Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Journal
- Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Volume
- XXVIII (1966)
- Issue
- 3 (Marzo, 1966)
- Date
- 1966-03-01
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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SOCIEDAD C U t T ü R INFORMATIVO Al ISRAELITA * B ' N E JISROEL* ttDACaO* , S.CI. B'NE JISROEL ¡ AV. »OITUGAI 810 C*SUU M»T ■ SANTIAGO CHIlf AÑO XXVIII N? 3 SANTIAGO DE CHILE MARZO 1966 0 EINE PESS'ACH - BETRACHTUNG “Und es, geschah in mitternaechtlicher Stunde” Von Curt Wilk A m Pessachf este, dem schon in Aegypten eingesetzten, weitesten juedischen Feiertage zeigt sich vielleicht am deutlichsten die besondere unterschiedliche Stellung des juedischen Volkes: Es ist das lebendige Bewusstsein eines ( gemeinsamen Schicksals. Dieses Bewusstsein hatte einst Nomadenstaemme zu einem Volke vereinigt, dieses Volk spaeter einen ersten und dann einen zweiten Judenstaat errichten lassen, und es stellt uns heute vor die gigantische Aufgabe, zum dritten Male auf dem heiligen Boden von Erez Israel ein nationales, religioeses und geistiges Zentrum zu schaffen, Geschichtbewusstsein hat uns erhalten und uns zugleich das Wissen um einen (lebendigen Gott vermittelt, der kein “Naturgott” ist, sondern der Gott des ewig - fliessenden Werdens, der sich in der Geschichte offenbart. So blieb der Auszug aus Mizrajim das grossste Erlebnis! dieses Volkes fuer mehr als dreitausend Jahre. Doch diese juedische Geschichte ist eine “Geschichte der Wanderungen'’, vom (Stammvater Abraham her bis auf diesen Tag. Wanderschicksal und Judenschicksal wurden eines im Laufe von 2000 Jahren Diaspora. Der Zwang, abermals zum Wanderstabe greifen zu muessen, traf eine neue Generation in der angeblich so Ifre’en, zivilisierten, westlichen Welt vor erst 3 Jahrzehnten, und Diejenigen, denen der Weg in dh Freiheit gelang, wurden die Kuender einer i neuen Botschaft an die Menschheit. So drueckte diesen Gedanken Rabb. Leo Baeck in seinem guten Buche “Dieses Volk-juedische Existenz” aus: “Gott hat dieses Volk zui Freiheit berufen, damit es ein Volk fuer die Freiheit werde, und dies ist noch mehr als ein (freies Volk’.. Und hierzu kommt der naheliegende Gedanke: Wann geschah dieses Ereignis? Die Thora antwortet: ‘E|s geschah mitternjaechtbcher Stunde”. Treffend (bemerkt ein moderner juedischer Gelehrter: “Stuende dieses Wort nicht in der Bibel, man muesste es hineinlesen, weil alles Grosse, Welt erschuetternde und Weltumwaelzende, innerhalb der Mens chheitsgesehichte in grosser, geheimnisvoller mitternaeehtlicher Stunde vor sich geht”. Hierfuer kennt die Geschichte viele Beispiele: Die grosse Franzoesische Revolution, deren furchtbare Begleiterscheinungen den Himmel Europas verdunkelten, so schrecklich ihr Geschehen fuer die damals Lebenden ¡gewesen sein (muss, sie war es, welche der Welt die hohen Gedanken von Freiheit, Gleichheit Brüderlichkeit verkuendete, die alten juedisch-biblischen Ideale erneuerte.! Als waehrend des 1. Weltkrieges, im Grauen des dritten Jahres, die Jugend zweier Laender vor Verdun verblutete, verkuendete Praesident Wilson seine (erhabene Botschaft von der Zeit, die kommen werde, vom Minderheits-Schutz und Voelkerbund, und uns Juden versprach man > die Nationale Heimstaette in Palaestina. Auch dies geschah in grosser mi^temaechtlicher |3tiunde. Als im 2. Weltkriege die Tragoedie des Untergangs des Warschauer (Ghettos mit dem heldenhaften Aufstande am 1. Pessachtage 1943 in das traurige, letzte, Stadium trat war der Tiefpunkt des Vemichtungskamp f e s unserer Feinde gegen ¡die teuropaeische Judenhedt -erreicht. Doch im Heiligen Lande traf man in jenen Schreckensjahren Vorbereitungen fuer die Aufnahme Ueberlebender der Katastrophe, man konsolidierte bestehende Sied l”iu n) gl e| n, brachte Fluechtlinge i m Dunkel der Nacht an die rettende Kueste von Erez Israel, und die “Juedische Brigade” im Verbände der Britischen Armee trug die Fackel der Freiheit von El Alamein nach Italien. Im Dunkel der Zeit leuchtete ein Licht hell auf und ¡gab den (Fortsetzung Seite 19) EINLADUNG Hiermit lade ich die Mitglieder der SOCIEDAD CULTU- RAL ISRAELITA «B’NE JISROEL» gemaess Artikel 22 der Satzungen zur ORDENTLICHEN GENERALVERSAMMLUNG fuer Sonntag den 24. April 1966 vorm. 9 Uhr in das Gemeindehaus, Avda. Portugal 810, ergebenst ein. Falls zu der vorstehend festgesetzten Zeit nicht mindestens 20% der Mitglieder anwesend sein sollten, wird die Generalversammlung eine Stunde spaeter, also um 10 Uhr abgehalten und zwar mit der Zahl der alsdann anwesenden Mitglieder (Art. 24 der Satzungen). Zutritt zur Generalversammlung haben nur Mitglieder und deren im Fragebogen aufgefuehrte Familienmitglieder, letztere ohne Stimmrecht. TAGESORDNUNG 1. —Verlesung und Annahme des Protokolls der letzten Generalversammlung. 2. —Rechenschaftsbericht des Praesidenten. 3. —Kassenbericht des Schatzmeisters. 4. —Antraege und Verschiedenes. Der Finanzbericht ueber das Geschaeftsjahr 1965 liegt vom 17 April 1966 ab im Gemeindesekretariat zur Einsicht fuer die Mitglieder aus. Antraege bitte ich bis spaetestens 17. April schriftlich (Casilla 2487 oder Sekretariat) einzureichen. Ferner bitte ich von Fragen ueber Einzelheiten der Geschaeftsfuehrung, die in der Generalversammlung gestellt werden sollen, bis spaetestens 17. April dem Gemeindesekretariat Kenntnis zu geben, damit rechzeitig vorher aus den Akten die erforderlichen Unterlagen entnommen und Auskuenfte in der Versammlung ohne Verzoegerung erteilt werden koennen. Santiago, 1. Maerz 1966. HANS REICH Praesident CITACION De acuerdo con el artículo 22 de los Estatutos cito a los socios de la SOCIEDAD CULTURAL ISRAELITA «B’NE JIS¬ ROEL» a la JUNTA GENERAL ORDINARIA que tendrá lugar en su Hogar Social, Portugal 810, el día Domingo 24 de Abril de 1966, a las 9 horas. El quorum para sesionar es el 20% de los socios, y si este quorum no se reuniera a la hora fijada, la Asamblea sesionará una hora más tarde (10 horas) con el número de socios que asista (Art. 24 de los Estatutos). Pueden asistir sólo los socios y los familiares de éstos indicados en los cuestionarios, los últimos sin derecho a voto. TABLA 1. —Lectura y aprobación del acta de la última Asamblea General. 2. —Memoria del Presidente. 3. —Informe del Tesorero sobre el Estado de Caja. 4. —Mociones y varios. El Estado de Caja referente al año 1965 estará a disposición de los señores socios en la Secretaría, Avda. Portugal 810, desde el 17 de Abril del año en curso. Ruego remitir mociones para la Asamblea por escrito, para que lleguen a más tardar el 17 de Abril. Las preguntas sobre el giro de la Sociedad que se deseen hacer en la Junta General, deben comunicarse a la Secretaría de la Sociedad a más tardar el 17 de Abril, para que se pueda disponer en la Asamblea misma de los documentos necesarios para dar informes rápidos y completos. Santiago, l9 de Marzo de 1966. HANS REICH Presidente