Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Journal
- Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Volume
- XXIV (1962)
- Issue
- 8 (Agosto, 1962)
- Date
- 1962-08-01
- Page
- Seite 12 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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12 BOLETIN INFORMATIVO AGOSTO 1962 Dr. S. GOLDMANN EIN JAHRHUNDERT EMANZIPATION DER JUDEN IN DER SCHWEIZ Seit Jahrzehnten taucht in den jüdischen Publikationen der Schweiz die Frage nach einer umfassenden Geschichte der Juden dieses Landes auf, die der Oeffentlichkeit zum Jahr hundert-Jubilaeum der Emanzipation (1962) versprochen wurde. Dabei wird gelegentlich als Datum der Emanzipation der Beschluss des Grossen Rates vom August 1863 genannt die ueberwiegende Ansicht aber stützt sich auf das Emanzipationsgesetz des Aargauer Parlaments vom 15. Mai 1862, demgemaes die beiden Judengemeinden im Surbtal, Lengnau und Endigen, zu Ortsbürgergeme i n d e n ernannt und ihre Mitglieder als Kantonsbürger in ihren politischen Rechten, in Bezug auf Niederlassung und Eheschliessung den christlichen Mitbürgern gleichges teilt wurden. Zwar wusste die nachfolgende Reaktion diesen Beschluss praktisch ausser Kraft zu setzen, aber liess sich nicht mehr hermetisch absperren. Das Dekret wurde am 15. Mai 1877 vom Grossen Rat erneuert und trat durch Gerichtsbeschluss vom 1. Januar 1879 in Kraft. Anzeichen von besonderen Judenquartieren, in denen Juden beengt — aber nicht hinter Mauern — zusammenwohnten, finden sich in verschiedenen Staedten der Schweiz; die erste urkundliche Erwaehnung stammt vom Jahr 1213 aus Basel. Das Geschick der Juden in der Schweiz glich dem in den deutschen Laendern. Nach an faenglicher Tolerierung Tauchen die üblichen Beschuldigungen des Mittelalters auf; Ritualmord Brunnenvergiftung, Hostienschaendung. Die grosse Tragoedie des Jahres 1349 nimmt ihren Ausgang von Savoyen und der Schweiz um sich über das ganze Deutsche Reich zu erstrekken. Ende des 15. Jahrhunderts ist die Schweiz fast “judenrein”. Die neuere Geschichte der Juden in der Schweiz datiert von Beginn des 17. Jahrhunderts, als im Verlauf des Dreissigjaehrigen Kriegs Juden aus Oesterreich, Deutschland, dem Eisass und Polen in die Schweiz einstroemten. Man gewaehrte ihnen in laendlichen Gebieten des Rheintals, der früheren Grafschaft Baden — heute Kanton Aargau — Zutritt. Die Vorfahren der heutigen Schweizer Juden liessen sich hauptsaechlich in den Doerfern des Surbtales, in Klingnau, Endingen und Lengnau nieder, sie scheinen spaeter von Klingnau nach Lengnau uebersiedelt zu sein. Das früheste Vorkommen von Juden in Lengnau, bzw. in der Grafschaft Baden meldet uns.ein Pachtvertrag aus dem Jahre 1603 (Birkenmayer-Baumhauer: “Geschichte der Stadt Waldshut”, 1927). Die Juden des Aaargaus pachteten von der Stadt Waldshut eine kleine bei dem Dorf Koblenz gelegene Rheininsel zur Bestattung ihrer Toten Diese unter dem Namen “Toteninsel” oder “Judenaule” bekannte Ins e1 wurde von den beiden Judendoerfern über ein Jahrhundert benutzt, bis Rheinueberflutungen den Zugang unmoeglich machten. Auf ihr Ersuchen über liessen die regierenden Staende 1750 den Juden des Aargaus den zwischen den beiden Gemeinden gelegenen idyllischen “Waldfriedhof”, wohin 1954 auch die Gebeine und Grabsteine der Toteninsel überführt wurden. In Endingen hatten sich Juden etwa seit 1650 niedergelassen, sie erlangten im Laufe der Zeit zahlenmaessig wie geistig das Uebergewicht. Dieses zwei jüdischen Gemeinschaften, die nur dem Landvogt und seiner hoeheren Gerichtsbarkeit unterstanden, im übrigen aber mit weitgehender innerer Autonomie ausgestattet waren, bil deten ein einzigartiges Kuriosum inmitten einer nichtjuedischen Umwelt. Der Pinkas der Gemeinde Endingen (siehe “Beitraege ' zur Geschichte und Volkskunde der Juden in der Schweiz”, Heft 2, 1952) gewaehrt uns einen interessanten Einblick in die Organisation und Verwaltung einer jüdischen Enklave, deren Mitglieder nur innerhalb der ihnen gezogenen Grenzpfaehle —der Grafschaft Baden — das Recht freien Verkehrs und Handels hatten, sonst aber grossen Beschraen kungen unterworfen waren. Sie durften sich nicht vermehren, keine Haeuser neu erwerben, keinen Boden ankaufen und keinen Wucher treiben. Bei Eheschliessungen musste die von auswaerts kommende Braut mindestens 500 Gulden mitbringen. Von Handwerk und Landwirtschaft ausgeschlossen, blieb den Surbtaler Juden nur der Hausier und Viehhandel, die Vermittlung von Liegenschaften und der Geldverleih. Immerhin bildete die jüdische Enklave in der Schweiz eine Friedensinsel, von der die Juden zu Fuss in die umliegenden Ortschaften wanderten, mitunter auch zu den Messen nach Zurzach und Baden, um am Schabbat den Frieden im Familienkreis gemessen zu dürfen. Die Gemeinden gründeten eigene Schulen und Synagogen. Die Synagoge von Lengnau — erbaut 1750 und erneuert 1848 — sowie die von Endingen — erbaut 1764 und 1852 erneuert — sind in dem Buche des zeitgenoessischen Historikers, des Pfarrers J. C. Ulrich (“Sammlung Jüdischer Geschichten”, Basel 1768) abgebildet. Letztere, die fast das ganze Jahr über ihre Tore geschlossen haelt, traegt am Giebel der Vorderfront zwei Glocken mit einer Uhr die den Endinger Dorfbewohnern den Stundenschlag ankuendet. Die Gemeinden hatten teils allein, teils gemeinsam namhafte Rabiner, wie z.B. Raphael Ris (1788—1813) und dessen Sohn Abraham, Dr. Julius Fürst (1854—58) und den Historiker Dr. Kayserling (bis 1870) zu Führern, die die Rechtsprechung in Zivilsachen sowie das Amt eines Notars ausuebten. Die Surbtaler Juden sprachen einen eigenen Dialekt, ein Gemisch von “Schwyzer Duetsch” und dem Elsaesser Jargon, der mit hebräischen und jiddischen Ausdrücken gewuerzt war, eine Sprache, die durch Generationen von den Vieh— und Pferdehaend lern benutzt wurde und unvermerkt in die Umgangssprache der nicht jüdischen Aargauer eingegangen ist. 1702 zaehlte man in beiden Gemeinden 35 Haushaltungen, 1810 bereits 233 (1000 Seelen) und 1850 insgesamt 1515 jüdische Einwohner. Die christliche Umwelt duldete sie, solange man sie als “Menschen 2. Klasse” wusste; der “Volkswille” entlud sich, als der Geist der Gleichberechtigung einzuziehen drohte, wie zB. *an den Feiertagen des Jahren 1802, als nach dem Abzug der Franzosen die Bauern d i e Judendoerfer plünderten. Viel spaeter als in den benachbarten deif tsldihe n Kleinstaaten setzte sich in der Schweiz der Geist der Freiheit und Gleichberechtigung durch, der schon mit dem Untergang der alten Eidgenossenschaft und der Schaffung der Helvetischen Republik im Jahre 1789 als Hoffnung erschienen ■ war. Mit Befriedigung ist festzu- Por estimarla ,de interés para nuestros lectores, publicamos a continuación una información enviada por un corresponsal de “The Times” de Londres a su diario: “Las contradicciones y la falta de ideas sobre la posición -árabe con respecto a Palestina han llegado a tal extremo, que el gobierno jordano ha considerado necesario sugerir que se convoque a una reunión pan-arábiga, a fin de redefinir sus objetivos y de discutir los métodos para lograrlos. Esta es la esencia del “nuevo plan sobre Palestina” dado recientemente a la publicidad en Ammán. En general prevalece la opinión de que este plan significa más que nada un intento de lograr que los palestinos -muchos de los cuales aún continúan en calidad de refugiadoshagan algo para ayudarse a si mismos políticamente. Así puede considerarse como sintomática la proposición de crear un gobierno provisorio o un comité sobre bases argelinos. No obstante lo antedicho, no ha sido posible obtener en fuentes autorizadas, jordanas, un pronunciamiento categórico sobre el particular. El “plan” jordano habla de “... crear una posición árabe de fuerza,'tanto militarmente como por medio de una ofensiva diplomática en el extranjero”. A este planteamiento debe objetarse en primer lugar, el hecho de que hasta ahora ni siquiera los mismos árabes han definido su pensamiento frente a los objetivos que persiguen. Aún no han aclarado, pese, o quizás precisamente debido a sus numerosas declaraciones sobre el particular, si continúan deseando “echar a los judíos al mar” o si su objetivo es reducir el estado a los límites fijados por la N. U. hace 15 años atrás. Problemas Fundamentales Esto concierne principalmente a los refugiados. Son stellen, dass an manchen Orten der fran zoesischen Schweiz, wie in Bern, Biel, Genf, La Chaux de Fonds dieser Geist schon vor der allgemeinen Emanzipation eingezogen war. An der Universitaet Bern wirkte seit 1836 der jüdische Physiologe Gus tav Valentin eine Tatsache, die zur damaligen Zeit in Deutschland nur durch das “Entrebillet der Taufe” zu erreichen war. Bei der Erkaempfung der Emanzipation hoerte man aus dem Munde von Nichtjuden, wie z.B. Gottfried Kellers, herrliche Worte der Fürsprache, und der aargauische liberale Staats mann Feer-Herzog beschloss seine Rede, als man drohte, den Grossen Rat abzusetzen, mit den Worten: “ich erklaere, dass, wenn ich dieser Frage halber abberufen werde, ich es mir zeitlebens als eine Ehre anrechnen werde”. Für die Geschichte der Erellos los que deberían pronunciarse si desean una Palestina netamente árabe o se contentarían con el retorno a aquellas zonas que fueron marcadas territorio árabe en el plan de partición, mientras que aquellos que vivieron en las zonas judías se harían acreedores a recibir compensaciones. Podría pensarse que con poner su propia casa en orden habría bastante que hacer en todos los países árabes, sin necesidad de desviar además energías a una eventual solución del asunto palestino. Reconozcamos que Jordania, bajo su actual gobierno, está haciendo grandes esfuerzos para progresar domésticamente. Si por añadidura se presenta ahora como campeón de la causa palestina, es más que nada para ganar prestigio. Así la petición de “La posición de fuerza” en el asunto palestino se reduce en este caso específico a un intento jordano de ganar prestigio dentro del mundo árabe. Las nuevas ideas jordanas sobre Palestina fueron expuestos después de la segunda visita que hizo al Medio Oriente el señor Joseph Johnston, representante especial de la Comisión de Conciliación de las N. U. Un memorándum enviado por Johnston a los países miembros de la Liga Arabe fue extraoficialmente publicado e indica que él sugirió un “referéndum” entre los refugiados, una vez que la forschung dieses eigenartigsten Ghettos der Schweizer Juden im Verlaufe von etwa 250 Jahren hat Dr. Florence Guggenheim—Grünberg in Zuerich durch die Herausgabe der “Beitraege zur Geschichte in der Schweiz” Wertvolles geleistet. Zur allgemeinen Geschichte der schweizerischen Juden trug Auguste Weldler Steinberg mit ihrer Berner Dissertation (1902) “Studien zur Geschichte der Juden in der Schweiz” Wesentliches bei. Ihr Hauptwerk zur Geschichte der Juri e n in der Schweiz, die Frucht langjaehriger Forschungen in den kantonalen Staatsarchiven, blieb leider durch ihren frühzeitigen Tod im November 1932 als Manuskrip, zurück. Seine Veroeffentlichung in zeitgemaesser Erweiterung hat sich der Schweizerische israelitische Gemeindebund zur Aufgabe gestellt. M. B. situación real prevaleciente les habría sido debidamente explicada. Primer paso Conforme a las informaciones jordanas, el señor Johnston habría indicado que, después de sus conversaciones con Israel estaría en condiciones de sugerir como primer paso el retorno de unos 20.000 refugiados, lo que podría ser seguido por otras medidas similares. Habló de “una compensación generosa” a todos aquellos que no regresarían, sin consideraciones de posiciones ni de bienes anteriores. Jordania rechazó de plano tanto la proposición sobre el retorno de los 20.000, como la que se relaciona con las compensaciones a pagarse, lo que según Jordania significaría transformar al refugiado en “vendepatria”. „Dijo que aunque en principio no se opuso a un referéndum, no vería su valor práctico, ya que Israel con anticipación había dejado constancia de que no aceptaría más que a un número limitado de refugiados. Jordania manifestó a los otros gobiernos árabes su opinión en el sentido que la comisión de conciliación propuso el mencionado referéndum en la convicción que los refugiados se negarían a regresar al “sector ocupado” y, con un eventual resultado adverso a la repatriación, las N. U. podrían argumentar que los mismos refugiados ya no quieren regresar. RECEPCION DE AVISOS pava el BOLETIN INFORMATIVO en VALPARAISO Y VIÑA DEL MAR Marcos Singer Av. Los Plátanos 2582 Tel. 883541 VIRA DEL MAR JORDANIA PIDE "POSICION DE FUERZA