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Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1962-12-01 · 12 (Diciembre, 1962) · p. Seite 23

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Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XXIV (1962)
Issue
12 (Diciembre, 1962)
Date
1962-12-01
Page
Seite 23 (sequence 23)
Language
German
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Diciembre 1962 BOLETIN INFORMATIVO 23 i MAX FREUND S. A. Am 6. November wurde er abberufen. Er stand in seinem 77. Lebensjahr. Sein Diesseits war hart, moegen ihm im Jenseits seine guten Taten vergolten werden im Kreise aller unserer Vorfahren, Abraham, Isaac und Jacob. Wie schwer war es fuer einen blinden Mann, seine kranke und koerperlich behinderte Frau izu pflegen. Max Freund erfuellte seine edle Pflicht, bis der Tod ihn vom Krankenlager seiner teuren Gattin trennte. Er hatte keine Kinder, aber eine ganze Gemeinde wird fuer ihn Kaddisch sagen, denn er war in schwerer Zeit, fast 10 Jahre lang, ihr Vörbeter. Mit Eifer und innerer Froemmigkeit sang er fuer uns die alten Weisen, willens ein Vermittler zu sein zwischen Gott und seiner Kehi- Ua. , Mit . Freuden arbeitete er an seinen Noten und oft half auch seine liebe Frau. Die handgeschriebenen Noten seines ehrwuerdigen Lehrers Magnus Davidsohn (S. A.) waren sein ganzer Stolz. . Mit Recht sagte unser Gemeinde-Rabbiner am offenen Grabe: , “Max Freund war blind nach aussen .aber sehend nach innen. Moegen heute zum letzten Male die vollen Akkorde erklingen aus allen seinen . Notenheften, hinauf zu seinem Schoepfer, um ihm die Tore des Himmels zu oeffnen und ihm die ewige und wohlverdiente Ruhe zu geben”. i DIE GEMEINDE UND DIE JUGEND In ganz besonderer Weise hat die juedische Gemeinde in Valparaiso ihr Augenmerk der Jugend zugewandt. So — um nur einige Beispiele zu nennen — steht in unserem Gemeindehaus in Vina del Mar ein Gebaeude voll und ganz der Jugendarbeit zur Verfuegung, neben dem die Jugendlichen auch einen kleinen Sportplatz haben. Auch in den Gottesdiensten ist ,ein breiter Raum 'der Jugend gewidmet: Mindestens einmal im Monat findet eine Predigt fuer die Jugendlichen statt; an den Hohen Feiertagen wurde ein besonderer J ugendgottesdienst fuer die Jugend abgehalten, dessen Liturgie von den Jugendlichen zusammen mit unserem Herrn Gemeinderabbiner geschrieben worden war. Es wirken im Rahmen unserer Gemeinde zwei Jugendorganisationen: Maccabi, der woechentlich in sieben verschiedenen Gruppen die Schuljugend e r f a sst und CUJ, der sich der Universitaetsjugend widmet. Durch das Jugenddezernat und unseren Herrn Rabbiner beraet unsere Gemeinde die beiden Organisationen in dem Umfang ,in dem sie selbst es wuenschen. ¡ / , CUJ veranstaltete! am 13. November einen gut besuchten Vortrag des frueheren Vizerektors der Universidad Católica, Padre Raimundo Barros S. J. ueber das “Concilio Ecuménico”, an den sich eine lebhafte Diskussion anschloss. , Den kommenden Vortrag wird der Rabbiner des Círculo Israelita (Santiago), Emanuel Kamenecki, halten und zwar ueber Erziehungsfragen. DIE GEMEINDE IN DER PROVINZ Unsere , Gemeinde hat es sich zur Aufgabe gestellt, die zahlreichen Glaubensgenossen die in der Provinz unseres Bezirkes leben, in Zukunft in ihren Arbeitskreis einzubeziehen. Als Beginn dieser Arbeit hielt unser Herr Rabbiner einen Vortrag in Quillota ueber das Thema “Francisco Maldonado de Silva, der juedische Arzt in Concepción”. Der Vortrag fand im Haus von Frau Erika Seidemann statt, welche die zahlreichen Mitglieder und Gaeste mit einer “once” ueberraschte. STATT EINER KRITIK: OFFENER BRIEF AN LILIANETTE Liebe Kollegin: So darf ich Sie ja jetzt wohl nennen, nachdem ich voll freudiger Ueberraschung Ihre “Musikalische Illus trierte” kennen gelernt habe und dabei feststellen konnte, dass Sie dank dieser Ihrer diesjaehrigen Neuerscheinung nun auch zur Gilde der Zeitungsleute gehoeren. Und nicht nur das: auch Ihr Journal ist deutschsprachig wie das “Boletin Informativo”, es ist fuer das gleiche Publikum bestimmt und S’iß lals Herausgeberin verfolgen ganz uneigennuet zig keinerlei lukr a t i v e Zwecke, sondern haben sich wieder einmal wie schon so oft, in den Dienst der guten Sache gestellt. Also, wenn wir daraufhin nicht doppelt und dreifach Kollegen sind, dann wuesste icn schon nicht, wer es sein koennte. Trotzdem muss ich gleich zu Beginn bei aller Kollegialitaet ¡neiderfuelit eingestehen, dass es mir nicht lieo waere, wenn unsere Leser daraufhin beginnen wuerden, Vergleiche zwischen dem “B. I.” und Ihrer “M. I.” anstellen zu wollen. Nicht nur, dass wir nicht in der Lage sind, uns mit musikalischer Untermalung zu praesrntieren, sowohl aus stimmlichen Gruenden, wie weil es uns auch an einem solch ebenso sympathischen wie experten Mitarbeiter dafuer mangelt, wie Sie ihn an Herrn Kapellmeister Herrm a n n Ludwig aus Buenos Aires haben .dessen selbstkomnpnierte Melodie zu Erich Kae s t n e r s “Daemonisches Weib” uebrigeps grossartig ist. Nein, auch in dem anderen Aspekt, dem der Illustrationen, kommen wir vom Boletin einfach beim besten Willen nicht mit und man braucht sich nicht erst das Bild von Fidel Castro aus unserer letzten Nummer ins Gedaechtnis zu rufen und im Geiste mit der Erscheinung zu vergleichen, die Sie im weissen griechischen Gewände als Circe oder in dem ¡glitzernden schwarzen als “Dame von Heute” boten, um sich darueber klar zu sein, mit wem unser Publikum vorziehen wuerde zu bleiben, muesste es etwa ei. ne Wahl treffen. “Wer vieles bringt, wird manchem etwas bringen”, meint der Direktor beim “Vorspiel auf dem Theater”, BLINDE KINDER IN ISRAEL bedürfen Eurer Freundschaft und Hilfe Uniersluelzi das Blindenheim in Jerusalem Asociación de los Amigos de los Ciegos Israelitas "TORMEI - OR" Portugal 810. Casilla 2487 eine kluge Maxime, die fuer Herausgeber einer Zeitung nicht minder lehrreich ist als fuer Kuenstler. Wenn ich bedenke, wie unsere Redaktion sich nun schon seit Jahren in diesem Sinne “immer strebend sich bemueht” —um bei dem Werk zu bleiben—, kann ich Ihnen nur von Herzen dazu gratulieren, wie es Ihnen gelungen ist, so gleich auf Anhieb einen Volltreffer zu erzielen. Denn schliesslich, welche Zeitschrift bringt schon einen Leitartik e 1, Briefkasten mit Eheberatung, Reisebericht, Interview, Modebeilage, Auslandsmeldungen, Musikkritik, Seite fuer ’die Hausfrau, kosmetische Beratung und kulturhistorische Seite. Natuerlich, manches ergattern Sie und wir mit der Schere, das’ ist unvermeidlich. Aber auch in der Auswahl und der Form der i Praesentierung zeigt sich der Meister und abgesehen davon war wohl gerade der “Cleopatra-Look’ mit Text und Musik von Ihnen selbst verfasst, ein Hoehepunkt, wenn nicht ueberhaupt der Hoehepunkt des Abends. Wenn ein Wort der Kritik gestattet ist: Mit der Europa-Union war ich nicht so einverstanden; also da finde ich unbescheidenerweise, was Politik anbetrifft, unseren “Monatsspiegel” besser fundiert. Vielleicht lag das daran, dass Ihre Schlager besser wirken, wenn Sie singen und sich bewegen, waehrend Sie bei diesen Auslandsmeldungen zu lange im Sitzen sprachen. Ich schrei be Ihnen das vor allem im Hinblick darauf, dass Sie „—Ihrem Motto gemaess kann man doch “ruhig darueber reden”— nun bald in Israel auftreten werden und wir Ihnen dort von Herzen den durchschlagenden Erfolg wuenschen, den Sie ver. dienen. Auf der anderen Seite naemlich, das kann man nur immer wiederholen, ver. dienen Sie diesen Erfolg mit einer Leistung, die in vielen Aspekten ihresgle ich e n sucht: Zweieinhalb Stunden allein! Ohne Pause, ohne Laengen! Mit einer Vielseitigkeit, einer Charme und vor allem, einem Gedaechtnis! Wenn ich nur bedenke, dass ich am liebsten jedes Datum noch einmal im Lexikon bestaetige, bevor ich es zu Papier bringe und Sie dagegen mit einer Nonchalance ohnegleichen sich nicht einmal irren, nicht einmal versprechen, nicht einmal stecken bleiben... Nein, da kann ich nur sagen, dass mir nur eine Sache leid tat: dass ich Ihre “Musikalische Illustrier t e” nicht nach Hause nehmen konnte. In diesem Sinne verbleibe ich, Ihr Kollege von der Redaktion des “B. I.” MODISTA EUROPEA acepta Hechuras de Vestidos, Abrigos, Faldas v Blusas,. Trabajo rápido y fino 3 Norte 279, Dep. 34 VIÑA DEL MAR 'SALON ANELIS" bietet Ihnen dos Neueste in KOSMETISCHER BEHANDLUNG UND PEDIKÜRE 9-1 h 15.-19 h. Antonio Varas 70, Dep. 208 (2. Block) A. M. de Neumattn FABRICA DE PITMOIS Isac Blechman MORANDE 542 OF. 3 LIBRERIA HAIE Ex Philippi Staendig das Neueste im Verleih und Verkauf Abonnement auf alle Zeitschriften Groesste Auswahl Kinderbücher Ahumada 131 Of. 304 Fono 60384 Geoeffnet: 9.30 - 1; 4 - 8 Sonnabends: 9 - 1 6479

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