Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Journal
- Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Volume
- XXVII (1965)
- Issue
- 8 (Agosto, 1965)
- Date
- 1965-08-01
- Page
- Seite 10 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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10 BOLETIN INFORMATIVO AGOSTO 1965 GEDANKEN “ ) ZWISCHEN 2 UND 3 | FOßTSETZUIVC DES ALPHABETS I und J sind fast identisch; es soll daher nicht jeder individuell behandelt wersondern beide~innerhalb der den gleichen Abteilung. Es bedarf keiner imponierenden Intelligenz und Intuition um die juedische Sektion mit I und J zu illustrieren. Das steht unser junger Staat Israel als erster und wichtigster Inbegriff. .Dass ein infam verfolgtes, in alle Winde zerstreutes Volk imstande war. aus einer Illusion, einem Ideal ein Faktum zu schaffen, ist eine ¡Leistung, die ihresgleichen nicht so leicht findet. Die irrefuehrende Idee des internationalen Judentums, die seit eh und je mit ihrer IHtissr'Het'ze Id'ie CWel't Infizierte. hat jeglichen Grund und Boden verloren, seit die Juden eine Natjion bilden. Jerusalem, dieses Juwel, nach dem jedermann Sehnsucht empfindet, ist und bleibt fuer immer die Stadt der Judenheit. Der fuenfte Ijar ist der Tag des Jom Haazmaut; ihn in Israel erlebt zu haben, ist indiskutabel ein Erlebnis, das man nie vergisst. Leider ist Iwrit ein sehr schwieriges Idiom, besonders fuer nicht mehr ganz Junge. Jede neue Idee und Initiative ist wie eine Insel, die von den tosenden Wellen der Ignoranz, Intrige und Intoleranz ueberspuelt zu werden droht. Des Menschen Gewissen sei seine hoechste Instanz. In Indien wird der Imjpuls der Inneren lEinigkeit durch die vielen irrelevanten Religions - Ideologien immer behindert. Das schlimmste Wort in Chile ist im Moment: Impuestos Internos. Der Name fiChile” beruht insofern auf einem Irrtum, als er, urspruenglich missverstanden, vor “Tili” einem Inca-Caciquen, kommt. Irarrázavaí, Irlgoyen, Jaureguizar, Ilabaca und Ilharreborde sind in- íaendlsch _Mamen auslaendischen Ursprun g s, wie Jacobsohn, Jaffie, Joel oder Jankelevich. Diese Information schliesst den I und J Index und oeffnet eine neue Kammer des Alphabets. Klopfen wir zuerst kraeftig mahnend auf die K. K. L. Buechse, deren Klang Oft klaeglich klingt. Aus diesem Kaestchen sollte, bis zur kompletten Kapazitaet gefuellt, eine Kaskade edler Spenden kommen, was aber keineswegs immer der Fall ist. Die korrekt und kategorisch koscher gefuehrte Kueche bietet karge Auswahl an kulinarischen Genuessen fuer das kritische Kriterium derjenigen, die sie kaum kennen. Das klugkomische Kunterbunt, das unsere Kabarettisten Lilianette und Krön uns bieten, ist in Klein-Kunst vor jeder internationalen Kulisse grosse Klasse. Die Kalenderblaetter der konfusen letzten Jahre kannten kaum andere Worte als: Krieg, Katastrophen. Konkurreng-Kamipf, Kennedy’s Tod, Krisis, kletternde Kosten, kosmische Stoerungen, gekuendigte Kredite, Kupferpreis- und Kursstuerae, Kolonien - Aufstaende, Ku - Klux - Klan, kapitalsteuer — kurz und Knapp, lauter Kalamitaeten. Dass kuerzlich eventuell eine Kur geg'en die Krebs-Krankheit gefunden wurde, unterbricht zum Glueck den Kreis und Kranz der ueblen Nachrichten mit Kausal-Kraft. Der Kopf und Fuehrer der amerikanisch e n N e g e r— Emanzipation, Martin Luther King, dem der schwedische Koenig im Namen des Nobelpreis - Kommitees den Friedenspreis ueberreichte, kaempft kategorisch mit pazifistischen Mitt e 1 n; er kuendet klipp und klar (und fuehrt sie auch konsequent durch) die Lehre des friedvollen Erreichens der Koexistenz von schwarz und weiss- Fuer den verbohrten Kastengeist des konfoederierten Suedens, an uetoerholtem, krass-kleingeistigem Konservatismus kl e b e n d, war King’s Auszeichnung kein Kompliment. Chile, dieser lange Kuestenstrichs des suedamerikanischen Kontinents, bietet kuemmerlich wenig an prae- oder alt-kolonialen Kulturstaetten, der Kahle Norden, an Kupfer reich, koennte durch kanalisiertes Grundwasser fruchtbar gemacht werden. Die Kernfragen fuer diese kuehnen Plaene sind die kolossalen Kosten, sodass die Idee wohl in den Kinderschuhen stecken bleiben muss. Leider. Langsam und leicht landet das Flugzeug in Lydda (Lud), dem vorerst einzigen internationalen Flughaf e n des gelobten Landes. Die Luft ist lind, die Mittelmersonne lacht, wie unser Herz. Schnell laufen wir zu der langen Linie der lebhaft in allen Sprachen und Lip- ^"’•“chenden Leute und V'-** --_ lassen die langweilige una laestige Zoll-Zeremonie, dieses weltweite legale Leiden, ueber uns ergehen. Unsere leichten Luftkoffer sind nicht leer. Liebe Verwandte und langjaehrige Freunde, müt Leib und S'aele loyale Israelis, begruessen uns lebhaft und lassen sich gern mit Geschenken, Lebensmitteln und Leckerbissen verwoehnen. Sie leben gut, aber nicht in Luxus und verschwenderischen Leichtsinn koennen sie sich nicht leisten. Ihr Los ist oft kein leichtes, aber die Liebe zum Land laesst es sie als Lappalie abtun. “Lechajim” und ‘’Schalom”, zum Leben und Frieden, welch liebevolle, leuchtende Grue sse; sie koennen Lehren fuer viele Laender sein. Das Laubhuettenfest laesst uns dankbar der letzten Ernte gedenken- Lampen und Laternen aus mit Loechern versehenen Kuerbissen geben Licht im leichten Huettenbau und lustig baumeln landw i r tschaftliche Erzeugnisse von DIE AMERIKANISCHE AUSSENPOLITIK... (Fortsetzung von Seite 7) VIETNAM Vietnam, der andere neuralgische Punkt der amerikanischen Aussenpo 1 i t i k, dient als Beleg fuer diese Notwendigkeit. Dort stehen die Dinge weit ernster. Aber sie werden besser gehandhabt, oder zumindest in der einzig moeglichen Form. Nichts waere leichter fuer einen Kritiker der USA—Politik, als diesen fuer Freund den Leisten des luftigen Laubdaches. Lulav und Ethrog liegen bereit. Der Lohn des harten Arbeitsjahres wird zum Lob des Herrn. Die Last des kommenden liegt in der Hand des gnaedig lenkenden Schoepfers. “Lecho daudi, likras kalö” — dies liebliche Lied, das den Sa bath einleitet, ist eine Dichtung des Lyrikers Shlomo Halevi Alkabets (1540). Von Lilit, der legendaeren ersten Frau Adams bis zu unseren Rabbinern Lubliner und Loewenstein gibt es eine lange Liste von L-(hebraeisch Lamed)— Namen, deren Leistungen im Judentum weiter leben. Da ist die liebliche Lea, Tochter Labans,- Lemech, Methusalems erster leiblicher Sohn, der Foer derer der Landwirtschaft, und mit leichtfertigem Sprung in die neuere Zeit Fedinand Lasker, Emma Lazarus, Else Lasker Schueler, Herbert Lehmann, Max Liebermann und Emil Ludwig. Man liest mit Freude dass Praesident Johnson auf eine endliche Loesung der seit 100 Jahren offen oder latent gefuehrten Lynch— Politik des Suedens dringt. Die Laxheit gegenueber dieser an Lust-Mord grenzenden Verbrechen hat viel zu lange ein energische, legales Vorgehen limitiert und gelaehmt. Der Laerm um die Loeschung dieses dunklen Kapitels, kann garnicht laut genug sein. Viele Ku-Klux- Klan Anhaenger werden ihre legitime Zugehoerigkeit sai dieser Moerder —Liga leugnen, es wird ein Labyrinth der Luegen auftauchen, das scharf unter die Lupe genommen werden muss. Papst Paul loeste, nach j ahrhundertelanger Gewohnheit, Latein aus der Lithurgie der katholischen Kirche durch lebende Landessprachen ab; jeder Laie kann dadurch leichter den Litaneien iauscncöi. Der liederliche Luitiku? kennt keine leere Langeweile. Der Leichtsinn laesst sein Leben nie an Leerlauf leiden.- mit laeche Inder Leichtigkeit laesst er alles Laestige links liegen. Noch immer wird laut wegen des Lauca diskutier!; Llay-Llay hat leider beim letzten Erdbeben enorm gelitten.- ebenso La Ligua. In Encina’s chilenischer G eschichte kann man von einem Kaziken Levin lesen. Die launenhaft-moerderisch-e Quintrala hiess mit ihrem legitimen, legalen Namen Catalina Lisperguer, Vorfahren der Lynch, Lyon und Larrain,— heute urchilenische Aristokraten-Namer landeten lediglich etwas frueher als wir, ebenso der politischen Lage ihrer Geburts-Laender wegen, i n Chile. Sie wurden durch lukrativen Land - Ankauf maechtig. Fortsetzung folgt. K.g und Feind gleich unpopulaeren, grausigen Krieg, zum Gegenstand von allen denkbaren Beschuldigungen zu machen, seien diese gegen den amerikanischen “Imperialismus” gerichtet oder gegen dessen p o 1 i t i s che und militaerische Fuehrung ob ihrer angeblichen Grausamkeit oder Unfaehigkeit oder was es sonst sei. Nichts davon stimmt, noch nicht einmal die Behauptung von dem “ueberf iu essigen Krieg”, die einem Auditorium unserer Mitglieder kuerzlich unterbreitet wurde. Im Gegensatz zum Fall Santo Domingo hat Johnson und sogar Rusk das Problem Vietnam groesstenteils geerbt: von Kennedy und schon von Eisenhower. So grauenhaft jeder und besonders dieser Krieg ist, so wenig stimmt es leider, dass er ueberfluessig oder auch nur vermeidbar waere. Ihn in Vietnam heute nicht durchzustehen, Messe ihn morgen in Laos und Malasia, ihn uebermorgen in Thailand, Burma und Indien bestehen zu muessen, es sei denn, man gedenke ganz Asien aufzugeben. _ Was soll man tun? Es ist nicht zu vermeiden, dass die Chinesen dort das Gesetz des Handelns diktieren. So ist es unmoeglich vorauszusagen, fuer wie lange Zeit und in welchen Ausmassen sie grosse amerikanische Streitkraefte zu binden gedenken. Alles deutet daraufhin, dass es auf lange Sicht sein wird und mit gewaltigen, schmerzlichen Opfer verbunden. Denn er ist eintraeglich fuer China, dieser Krieg, sowohl darin, was er an amerikanischen Verlusten beinhaltet wie in Hinblick auf die Unterhoehlung der russischen Position innerhalb der kommunistischen Welt. Moskau befindet sich naemlich in einer absoluten Zwickm u e h 1 e : waehrend die Propangada- Maschine der Partei gegen den westlichen Imperialismus vom Leder ziehen muss fuerchtet die Staatsfuehrung mehr als alles andere eine Ausweitung der chinesischen Macht. Man ist in Moskau wahrscheinlich an einem Friedensschluss nicht viel weniger interessiert als in Washington: dass Harrimans diesbezueglichie Gespraeche darueber dort keine Erfolge gezeitigt haben, deutet nur darauf hin, dass die UdSSR einen sehr geringen —oder gar keinen— Einfluss in Hanoi besitzen. Man ist sich im Weissen Haus der Tatsache sehr wohl bewusst, dass der Krieg in Vietnam nicht gewonnen werden kann. So tut man alles, um ihn nicht zu verlieren. Die staendige Vers,taerkung der dort kaempfenden Streitkraefte wird mit der klaren und offen proklamierten Absicht vollzogen, dem ebenso staendig wachsenden Druck standzuhalten. Parallel dazu laufen ueber alle Kanaele die Friedensfuehler —wenn auch bisher erfolglos—: Moskau, London, UNO, Belg r a d. Nichts berechtigt zu der in den Faellen Cuba und Santo Domingo nahelieg e n d e n Kritik, dass die militaerischen und politischen Initiativen einander widersprechen. Man gewinnt im Gegenteil absolut den Eindruck vom notwendigen Primat der ersteren und von resolutem, ■ intelligentem und koordiniertem Vorgehen. Nur am Rande sei notiert, dass allerdings der Staatssekretaer Rusk kaum mehr als die Rolle eines Sprechers der Regierung in den politischen Belangen zu sein scheint: was Entscheidungen und Initiativen anbetrifft, so erscheinen sie mehr und mehr als das direkte Werk von Praesident Johnson. ATSCHEKA (*) In einem naechsten Artikel soll diese Art Prinzipienerklaerung der amerikanische AussenDolitik a n Hand der Nahost—Probleme untersucht werden. 750 Gastos incluidos DEPARTAMENTO DE EUJO 3 dormitorios, calefacción, estacionamiento auto. 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