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Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1965-01-01 · 1 (Enero, 1965) · p. Seite 7

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Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XXVII (1965)
Issue
1 (Enero, 1965)
Date
1965-01-01
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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ENERO 1965 BOLETIN INFORMATIVO VOR DEM RUECKTRITT DES KABINETTS ESCHKOL die affaere Lamerchaw weist daraufhin, dass der Justizberater “ff Regierung dem Kabinett die Aufsaetze” unterbreiten wird, die ihm von Ben Gurior vorgelegt wurden, im Zusammenhang mit der Porderuns nochmals eine Ricbter-Kom? der SAff n f>T?Ur ■ Überprüfung, der Affaere einzusetzen Die Zeitung bezweifelt zuerst cb ntr /u.stlzberater hiermit seihaht agab? erfüJlt> er •habe da eine Mission übernommen, die keineswegs in seinem amtlichen Aufgabenbereich liegt. Weiterhin 4 nicht anzunehmen, dass die einer weiteren nn,tc.t SUC&,ungskommisfii°n in dieser Frage irgendwelche ^’ntkaSnnAn-Wirkangen h^ Dlf seinerzeitigen Beschlüsse der Siebener_ Kommission in dieser Angelegenheit seien weiterhin gültilun^d 50]ai?&e, ^re Bestaetigung durch die Knesseth “(ä; ¿ras iÄÄÄ voTaetz- Jerusalem Post elaubf LandeallSrö dh SS i?s im ganzen hande wahrscheinlichnur hundert personen gibt, die tatsaechlich eine grundlegende Untersuchung nfid TV0'slllSe Klahrheit üb4 ten ^°b-Affaere befürwor- DJ? Zeitung glaubt nicht ffi« _,weitere Debatte über diese Frage noch zweckmaessig sein kann. Hamodia stellt fest die israelisch« Wirklichkeit s e i AuSICV° gestaltet, dass A us emandersetzungen, die sich innerhalb der Mapahabspmlen, zwangslaeufig eine rtn Cl\e •Bürger werden, au“1“ Grunde ja keinerlei ^K n5lve fuer die Mapai £e°.e> dle in jedem Falle entan der Regierung teilnehmen muss. Daher müsse nun alles getan werden um endlich zu einer Beendigung dieser Affaere zu gegangen, die niemandem nütze und dem Staate als Gesamtheit nur zum Schaden gereichen koenne. wenn di° Debatte weitergeführt wird. Haaretz. Die Regierung nat gut daran getan, das Gutachten ihres Rechtsberaters, den Vorschlag des Justizministers und den Vorschlag des Verkehrministers zu veroeffentlichen. Es hatte keinen Sinn mehr, diese Dokumente, die jetzt das zentrale Problem auch der israelischen Innenpolitik bilden geheimzuhalten. Die offizielle Veroeffentlichung verhindert nicht nur Indiskretionen sondern hat auch den Vorteil’ der Oeffentlichkeit die Moeglichkeit zu geben, die Beratungen der Regierung euf Grund voller und genauer Informationen zu verfolgen. Es besteht keine voellige Gewissheit, dass eine neue Untersuchungs — Kommission, wie sie der Justizminister vorschlaegt, imstande sein wird, die volle Wahrneit herauszufinden. Man dient aber der oeffentliehen Moral nicht, wenn man den letzten Versuch ablehnt, das Raetsel dadurch zu loesen, dass man alle Prozeduren und alle Mittel zur Beschaffung des Zeugenaussagen und Beweise anwendet, welche nach Meinung des Rechtsberaters und des Justizministers bei den früheren Untersuchun g e r. nicht angewandt worden sind. Dawar: Die Probleme, vor denen die Regierung bei einem Beschluss über die Forderung Ben Gurions, eine Untersuchungskommission zu bilden, steht, sind sehr kompliziert. Aber eine langdauernde Eroerterung wird nicht dazu beitragen, einen richtigen Beschluss zu fassen. Im Gegenteil wird es für die Sache und fuer den Staat, nur gut sein, wenn die Regierung einen schnellen Beschluss fasst. Wir raten der Regierung nicht, welchen Beschluss sie fassen solldenn ihr liegt Material vor. welches wir und die verschiedenen Ratgeber nicht besitzen. DIE KRISE IN DER MAPAI Al Hamischmar stellt f-,st, dass die schwere Krise, welche die Mapai zur Zeit durehmacht, nicht nur Erschütterungen fuer die groess te Partei des Landes mit sichbringt, sondern auch die Regierung und darüber hinaus den Staat in Schwierigkeiten bringt. Die Zeitung gibt der Ansicht Ausdruck, dass alle Bürger des Landes die für Aufbau und Fortschritt eintreten, verpflichtet seien, sich dieser Entwicklung mit vollen Kraeften zu widersetzen. Das Blatt erkiaert die Knesseth dürie sich ihre Autoritaet als hoechste Instanz des Volkes nicht rauben lassen. Jerusalem Post ist der Ansicht, dass die durch die Debatte um die “Affaere” geschaffene' Lage als kompliziert bezeichnet werden muss. Ministerpraesident Eschkol widersetzt sich keineswegs der Einsetzung einer begrenzten Kommission die auch nur begrenzte Vollmachten hat. Niemand aber ist bereit der Forderung des ehemaligi e n Ministerpraesidenten David Ben Gurion zuzustimmen, die darauf hinauslaeuft die Beschlüsse der Siebener- Kommission anzugreifen und zu annullieren. Haaretz sieht in der Bereitschaft des früheren Ministerpraesidenten Ben Gurion, der Einsetzung einer Untersuchungskommission mit beschraenkten Funktionen zuzustimmen, so wie es der Justizminister vorgeschlagen hatte, einen Fortschritt, der zu der Hoffnung berechtigt, es werde dennoch moeglich sein, eine vernünftige Loesung der Angelegenheit zu finden. Ausserdem ist die Zeitung der Meinung, Eschkol werde es letzten Endes vorziehen, die Einheit seiner eigenen Partei zu retten und damit moeglicherweise auch die Regierung zu erhalten, bevor er das weiter gespannte Ziel der Neugruppierung der Arbeiterparteien solange verteidigt, bis die Grundlagen fuer diese Neugruppierung nicht mehr gegeben sind. Hazofeh ruft alle in die Affaere verwickelten Persoenlichkeiten, Kreise und Parteien auf, diese Sache ohne Hass und persoenliche Feindschaft zu loesen. Hab oker stellt fest, dass man den stellvertretenden Minis terpraesidenten Aba Eban aus der UNO zurüekrufe, wo er mehr als wichtige Belange des Staates Israel zu vertreten hatte,- dass man zu gleicher Zeit den Vizesicnerheitsminister Schimon Peres aus Europa zurückhole, wo er wahrscheinlich fuer bedeutsamste Sicherheitsa n g el e - genheiten taetig ist; und das alles nur um eine Angelegenheit durchzuführen, die als zweifelhaft angesehen werden muss. AUS DER ISRAELISCHEN PRESSE DIE POLITISCHE AUSRICHTUNG DER ISRAEL—PRESSE Regierungskoalition: DAVAR, Histadruth, pro-Mapai; JERUSALEM POST, unabhaengig, pro-Mapai; LAMERCHAW Achduth-Awoda: HAZOFE, National-Religioes. Opposition: CHIERUTH, Revisionisten: HAAREZ, unabhaengig, pro-Liberal: HABOKER, Liberal; AL HAMISCH¬ MAR, Mapam; KOL HAAM, Kommunisten. DAS DOKUMENT UEBER DIE JUDEN IM OEKUMENISCHEN KONZIL DIE FRAUENTAGUNG•VON JERUSALEM Die Jerusalem Post beschaeftig sich im Leitartikel mit der Frauenkonferenz in Jerusalem, die jetzt abgeschlossen wurde. Diese Tagung war nicht nur besonders vielfarbig, sondern war auch eine der wichtigsten Konferenzen auf dem Boden Israels. Die 31 Frauen aus 49 Laendern brauchten die Hille von Dolmetschern für ihre Reden aber sie fanden hinsichtlich der Ziele eine gemeinsame Sprache. Jede Teilnehmerin war von Aussenminister Golda Meir persönlich eingeladen und die Delegierten kamen als Persönlichkeiten auf Grund ihrer Leistung zu dieser Konferenz. Die Ziele dieser Tagung, die in der Deklaration von Jerusalem zusammengefasst wurden, sollten überall in der Welt verbreitet werden. Die Konferenz sah die Notwendigkeit, ein Komitee einzusetzen, dem diese Aufgabe zufallen soll. Die Konferenz zeigte im übrigen, dass prononzierte F r a u e nrechtlerinnen ihre Weiblichkeit nicht verlieren müssen. Die Erklaerungen der Frauen auf der Konferenz wurden durch ihr elegantes Aufreten noch unterstrichen und nicht etwa in ihrem Wert gemindert. 44 JAHRE HISTADRUTH Lamerchaw geht auf den 44. Jahrestag der Gründung der Histadruth ein und weist auf die ausserordentlichen Errungenschaften hin, welche der Verband der Arbeiter Israels in diesen Jahren erreicht hat. Die Zeitung wünscht der Histadruth zu diesem Geburtstage eine weitere gedeihliche Entwicklung und hofft nur, dass der Einfluss der Histadruth auf das Leben des Staates nicht geringer werde, da dieser Einfluss sehr positiv für die Entwicklung des Landes ist. Dawar begrüsst die prinzipielle Annahme des Dokumentes, welches die Juden von der Schuld an der Kreuzigung Jesu freisprioht und welches schaerfstens gegen jede Form des Antisemitismus Stellung nimmt, durch das Oekumenische Konzil. Dennoch, so erklaert die Zeitung, ist ja dieses Kapitel noch nicht gaenzlich abgeschlossen, da der Papst das Dokument noch nicht bestaetigt hat und das erst bei der naechsten Sitzung des Konzils tun wird. Dennoch darf man wohl der Hoffnung Ausdruck geben, dass die Debatte um dieses Dokument durch die lange Zeit des Wartens auf die endgültige Bestaetigung nicht noch einmal aufleben wird, wenn das Konzil bei seiner naechsten Sitzung die Bestaetigung yom Papst hören soll. Shearim betont, dass nichts geschehen waere wenn das Oekumenische Konzil das inzwischen schon berühmt gew o r dene “Judendokument” nicht angenommen haette. Die Bedeutung dieser Wendung dürfte keineswegs überschaetzt werden, auch wenn es wichtig ist, dass von höchster Seite d. Christentums her einmal klare und eindeutige Worte gegen den Antisemitismus gesprochen werden. Al Hamischmar bezieht eine aehnliche Stellung weist aber besonders darauf hin, dass die Araber dieses Dokument zu einer wuesten antisemitischen Propaganda benutzt hatten, so wie sie überhaupt ihre anti-israelische Position letzthin hinter antisemitische Parolen bringen, sodass gegen die Juden überall auf der Welt und gegen den jüdischen Statt als solchen vorgegangen wird. Die Zeitung führt hier als Beweis die Aeusserungen der katholischen Wuerdentraeger aus den arabischen Staaten an, so wie sie waehrend der Debatte um das Dokument immer wieder aufs neue zum Ausdruck gekommen sind. Haaretz betont dass, so sehr man der Tatsache dieser fortschrittlichen Entwicklung in der Kirche auch begrüssen mag, keineswegs der Eindruck erweckt werden sollte, als ob wir uns auf der Anklagebank befinden und jetzt ausserordentliche Erleichterung darüber empfinden, straffrei ausgegangen zu sein. Wir sind schliesslich von dem unendlichen Leid, dass das Judentum durch die Jahrtausende zu erdulden hatte und welches gerade in den letzten Jahrzehnten einen u n v orstellbaren Höhepunkt erreicht hatte, nicht befreit worden und alles nun kommende wird die Zukunft zu beweisen haben. Haboker weist darauf hin, dass wir Juden das Dokument, welches nunmehr von dem Oekumenischen Konzil bestaetigt worden ist, keineswegs gebraucht haben, sondern dass es im Gegenteil die Kirche selbst ist, die dieses Dokument, die diese Wendung sehr nötig hat. Lamerchaw erklaert, wir haetten der Kirche gegenüber keine Dankbarkeit dafür zu empfinden, dass man das Dokument in seiner jetzt vorliegenden Form akzeptiert habe. Schon immer war diese ganze Beziehung ein Kain- Abel-Komplex, aber waehrend früher das Wort Roms höchstes Gesetz für die Katholiken bedeutete, ist das heute nicht mehr so. Dennoch darf nicht uebersehen werden, dass 100 Millionen Menschen in dem Vatikan ihr geistiges und geistliches Zentrum sehen. Wenn der Geist, den das Dokument atmen kann, über das Wort selbst triumphieren sollte, werden alle Juden die Annahme dieses Dokumentes begrüssen und ebenfalls der Meinung sein, dass es eine sehr positive Wendung darstellt. Hazofeh erinnert daran, dass die Kirche von je her die Juden verfolgt habe und nun zu der Ueberzeugung komme, dass diese Verfolgung aufzuhören habe. Darin liegt eine positive Wendung, die wir anzuerkennen haben. Omer verlangt - dass nunmehr dieser Beschluss allen Kirchen in allen Laendern bekanntgegeben werden müsse, damit sie sich danach richten können. Den Worten müssen jetzt Taten, folgen. EXPORT UM 5,1 PROM EfSTIiGi MASSADA UND SEINE AKTION Dawar nimmt in einem Leitartikel zu dem Neubeginn der Ausgrabungsepoche auf dem Massada-Berg und der Spendeaktion für Massada Stellung und fordert von der Oeffentlichkeit Verstaendnis und tatkraeftige Unterstützung für diese Aktion, die im Interesse des ganzen Volkes liegt, und das in vielfacher Hinsicht. Der Export im Monat November 1964 erreichte eine Gesamtsumme von 29,4 Millionen Dolar, gegenüber 25,4 Millionen Dollar im November 1963. 25,3 Millionen Dollar erreichte der reine Industrie- Export einschl. Diamanten, gegenüber 21,4 Millionen Dollar im Jahre 1963. In elf Monaten des Jahres 1964, betrug der Gesamtexport 334,5 Millionen Dollar gegenüber 318,1 Millionen Dollar in derselben Epoche des Vorjahres. Dies bedeutet eine Steigerung von 5,1%. Der reine Industrie-Export stieg um 16,4%, der Export der Zitrusfrüchte weist ein Absinken um 32,7% auf. ‘“Canfit”)

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