Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Journal
- Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Volume
- XXVI (1964)
- Issue
- 4 (Abril, 1964)
- Date
- 1964-04-01
- Page
- Seite 13 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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- Ankara 1× ep/1044026
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ABRIL 1964 13 BOLETIN INFORMATIVO ZYPERN - EINE PRUEFUNG FUER DIE UNO NEUER RAKETENTREIBSTOFF Haboker: Der Bürgerkrieg in Zypern erschüttert den Mittleren Osten. Die Nachrichten aus Ankara besagen, dass die Türken bereit sind, in Zypern einzugreifen, falls sich die Lage der türkischen Minderheit verschaerfen sollte. In Athen warnt man, das's eine solche Intervention auch die Griechenlands nach sich ziehen wuerde. Waehrend nun die Westmaechte versuchen, diesen Brand zu löschen, sind es die Araber, die ihn schüren, Kairo hauptsaechlich aber auch die anderen arabischen Propagandastellen, haben darauf hingewiesen, dass der Plan, NATO-Truppen auf Zypern zu stationieren, eine “westlich - .zionistische Verschwörung” darstelle. Alle arabischen - Erklaerun gen, auch jene, die sich auf die Ableitung der Jordan - Quellen durch die Araber beziehen, zielen darauf hin, Israel auch in den Zypernkonflikt zu verwickeln. Zur selben Zeit führt Kairo seine offene Kriegspropaganda gegen Israel unveraendert weiter. Unsere Antwort auf diese Propaganda kann nur darin bestehen, darauf hinzuweisen, dass Israel, in einem solchen Falle und bei Solcher Entwicklung nichts anderes tun kann als einen Vorbeugungskrieg zu führen. Wir können schliesslich nicht darauf warten, dass Nasser für diesen Krieg fertig vorbereitet ist. I Dawar: Der Bürgerkrieg in Zypern, der nun seit Monaten geführt wird, zeigt bisher keine wirkliche Beruhigung eher, dass die Spannung erhöht worden ist, und die Extremisten s'taerker geworden sind. Wenn auch die internationalen Verknüpfungen dieses Konfliktes vom ersten Augenblick an klar geworden sind, bestehen doch allgemein politische Gefahren, die einkalkuliert werden müssen, wenn man die schwierige Situation auf der Insel betrachtet. Man hofft, dass die Beratungen des Sicherheitsrates und die Aktivitaet des Generalsekretaers der UNO zu positiven Ergebnissen führen werden, die den Frieden auf Zypern in einer Form erhalten wird, die beiden Seiten recht ist. Es mag verstaendlich erscheinen, dass das neutrale Zypern keine NATO- Streitkraft azzeptieren wollte, aber es mus's ebenso verstanden werden, dass der Westen nicht bereit sein kann, einer Lösung zuzustimmen, die eine Verschlechterung seiner Situation im Mittleren Osten zur Folge haben würde. 4 Wir in Israel sind nicht darüber ueberrascht, dass die Araber versuchen, die Spannung zwischen beiden Bevölkerungsgruppen auf Zypern für ihre Zwecke auszunuetzen. Es ist nur zu erwarten, dass die grossen Maechte des Westens aus dieser arabischen Haltung im Zypernkonflikt die Lehre ziehen, die daraus gezogen werden sollte. FORTSCHRITT IN (Schluss von Seite 8|) ist zu hoffen, dass die Regelung, die angeboten wird, nicht jiur leere Worte enthalten wird. Auch hinsichtlich der Zollermaessigungen ist die Unklarheit groesser als die Klarheit. Aber es scheint Bereitschaft zu gewissen Zollsenkungen zu! bestehen, und dies sollten wir begrüssen. Bei allem sollen wir uns darüber klar sein, dass das Angebot (der EWG weit von dem entfernt ist, was Israel 1962 verlangt hatte, Israel hatte an eine Form der Assozierung gedacht, und dies hat die EWG hoeflich,— aber deutlich jabgelehnt. Haboker geht auf die Verhandlungen zwischen Israel und der Europaeischen Wirtschaftsgemeinschaft ein, und stellt fest dass Israel sich SERVICIO TECNICO MECANICO bei diesen Besprechungen immer wieder, wie es uns auch von unseren Freunden geraten wurden, auf das “moralische Argument” Stützte. Die Zeitung stellt fest, dass bei der letzten Runde der Verhandlungen eine gewisse Aenderung in der Haltung Italiens angebahnt wurde, besonders bezüglich der kritischen Frage des Orangenexports nach Europa, wobei tatsaechlich nur an. Orangen und nicht an die Pamplemousse gedacht ist, weil letztere in Europa keine Konkurrenz haben. Es sei aber noch nicht klar, ob Italien auch tatsaechlich seine Haltung geaendert ¡hat, oder ob wir es nur mit einer anderen Formulierung der bisherigen Haltung zu tun haben. DES cm Am 22. Maerz 1964 fand die diesjaehrige Generalversammlung des Comité Israelita de Socorros : “Cisroon” statt. An Stelle von Herrn Bachner, der bedauerlicherweise wegen Kranheit sein, Amt niederlegen musste, rueckte statutengemaess der bisherige- Beisitzer, Herr Guenter Waldmann, zum Vorstandsmitglied auf. Der Praesident, Herr Bruno Lichtenstein erteilte den Geschaeftsbericht, dem zu entnehmen war, dass ebenso dem Cisroco, wie im Altersheim je 700 Mitglieder angeschlossen sind. Die Jahrzeittafeln, die der Cisroco zu Beginn des vorigen Jahres herauszugeben begann, haben einem spuerbaren Beduerfnis abgeholfen und der Cisroco ist bemueh l'¬ allen, die dies wuenschen, gegebenenfalls eine solche zukommen zu lassen. Im Geschaeftsjahr 196b wurden durchschnittlich 56 Faelle (106 Personen) monatlich unterstuetzt, davon waren ca. 30 Krankheitsfaell« Der Kassenbericht, den der Schatzmeister, Herr ¡Federico Leiser, erstattete, schloss mit einer Unterbilanz von E° 1.442,58. Das neue Jahr duerfte noch viel groessere Anforderungen stellen, da die Gehaelter und Loehne um 45- 50% gestiegen sind und auch die Unte rstuetzungssaetze wenigstens eingermassen der Teuerung angepasst werden muessen. Herr Leiser stellte deshalb den Antrag, den Beitrag von Cisroco von 2,50 auf E° 3,50 und den des Altersheim auf E° 2 statt, wie bisher E^ 1,50 zu erhoehen, was e i n s t i mmig angenommen wurde Aus dem Bericht des Altersheims ging hervor, dass dort im letzten Jahr 51 Insassen lebten. Es wurden zwei gen« eberliegende Haeuser gekauft, die fuer die Zwecke des Altersheim umgebaut wurden und am 1. Januar 1964 bezugsfertig waren. Z. Zt. hat sich die Anzahl der Insassen auf 60 erhoeht. Das Helm wird mit grosser Liebe und Sorgfalt gefuehrt und es ist das , Bestreben der Leitung, allen Insassen einen ruhigen und schoenen Lebensabend zu bereiten. Es werden dort jeden Tag etwa 100 Mittag —und Abendessen aus gegeben, eingeschlossen ■einige Mahlzeiten an aussenstehende Beduerftige. Abschliessend beschloss die Versammlung, alle Mitglieder und Nichtmitglieder zu bitten, sich bei Geburtstagen und sonstigen Familienfeierlichkeiten des Cisroco und Altersheims zu 'erinnern und ihnen ihre Spenden, auf weiche diese Organisationen angewiesen sind wollen sie .fortfahren, ihr soziales Werk zu erfuellen, reichlichst zukommen zu lassen. Fuenf Wissenschaftler der Hebraeischen Universitaet in Jerusalem entwickelten in ihrem Labor atorium eine neue Methode zur Herstellung von Harttreibstoff für Raketen. Die neue Methode geht in der Leistungsfaehigkeit ueber die bisherigen Methoden, wie sie heute von den westlichen Laendern fuer den Raketenantrieb benützt werden, betraechtlich hinaus. Vertreter der amerikanischen Luftwaffe verhandeln zur Zeit mit den zustaendigen Behoerden der Jerusalemer Universitaet ueber eine Zusammenarbeit ¡zu einem weiteren Ausbau der gefundenen Methode. An der Spitze der Forscher, die in ihrem Laboratorium die neue Methode fanden, steht der 34 jaehrige Wissenschaf tler Dr. Menachem Stein berg, der chemischphysikalischen Fakultaet, der vor kurzem den Besuch eines der mit der Forschung betrauten Offiziere der USA Luftwaffe empfing. Er nahm von den Arbeiten mit Interesse Kenntnis und kurz danach kam die offizielle Wendung die Arbeiten gemeinsam fortzusetzen. Die Untersuchungen sind noch i nicht voellig abgeschlossen, koennen aber bei einer Zusammenarbeit mit den Amerikanern so beschleunigt werden, dass man in etwa 1 bis 2 Jahren an die praktische Auswertung des neuen Systems wird schreiten koennen wurde erklaert. Waehrend die im, Westen bisher ueblichen Methoden sich des Amonium-Pyrocalorids bedienten, wurde hier eine andere chemische Zus a m mensetzung verwendet, die b e g reiflicherweise zunaechst geheimgehalten wird. Dadurch kann eine starke Gewichtseinsparung erz ielt und die schaedliche Rauchentwicklung wesentlich vermindert werden. Dr. Steinberg, der bei sei nen Arbeiten auch mit dem Leiter der chemisch-physikalischen Fakultaet Professor Gabriel Stein zusammenarbeitete, wurde in Jerusalem geboren .studierte an der Universitaet Jerusalem und vervollkommnete sich an der englischen Universitaet in Bristol. Er wurde auch zum Mitarbeiter an der wissenschaftlichen Zeitschrift “Atlanta” gewaehlt die in engl ischen wissenschaftlichen, Kreisen grosses Ansehen geniesst und auch von den oestlichen Wisenschaf tlern verfolgt wird. (“Canfit”) TOURISTIK IM NEGEW Im Laufe der naechsten zwei Jahren sollen die ersten Zelt- und Park-Lager für ausiaendische Touristen zu populaeren Preisen in Jerusalem, E i 1 a th Aschkalon, Kfar Achsiv, Caesarea und bei Beth Schaan gebaut wer den die eine wesentliche Ankurbelung der Volks-Touristik nach Israel ermöglichen sollen. In diesen Lagern sollen 2.400 Schlafplaetze , und P a r k p 1 a etze eingerichtet werden. Im Jahre 1964 werden 250.000 Touristen Israel besuchen gegenüber 220.000 im Jahre 1963, und werden dem Staat 50 Millionen Dollar einbringen. Im Jahre 1970 könne mit einer halben Million Touristen gere chnet werde n.- (“Canfit”) BEVOELKERUNG 2,5 MILLIONEN Die Bevölkerung Israels erreichte im Januar 1964 2.437.600 Seelen, davon 2.162.000 Juden. Der Bevölkerungszuwachs war im Januar 1964 gleich gross wie in den Vormonaten. Im Monat Januar kamen 10.600 Touristen ins Land, verglichen mit 13.900 Touristen im Dezember 1963. Die 24-prozentige Abnahme war geringer als erwartet, da am Jahresanfang der F r e m denverkehr immer einen Tiefstand erreicht. i “Canfit”) CASA DE LA CULTURA Der Studentenverband von Israel uebergab durch die israelische Botschaft in San* tiago seinen chilenischen Kommilitonen eine Spende als Beihilfe zur Errichtung eines Kulturhauses in der Po ■ blación Santa Adriana, welches von der Unión de Federaciones Universitarias' de Chile (UFUCH) im Rahmen ihres Programms innerhalb der Kampagne zur Bekaempfung des Analphabetismus eingerichtet wird. Der Botschafter Israels Dr. Uri Naor, gab bei dieser ge* legenheit der Ueberzeugung Ausdruck, dass durch diese Beihilfe die Solidaritaet der israelischen akademischen Jugend mit der von den chilenischen Studenten begonnenen Arbeit zum Wöhle ih’ rer Mitbuerger, bewiesen wuerde. } Im Namen der UFUCH nahm ihr stellvertretender Praesident, Herr Juan Enrique Miquel, die Spende entgegen und bat den Vertreter der Medinah der Israelischen .Studentenschaft die Gruesse und den Dank ihrer chilenischen Freunde zu uebermitteln. Autorizado HOLZEXPORT NACH ISRAEL CITRO NETA R. Mueller y Cía. Vic. Mackenna 1410 (interior) Teléfono 53490 ISRAELICHER BOTSCHAFTER IM ALTERSHEIM Anlaesslich der Einweihung der neuen Baulichkeiten des Altersheims, nahm der Botschafter Israels in Chile an einer Feier im Rahmen dieser Institution teil. Das erste Export-Abkommen zwischen Chile und Israel wurde kuerzlich getaetigt. Im Rahmen dieses Abkommens wird Chile eine grnssP Partie Bauholz an Israel verkaufen, welches auf Schiffen der israelischen Somerfin— Gesellschaft transporti e r t werden wird. Pie Organisier rung dieses Transportes steht unter Aufsicht des Direktors der “Somerfin”. Kapitaeu l Aronowicz. Herr Aronowicz, der anlaesslich des Abschlusses der Verhandlungen vor wenigen Wochen in Chile weilte, wird in Kuerze wiederkommen um von hier aus' die Verladung des Holzes zu leiten.