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Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1963-10-01 · 10 (Octubre, 1963) · p. Seite 18

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Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XXV (1963)
Issue
10 (Octubre, 1963)
Date
1963-10-01
Page
Seite 18 (sequence 18)
Language
German
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18 BOLETIN INFORMATIVO OCTUBRE 1963 REHABILITIERUNG... (Fortsetzung von Seite 7) ter mit laut nazistischer “Forschung” rassischen Merkmalen der Semiten durch resolute Arbeiterfaeuste an der Durchfuehrung ihrer blutigen Verbrechen gehindert wurden. Der Parteidichter Ivan Skala, heute Erster Sekretaer dei tsche choslowakischen Schriftstellervere i n i g u n g, nannte Slansky einen “Verraeter und Spion ohne Heimat” und fand heraus, dass sein “unsteter Blick, sein feuerrotes Haar und die dichten Augenbrauen einen typischen Juden” zeigten, dass er “in einem dreckigen Nest von Schlangen..., dessen ganze Brut vernichtet werden muss”, geboren wurde, denn “ein Hund verdient den Tod eines Hundes”. Und so weiter im edelsten Parteijargon. Bei dem Angeklagten Simone gelang es ihnen, mit den zur Anwendung gebrachten psychologischen und biochemischen Druckmitteln den erstrebten intellektuellen Kurzschluss zu erzielen: “Ich bezeichne mich selber als einen Verbrecher. .. Ich bin juedischer Abstammung”. Der israelische Abgeordnete Mordechai Oren, Mitglied der Mapam und damit ueber jeden Verdacht von “Trotzkismus, Titoismus und anderen divisionistischen Abweichungen” erhaben, der damals aus privaten Gruenden in der CSR weilte, wurde festgenommen und konnte erst nach anderthalb Jahren seine Untersuchungshaft verlassen. Es gelang dem Staatsanwalt Josef Urvalek —heute Praesident des Obersten Gerichtshofs in Prag!— nicht, ihn zum Beweisobjekt fuer Slansky’s Verbindungen zum... Zionismus zu verwandeln. Was aber weder den Herrn ¡Staatsanwalt daran hinderte,Slanskys und seiner Genossen "Zionismus” als bewiesen darzustellen, noch die Angeklagten, dieses schwere Verbrechen einzugestehen. Wer etwas von der Einstellung juedischer Kommunisten zum Zionismus weiss, kann sich vorstellen, dass es gegebenenfalls ebenso leicht sein duerfte, ein Gestaendnis betreffs Mitarbeit an der Heilsarmee oder bei den Quaekern zu erzielen. Nun gut: das Frappante ist jetzt, dass die Slansky, ClementiS, Geminder. Loebl und Genossen weitgehend rehabilitiert werden. Weitgehend, das heisst: was gewisse Anschuldigungen anbetrifft, wie Titoismus — heute keine Apostasie mehr, sondern Beweis hoechster Zuverlaessigkeit—, Spio nage, Versohwoerung und so fort. Nur ein “Verbrechen” wird nicht ßrwaehnt: der Zionismus! Dar von werden die Toten des 3 Dezember 1952 auch heute noch nicht freigesprochen. Der Grund liegt auf der Hand. Die Stroemungen und Kraefte innerhalb der Partei und Sowjet-Buerokratie, die damals geaechtet waren und heute nach oben gespuelt werden, verlangen die Bereinigung jener gegen |Slansky gerichteten Vorwuerfe, die auch sie belasteten. Sie wollen das nicht mehr auf sich sitzen lassen. Aber was Juden anbetrifft und Israel? Antisemiten sind sie auch und Israel spielt in Kruschews Mittelostpolitik vorerst noch immer die Rolle des Boesen. Wozu also die Sache aufruehren? Im Gegensatz zu dieser kleinen Demokratie am Ende der Welt hat in Prag kein Mensch Ruecksicht zu nehmen auf Recht und Gerechtigkeit, auf Wahrheit und Anstand. Slanky ist tot und keine Rehabilitierung wird ihn lebendig machen. Man kann ihn umbuddeln, wie man Laszlo Rajk umgebuddelt hat. Mit Staatsbegraebnis. Ausgraben und eingraben ist im SowjetparadieS Mode. Einer wird runtergegraben und der andere raufgegraben. Das ist Politik und weiter nichts. Und daran wird kein Dialektiker auch nur einen Deut ruetteln koennen, solange auf diese halbe Rehabilitierung nicht einmal die ganze Wahrheit folgt, | nicht aus politischen Gruenden, nicht als Resultat von Gruppenkaempfen innerhalb der Partei, sondern der geschaendeten Wahrheit, der zertrampelten Gerechtigkeit, der verhoehnten Menschenwuerde zu Ehren. ATSCHEKA FLEISCHEREI “Los Conquistadores” Juan González bedient Sie im eigenen Unternehmen zuvorkommend Rindfleisch und weisses Kalbfleisch erstklassiger Qualitaet Auch alle anderen Spezialitaeten, Gefluegel und Poeckelfleisch zu ausserordentlich guenstigen Preisen Antonio Bellet 17 (Costado Mercado Providencia) Neues Telefon N.o 455065 Lieferung frei Haus ELEKTRISCHE MESSGERAETE ANZEIGEN, SCHREIBEN, REGELN Für direktem Import LECHNER Y CIA. LTDA. Nueva York 52, Of. 418 - Tel. 87765 TERROR-REGIME IN ALGERIEN Hazofeh: Der Herr Algeriens, Ben Bella verwandelt sein Land zur Zeit An ein grosses Gefaengnis fuer all jene, die sich seinen Versuchen, eine reine Diktatur ein. zufuehren, widersetzen. Die Fuehrer der FLN, die jahrelang kaempften, um die Freiheit ihres Landes von den Franzosen zu erzwingen, sind entweder im Gefaengnis, oder im Exil. Nun ist auch Ferhat Abbas der bisherige Praesident der algerischen Nationalversammlung zurueckgetreten. Algerien erhaelt ein Regime des Terrors. Ein besonderer Beweis fuer das Terror-Regime in Algerien ist die Mitteilung des Informationsministörs, man habe eine Untergrundbewegung entdeckt, mit der Israel verbunden gewesen sei. Diese Behauptung ist keine Neuerfindung. Antisemitische Regime behaupten gerne, dass die Juden die in ihrem Lande leben, fuer den “Feind” Spionage treiben. Ben Bella will auf diese Welse mit einem Schlag seine politischen Feinde im Inland erledigen, und zugleich gegen Israel Propaganda machen. Der groesste Teil der algerischen Juden hat Algerien verlassen, noch bevor diese Diktatur begann. Die Juden sahen voraus, in weiche Richtung sich dieses Regime entwickeln wird. Dennoch wird es nun notwendig sein, die’ noch verbliebenen Juden in Algerien so schnell wie moeglich aus diesem Lande zu entfernen. DIAMANTEN-EXPORT 30.000 NEUBAU—WOHNUNGEN Im Laufe des Jahres 1963 wird Israel Diamanten im Gesamtwerte von 100 Millionen Dollar exportieren. Die Diamantenindustrie hat ihren Export im laufenden Jahre, gegenüber 1962, um ca. 18 Millionen Dollar erhoeht. Zur gleichen Zeit wurde die Zahl der in der Diamantenindustrie beschaeftigten Arbeiter u m 1000 erweitert. Die Produktivitaet der Diamantenschleifereien, die dem neuen Diamanten—Zentrum angehoeren, ist jetzt um ca 20 Prozent gestiegen. “Canfit” NEUE FLUGZEUGE Die israelische Fluggesell Schaft “Arkia” verhandelt in England ueber den Erwerb vom 2 britischen Flugzeugen vom Typ “Herald”. Die beiden Flugzeuge, die mit “Rolls-Royce” — Motoren auSgeruestet sind, koennen 50 Reisende aufnehmen. (“Canfit") In diesem Jahre werden 30.000 neue Wohnungen auf einer Gesamtflaeche von zwei Millionen qm errichtet werden, nachdem im vergangenen Jahre mit 35.000 neuen Wohnungen ein neuer Rekord im Wohnbau aufgestellt wurde Von diesen 35.000 Wohnungen waren 12.000 durch private Bauunternehmer und 23.000 durch die oeffentliche Hand errichtet worden. Von den neuen Wohnungen dieses í COMUNIDAD Jahres ist ein Drittel fuer Neueinwanderer, ein weiteres Drittel fuer junge Ehepaare und zur Liquidation der Elendsviertel bestimmt, waeh rend das letzte Drittel private Wohnungen sein werden.. Die Investition im Bauwesen belief sich im vergangenen Jahr auf ueber 100 Millionen IL. “Canfit” IsRAELITÄ VALPARAISO _ DIE EINHEITSGEMEINDE UND DER GEMEINSAME GOTTESDIENST ERDOEL-RIESjßNTANKERt Die Tankerflotte Israels fuer den Transport von Erd oel ueber die Eilat-Pipeline wird naechstens erweitert werden. Voraussichtlich in der naechsten Zeit wird ein Oeltanker von 50.000 Tonnen in Japan bestellt werden, wobei man sich vorbehaelt, einen zweiten Tanker derselben Dimension zu bestellen. (“Canfit”) NACH REDAKTIONSSCHLUSS Nach Redaktionsschluss wurde uns die Liste der neuen Exekutive der Federación Sionista de Chile bekanntgegeben. Praesidentin der Federación ist Frau Amelia Filman, Vize-Praesidenten die Herren Miguel Maldavsky und Isidoro Arensbürg und Generalsekretaer Herr Kurt Loebel, Mitglied des Direktoriums unserer Gemeinde. Anzelgen Annahme fuer das Boletín Informativo Nueva York 52 of. 412 Tel. 87765 Von 9-1 u. 5-7 geoeffmet. Wo ein Wille ist, auch ein Weg. Rosch-Haschana 5724 war ein neuer Meilenstein auf dem Wege zu der wirklichen Vereinigung zweier ex-Gemeinden. “Was hindert Euch, Brueder und Schwestern, gemeinsam hier zu beten?”, fragte in seiner Predigt der Gemeinderabbiner. “Die unterschiedliche Aus'spraehe einiger hebraeischer Vokale, oder die Verschiedenheit einiger Melodien des Gebetvortrages? Denkt nicht an das Trennende Eurer verschiedenen oertlichen Vergangenheit, sondern denkt an das Einigende der Zukunft, an Eure Enkel und Kinder, die hier gemeinsam aufwachsen, gemeinsam, s'o Gott will, Euer geistiges Erbe antreten werden und gemeinsam, so wie wir es heute tun, zu unserem gemeinsamen und einzigen Gotte beten werden”. Und der vereinigte Gottesdienst wurde zu einem ganzen Erfolg. Kleine, unbedeutende Konzessionen fuehrten zu einem gros’sen Gelingen. Das Rabbinat trug seine Fruechte. Wir gratulieren Herrn Rabbiner Friedlaender zu diesem grossen Erfolg. Er hat uns allen ins Gewissen geredet und seine tiefsinnigen Predigten sind nicht spurlos an uns vorbeigegangen. Wir danken Herrn Kantor Tichauer fuer den sehoenen Vortrag unserr traditionellen Melodien und Herrn Lavltmann fuer .seine so wertvolle Mithilfe. Auch der Chor fand grosse Anerkennung, besonders zeichnete sich Frau Eva Guttmann und Frl. Silvia Tichauer durch Sologesang aus. Es war eine besonders erfreuliche Note, dass Sich 25 Schueler der juedischen Schule daran beteiligten. Wir danken recht herzlich den Herren Dr. I. Roizblatt, Adolf Spiegel und E. Hirnheimer und ganz besonders unserem langjaehrigen Ehrenmitglied und Kultusdirektor Herrn Leo Weglein, der durch sein unermuedliches Schaffen einen Turnsaal in eine wuerdige, wenn auch provisorische, Synagoge verwandelte. Jetzt liegt es an uns, mitzuhelfen, eine sohoene und dauernde Synagoge zu bauen, die unserer Einheitsgemeinde wuerdig ist und die wir stolz unseren Nachkommen uebergeben koennen. Denkt zurueck an die Nacht des Grauens vor 25 Jahren, als unsere Ehrfurcht gebietenden Synagogen lichterloh brannten und die Flammenzungen die heiligen Pergamente zerfrassen. Lassen wir aus drtr Asche der Vergangenheit. einen neuen Tempel entstehen, unseren Vorfahren zur Ehre und unsere Kindern zum festen Halt. E. KAUFMANN -ELRV- Corsets — Mieder — Buestenhaiter Feine Damen Perlon Waesche — Eigene Fabrikation — Monedo 858 — Fono 30217

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