Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Journal
- Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Volume
- XXIV (1962)
- Issue
- 5 (Mayo, 1962)
- Date
- 1962-05-01
- Page
- Seite 21 (sequence 21)
- Language
- German
- Belongs to
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Moyo 1962 BOLETIN INFORMATIVO 21 Um die arabische Entwicklung in Israel AUFFORSTUNG MACHT SICH BEZAHLT Die Regierung hat auf Vorschlag von Landwirtschaftsminister Mosche Dajan den Beschluss gefasst, erhöhte Anstrengungen zur Entwicklung der arabischen und drusischen Dörfer zu machen. Dieser Beschluss fusst auf einem dem Kabinett vor gelegten Fünf jahresplan, der Ausgaben in Hoehe von 30 Millionen IL für diese Zwecke vorsah. Im Gegensatz zu dem ursprünglichen Plan Dajans wurde jedoch keine feste Ziffer für die Finanzierung dieser Aktion festgelegt, und hat man kein interministerielles Ko. mittee mit ihrer- Durchführung betraut, sondern die verschiedenen zustaendigen Ministerien sollen lediglich in ihrem Rahmen die Arbeiten durchführen und sich die dafür erforderlichen zusaetzlichen Mittel vom Kabinett bestaetigen lassen. Es kann nicht daran gezweifelt werden, dass dieser Regierungsbeschluss nützliche Folgen nach sich ziehen wird. Es waere allerdings wirkungsvoller e r s c h i enen, wenn man den Teil des ursprünglichen Planes von Minister Dajan, der eine interm i n i s terielle Kooperation auch formaler Art vorsah, ebenfalls verwirklicht haette. Denn bei der Entwicklung der vorwiegend von Arabern besiedelten Gebiete unseres Staates geht es ja darum, sie mit möglichster Beschleunigung auf das Gesamtniveau der Landesentw i c k lung heraufzuführen: dazu sind trotz allem, was bisher geschehen ist, noch sehr grosse Anstrengungen erforderlich, die eine leitende Hand verlangen welche alle Seiten des Problems übersieht, das ja nicht nur ein t e c hnisch-wirtschaf tliches, sondern nicht weniger ein erzieherisches und soziales ist. In diesem Zusammenhänge ist es vielleicht angebracht, auf die Mutmassungen hinzuweisen, die in der Tagespresse erschienen und davon handelten dass innerhalb der Mapai Beratungen über die Ernennung eines arabischen Vizeministers geführt worden seien. Es hiess damals, dass ein solcher Posten für einen der der Mapai nahestehenden arabischen Knessetabgeordneten geschaffen werden solle. Inzwischen ist es um diese Sache wieder still geworden aber man sollte nicht übersehen, welche Bedeutung für die Stellung der arabischen Bürger im Staate Israel und auch für die Position unseres Staates in der Welt darin laege, wenn ein solcher Gedanke in absehba. rer Zeit verwirklicht werden würde. Vielleicht kann man sagen, dass die von Dajan vorgeschlagenen und im Prinzip akzeptierten Plaene für die landwirtschaftliche Entwicklung der arabischen Dörfer das geeignete Feld abgeben würden, um eine derartige Masnahme vorzubereiten und früher oder spaeter auch zu realisieren. Ohne Zweifel waere sie ein sehr nuetzlicher Schritt für die Durchführung der sachlichen Aufgaben auf diesem Gebiete, und man dürfte sie als eine weithin sichtbare Demonstration unseres Willens empfinden, der arabischen Bevölkerung in Israel vollen Anteil am Leben des Staates und jede Möglichkeit der loyalen Mitarbeit an seiner Entwicklung und Wohlfahrt zu geben. Es war eine der ersten politischen Handlungen des früheren Justizministers unseres Staates, Pinchas Rosen, der fast die ganze Periode seit Staatsgründung bis zur Installierung des gegenwaertigen Kabinetts dieses Amt bekleidet hat, einen privaten Gesetzesvorschlag der Knesset zu unterbreiten, in welchem er die Aufhebung der Militaer-Regierung in den arabischen Grenzgebieten ab 1. April 1963 forderte. Er begründete diesen Antrag mit den Empfehlungen der Mehrheit jenes Kabinett-Ausschusses, der seinerzeit unter seinem Vorsitz die Probleme der Militaerregierung geprüft hatte, ohne dass diese Vorschlaege damals in ihrem wesentlichen Teil verwirklicht worden waren. Schon der Zeitpunkt, den Pinchas Rosen für die Abschaffung dieses Regimes ins Auge fasst, naemlich der 1. April 1963,deutet darauf hin, dass auch er eine nicht zu kurz bemessene Uebergangsfrist für die Vorbereitung und Durchführung einer solchen Massnahme für erforderlich haelt. Es ist vielleicht moeglich, den Gedanken, der in diesem Gesetzesvorschlag enthalten ist, mit den Beschlüssen in Verbindung zu bringen, die die Regierung hinsichtlich der Entwicklung der arabischen landwirtschaftlichen Gebiete gefasst hat. Diese Gebiete brauchen eine Sonderbehandlung noch auf lange Zeit hinaus, aber in einem Sinne, der keine Diskriminierung' d a r s teilt, sondern im Gegenteil eine zusaetzliche Anstrengung des Staates und seiner Behörden zu ihrer Entwicklung erkennen läesst. Dies ist eine im Wortsinne durchaus “zivile” Aufgabe, auch wenn ihr Erfolg, sobald er sichtbar wird, nicht ohne Wirkung auf die Sicherheitslage in diesen Bezirken bleiben kann. Für die Sicherheit unserer Grenzen zu sorgen, waere auch dann noch Aufgabe unserer militaerischen Instanzen, die aber in dem Masse erleichtert würde, in welchem ihre Massnahmen in einem Raume erfolgen, in dem eine unserem Staate gegenüber loyale und von seinen Massnahmen als gleichberechtigte Bürger voll profitierende Bevölkerung lebt. Nahdem es in Israel rrf dem Gebiete der Aufforstung zu einer Vereinheitlichung gekommen ist und der Keren Kajemeth auch die Aufgaben dier Forstabteiiung der Regierung uebernommen hat, bietet; sich eine gute Gele genheit, einmal die Bewaldung Israel vom wirtschaftlichen Standpunkt aus zu betrachten, im allgemeinen unterliegt das nationale Aufbauprogramm nicht nur oekonomischen. Kriterien: oftmals muss von den oeffentlichen Institionen die Frage der Rentabilitaet, Fragen der Sicherheit und politischen und sozialen Ueberlegungen hintangestellt werden, bevor sie neue Erschliessungs-Projekte in Angiff nehmen. Auch die Aufforstung faellt in diese Kategorie, und sie ist ein Bodenverbesserungsprojekt auf lange Sicht hinaus. Mit der Aufforstung in Israel sind viele Faktoren verbunden — auch die des Sentiments und der Aesthetik, und solch3 Imponderabilien wie Kuehle und Schatten, die sich nicht in Zahlen ausdruecken lassen. Dia aufgeforstete Flaeche belaeuft sich gegenwaertig auf 220.000 Dunam. Fast die Haelfte davon ist mit Kiefern bepflanzt in erster Linie mit Aleppokiefern. Eukalyptuswaelder erstrecken sich ueber 20.000 Dunam, Tamariskenpf lanzungen ueber 11.000 Dunam und Johannisbrotbaeume — besondersfuer Viehfutter geeignet — ueber 16.000 Dunam. Der Rest sind groesstenteils Zypressen Akazien und Oliven. Ungefaehr die Haelfte aller Waelder sind Nutzwaelder und der Rest ist in erster Linie zum Zwecke der Bodenkonservierung, der Verankerung von Sandduenen oder aus Sicherheitsgruenden gepflanzt worden. Bitte berücksichtigen Sie bei Ihren Einkaeufen unsere Inserenten Annahme £uer das BOLETIN IMFORM ATI V O Nueva York 52 o£. 412 Tel. 87765 Von HERBERT FREEDEN Mit der Entwicklung der Bewaldung war es notwendig geworden, eine besondere Abteilung fuer Forstwirtschaft einzurichten. Ihre Aufgabe liegt nicht nur in der Pflege dei Waelder, sondern auch in ihrer oekonomischen Nutzung. Seit der Gruendung des Staates sind ueber 90.000 To. Holz aus unseren Waeldern gewonnen worden und das jaehrliche Ausmass des Faellens betraegt gegenwaertig cc. 15.000 To. Aber da die Waelder fast alle noch jung sind, steht die israelische Forstwirtschaft erst im Anfang. i 40% der gegenwaertigen Holzgewinnung kommt aus Kiefernwaeldern, in denen das Lichten beginnt, wenn die Baeume 15 Jahre alt sind, waehrend die restlichen 60 von Eukalyptuspflanzungen stammen — die bereits im Alter von 10 — 12 Jahren gefaellt werden keennen. In Kiefernwaelder stehen ungefaehr 150 Baeume pro Dunam, die in 5 — 6 Lichtungsvorgaengen gefae 11t werden. Zuerst kommen die schwachen und unterentwickelten Exemplare an die Reihe um den anderen Baeuimen mehr Platz und Licht zum Wachsen zu geben, Wenn der Wald 40 — 50 Jahre alt ist — das ist ungefaehr die Lebensdauer einer solchen Kiefer — sind nicht mehr als 10—12% des urspruenglichen Bau m b estandes vorhanden. Eukalyptusbaeume erfahren eine andere Behandlung. Sie wachsen nicht auf den Bergen wie die Kiefern, sondern da sie mehr Boden brauchen, in den Taelern. Eukalyptuspflanzungen werden nicht gelichtet, sondern alle 7 — 10 Jahre gefaellt; nach einer solchen Operation erneut sich der Wald von selbst ohne weitere Pflanzung von Menschenhaenden. Wieviel Holz kann ein Dunam Wald produzieren? Bei Kiefernwaeldern richtet sich das Quantum nach dem Alter der Baeume und erreicht seinen Hoehepunkt zwischen dem 25ten und 35ten Jahr. Beim Eukalyptus liegt dieser H<tehenunkt frueher, aber das Alter spielt keine solche wichtige Rolle. ¡Gegenwaertig wird ungefaehr die Haelfte des einheimischen Holzes fuer industrielle Produktion, wie Sperrholz, Celotax, etc. verwendet und die andere Haelfte fuer landwirtschaftlichen Bedarf, wie Zaeune, Pfosten und Stangen. Der Holzkonsum in Israel ist hoch und betraegt pro Kopf der Bevoelkerung 0,1 Kubikmeter fuer Bauholz und 0.013 To. fuer Papiererzeugung. Der zukuenftige Plan der Aufforstung sieht eine Bepflanzung von 35.000 Dunam pro Jahr vor — 25.000 Dunam mit Kiefern und 10.000 Dunam mit Eukalyptus, was eine jaehrlicne Investierung von 450.000 Arbeitstagen erfordert. In 10 Jahren wird demnach die gesamte Waldflaeche des Landes fast 600.000 Dunam betragen. Solch ein Waldbestand duerfte 120.000 Tonnen Holz liefern und eine jaehrliche Ersparnis von 1L. 20 Millionen (in harter Waehrung) erzielen. 1980 wuerde diese Produktion bereits 185,000 Tonnen Holz liefern und somit bereits ein Viertel des Holzkonsums des Landes decken. Man schaetzt dass bis zu dieser Zeit 3.600 Familien ihren Lebensunterhalt aus permanenten Forstarbeiten ziehen werden. (“M. B.”) Jetzt wieder fuer Ihre Recepciones 1. B. Zanders Fiambrería y Botillería “La Estancia” Providencia 2238 - Fono 496834 ÜMH Auch diese “Mondlandschaft” im Negew wird in absehbarer Zeit von Waeldern bedeckt sein.