Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Journal
- Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Volume
- XXVII (1965)
- Issue
- 11 (Noviembre, 1965)
- Date
- 1965-11-01
- Page
- Seite 9 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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NOVIEMBRE 1965 BOLETIN INFORMATIVO 9 GEDANKEN ZWISCHEN 2 UND i 4. FORTSETZUNG Oneg-Shabat oeffnet die Herzen zur Freude des Shabat, dieses Tages, ohnegleichen, der unser oberster Feiertag ist. Er bildet eine Oase im Orkan des woechentlichen Wirbels, sein ruhevoler Odem beruehrt jeden Juden, ob orthodox observativ oder oppositionell den alten Gebraeuchen gegenueber. — Moses bezwang den Riesen Og, Oberhaupt und. Koenig von Bashan, eine obskurlegendaere Persoenlichkeit. — Die 49 Omer-Tage sind obligate Trauertage, deren 33. (Lag b’Omer) als offiziell einziger, Hochzeiten und —fuer ganz Orthodoxe— das Haareschneiden erlaubt; letzteres Verbot wird ohne Zweifel heute von Vielen als obsolet angesehen. — Der erste Oberrichter Israels war Otniel. — Juden wie Christen vereinigten sich in offener Opposition gegen Laurence Oliphant, der — obwohl authentisch NichWude — in Sued-Afrika um die Mitte des vorigen Jahrhunderts eine juedisch-nationale Bewegung organisieren wollte. Sein fast obstinater Enthusiasmus fuehrte ihn nach Eretz Israel, wo er der Zionistischen Jugendbewegung seine letzten Jahre opferte und ihr in offenherzigster Weise alle Hilfe offerierte. — Israelisches Obst, u-a. Orangen und Oliven spieien in der Export-Oekonomie des Landes eine grosse Rolle. Das Objekt fuer die in der Ort-Schule aufwachsende Jugend ist eine ordentliche Erziehung zu aller Art technischen Obliegenheiten. Wer ein Original-Opus von Moritz Oppenheimer, Ern s t Oppler, oder Emil Orlik besitzt, hat einem Wert erster Ordnung. Die bekanntesten Opern von Jaques Offenbach sind: “Orpheus in der Unterwelt” und “Hoffmanns Erzaehlungen”. — Gaebe es heutzutage ein olympisches Orakel fuer die DES ALPHABETS Zukunft von Orient wie Okzident, waeren seine okkultoffizioesen Offenbar u n g e n Worte wie : Obstruktion, Oberherrschaft, O e d e und Ohnmacht; kein linderndes Oel, Opiat und Omen fuer unsere Ohren. Ein gesunder Optimismus ist trotzdem opportun,- auch Odysseus kehrte nach seinen ominoesen Irrfahrten gluecklich zu dem Ort seiner Sehnsucht heim. O szillierendem O pportunismus ist ohne Zweifel ostentative Offenheit vorzuziehen, obwohl sie oft vor den Kopf stoesst und selten als objektiv, viel oefter als ordinaer gewertet wird. Der oekumenische Kongress oeffnete neuen Ideen den Weg; aus der offiziellen Osterzeremonie wurden ostensible, jahrh u n derealte Observationen und Irrtuemer obligatorisch eliminiert. O’Higgins ist ohne optatives Bedenken der erste zu nennende chilenische Namen, bevor Orrego, Ortüzar, Osorio, Ochagavia, Olivares, oder Ortiz erwaehnt seien, die alle mit dem oeffentlichen Leben, Obrigkeit, Geschichte, Organisation und Ordnung Chile’s eng verknuepft sind. José S. Ossa verdient als Entdecker des Salpeters einen Extra-Orden. Os orno und Ovalle, geographisch in opponenter Lage, eine im opulenten, fruchtbaren Sueden, die andere im oeden Norden, sind (oberflaechlich gesucht) die einzigen O-Staedte der langgezogenen Oberflaeche Chile’s Als offenbar originell sei noch die rein chilenische ■‘Once’’ erwaehnt, die als Ver - schleierung des um die Nachmittagsstunde genos s e n e n Aguardiente (Once Letras) von den Moenchen erdacht wurde. Oboe, Oktave, Ode, Ofen, Oktober, OmeJet Opium, okulieren, obzoen und obdachlos werden nur obenhin erwaehnt, da sie organisch in keine Abteilung passen. Fortsetzung folgt. K.g HANS GOSSELS Distr. autorizado "Motorola” y “Sanyo” Autoradios — Televisores Antenas F. M. — Televisión Reparaciones Av. Antonio Vora* 2597 — Teléfono 41754 SILVANA Inh. Erna de Levy bringt Ihnen zum Fruehjahr die sdhoensten Modelle fuer Ihre Kleinen von 1-6 Jalhren, auch Bade-Anzuege, Shorts fuer die Playa, etc. Providencia 1376 Tel. 254873 Die Originalaugabe dieses beachtenswerten Buches “The Unforgotten” war schon 1957 erschienen, doch erst im Jahre 1964 uebertrug die Autorin ihr Buch selbst ins Deutsche. Dieser Fassung geht das Motto voraus: “Es gibt nur einen Weg ueber den Abgrund des Has ses, die Bruecke von meinem Herzen zu deinem’’. Ilse Stanley ist die einzige Tochter des ausgezeichneten Oberkantors der Berliner Juedischen Gemeinde, Magnus Davidsohn, '((1877-1958), der an der Synagoge Fasanenstrasse gewirkt hatte seit deren Einweihung im Jahre 1912 bis zu den furchtbaren Augenblicken, als in der Nacht zum 10. November 1938 das schoene Gotteshaus in Flammen aufging. Diesem gegenueber, auf der anderen Strasse nseite, war Ilse herangewachsen , im kultivierten Elternhause, und ihre aelteste Erinnerung bewahrt den ersten heimlichen Besuch der 5-Jaehrigen in der noch unfertigen Synagoge, die fortan “ihr Haus” wurde und nicht nur, weil der geliebte Vater dort an Sabbaten und Festen seines heiligen Vorbeteramtes walte te. Dieser Tempel, entstanden in einer Epoche, da das deutsche Judentum, hundert Jahre nach der Emanzipation, den Gipfel der Gleichstellung im deutschen Lande erreicht zu haben glaubte, rief schon im Kinde religioese Stimmungen hervor und, als dann spaeter die Schauspielerin und Rezitatorin in diesem Hause aus der Bibel vortragen darf, in jenen bitteren Stunden, da sich Juden nur noch in der Synagoge leidlich geborgen fuehlten .empfindet sie hierin eine starke , innere Befriedigung. Die Sehnsucht nach dem “Fasanentempel’’;blieb noch Jahrzehnte danach in ihr lebendig; als sie laengst im heuen Lande sich harte ein Heim errichten koennen. Ilse ist ,als die Katastrophe ueber das deutsche Judentum hereinbricht, etwa 24 Jahre alt, gereift an persoen liehen .nicht immer erfreulichen, Erfahrungen und in tiefster Seele erschuettert von dem, was sie mitansehen und miterleben musste. Ihr Empfinden ist ein religioeses, wenngleich juedische G eschichte und Tradition nur die Oberflaeche ihres Wesens streifen. Der Ausschluss aus dem deutschen Kulturleben, in dem sie sich einen gewissen Platz erobert hatte, trifft sie hart, und ihre Enttaeuschung ueber das moralische Versagen so vieler nichtjuedischer Mitbuerger ist gross. Doch Ilse haelt vorerst in Deutschland , aus und bringt es fertig, zwischen 1936 und 38 am Rettungswerk zugunsten deutscher Juden teilzunehmen. Schlicht ,ohne offiziellen Auftrag, sitzt Ilse taeglich im Gemeindebuero, erfaehrt von schlimmen Schicksalen, laesst »'persoenlich-e., freundschaftliche, Verbindung e n von einst spielen, und es gelingt ihr, oft unter grossen Gefahren, mehr als 400 juedische Familien entweder vor dem KZ zu bewahren oder sie, bezw. das eine oder andere Familienmitglied, von den Staetten des Grauens zurueckzuholen ,ehe sich deren Pforten fuer immer fuer diese schliessen. Gefaelschte Entiassungspapiere gilt es zu beschaffen, mittels Polizei und Gericht zuweilen die Gestapo zu ueberspielen, mitunter das eigene Leben zu riskieren. Dramatisch und ergreifend sind diese Erzaelr KUNST UND LITERATUR Ein Dokument juedischer Zeitgeschichte; “DIE UNVERGESSENEN” lungen Ilse Stanleys; nur scheinen die Antworten und Reaktionen der jungen Frau in gefaehrlichen Situationen zuweilen allzu prompt und wohlueberlegt. Hier hat vielleicht, was kein Vorwurf sein soll, die spaetere Auffrischung des Gedaechtnisses nach geholfen. Doch dies aendert nichts an der Groesse der von ihr bewaeltigten Aufgabe, die erst im Fruehjahr 1939 zuende geht, als der drohende Kriegsausbruch die Unmoeglichkeit zeigt, den Juden noch helfen zu koennen, und die eigene Rettung zur Pflicht macht: Sie gelangte mittellos nach USA mit ihrem kleinen Soehnehen waehrend die Eltern fast im letzten Augenblick noch nach England emigrieren konnten. Der Anfang im neuen Lande ist nicht leicht. Es gibt dort auch solche Juden, die ablehnen, zu glauben, dass man manchmal mit nichtjuedischer Hilfe juedische Menschen hatte retten koennen. Nach vielen Bemuehungen fasst Ilse Fuss im Theaterleben von New York, kann sich hier ein Heim errichten, den Kontakt mit Bekannten von einst Fluecht lingen gleich ihr wiederaufnehmen und in der Liebe des Schauspielers Milton Stanley, nachdem ihre erste, sehr frueh geschlossene, Ehe gescheitert war, ein echtes Lebensgiueck rinden. Nach dem Kriege knuepft sie neue Verbindungen an. Alles erduldete Leid hat Ilse nicht mit Hass und Rachsucht, erfuellen keennen; statt;'Kollektivschuld” fordert sie “Kollektivverantiw ortun g’’ Deutschlands fuer die Verbrechen, die ein grosser Teil des Volkes, der an der Schaendung des ■ deutschen (Verlag Kurt Desch, Muenchen) Namens teilnahm, begangen hatte. Die wirklich—Schuldlosen sollen nicht wie die Schuldigen bestraft werden, und so gruendet sie eine von humanistischem Geiste getragene ¡Organisation, deren unpolitischer Zweck sein soil eine neue Bruecke zwischen den Nationen, echte Ansaetze von Menschlichkeit und Bruederlichkeit, herzustellen es sind auch nichtjuedische amerikanische Buerger, die an diesem Werke teilnehmen. Ilse «riebt eine Genugtuung fuer ihre unermuedliche Aus dauer, als eine grossaufgezogene Fernsehuebertragung in Hollywood, zu der man den greisen Vater heimlich aus London hatte kommen lassen, ihr Leben und Wirken in Hitler-Deutschland zeigt, ihre Treue zur Judenheit und zur Idee von einer geeinten Menschheit. D i c “Unvergessenen” sind die gepeinigten Juden, aber auch alle Diejenigen, die gegen Unterdrückung kaempf en. Man lese dieses wertvolle Buch nicht ganz kritiklos, doch mit Bewunderung fuer seine Autorin, die es sich im Leben nie leicht machte und nicht den bequemen Weg waehlte. Ilse Stanley hat aus ihren Erfahrungen Schluesse gezogen ,die es ihr ermoeglichten, neu zu beginnen, sich nicht vom Schicksal niederwerfen zu lassen. Und dies ist vielleicht nicht nur das Erbe des religioesen Elternhauses, sondern auch der grossen Lehrer an “ihrem Hause’’ in der Fasanenstrasse, die sie leider nicht erwaehnt, von Maennern wie Samson Hochfeld und Juda Bergmann, Leo Baeck und Max Wiener. CURT WILK INDUSTRIA METALURGICA Establecida 15 Años en Dos Ramos de Gran Porvenir Busca Socio que aporte E? 200.000 y trabajo administrativo o técnico “G 118” Clasificador 567 FLEISCHEREI LOS C0NQUISTAD0RES BIETET IHNEN AN Rindfleisch erstklassiger Qualitaet. Auch alle anderen Spezialitaeten. Gefluegel, Poeckelbrust und Poeckelzungen zu ausserordentlich guenstigen Preisen. Antonio Bellet 17 (Costado Mercado Providentia) Tel. 255065 Lieferung frei Haus.