Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Journal
- Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Volume
- XXVII (1965)
- Issue
- 5 (Mayo, 1965)
- Date
- 1965-05-01
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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BOLETIN INFORMATIVO SOCIEDAD CULTURAL ISRAELITA B N E } I S R O E l KEOACCIONi S.CI. B'NE JISROEL AV. PORTUGAL «10 CASiUA 2487 . SANTIAGO CHILt AÑO XXVII — N.o 5 SANTIAGO DE CHILE MAYO 1965 Rechenschaftsbericht des Praesidenten der SCI “B’ne Jisroel” Dr. Hans Reich, auf der Generalversammlung der Gemeinde. BA UEN FUER DIE ZUKUNFT Die Katastrophe vom 28. Maerz - Erfassung Lebendige Tradition - Das "B. I." - unser Stolz und Erziehung der Jugend - Im Strom juedischen Lebens In unserer letzten General-Versammlung vom 26. April 1964 schloss ich meinen Rechenschaftsbericht mit den Worten "was sich auch immer in den naechsten Monaten ereignen moege, es liegt kein Grund vor, eine Panikstimmung aufkommen zu lassen’’. Wenn auch unsere alten Weisen sagen, dass seit der Zerstoerung des zweiten Tempels die Gabe der Prophezeiung dem juedischen Volke genommen und nur den Kindern und den Narren geblieben ist, so freue ich mich doch, dass ich mit meiner Vorhersage Recht behalten habe. Die Wahlen vom 4. November 1964 und 7. Maerz 1965 sind in einer vorbildlichen Form verlaufen, die in der ganzen Welt Aufsehen und Bewunderung erregt haben wegen der politischen Reife und des unerschuetterlichen Gla u b e n s und Festhaltens an den Grundsaetzen der Demokratie, die das chilenische Volk bei diesen Gelegenheiten wieder einmal mehr bewiesen hat. S. E., der Praesident Herr Eduardo Frei steht uns mit aufrichtigem Wohlwollen und Freundschaft gegenue b e r. Er machte hieraus kein Hehl bei der Audienz, in der der Praesident des Comité Representativo, Herr Sinay, und ich als Vize-Praesident dieser Organisation, ihm die Glueckwuensche des chilenischen Jishuw zu seiner Wahl uebermittelten. ¡ Bei dieser Gelegenheit gab er auch seiner Bewunderung Ausdruck fuer das, was in Israel in den wenigen Jahren des Bestehens der Medina geleistet worden ist, Leistungen, die vorbildlich sind fuer viele andere Voelker. Diese Bewunderung fuer Israel und das freundschaftliche Wohlwollen des Praesidenten der Republik fuer uns, ist bestimmt noch gestiegen durch den Besuch der Frau Aussenminister von Israel, Golda Meir, die die Regierung der Medina anlaessiich der Uebernahme der Praesidentschaft nach Chile entsandt hatte. Nicht nur bei uns, die wir das Glueck hatten, diese wunderbare Frau zu sprechen, hat sie einen tiefen unausloeschlichen Eindruck hervorgerufen. Die Wirkung ihrer ausserordentlichen Persoenlichkeit war in allen Kreisen gross und oft ertoenten auf der Strasse, wenn das chilenische Publikum sie erblickte, zahlreiche spontane Rufe "Viva Israel”. Ihr Besuch hat uns viele neue Freunde gewonnen und ausserordentlich dazu beigetragen, die herzlichen Beziehungen zwischen Chile und Israel noch mehr zu vertiefen. HILFE UND SOLID ARITAET Leider wurde die in jeder Weise so erfolgversprechen de Taetigkeit der Regierung schon nach wenigen Wochn unterbrochen, da sie ihre ganze Arbeit darauf konzentrieren musste, die Folgen der entsetzlichen Erdbebenkatastrophe des 28. Maerz 1965 zu lindern. Viele hunderte unserer Mitbuerger fanden hierbei den Tod oder erlitten schwere Verletzungen, tausende verloren ihr gesamtes Hab und Gut. Es war selbstverstaendlich fuer unseren Jischuw, unter den Ersten zu sein, die ihre Hilfe anboten. So wurde bereits 48 Stunden nach dem Unglueck eine Delegation des Comité Representativo, der auch ich angehoerte, von dem Herrn Innenminister Bernardo Leigthon empfangen, um ihm einen groesseren Geldbetrag namens aller Organisationen unserer Kollektivitaet zu uebergeben. Der Herr Minister war ausserordentlich beeindr u c k t und dankte uns in bewegten Worten. Sir Winston Churchill verstorben. Mit ihm hat das juedische Volk einen grossen Freund verloren. Wenn auch die i Persoenlichkeit dieses Mannes in der gesamten Presse, auch der juedischen, eingehendst gezeichnet worden ist, so muessen auch wir im Rahmen dieses Gesdhaeftsberichtes d ie s grossen Mannes und Freundes, der sich selbst als Zionisten bezeichnete, gedenken. ABSCHIED VON HEIMANN ABRAMCZYK Bevor ich meinen eigentlichen Geschaeftsber i c h t beginne, moechte ich an einen Mann erinnern, der ueber 20 Jahre lang unserem Direktorium angehoerte, unseren allseits beliebten und geschaetzten Freund Heimann Abramczyk, der zusammen mit seiner verehrten Gattin seine Alijah angetreten hat. Wir haben ihn mit einem Essen . verabschiedet, an dem zahlreiche Mitglieder unserer Gemeinde teilnahmen, die ihm so zum letzten Male ihre, Verehrung und Züneigung ausdruecken konnten, und haben an diesem Abend unserem Ehrenmitglied zum Abschied eine Plakette ueberreicht, in der wir noch einmal die Dankbarkeit der Gemeinde fuer seine hingebungsvolle Arbeit zum Ausdruck gebracht haben. Unser Freund Abram- ERFASSUNG UND Im neuen Schuljahr ha- ERZIEHUNG DER ben wir bisher 46 zum Un- JUGEND terricht in der Religionsischule angemeldete Kinder Wenn Ich mich nunmehr ausserdem ,10 fuer den Einzelheiten unserer vergan- Post—Barmizwa und 5 fuer genen Arbeit zuwende, so den Bath-Mizwa-Kurs. muss ich an erster Stelle un- Einer Anregung einer Anser wichtigstes Problem herzahl Eltern folgend ist ein vorheben, Erfassung und Erneuer Kursus am Freitag Ziehung unserer Jugend und Nachmittag vor dem Gotteszwar sowohl innerhalb undienst eingerichtet worden, sener Religionsschule, wie der von fast allen Kindern auch in der von uns ins Lebesucht wird, sodass sich die ben gerufenen und gefoer- Abhaltung des Kursus am derten Jugendorganisati o n Sonntag vormittag wohl ’’Barcai”. eruebrigen wird. Die Kinder, Unsere Religionsschule die in den meisten Faellen wurde im vergangenen Jahdirekt von dem Unterricht in re von 37 Kindern besucht, ihrer weltlichen Schule hier- Daneben hat Herr Rabbiner herkommen, erhalten ihren Loewenstein einen Fortbil- Nachmittags - Kaffee und dungskurs geleitet an dem nehmen nach dem Unter- 5 Jungen und Maedchen rieht an dem Freitag teilnahmen. Der Unterricht —Abend — Gottesdienst fand wiederum, wie in den geschlossen teil, vergangenen Jahren in un- Wir sind mit dieser Teilser/em Gemeindehaus und nehmerzahl in keiner Weise der Synagoge Jatan Sofer zufrieden, da, wie jeder Einin der Avda. Double Almeyzige sich selbst ausrechnen da statt, deren Vorstand kann, noch immer eine grosuns diese Raeume iliebensse Anzahl Kinder unseres wuerdigerweise zur Verfue- Kreises keinerlei Unterricht gung stellte, wofuer ich ihm erhaelt, weil ihre Eltern von dieser Stelle aus meinen glauben, sie koennten eine herzlichsten Dank ausspreso geringfuegige Belastung che. (Fortsetzung Seite 4) ... DIREKTORIUM 1965 - 1967 Praesident Herr Dr. Hans Reich Von einer besonderen Sammlung des Jischuw ist dieses Mal abgesehen worden um Zersplitterung zu vermeiden. Auf Wunsch - des Herrn Innenministers haben es juedische Frauenorganisationen unter Leitung der Wizo uebernommen, Hausrat zu beschaffen, was ihnen in hervorragender Weise gelungen ist. Auch die ßchwesternvereinigung der Loge Pacífico i hat in unserem Hause eine Sammlung von Kleidern mit grossem Erfolg durchgefuehrt. Der gesamte Jischuw hat sich an den oeffentlichen Sammlungen und denen der Fachverbaende beteiligt und wir koennen mit Stolz sagen, dass vor allem unsere Mitglieder sich bewusst waren, welch grosse Dankesschuld wir gegenueber unserer zweiten Heimat abzustatten haben. die uns gastfreundlich aufnahm, als wir vor der Verfolgung der Nazi fliehen mussten. Anfang dieses Jahres ist der Besieger des Nazismus iczyk hat es verstanden als langj aehriger V orsitzend e r ¡unserer Kultus-Kommission durch sein ruhiges, ausgleichendes Wesen und sein tiefes, juedisches Wissen den Charakter unserer Einheitsgemeinde . zu erhalten. Er hatte stets Verstaendnis fuer andere Meinungen, auch wenn sie seiner konservativen Einstellung nicht entsprachen. A n Stelle von Herrn Abramczyk hat das Repraesentanten-Kollegium Herrn Adolf Schnitzer in das Direktorium gewaehlt. Auch in der Leitung des Repraesentanten-Kollegiums mussten Aenderungen vorgenommen werden, da der Vorsitzende unserer Repraesentanz Herr Dr. Benno Kiwi und sein Stellvertreter Herr Federico Leiser laengere Auslandsreisen antraten. An ihre Stelle wurden die Herren Dr. Hermann Lehmann und Adolf Ebstein zum Vorsitzenden bezw, stellvertretenden Vorsitzenden gewaehlt. Vize-Praesident Herr Dr. Benno Kiwi General-Sekretaer Herr Kurt A. Hofmann Pro-Sekretaer Herr Kurt Loebel Schatzmeister Herr Alfredo Berliner 2. Schatzmeister Herr Rodolfo Pincus Beisitzer Herr Adolfo Schnitzer I REPRAESENTANTEN-KOLLEGIUM i 1965 - 1967 Vorsitzender 2. Vorsitzender Schriftfuehrer Herr Dr. Germán Lehmann Herr Adolfo Ebstein Herr Werner Simonson 2. Schriftfuehrer Herr Joaquin Rosenberg | riiiimiiiiiiiimmiiimmmiimiiiiiMiiiiiiiiimiiiiiiiiiiiiiMiiiiiiiimiiHf;