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Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1964-04-01 · 4 (Abril, 1964) · p. Seite 26

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Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XXVI (1964)
Issue
4 (Abril, 1964)
Date
1964-04-01
Page
Seite 26 (sequence 26)
Language
German
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26 ABRIL 1964 BOLETIN INFORMATIVO DER KOENIG DES FILMS AUS DEM JISCHUW Am. 16. April wird Charlie Chaplin, 75 Jahre alt. Der geniale Kuenstler bezeichnet sich nicht als Jude, doch seine Wiege stand im Londoner Bezirk Whitechapel, und das Judentum des Vaters gab er zu, sowie die Tatsache, dass die Eltern, einst aus Russland in England eingewandert, arme Varietékuenstier gewesen seien, nachdem er hierueber lange geschwiegen hatte. Dies ist seine einzige Bindung an das juedische Volk, und es ist etwas Aeusserlicbes, Negatives. Aber der Ruhm Chaplins erstrahlt in der Welt des Films seit mehr als 5 Jahrzehnten, und er gehoert der gesamten zivilisierten Menschheit. Aus einer urspruenglichen Clownfigur war nach wenigen Jahren auf den Brettern eines englischen Varietés eine der tragikomischsten Gestalten,1 geworden, die es je gegeben, und dann ein Lebensphilosoph, der durch sein stummes Spiel zwei Menschengenerationen in allen Weltteilen ergoetzte. Voller Witg und Klugheit, Guete und menschlich - s o z i alem Mitgefuehl schrieb er sich selbst seine Manuskripte, wurde sein eigener Regisseur und fuehrte durch seine ueberlegene Kunst zeitlebens einen Kampf gegen Dummheit und Duenkel, gegen Ueberheblichkeit, V o r u rteile und eitles Gebaren. “The Kid” und “G o 1 d r ausch”, “Zirkus”, “Grossstadtlichter” und “Moderne Zeiten” entzueckten jedermann, versoehnten Menschen mit den Unzutraeglichkeiten des Le- Charlie Chaplin bens, spendeten fuer Stunden Sorglosigkeit und regten zum Nachdenken an. “Die Leiden des kleinen Mannes” empfand er im Tiefsten seiner Seele mit; er steht immer auf Seiten des Sozial- Schwaecheren, und vielleicht ist dies etwas vom Erbe seiner juedischen Ahnen, die im zaristischen Russland gewiss an Leiden gewohnt waren. Es war Charlie Chaplin, der als erster den groessten Kriegsverbrecher aller Zeiten und brutalsten Schaender der menschlichen Wuerde, den “Fuehrer des Dritten Reiches” in seinem “Diktator-Film” der Laecherlichkeit preisgab, weil er sich all des Furchtbaren bewusst wai, das mit Hitler ueber die Welt gekommen. Lange hatte sich Chaplin gegen den Tonfilm gestraeubt, bis er in “Monsieur Verdoux” den fuer ihn neuen Weg erfolgreich beschritt. Damals wechselte er erstmalig seine Maske mit der Schnur rbartf liege und der “Melone” auf dem Kopfe und dem watschelnden Gang. Im Jahre 1929, auf einer Europareise, besuchte er die damalige deutsche Hauptstadt und erschien unter dem Jubel der Theaterbesucher in “Carows Lachbuehne”, einem Volkstheater des B e r liner Nordens. Er soll damals im sogenannten Scheunenviertel unter der aermeren, meist j u e d ischen, Bevoelkerung Geld verteilt und zum ersten Male von seiner juedischen Herkunft gesprochen haben. Des Kuenstlers aeltester Sohn gab kuerzlich ein Buch heraus, das die wechselvollen Lebensschicksale seines Vaters erzaehlt, die Geschichte seines Aufstiegs, seiner Schwierigkeiten in spaeterer Zeit in Amerika und die Motive seiner e n d g u e ltigen Rueckkehr nach E u r o pa. Nach dieser Lektuere versteht man den Kuenstler noch besser und wuenscht ihm, dass es ihm vergoennt sein moege, mit seiner ewigen Jugendlichkeit noch sehr lange die Menschheit zu begluecken. Curt Wilk SHEKALIM Das Departamento de Organización der Federación Sionista erhielt eine Sendung' von Shekalim, die in Kuerze an die Interessenten zur Verteilung kommen werden, wir erinnern, dass nur Besitzer von Shekalim an den Wahlen zum Internationalen Zionistenkongress tei 1 n e h m e n koennen. CHILENISCH-ISRAELISCHE HANDELSKAMMER Die kuerzlich gegruendete chilenisch-israelische Handelskammer hat ihre Arbeit aufgenommen und beabsichtigt die Gruendung einer Im — und Exportfirma zu unterstuetzen, die eng mit der israelischen Aussenhandelstlrma Lamisco Zusammenarbeiten wird. Ebenfalls wird die Beteiligung Chiles an der 9. Internationalen Messe von Tel- Aviv in Betracht gezogen. MINENUNGLUECK IN ANDACOLLO Anlaesslich der Errettung der in der Mine “Flor de Té” verschuetteten B e r g 1 e ute, richtete Herr Botschafter Dr. Naor an den Ministro de Minería, don Luis Palacios Urzúa, ein Schreiben, in welchem er seiner Genugtuung ueber (die geglueckte Rettungsaktion Ausdruck igab und geichzeitig seine Bewunderung fuer die Leistung der Ingenieure und Techniker aussprach die dieses Rettungswerk ermoeglichten. BOTSCHAFTER NAOR IN MAGALLANES Vor wenigen Wochen besuchte der Botschafter Israels in Chile, Herr Dr. Uri Naor, die Provinz Magallanes, wo er von den lokalen Behoerden ausserordentlich herzlich aufgenommen wurde. Herr Botschafter Dr. Naor hatte Gelegenheit, in einem von der FACH zur Verlegung gestellten Flugzeug die Petroleumfelder in Feuerland zu besuchen. Der israelische Botschafter benutzte den Besuch um einige (Zeit mit den in Magallanes ansaessigen Juden zu verbringen, und derart das Band dieser suedlichsten Gemeinschaft der Welt mit der Medinah fester zu knuepfen. ZIONISTISCHES AKTIONSKOMMITEE In der ersten Maerzhaelfte begaben sich die Herren León Gomberoff und Miguel Maldavsky —chilenische Mitglieder des zionistischen Aktionskommittess— nach Jerusalem, um an eine Tagung dieses Organismus teilzunehmen. STAATSBESUCH DES PRAESIDENTEN DER BUNDESREPUBLIK Am 29. April wird der Praesident der deutschen Bundesrepublik, Dr. Heinrich Luebke, zu einem Staatsbesuch in Chile eintreffen. Am 1. Mal um 11 Uhr findet im Club Manquehue ein Begruessungsakt statt. Karten fuer diese Veranstaltung geben die Deutsche Botschaft und die Lufthansa unentgeltlich aus. i «mi vida ha cambiado! Su Insa me fasotna y w tan oonfortable y eapaeioao. Caben S persona» y... ai replegar el asiento posterior queda una oapaoMad asombrosa su donde colocar mía compras. lEs da gran pique! FéoH da manelar y MeH do esteolonar . y también fácil do pagar. i : * ÍbmcI MAURICIO HOCHSCHILD S.A.I.C. Av. Grecia 310 fono 495027 Agustinas 1356 fono 82816

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