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Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1963-05-01 · 5 (Mayo, 1963) · p. Seite 19

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Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XXV (1963)
Issue
5 (Mayo, 1963)
Date
1963-05-01
Page
Seite 19 (sequence 19)
Language
German
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MAYO 1963 BOLETIN IN FORMA TI VO 19 Vereinigte Israelaktion 1963 herzl-BUNDIN ISRAEL Eine europaeische Konferenz in Zuerich Aus Anlass der europaeischen Keren—Hayesod- Konferenz in Zürich und zum Auftakt der Vereinigten Israelaktion 1963, der der schweizerische israelitisc h e Gemeindebund, der schweizerische Zionistenverb and der Keren Hayesod Schweiz, die WIZO-Foederation, die Freunde des Schweizer Kin ■ derdorfes “Kiriath Yearim“ in Israel und der schweizerische Verband der Freunde der hebraeischen Universitaet Jerusalem angeschlossen sind fand im israelitischen Gemeindehaus im Zuerich eine grosse Kundgebung statt. Sie wurde mit dem Hinweis eroeffnet, dass im vergangenen Jahre 200.000 Juden aus vers'chiedenen Laendern nach Israel ausgewandert sind. Nach dem israelischen Botschafter in der Schweiz, Schmuei BentSur, ■sprach Dr. Georg Guggenh e i m, Zuerich, fuer den schweizerischen israelitischen Gemeindebund, und Oberrabbiner Dr. Ch. Taubes, der für die juedische Gemeinschaft Zürichs sprach, sowie die Vertreter der erwaehnten Organisationen. Alsdann ergriff Dr. Crain Yahil, Generaldirektor des israelischen A u s s e n m inisteriums, das Wort. Er stellte fest, das Israels Bevoelkerung die Zwei- Millionen-Grenze überschritten hat. In der Streuung der Bevoelkerung und in der Entwicklung sowie der Erschliessung neuer Gebiete seien groesste Fortschritte gemacht worden. 25 neue Staedte seien gegründet worden, und das zentrale Bewaesserungswerk, die Ableitung des Jordanwassers nach dem Negev, naehere sich dem Abschluss der ersten Phase. Die neue Wirtschaftspolitik, die vor einem Jahr eingeleitet wurde; sei im grossen und ganzen ge~ glueckt und habe ihre wichtigsten Ziele ohne die Ausloesung von sozialen Erschütterungen erreicht. Die internationalen Beziehungen Israels haetten sich weiter verbessert. Hatte Israel noch vor zehn Jahren in 22 Staaten diplomatische Vertretungen, so ist es heute in 63 Staaten vertreten. Der Redner hob weiter die Hilfe hervor, die von Israel anderen unterentwickel ten Laender geleistet werde. Er wies dann auf die Erschütterung hin, welche eine grosse juedische Gemeinschaft in Nordafrika erlebte. Niemand wisse, wann der Zeitpunkt eintreten werde, in dem weitere jüdische Massen zur Auswanderung genoetigt seien. Israel muesse bereit sein, öie -jederzeit aufzunehmen. In jiddischer Sprache wandte sich sodann Dr. Israel Goldstein, Praesident des Keren Hayesod, Jerusalem, an die Versammlung. Er betonte insbesondere die Notwendigkeit einer engen Partnerschaft zwischen dem Staate Israel und den Juden der ganzen Welt, durch die allein die mannigfachen Probleme der Einwanderung in Israel geloest werden ’ koennten. Vieles sei durch die Juden der Welt getan worden, aber noch groessere : Anstrengungen in der Hilfe für Israel zu unternehmen sei nicht zuletzt auch ein Akt der Dankbarkeit für das Ueberleben der grossen Tragoedie, von der die europaeischen Juden betroffen wurden, (“Neue Zuercher Zeitung”) Vom deutschen Widerstand: SCHAUPLATZ BERLIN (“Ein deutsches Tagebuch”, von Ruth Andreas-Friedrich, Rheinsberg-Verlag, München, «271 Seiten).; Per Post ist dieses ansprechende und angenehme Buch auf unseren Redaktionstisch gelangt. Und wenngleich der Absender, die j Botschaft der Bundesrepu- | blik Deutschland es ohne; Begleitschreiben uebersandt hatte, kann an der Absicht kein Zweifel bestehen: es geht darum, neue Beweise dafuer aufzubringen, dass es im Dritten Reich auch einen deutschen Widerstand gab, der vom Regime angeekelt war, Verfolgten, vor allem Juden, half und darauf wartete, etwas Entscheidendes zu tun. Warum dies Warten schliesslich vergeblich war? Das Buechlein ist weit davon entfernt die Antwort auch nur zu suchen. Von der Autorin selbst sehr richtig als Tagebuch . definiert, beschreibt es die Erlebnisse, ohne allzu tief in den Ursachen zu schuerfen. Sein groesstes Plus ist der flotte —manchmal fast burschikos anmutende, aber in der Gemeinheit der Umwelt und Dreck des Krieges begründete— Stil, die durchweg fluessige und oft spannende Schilderung und der menschliche Anstand, von dem es zeugt. Es ist ein Zeugnis der Jahre 1938 bis 48 und befasst sich daher im letzten Teil mit dem Leidensweg der Stadt unter kommunistischer Herrschaft. K. Vor kurzem war ein zweitaegiger Bundestag des Herzl- Bundes dem 50-jaehrigen Jubilaeum dieser ehemals zionistischen Jugend-Organisation gewidmet. Der Herzl-Bund war Chanukah 1912 in Halberstadt gegruendet worden. Auf der Tagung in Kfar Maccabia hoerten mehrere hundert Mitglieder und Gaeste Reden und Referate von Irvin Eppstein, Pinchas Rosen, Dr. Franz Meyer, Dr. Hans Trainer, Heinrich Margulis, Dr. Herbert Foerder, Paul Jacobi, Meir Kishoni und Joseph Wahl: Pinchas Rosen, seit Staatsgruendung bis zur letzten Regierungsbildung der Justizminister Israels und eine der repraesentativsten Figuren des deutschen Zionismus, sprach ueber das Thema “Vor 50 Jahren — und heute”, ein grundlegender Aufruf zum Optimismus, der die treibende Kraft der zionistischen Bewegung war. Heinrich Margulis Rede war eine unerbittliche und krtische Analyse der geistigen Errungenschaften des Zionismus, in der mit kompromissloser Schaerfe Idee und Wirklichkeit konfrontiert wurden. Dr. Herbert Foerder, Vorsitzender des Aufsichtsrates der Bank Leumi, stellte in meisterhaftem Vortrag die wirtschaftliche Situation des heutigen Israel dar und wusste fesselnd das Erreichte dem noch zu Erreichenden gegenueberzustellen. Paul Jacobi, Mitglied der Stadtverwaltung in Jerusalem, sprach ueber das in vieler Hinsicht interessante und wichtige Thema “Die Gefahren der Entpolitisierung”. Er wies ueberzeugend nach, das nicht nur, wie allgemein geglaubt wird, die Politisierung des Lebens der Gemeinschaft, sondern auch die Tendenz der Entpolitisierung eine problematische, ja bedenkliche Erscheinung gewor den ist, zumal im Zusammenhang mit der Mobilisierung der Jugend fuer die Belange der staatlichen Entwicklung. Ueber die Bedeutung des Herzl-Bundes innerhalb der deuts'ch-zionistischen Bewegung sprachen Irvin Eppstein und Joseph Wahl. Eppstein sah die Aufgabe des Herzl— Bundes in der Gewinnung der nicht-akademischen juedischen Jugend Deutschlands fuer den zionistischen Ge danken und fuer die Wirklichkeit des juedischen Vol- . kes und des Landes der Vae- : ter, beides Dinge, die fuer 1 die deutschen Juden oft : kaum mehr alsf literarische Begriffe gewesen waren. 1 Wahl, der Organisator der i Tagung und seit langem der i eigentliche Traeger der Ar-! beit, berichtete ueber die; vielfachen Leistungen des Bundes in unserem Staate; und wies besonders auf die; von Dr. Walter Goldstein ver- | fasste “Chronik der Herzl— i Bundes” als ein wichtiges ( Dokument deutsch-juedischer j Geschichte hin. | Meir Kischoni hielt die Ge-! denkrede fuer die Toten. Ari thur Beermann erstattete j den Finanzbericht. | In das neue Praesidium wurden gewaehlt: Alfred Frank ( Ehrenpraesident), Erich Aber, Victor Bach, Arthur Beermann, Rudi Berger, Irving Eppstein, Ludwig Loe- : wenberg, Herbert Loewey, I Erich Ney, Max Petruschka. | Bruno Rabinow'itz, Kurt Rup- 1 pin, Martin Salinger, Ernst; Tauber und Joseph Wahl. Die in mancher Hinsicht : bemerkenswerte Tagung war | durch Jugend — Choere des; Renanim-Konservatoriums in I Tel-Aviv und durch Begrues- ■ Sungsreden der Exekutive der Jewish Agency (Pinchas Ro- : sen) des K. J. V. (Dr. Franz i Meyer) und des Irgun Olej I Merkas' Europa (Dr. Hans ’ Tramer) eroeffnet worden, i Bruno Rabinowitz ueber- | brachte die Gruesse der noch I lebenden Gruender der Or- I ganisation.! Ihr Verlauf bewies, dass I der Herzl-Bund, dessen wel sentliche Taetigkeit eigent-; lieh in der Golah verankert! war, auch in der Gegenwart! des Landes Israel durchaus i noch Aufgaben zu erfuellen i hat. PFLANZUNG DES BOSQUE GABRIELA MISTRAL ] In einer Zeremonie, die ¡ gemeinsam vom K. K. L. , und dem Instituto Central; de Relaciones Culturales ls- | rael-Iberoamericano, España I y Portugal durchgefuehit! wurde, ist auf den Hueeeln von Adullam mit der Pflanzung des Gabriela Mistral- Waldes begonnen worden. | Bei diesem feierlichen Akt, l an dem eine grosse Anzahl in Israel ansaessiger Juden aus Latein—Amerika teil nahmen, waren die diplomaj tischen Vertreter der Suedaj merikanischen Staaten, Au-; toritaeten, fuehrende Per-! soenlichkeiten des geistigen 1 Lebens von Israel und prominente Mitglieder der juedischen Gemeinschaft Chiles anwesend. Die Feier wurde vom Vorsitzenden des K. K. L. und des Instituts, Dr. Iaaeov; Tzur eroeffnet. i Ihm folgte, in Vertretung i des Aussenministeriums der i Leiter des lateinamerikam-! sehen Dezernats, Herr Joel : Baroml. Anschliessend nahm der; Praesident der Federación | Sionista de Chile, Herr Ml- ■ guel Maldavsky, das Wort. In seinen Ausführungen; wies Herr Maldavsky besonders auf die enge Verbundenheit zwischen Chile und der hier lebenden juedischen Gemeinschaft hin, die m vielen Werken der grossen Dichterin manifest wird.! Die bekannte israelische I Dichterin Lea Goldberg be-! zog sich nach den Ausfueh- | rungen des Presidenten der | Federación Sionista de Chile | auf die Persoenlichkeit Gaj briela Mistrals und wies be- I sonders' darauf hin, dass sie in ihrer Dichtung sich immer der Armen und der Unterdrueckten angenommen habe. Herr Oscar Sapolinsky, Vorsitzender der Lateinamerikanischen Abteilung des K. K. L. verlas alsdann die Pflanzungsurkunde. Nachdem einige Gedichte! Gabriela Mistrals in spanischer Sprache und hebraeischer Uebersetzung von den Damen Miriam Weiser und Bathsheva Komorovsky vor getragen worden waren’ ergriff der Botschafter Israels in Chile, Herr Dr. Eliezer Dorón, das Wort um die feierliche Zeremonie mit einer brillanten Rede z u schliessen. BLINDE KINDER IN ISRAEL bedürfen Eurer Freundschaft und Hilfe WIEDER IN SANTIAGO Maria Faludi Sam Antonio 378 fEeke Merced) i V. Piso, Dep. SOS, Telefon 36503 Vorzuegliche Europaeische Kueche, Mittagmahl aucn | ins Haus geschickt j Bestellungen auf Getoaeck, Torten und Strudel werden entgegengenommen und in der bekannten Qualitaet \ geliefert! Uiiersiuetzi das Blindenheim in Jerusalem Asociación de los Amigos de los Ciegos Israelitas "TORMEI - OR" Portugal 810. Casilla 2487

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