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Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1965-08-01 · 8 (Agosto, 1965) · p. Seite 12

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Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XXVII (1965)
Issue
8 (Agosto, 1965)
Date
1965-08-01
Page
Seite 12 (sequence 12)
Language
German
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12 BOLETIN INFORMATIVO AGOSTO 1965 DOKUMENTATION UEBER BERGEN Das Niedersaechsische Ministerium des Innern —Hannover— hat uns gebeten, folgenden Aufruf zu veroeff entliehen: In der Vergangenheit hat es sich zunehmend als Mangel erwiesen, dass den vielen Tausenden von Menschen, die jaehrlich die Gedenkßtaette Belsen besuchen, keine Gelegenheit gegeben ist, sich an Ort und Stelle ueber die Geschehnisse im ehemall g e n Konzentrationslager Bergen-Belsen zu unterrichten. Auf Veranlassung der Niedersaechsischen Landesregierung wird daher gegenwaertig am Eingang zur Gedenkstaette Belsen ein Dokumentenraum errichtet, der als staendige Ausstellung eine Dokumentation ueber das Lager Bergen-Belsen aufnehftien soll. Die Dokumentation wird zur Zeit vorbereitet; ihre Gestaltung soll bereits im Oktober dieses Jahres eroertert werden. Die Dokumentation wird auf der Grundlage von aut h e n t i s chem Bild -und Schriftgut erarbeitet. Zugeordnete Zeichnungen, Tagebuchaufzeichnungen und sonst ige gegenstaendliche Erinnerungsstuecke ehemaliger Lagerinsassen sollen dem Betrachter die Leiden des in der Hoffnungslosigkeit lebenden Haeftlings vor Augen fuehren. Junge Menschen, denen die persoenliche Be- BELSEN Ziehung zu den geschichtlichen Z u s a m m enhaengei) fehlt, sollen sich in einer zusammenfassenden D a rstellung ueber die nationalsozia- 1 i s tische Verfolgungsmasshahmen bis zur Errichtung des Lagers Bergen-Belsen unterrichten koennen. Die Dokumentation soll etwa in folgende Abteilungen aufgegliedert werden: I. — Darstellung der Entwicklung der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft; die ersten Verfolgungsmassn a h m en (“Kristallnacht”, “Rassengesetze”); die Entwicklung des nationalsozialistischen Konzentrationslagersystems. II. — Die Errichtung des Konzentrationslagers Bergen- Belsen; seine Bewacher. Die Transporte nach Bergen Belsen (Herkunft der Insassen). III. — Das Leben und Leiden der Haeftlinge im Lager Bergen-Belsen als sogenanntes “Aufenthaltslager” (etwa die Zeit von 1943 bis Herbst 1944). IV. — Das Lager Bergen- Belsen in den letzten Kriegsmonaten; die Zustaende am Zeitpunkt der Befreiung. V. — Eine Sammlung einfechlaegiger Literatur aus dem In- und Ausland. Diejenigen Leser, die über zweckdienliches Material verfuegen, werden gebeten, sich mit der SCI “B’ne Jisroel” in Verbindung zu setzen. MORALISCHE REPARATIONEN Mit Apellen an Deutschland, die Araber und die Sowjetunion hat der Exekutivrat des Juedischen Weltkongress seine Strassburger Tagung beendet. Praesident Nahum Goldmann unterstrich in seiner Schlussansprache, dass jetzt, “nachdem die Bundesrepublik die Wiedergutmachungsleist u ngen zu Ende gefuehrt hat, fuer Bonn die Zeit der moralischen Reparationen gekommen ist”. Die jetzige Generation reagiert sehr sensibel auf jede antisemitische Manifestation im heutigen Deutschland — erklaerte Goldmann. Sie erwarte, dass Deutschland intensive Anstrengungen unternehme, um die junge Ge neration nach den Prinzipien der Toleranz und der Demokratie zu erziehen. Die Araber forderte er auf, die Existenz Israels endlich anzuerkennen und Verhandlungen ueber schwebende Fragen zu fuehren. Die Sowjetunion forderte der Exekutivrat auf, dafuer zu sorgen, dass die Juden als solche im Lande leben koennten. Er bedauerte, dass dort gewisse antisemitische Manifestationen organisiert und vom Staat unterstuetzt wuerden. ABLAUF ZUR ANMELDEFRIST ZUM BUADFSRUECKERSTATTUIVGSGESETZ Fuer die Anmeldung von Anspruechen nach dem Bundesrueckerstattungsgesetz laufen zwei Anmeldefristen. Die erste endet am 8- Oktober 1965, die zweite am 22. Mai 1966. Bis zum 8. Oktober 1965 muessen angemeldet sein: 1) Ansprueche wegen Entziehungen in Ost-Berlin. 2) Ansprueche, die bei einer unzustaendigen Behoerde, etwa bei einem Entschaedigungsamt, oder durch Klage bei einem unzustaendigen Gericht geltend gemacht sind. Fuer diese muss bis zum 8. Oktober 1965, ein Verweisungsantrag an das zustaendige Wiedergutmachungsamt gestellt werden. Voraussetzung ist, dass aus der bisherigen Anmeldung die feststellbaren Vermoegensgegenstaende erkennbar sind, fuer die Ersatz verlangt wird. 3) Rueckerstattungsansprueche, die irrtuemlich im Entschaedigungsverfahren geltend gemacht wurden und ueber die bereits entschieden ist. 4) Ansprueche aus Veraeusserungen von Vermoegensgegenstaenden an Dritte, zu denen der Geschaedigte seinerzeit gezwungen wurde, auch dann, wenn die Gegenstaende in der Hand des Nacherwerbs verlorengegangen oder beschaedigt worden sind. Die URO steht bei Zweifeln zu Auskuenften zur Verfuegung. (Sprechzeit Montag bis Freitag von 15 bis 17 Uhr) und macht auf ihre neue Bueroadresse ab 15. Juli aufmerksam: Huérfanos 757. Of. 416. ISRAELS GROSSER... (Schluss von Seite 9) dernen Kraftwagenverkehrs. Damit wollen sich die “Religioes-iNationalen” nicht begnuegen, Sie setzten in der Regierung ferner eine gesetzliche Verschaerfung der Bestimmungen durch, die das Recht der Aerzte zur Obduktion von Leichen schon heute bedenklich einschraenken: aus religioesen Gruenden, naemlich in Verfolgung der m y s t i sehen Ueberzeugung strengglaeubiger Juden, dass von den Toten — wenn der Messias dereinst erscheint— nur diejenigen auferstehen werden, “deren Gebeine unversehrt ins Grab gesenkt worden sind”. Selbstredend protestiert die Aerzteschaft erregt dagegen, dass ihr die Befugnis immer noch mehr beschnitten werden soll, in Zweifelsfaellen durch postm o r t em - Untersuchungen nach der Todesursache zu forschen und dadurch eventuell Epidemien entgegenzuwirken oder Verbrechen aufzuklaeren. Dennoch bestehen Aussichten dafuer, dass die Knesset die Neufassung des Anatomie und Pathologie-Gesetzes noch vor den naechsten Wahlen verabschieden wird. Auch hier blieb dem Ministerpraesidenten nichts uebrig, als nachzugeben. Fuer seine Person hatte er vermut lieh vom ersten Augenblick an nichts gegen die Entsendung des Herrn Dr. Pauls einzuwenden. Und als fortschrittlich denkender Sozialist hat er gewiss keine Sympathien dafuer, die Privatsphaere der Buerger dieses Landes am Schabbat und gar die aerztliche Forschung zu knebeln. Aber Ben Gurions Alleingang diktierte i h m hier wie dort das Gesetz des Handelns. DEFIZIT VERRINGERT Das Aussenhandelsdefizit Israels belief sich zwischen Januar und April 1965 auf 95 Millionen Dollar verglichen mit 138 Millionen Dollar waehrend der gleichen Zeitspanne des Vorjahres. Dies geht aus provisorischen Berechnungen des statistischen Zentralamtes der Regierung hervor. Durchschnittlich belief sich das Defizit in jedem einzelnen der vier Monate auf 35 Millionen Dollar, nachdem es von 40 Millionen Dollar pro Monat in der ersten Jahreshaelfte 1964 auf 32 Millionen Dollar pro Monat im Herbst 1964 reduziert werden konnte. Im April 1965 verringerte es sich jedoch auf 27 Millionen Dollar. Der Nettoimport war waehrend der letzten Monate etwas grösser und belief sich durchschnittlich auf 68 Millionen Dollar, nachdem er waehrend des ersten Jahresviertels von 1964 schon 71 Millionen Dollar pro Monat erreicht hatte. In den vier ersten Monaten des laufenden Jahres belief sich der Import auf 273 Millionen Dollar, verglichen mit 288 ¡Millionen Dollar waehrend der gleichen Zeitspanne des Vorjahres. '“Canfit”) W. I. Aus technischen Gruenden legten die beiden Chaverot Hanna Berliner und Ruth Lubliner ihr Amt als Leiterinnen des Depto. Cultura nieder und wir sahen uns in der Notwendigkeit, es neu zu organisieren. Ueber Anregung von Chavera Berliner wurde das Depto. Cultura nunmehr in zwei Teile geteilt. Es besteht nun ein Depto. fuer juedische Kultur, das freundlicherweise von Chavera Berliner selbst gefuehrt wird. Vortraege und P r o g r a m me aus juedischer Geschichte und Belletristik stehen von nun an allen Gruppen zur Verfuegung. Das Depto. fuer allgemeine Kultur wurde von Chavera Lene Back uebernommen, die auch im Falle von fehlenden Programmen mit Anregungen und Hilfe gerne zur Verfuegung steht. Nunmehr folgen die wichtigsten Details ueber das grosse, langerwartete Ereignis, unsere Theaterauffuehrung: Am 22., 23., und 25. September dieses Jahres bringen wir im Teatro Talia, San Diego 246 eine Komoedie in deutscher Sprache zur Auffuehrung, die in Israel 670 mal, und viele hundertemal in allen grossen Staedten Europas zur Auffuehrung gelangte. Es ist dies Der Trauschein von Efraim Kischon, dem bereits weltberuehmten Israeli-Schriftsteller, der unser e m Publikum bereits laengst durch seine Buecher ein lieber Bekannter geworden ist. Die Auffuehrung steht unter der bewaehrten Regie von Frau Lisa Scott- Schwarz, die sich fuer diesen Zweck liebenswuerdigerweise PROG Gruppe Henrietta Szold Donnerstag, 2. September 5 Uhr nachm. Gruppe Hannah Maisei Dienstag, 31. August 5 Uhr nachm. Gruppe Vera Weizmann Montag, 13. September 5 Uhr nachm. Gruppe Ahawah Montag. 30. August 5 Uhr nachm. Montag, 14. September 5 Uhr nachm. Gruppe Emunah Donnerstag, 19. August 5 Uhr nachm. Montag, 23. August 5 Uhr nachm. Gruppe Golda Meir Montag, 23. August 9 Uhr abends Montag, 6. September 9 Uhr abends Montag, 20. September 9 Uhr abends Grupo Kaloniot Jueves 19 de Agosto 5 P.M. Lunes, 30 de Agosto 5 P.M. Lunes, 13 de Septiembre 5 P.M. z.o. zur Verfuegung gestellt hat und sich den schwierigen Problemen, die eine solche Auffuehrung bekanntermassen begleitet, mit grossem Erfolge widmet. Ihr Ensemble wird von ihr in intelligentester Weise instruiert, sodass wir heute schon sicher sein duerfen, dass dieses unser grosses Unternehmen in jeder Hinsicht von Erfolg begleitet sein wird. Es haben sich uns freundlicherweise folgende Damen und Herren als Darsteller zur Verfuegung gestellt; Herr Fritz Gruenberger, Frau Kitty Schwarz, Frl. Noni Neubauer, Herr Peter Schwarz, Herr Heinz Britzmann, Frau Irma Klein, und als Souffleur; Herr Bruno Schwarz. Da der Theatersaal sehr klein, aber das allgemeine Interesse fuer unsere Auffuehrung sehr gross ist, haben wir bereits fuer die drei erwaehnten Abende den Saal gemietet, stehen nun aber bereits wegen eines vierten Abends in Unterhandlung. Andererseits ist durch die beschraenkte Anzahl der Sitze in dem kleinen Saal gutes Sehen und Hoeren von jedem Platze aus gewaehrleistet. Da die Lage des Theaters zentral und gut erreichbar ist, ist auch die Verbindung dahin von jedem Teil unserer Stadt aus guenstig. Alle restlichen Details, wie Kartenausgabe u.s.w. werden durch Aviso im “B. I.” und unsere Funktionaerinnen rechtzeitig bekanntgegeben werden. RAMM Die Lehre Jogha (verschoben). Frau Emma Nettei. Despedida fuer Frau Grete Fleischmann. Miscelánea. Drei beruehmte Frauengestalten Frau Lene Back. Geistige Schoenheitspflege Frau Hilde Fuchs. Das Judentum und die Welt von morgen Herr Rabbiner Egon Loewenstein. Frauen-Probleme Sra. Raquel de la Vega (Matrona). Erlebtes aus Israel Es spricht Herr Schamir. An der Wende des Jahres Herr Rabbiner Manfred Lubliner. El Judaismo y el mundo de mañana Rabino Egon Loewenstein. El nuevo Judío americano Sra. Lucie Ligumsky. Nuestro Schuljan Aruj Sra. Eva Biese de Buck

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