTOS DE MEDICION TEMPERATURA - PRESION HUMEDAD LECHNER Y CIA. LTDA. LOS SERENOS 476 0F. 22 TEL. 87765