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Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1966-04-01 · 4 (Abril 1966) · p. Seite 4

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Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XXVIII (1966)
Issue
4 (Abril 1966)
Date
1966-04-01
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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4 BOLETIN INFORMATIVO ABRIL 1966 r KUNST UND LITERATUR "KRAENZE DEN MIMEN Dieses Bucn, an das Schillerwort erinnernd, wonach die Nachwelt dem Mimen keinen Kranz winde, ist das letzte Werk des Kritikers Julius Bab. Man hat es als das reifste und eines seiner schoensten bezeichnet. Ein reiches Leben hat hier sein e n literarischen Niederschlag gefunden. 1954 erschien es im Verlag Lechte, Emsdetten (Westf.), ein Jahr vor des Autors Tod; es enthaelt dreissig Portraets grosser Menschendarsteller im Grundriss einer Geschichte mode rner Schauspielkunst Mit Verve wandte sich der Verfasser gegen die landlaeufige Ansicht, dass der Schauspieler ein grosser Versteller sei: “Viel naeher kommt man der Wahrheit mit dem Satz, dass der Schauspieler der “wahr hafteste” aller Menschen ist, dass er eine Faehigkeit und einen Willen bat, seine inneren Regungen aeusserlich sichtbar zu machen eine Faehigkeit und einen Willen, mit denen man freilich im normalen sozialen Leben nicht e x i s t i e r en koennte”. Rund vier Jahrzehnte war Julius Bab in Berlin Theaterkritiker. 1880 wurde er in dieser Stadt als Sohn eines kleinen Fabrikanten geboren. Hier und in Zuerich studierte er Literatur, Philosophie und Geschichte. Bekannt gemacht haben ihn zunaechst seine regelmaessigen Beitraege in der von Siegfried Jacobsohn begruendeten “Schaubuehne” (aus der spaeter die “Weltbueh - ne” wurde). Der internationale Durchbruch e r f o lgte 1910 mit einer Bernard Shaw-Biographie. Babs Leidenschaft jedoch galt dem Theater. Mitbegruender der Berliner Volksbuehne, deren Vorstandsmitglied er 25 Jahre war, widmete er zahreiche Monographien Schaus p i elern und Regisseuren. Bab hat die Kritik verstanden als Ausdruck der Persoenlichkeit des Kritisierenden und schoepferüsches Mittel zur Foerderung der Kunst. Den Kritiker begriff er nicht als Schulmeister, ¡Reporter, Literaturprofessor cder gar “Dichter zweiten Grads” — wie Alfred Kerr - vielmehr sah er ihn als einen leidenschaftlich ¡in die Kunst Verliebten. Eindringlich, hat Bab dargestejlit, dass ‘der Kritiker, anders als der Dichter, zunaechst Kunst und Literatur erleben muesse, um auf diesem Wege schliesslich zur Wirklichkeit zu gelangen. Deshalb komme es auch nicht darauf an, dass er die Anschauungen des Dichters teile, sondern darauf, dass der Ausdruck der Gesinnung eines Werkes mitreisse, Bewunderung abzwinge. Wie so viele andere Repraesentanten des deutschen Geisteslebens musste Bab waehrend der nationalsoziai'stiisohen Zeit Deutschland verlassen. Er kam nach Paris, wurde 1940 in ein Lager deportiert, bis es dem damals Sechzigj aehrigen gelang nach New York zu entkommen. Trotz amerikanischer Staatsbürgerschaft hat er sich hie als Amerikaner gefuehlt: ‘Mit 60 Jahren kann man nicht mehr heimisch werden. Ich bin interessierter Zuschauer Amerikas, aber kein Teilnehmer des grossen Schauspiels. Soweit mein Inneres ueberhaupt noch mitspielt, spielt es sich in deutscher Sprache ab”. Noch waehrend des zweiten Weltkrieges hat sich Julius Bab als Mittler ¡zwischen deutscher und amerikanischer Literatur betaetigt. Davon legen unter anderem drei kleine Buecher Zeugnis ab, “Amerikas Dichter”, dessen Fortsetzung “Amerikas Dichter der Gegenwart” so wie die Nachdichtungen “Amerikas neuere Lyrik”, alle erschienen 1951-53 im Christian-Verlag, Berlin und Hamburg. Bab machte bekannt mit oder erinnerte an Pearl S. Buck, Hemingway, John Steinbeck, Maxwell Anderson, Faulkner und Margaret Mit chell, zog Vergleiche mit dem Werk europaeischer Autoren und gab einfuehlsame Hin- '.veisie. Waehrend , seines Deutschland - Besuches 1951 hat Bab in brillanten Vortraegen diese Aufklaerungsprbeit fortgesetzt und ^einen Hoerern Einblicke in damals nur wenig erschlossenes geistiges Neuland gegeben. Als Julius Bab am 12. Februar 1955 in der Emigration in der Naehe von New Yorx starb ,hinterliess er ein Lebenswerk, das etwa 80 (! j Titel umfasste,- darunter eine Ifuenfbaendige “Chronik des deutschen Dramas”, “Schauspieler und Schauspielkunst”, ‘Albert Bassermann — Weg und Werk ei nes deutschen Schauspielers um die Wende des 20. Jahrhunderts” und — nicht zuletzt — “Leben Goethes — Eine Botschaft”. Anlaesslich des 11. Dezember 1960, an dem er 80 Jahre alt geworden waere, veroeffentlichte die Deutsche Akademie fuer Sprache und Dichtung einen Sammelband von Babs Kritiken und Briefen. Seit 1963 verwaltet die Berliner Akademie der Kuenste den Nachlass des verdienstvollen Kritikers. Achim Eimer LIEBE MIT VORBEHALT Von Heines Gegnern und Freunden Die Beziehungen zwischen Heinrich Heine und seiner Geburtsstadt Duesse 1 d o r i wurden einmal treffend als “Geschichte einer unerwiderten Liebe” charakterisiert. Waehrend Heine der “Tochter Europas” in seinem Werk ein bleibendes literarisches Denkmal gesetzt hat, tat sich die Stadt Düsseldorf in der Vergangenheit schwer damit, ihren bedeutenden Sohn zu ehren. Die Affaere “Duesseldorf und das Heine-Denkmal” kann nur als Tragikomoedie bezeichnet werden. Denn erst hundert Jahre nach des Dichters Tod wurde eine oeffentliche Gedenkstaette geschaffen. Freilich war es auch da kein Heine-Standbild, sondern eine “Harmonie” betitelte Plastik des Franzosen Aristide Maillol, die auf dem sogenannten Napoleonsberg im Hofgarten aufgestellt wurde. Der Passant wird schwerlich an Heine erinnert werden beim Anblick der harmonischen Schoenheit, es sei denn, er t, wandert um {las penkmal herum, wo sich an der Stirnseite eines Seitentraktes ein von dem Bildhauer Ivo Beuker geschaffenes Relief befindet. Aber dazu bedarf es, wie gesagt, schon einiger Muehe. Sio unruehmlich . diese ganze Angelegenheit auch ist, um der Gerechtigkeit willen muss erwaehnt werden, dass sich auch in Duestejdorf stets Freunde, ifuer Heines Werk und sein Andenken eingesetzt haben. So wurde beispielsweise , im Aprii des Jahres 1913 eine Bueste des Dichters in einer Gaststaette eingeweiht. Ein Baeckermeister liess es sich nicht nehmen, eine Heine— Ecke in seinem Ladenlokal in der Bolkerstrasse zu pflegen. Diese Ecke liess er waehrend der Nazi - Zeit hinter einer Sperrholzwand verschwinden, waehrend der Inhaber der Gaststaette die Heine-Plastik des Bildhauers Jungbluth in einem Keller ausserhalb der Stadt versteckte. In neuerer Zeit ist es vor allem die ruehrige Duesseldorfer Heinrich Heine-Gesellschaft, welche immer wieder fuer das Werk des Dichters wirbt und durch sachliche Aufklaerung Missverstaendnisse auszuraeumen bestrebt ist. Das geschieht in oeffentlichen Vortragsabenden oder Matineen, nicht zuletzt durch Publikationen. So gibt die Gesellschaft eine Schriftenreihe heraus, und im vorigen Jahr wurde in Zusammenarbeit mit dem Kulturamt der Landeshauptstadt Duesseldorf ein Faltblatt publiziert, das als Fuehrer zu den Heine - Gedenkstaetten dienen soll. Der Text dieses Blattes stammt von Gerhart Soehn, dem zweiten Vorsitzenden der Gesellschaft, aus dessen Feder jetzt im Triltsch-Verlag das kleine Buch “Heinrich Heine in seiner Vaterstadt Duesseldorf” erschien. Zweck dieses Baendchen soll nach dem Wunsch seines Verfassers sein, den Buergern der Stadt und den fremden Besuchern einen Wegweiser in die Hand zu geben, welcher es ihnen ermoeglicht, sich ueber das Leben des Poeten in seiner Heimatstadt zu informieren. Soehn verweist auch auf das Heine-Archiv in der Landes - und Stadtbibliothek. Dieses Archiv ist nicht etwa in einem prunkvollen Bau untergebracht, und in dem Faltblatt heisst es sinnigerweise: “Der Pfoertner wird dem Besucher gern den Weg weisen”. Um so erstaunter vernimmt man, dass hier die Faeden der internationalen Heine-Forschung zusammenlaufen, denn nirgends gibt ,es eine geschlossenere Sammlung des Wirkens Heines. Wie es allerdings hierzu kam, ist eine Geschichte, ueber die man gern Heines Kommentar hoeren wuerde; “Indirekt 'verdankt Duesseldorf diese einzigartige Sammlung der Engstirnigkeit seiner Buerger um die letzte Jahrhundertwende, die eine erhebliche Geldsam m 1 u n a fuer ein Heine - Denkmal nicht anzulegen wussten”, schreibt Gerhard Soehn”. Im Jahre 1905 verwendete man sie dann zum Erwerb einei rund tausend Einzelstuecke umfassenden Heine-Literatur-Sammlung des Leipziger Buchhaendlers Meyer. Diesem Grundstock wurde , im Jahre 1923 die 350 baendige Privatbibliothek Heines angegliedert, und im Jahre der hundertsten Wiederkehr des Todestages erwarb die Stadt schliesslich die umfangreiche Sammlung Strauss aus New York”. Der Besucher des Archivs findet so neben kostbaren Dokumenten aus dem Leben des Dichters beinahe 4.000 Handschriften. Der Leiter des Archivs, Eberhard Galley, redigiert uebrigens das im Hoffmann und Campe Verlag erscheinende Heine-Jahrbuch. Nachdem Duesseldorf im Jahre 1963 eine “Alleestrasse” (!) in Heinrich Heine — Ailee umbenannt hat, iaesst sich wohl nicht mehr uneingeschraenkt von der "unerwiderten Liebe” Heines zu Duesseldorf sprechen. Allerdings gibt es keine Wallfahrten wie zu den Staetten anderer Groessen. Wen mans recht ueberlegt, spricht das aber nur fuer die Aktualitaet Heines. Joachim Hemmerle fl EL BOSQUE "B’NE JISR0EL" Nuevas Donaciones Recibidas 1145 Señor David Goldstein con motivo del nacimiento del hijo de don Arturo Klein -y señora. 1146 Sra Lucy Bergmann con motivo del nacimiento del hijo de don Arturo Klein y señora. 1147 Señor Herbert Selowsky y señora con motivo del nacimiento del niño Ohmir Sacks. 1148 Señor Max Perls en memoria de don Leopoldo Perls. 1149 Señor José Strauss en memoria de doña Jette Wisch. 1150 Sr. Siegfried Vogel y señora Carry Vogel en memoria de doña Jette Wisch. 1151 Señora Gertrud Katz en memoria de don Martin Becker. 1152 Comisión de Tahara de la SCI “B’ne Jisroel” con motivo del cumpleaños de doña Flora Schlesinger. 1153 Señor Adolf Ebstein con motivo del 93.o cumpleaños de don Adolf Seidemann 1154 Señora Gertrud Hirschberg con motivo del 93.o cumpleaños de don Adolf Seidemann. 1155 Señor Adolf Ebstein con motivo del 80.o cumpleaños de don Max Ehrlich. 1156 Familia Walter Schueftan con motivo del 80.o cumpleaños de don Max Ehrlich. 1157 Señora Hede Lissner con motivo del cumpleaños de doña Else Ebstein. 1158 Señora Else Moses con motivo del cumpleaños de doña Else' Ebstein. 1159 Dr. Leopold Rosenbaum y señora con motivo del cumpleaños de doña Else Ebstein. 1160 Familia Walter Schueftan con motivo del cumpleaños de doña Else Ebstein. 1161 Señor Adolf Ebstein y señora con motivo del 75.o cumpleaños de don Georg Brauer. 1162 Familia Walter Schueftan con motivo del SO.c cumpleaños de don Alfredo Brueck. 1163 Señor Adolf Seidemann con motivo del cumpleaños de don Adolf Ebstein. 1164 Señora Flora Schlesinger en homenaje a don Carlos Herz. 1165 Señor Max Perls en homenaje a la familia Gerd Meinhard.

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