Mannheim
Compact Memory

Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1965-10-01 · 10 (Octubre, 1965) · p. Seite 21

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XXVII (1965)
Issue
10 (Octubre, 1965)
Date
1965-10-01
Page
Seite 21 (sequence 21)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
86% known words query
IRI
…/8553624-8559342-9194674--4661-8559599
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

3 entity mentions

OCTUBRE 1965 BOLETIN INFORMATIVO 21 GEDANKEN ZWISCHEN 2 UND î 3. Humi« US HUMUS Mit dem Buchstaben M haben wir m&s o menos die Mitte erreicht. Das Alphabet ist meilenlang und wenn. Sie des Misch-Maschs muede sind, machen wir mutig damit Schluss. Sie sind massgebend und muessen sich nur melden. Per Schreiber ist Minoritaet und will sich nicht missliebig machen. Um aus der Monotonie heraus zu kommen aendern wir die Methode und manoevrieren uns in ein Manuskript mit Motto und Motiv. Maeuschenstill; das ist mordsmaessig schwierig und sogar mir vorerst mysterioes. Ein Maerchen? Das waere ein Modus, in < die Maer eine maskierte Moral mengen, zur Mannestugend mahnen, Manieren nicht zu missachten, nicht zu mausen. Das ist leicht zu meistern. Eine Mark und Bein erschütternde Mordgeschichte? Mit mehreren monstroes und meuchlings massakrie r t e n Maennern und Maedchen, in Moskau, Madrid, Madagaskar oder unter den Mau-Maus (morgens oder um Mitternacht im Monat- Mai) - spielend; mit einen methodischen und mathematisch manipulierenden Meister - Detektiv mit makellosen Manieren, mager, magnetisch und massiv maennlich, mit malerischer Maehne, massenhaften Mandaten, materiell maes-sig (oder maechtig) interessiert, moralisch mehrere Meilen hochstehend musika lisch und menschlich, der sich mitten in der Handlung in die nunmehr zu mordende Maid verliebt (Tochter eines Magnaten, Multi-millionaers odter ganz hohen. Militae-rs, mindestens Marine-General, Mama, mittlerer Adel. Makulatur); Oder die maroden Erlebnisse eines miesen Moralisten mit Mutter-Komplex, - der mit muerrisch — matter Mucker - Miene (er ist Magenleidend;) den Morast der modernen Grosstadt ummodeln moechte und nach merkwuerdigen Machenschaften maltraetiert und muerbe zu seiner Muse, einem Maedchen der Heilsarmee-Mission, zurueck marschiert? Mittelmaesssig; Oder die martialische Mobilmachung zur Machtergreifung des Mondes, (oder Merkurs, Mars, Milchstrasse), was ja momentan modisch ist, mit Massenaufgebot an Menschen, mit einem Maezen der das Ganze munter mit Moneten materialisiert und dessen Metamorphose vom biederen “Maentelchen der Menschenliebe” zum Mephisto sich im letzten Moment manifestiert? Man male sich die Moeglichkeiten dieses Expeditions - Manoever aus; Man munkelt von Metallen und Mineralien, die dort in mannigfacher Menge und neuer . Mischung existieren moegen; von mehrere Meter grossen Menschen - Monstren, stark wie Makkabaeer und Maimonides-hafter Muster-Weisheit; von malerischen Meeren und Natur-Monumenten ,u n d Malen maechtig wie Mauren ( Oder mikroskopisch und minimalwinzig): von neuartigen Medikamenten, die muehelos jedes menschliche Malheur mildern; von ungeahnten Mechanismen, die muendlich gamicht verstaendlich mitgeteilt werden koennen; von minuetlichem milden Manna-Regen in solchen Massen, dass man die Expeditions-Mitglieder zur Maessigkeit mahnen muss. (Sie muesen daher Masken, die Tiere Maulkoerbe tragen). Moderner Kolportag e-M i s t und miserabel; Damit - sollte man meinen - moege dieser Mokerie genug getan und die Marke M nach Moeglichkeit erschoepft sein, ohne allzuviel zu missen. Und nun zum neuen Kapitel Nachdenken ist (auch ohne Vorsilbe), eine harte Nuss; nebst Nonsens kommt normalerweise nichts Nennenswertes dabei heraus. Aus Not und Mangel an jenen niedlichen, grauen Gehirnzellen die man Intelligenz nennt, soll daher die naechste, die N- Abteilung, ein netto-nuechterner Nachschlag-Absc h n i 11 werden. Da es schon fast Norm zu nennen ist, nehmen wir uns natuerlich wieder zunaechst die nationalen, d.h. unsere juedischen Notizen vor, was das Niveau dieser Nominatur nur heben kann, selbst wenn wir uns dadurch dem Nepötimus notorisch naehern. Noah sicherte die Nachkommen-Folge aller Naturgeschoepfe, indem er je ein Paerchen aus dem niederstroemenden Nass der Sintflut rettete und mit in seinen Nachen, die Arche, nahm. — Nissan ist der 7. Monat nach Neujahr. Nun nimmt Nummer 14 im Alphabet, aber 50 in der nominellen Zahlenreihe ein. — Nebbich, dieser nicht oder schwer zu er - und uebersetzende netamente juedische Ausdruck, wird, mit nichtigen Aussprach-Nuancen, in New York, Nizza, Nanking, Natania, Nassau, Nagasaki, Nahariya, Nahuel Huapi, Nam Dhin, Namur, Neapel, Netrakona, Neufchatel, Nepa 1, Niemodlin, Nord - Proedelag, Norrahammer, Nottawa, Nova Iguacú, Nischni-Novgorod, Nukualofa, Nyamandhlovú, Nzéré koré und Nuñoa mit gleich nettbedauerlicher Note gebraucht. Der Negev wird mit Nachhilfe der noetigen Bewaesserung zu hoechst nutzbarem Land geformt; Tag und Nacht wird an dem Netz der gigantischen Anlage gearbeitet, das diese vorerst nackte, kahle Erd- Narbe zur Nahrungs-spendenden Quelle fuer die juedische Nation entwickelt - Max Nordau, dessen Name eigentlich Suedfeld war, gehoert neben Herzl, zu den Notabein der zionistisehen National-Bewegung. Der Numerus Clausus,machte durch seine numerisch prozentuale Studienerlaubnis vielen jungen Menschen die Ausbildungsmoeglichkeit null und nichtig. Die Auswanderung nach neuen, neutralen Laendern wurde daher fuer die biidungs-geneigte Jugend zur naheliegenden Notwen d i gweit. Diesen Schritt in die damals noch nebelhafte Zukunft werden sie wohl niemals als Niete in ihrem Leben notieren. Dem nie ruhenden, neuerdings staerker aufflackernden Nervenkrieg der Nil-Republik Nässer’s stehen die Israelis nolens volens gefasst, aber nicht mit naivem Selbstbetrug gegenueber. Von einem noblen Nabob erwartet man mit Nonchalance natürlicherweise einen Nerzmantei als nuetzliches Angebinde, der den Neid der Nebenbuhlerinnen erregt. Mit einem “Nein” setzt er sich in die Nesseln,- Ihm bleibt nichts, als (evt. nervoes) zu nicken. Die Negerfrage nagt am Prestige-Mark der nordamerikanischen Demokratie, deren Nagel zum Sarg sie werden koennte. Natur-Nitrat war lange Chiles namhaftester Reichtum; heute hat die Nachfrage dafuer enorm nachgelassen. Die Nachforschung nach chilenischen Namen oder Niederlassungen, die mit N beginnen, zeitigt recht negative und niedrige Ernte. Obwohl man die Nase neugierig in alle Nachschlagwerke steckt. Nahe bei Valdivia liegt Niebla und Nuble ist eine Provinz noerdlich von ConceDcion. Abelardo Nünez war ein nennenswert gefaehrli eher Spion im pazifischen Krieg. Los Neira, eine aus neun Banditen bestehenden Terrorgruppe, behauptete lange Zeit ihr in Colchagua verstecktes Verbrecher-Nest. Aus Chile’S Flora sind einige Nutzpflanzen zu nominieren: Nuho, eine Fiberwurzel, Napo derwel denartige Strauch fuer Korbflechterie, Niepe, dessen Farbe-spendender Saft fuer echte araukanische Gewebe benutzt wird, Nire (nothofafos antärtica) ein Baum, der bis 30 Meter hoch waechst, Nocha, eine Sisal-aehnliche Pflanze und Nisnil, dessen, in Grossformat, nadelfoermige Blaetter fuer Daecher aeusserst nuetzlich sind. Nicht zu vergessen sei unser neuzeitlicher Dichter Pablo , Neruda, der ohne Zweifel verdient, unter die Notabein der Neo- Geistesweit notiert zu werden. Fortsetzung folgt. ■BARUCH SPINOZA (Schluss von Seite 20) fester wurzelt Spinoza in den Anschauungen dieser Religionsphilosophie in seinen spaeteren Werken. Sein Tractatus^ theologico-pol i t icus ist eine Auseinandersetzung zwischen Religion und Wissenschaft, in den philosophischen Partien von Maimoni, in den exegetischen von ibn Esra beeinflusst. Maimonis Einfluss verraten die Anschauungen ueber die Prophetie und Wunder, an ibn Esra lehnen sich die bibelkritischen Untersuchungen ian, nach denen man Spinoza als ‘‘Vater der biblischen Kritik” gefeiert hat. Natuerlich geht er in den Konsequenzen seines Denkens weit ueber die Absichten jener glaeubigen Denker hinaus, die eine fried liehe Loesung und Ausgleichung der philosophischen Probleme anstrebten, waehrend er der Befreiung der Wissenschaft von den Fesseln der Theologiebegeister t e n das Wort redete. Am staerksten treten diese Einfluesse in der “Ethik” Spinozas hervor. Hatte schon sein philosophischer Grundgedanke, dass Gott Alles und Alles in Gott, dass Denken und Ausdehnung seine beiden Atribute seien, deutliche Anklaenge an die Neuplatonik Salomo Gabirols sowie an die mystische Philosophie der Kabbala und ihre Emanationslehre, an den “Unendlichen” (En gof) und an das “Geheimnis der Selbstbe sehr a,e nkung Gottes (Sod haz-Zimzun) einerseits, sowie an aehnliche Auszehrungen von Crescas andererseits verraten so erkennt man in seiner Definition der Substanz — da eine Substanz nicht von einer anderen hervorgebracht Werden kann ,so muss sie Ursache ihrer selbst sein, d. h. es gehoert die Existenz zu ihrer Natur (ad naturam substantiae pertinat existere) - den Einfluss Abraham /Herreras, der die Substanz wahrscheinlich nach aelteren Quellen, aber fast genau mit denselben Worten erklaert, ebenso wie er auch den Satz aufstellt, dass es nicht zwei oder mehrere Substanzen mit dem aehnlichen Atribut geben koenne, der wiederum als einer der wichtigsten Lehrsaetze Spinozas gilt. Als die wesentlichste Einwirkung der juedischen Religionsphilosophie kann aber wohl die Idee von der “intellektuellen Liebe Gottes” gelten, die bei Spinoza wie bei Crescas und Maimoni aus der Erkenntnis der Dinge resultiert. Der eigentliche Lebenszweck ist nach Crescas “etwas, das unscheinbar klingt, aber dennoch bedeutsam ist, das weder ganz Erkennen noch , ganz Tun ist.: es ist dies die aufrichtige Liebe zu Gott”. Mit dem glaeubigen Denker Crescas hat also Spinoza im solchen Genuegen in Gott, in dieser unaufhoerllchen Liebe zu ihm, das hoechste Gut, die groesste Seligkeit .. erblickt, mit dem aristotelischen Philosophen Maimoni aber hat er dieses Heil und diese Seligkeit als ein aus der Erkenntnis stammendes und dieses als die hoechste Befriedigung des menschlichen Intellekts Voraussetzend e s anerkannt. Je mehr der Geist von dieser ewigen Liebe eriuellt sei, umsomehr Unsterbliches lebe und webe in ihm. Das ist der Schlussstein der Ethik Spinozas ,in der Freiheit, Tugend und Glueck des Menschen Ziel alles irdischen Strebens und den Ausgangspunkt menschlicher Vollkommenheit im ethischen Leben feiert. Es bleibt eine Ehre fuer das juedische Geistesleben, dass Spinoza aus diesem hervorgegangen und aus ihm so wichtige Anregungen hat schoepfen koennen wie weit ab auch von den Wegen dieses Kulturlebens die grossen Resultate seines philosophischen Pantheismus liegen wie scharf er auch gegen die hervorragenden Denker der ljuedisch-spanischen Periode ankaempft und wie stark immerhin spaeter seine Abneigung .gegen die Mutterreligion war der er entstammt ist. Aber Spinoza ist eben keiner besonderen Gemeinschaft zuzurechnen, und keiner darf ein ausschliessliches Recht auf ihn erheben, er gehoert der Menschheit an, in deren Entwicklungsgeschichte seine philosophische Weltanschauung als eines der erhabensten Denkmaeler dasteht. K. UHREN REPARATUREN Garaniie — Economie SALO SPIEGEL Pasaje Agustín Edwards 1078 RELOJES JOYAS Teléfono 87925 S.A.I.C. INDUSTRIA AUTDMDTRIZ Distribuidores Autorizados CHEVROLET - OPEL Estación de Servicio Venta de Repuestos Legítimos Santa Rosa 537 — Santiago

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.