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Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1964-11-01 · 11 (Noviembre, 1964) · p. Seite 11

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Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XXVI (1964)
Issue
11 (Noviembre, 1964)
Date
1964-11-01
Page
Seite 11 (sequence 11)
Language
German
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NOVIEMBRE 1964 BOLETIN INFORMATIVO 11 HAENDE UEBERS MEER Mit einem Telegramm, das der amerikanische Botschafter in der Tuerkei, Henry Morgenthau, im Jahre 1914 an ILouis Marshall und Jacob H. Schiff, leitende Persoenlichkeiten der juedischen Gemeinschaft Nordamerikas richtete, i begann ein Epos juedischer Naechstenl i e b e, das in der Geschichte seinesgleichen sucht. Henry Morgenthau erbat die sofortige Uebersendung von 50.000 Dollar, um 60.0C0 Juden in Palaestina, das in jener Zeit zur Tuerkei gehoerte, vor dem bittersten Hunger zu bewahren. Als Folge der damals spontan einsetzenden Hilfsaktion, entstand, wenige Monate spaeter, am 27. November 1914, »unter dem Vorsitz von Felix M. Warburg, das “Joint Distribution Committee of American Funds for Jewish War Sufferers”, das spaetere “Joint Distribution Committee’”. War die urspruengliche Taetigkeit des “Joint” nur auf Hilfeleistung fuer die juedische Bevoelkerung in den durch den Krieg in Mitleidenschaft gezogenen Gebieten beschraenkt, dauerte es nicht lange, und die Autoritaeten des “Joint” mussten ihren Aufgabenkreis erweitern und Arbeiten uebernehmen, die weit ueber das hinausgingen, was man urspruenglich beabsichtigt hatte. Ganz besonders in der Zeit nach dem ersten Weltkrieg waren die Probleme der juedischen Massen in den neu entstandenen Staaten Osteuropas so gross, dass nur die energische und tatkraeft i g e Unterstuetzungsarbeit des amerikanischen Judentums, in erster Linie wiederum des “Joint”, diesen verarmten und unterdrueckten Juden aus ihrer Not helfen konnte. Seit dieser Zeit ist das Wort “Joint” zu einer Standardvokabel im juedischen Lexikon geworden, zu einem Synonym fuer schnelle, unbürokratische und effektive Hilfe, dann und dort, wo die Not am groessten ist. In dem Jahrzehnt der Naziverfolgungen und des zweiten Weltkrieges, war oftmals die Hilfe des “Joint” die einzige Moeglichkeit, unseren Bruedern in Europa Linderung ihrer Leiden zu bringen, und unzaehlige (von denen, welchen es gelang der braunen Hoelle zu entfliehen, verdanken ihm die Moeglichkeit, nach Uebersee zu kommen und sich dort neue Existenzen aufzubauen. Wir selbst, die Sociedad Cultural Israelita "B’ne Jisroel” und die uns so nahe stehenden , Organisa t i o ne n “Cisroco” und ’’Altersheim’, haben dem “Joint” fuer vieles zu danken. War es doch seine finanzielle Unterstützung, die vielen unserer Freunde eine Startmoeglicnkeit gab, konnten wir doch, dank seiner tatkraeftigen Hi1’ fe schon in de« ersten Jahren unserer Existenz juedische religioese und kulturelle Arbeit leisten. Die grosszuegige Unterstuetzung der Sozialarbeit von “Cisroco” und "Altersheim“, das nur dank der Hilfe des “Joint” und der von ihm vertretenen “Claims Conference” entstehen konn- DELEGATION NACH SKANDINAVIEN Eine Handelsdelegation, zusammengesetzt aus Falbrikdirektoren, Exporteuren, Importeuren und anderen Maennern der Wirtschaft, begab sich nach (Schweden, Finnland, Norwegen und Daenemark, um die Handelsbeziehungen mit diesen Laendern zu intensivieren. Die Leitung dieser Delegation liegt in den Haenden von M. Moschwitz, dem Vorsitzenden des Export-Instituts und Ch. Roth, dem Leiter des Export-Departaments des Handels — und Industrieministeriums. Diese Delegation wird sich ueber vier Wochen lang in Skandinavien aufhalten. Sie ist von den dortigen Handelskammern, Industriellenverbaenden und Exportinstituten eingeladen worden. Das Defizit in Handel mit diesen Laendern ist fuer Israel besorgniserregend. Da wenig Aussichten bestehen, den Import aus diesen Laendern zu verkleinern, will man versuchen, den Export in diese Laender zu vergroessern. Seit Mitte 1963 sind in dieser Hinsicht gewisse Fortschritte erzielt worden. Israel kann aus Skandinavien Rohstoffe und Industrie-Inventar beziehen und dorthin Nahrungsmittel Hilfsmaterialien fuer die Landwirtschaft und Textilien liefern. Auch der Diamantenexport koennte vergroessert werden. Israel bemueht sich vor allem, frisches Gemuese und Konserven sowie Phosphate, Bromprodukte, etc. in staerkerem Masse nach Skandinavien zu liefern. (“Canfit”) te, ist bekannt. Die Unterstuetzung, die , der “Joint” damals, als es darauf ankam, unseren Institutionen hat zukommen ¿lassen, ist ein Ruhmesblatt seiner Geschichte. Nach Ende des Krieges, als die juedische Not am groessten war, als die illegale Einwanderung nach Israel - dem damaligen Palaestina - einsetzte, war es wiederum der “Joint”, der in der ersten Frontreihe stand, Gelder und Menschen zur Verfuegung stellte, um unsere entwurzelten, verelendeten, kranken und hungrigen Brueder wieder aufzurichten und ihnen auf den Weg in die Zukunft zu helfen. In den 50 Jahren seines Bestehens hat der “Joint” mehr als 4 Millionen Juden in 76 Laendern geholfen, mit einem Kostenaufwand von 810 Millionen Dollar, die zum allergroessten Teil von den Juden der Vereinigten Staaten aufgebracht worden sind, So ist aus dem ursprünglichen kleinen, provisorischen Verteilungskommittee eine Organisation geworden, die aus dem internationalen juedischen Leben nicht mehr fortzudenken ist. Hat sich aber auch, ' im Laufe der Jahrzehnte Aufgaben k r e is und Methoden der Arbeit des “Joint” geaendert, ist doch die Doktrin der Hilfe am Menschenbruder dieselbe geblieben, so wie sie in einer kuerzlichen Grundsatzerklaerung zum Ausdruck kommt: “Joint Distribution Committee ist eine unpolitische philanthropische Institution, organisiert von den Juden der Vereinigten Staaten, um juedische Not in allen Laendern der Welt zu lindern. Unser Ziel ist es, notleidenden Juden zu helfen, wann immer wir dazu in der Lage sind. In jedem Land, in dem wir arbeiten, passen wir uns den lokalen Gegebenheiten an. Wir helfen den bestehenden Gemeinschaften in ihrer Taetigkeit und, sollte dies notwendig sein, unterstuetzen sie in allem, was sie benoetigen. (Wir bet reuen Fluechtlinge und Durchwanderer solange, bis sie entweder ihr Ziel erreicht, oder aber sich in das Land, in das sie gekommen sind eingeordnet haben. Wir unterwerfen uns den Gesetzen, der Laender in denen wir taetig sind, und verlangen nur das Recht den Juden die Hilfe zu gewaehren, die sie benoetigen”. Dass die Arbeit des “Joint”, trotz aller positiven Entwicklungen im juedischen Leben noch unbedingt potwendig ist, ersehen wir daraus, dass im vergangenen Jahr, mehr als 410.000 Juden ln 26 Laendern die Hilfe dieser Institution in Anspruch nehmen mussten und dafuer die Summe von 29.216.000 Dollar gebraucht wurde. Die Taetigkeit des “Joint” konzentriert sich momentan . auf Israel, die arabischen Laender und Frankreich und, um unseren Lesern ein Bild von der Arbeit die zu leisten ist, geben zu koennen, veroeffentlichen wir nachstehend einige Auszuege aus dem Jahresbericht fuer 1963: Arabische Laender Trotz der zahlenmaessigen Verringerung in Algier, Marrokko und .Tunis, werden weiterhin rund 66.000 Juden in diesen Laendern unterstuetzt. Insgesamt erhalten 90.000 Juden in den arabischen Laendern Unterstuetzung des “Joint”. Diese hohe Zahl ist in erster Linie ,auf interne Wanderungen zurueckzufuehren, das bedeutet die Konzentration von Juden aus laendlichen Gebieten und Kleinstaedten in den wichtigen Bevoelkerungszentren, wo sie .von den Hilfsorganisationen erfa s s t werden. Die marokkanischen Juden sind diejenigen, welche die Hilfe des “Joint’^am meisten in Anspruch nehmen. (55.000, mehr als ,die Haelfte der noch in Marrokko lebenden Juden). Es folgen Iran <■•21.150), Tunis (10.000) und andere Laender. Israel Auch in Israel waechst die Taetigkeit des Joint. 1963 wurden. 86.500 Menschen unterstuetzt. 46.000 davon werden von “Malben” versorgt (Institution zur Pflege alter und chronisch kranker Merschen) Ebenfalls beteiligte sich “JDC” an den Programmen des israelischen Gesundheitsmin isteriums fuer Kontrolle der Tuberkulose. Erfassung und Behandlung von Geisteskranken, und Projekte .zu Gunsten blinder, tauber, paralytischer und zurückgebliebener Kinder. Zusaetzliche Unterstuetzung wurde kulturellen und religioesen Institutionen gewaefart, ebenso wie auch den in Israel taetigen ORT-Industrieschulen, die 18.900 Schueler besuchen. Europa Das Hauptgewicht der Unterstuetzungsarbeit fiel auf Frankreich, dessen juedische Bevoelkerung durch die Zuwanderung von Juden aus den frueheren Kolonien von 350.000 auf ueber 510.000 Menschen gestiegen ist. Mehr als 51.000 dieser Neuankoemmlinge wurden im Jahre 1963 direkt und regelmaessig vom “Joint” unter- Von den 25.000 Juden in Polen, erhalten 12.000 regelmaessige Unterstuetzung des “Joint”. _ Diese wenigen, oberflaechlichen Informationen moegen genuegen um zu beweisen, dass der “Joint” heute genau so wichtige Aufgaben zu ,erfüllen hat wie frueher. Und wenn wir zu seinem 50. Jubilaeum einen Wunsch aussprechen wollen, so sei es der, dass er von Jahr zu Jahr mehr in der Lage sei, juedische Not zu lindern, dass aber die Notwendigkeit dafuer immer geringer werden moege. HE. INSTITUT FUER GEOPHYSIK Ein neuer Direktionsrat und eine Landeskommission zur Ausarbeitung von Plaenen fuer Erdoelbohrungsforschungen auf lange Sicht werden Anfang 1965 in dem Geophysischen Institut in Asur errichtet werden, das damit in ein kombiniertes Institut fuer Erdoelforschungen und Geophysik verwandelt werden wird. Der Generaldirektor des Instituts, A. Riwlin, machte Mitteilung ueber die Erweiterung des Taetigkeitsbereichs des Instituts und ueber die Beteiligung der Regierung an der Foerderung von Oelbohrungen. Dieses Beschluesse würden aufgrund der Empfehlungen des bekannten Geologen L. G. Wix gefasst, der der Regierung im Juli 1962 einen Bericht erstattet hatte. Die Leitung der fachlichen Kommission, die ihre Taetigkeit im Januar 1965 aufnehmen wird, uebernimmt der bekannte amerikanische Geologe Prof. K. Landes. Den Journalisten wurde neues Inventar fuer seismische Messungen vorgefuehrt, das fuer IL 400.000 in einem Lande des Westens gekauft worden ist. Hiesige Oelgesellschaften haben dem Institut bereits Auftraege fuer Forschungen erteilt, die es zwei Jahre lang beschaeftigen werden. Das Institut fuehrt auch Forschungsarbeiten in Persien, Peru und Burma, teilweise auch zur Suche nach Wasser, durch. (“Canfit”) Auch fuer die jungen Herren (N.o 34 - 38) U.ie famosen Ijenox Schuhe M R Cjalzado para Caballeros Ahumada 146 L

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