Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Journal
- Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Volume
- XXIV (1962)
- Issue
- 5 (Mayo, 1962)
- Date
- 1962-05-01
- Page
- Seite 15 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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Mayo j 962 BOLETIN INFORMATIVO 15 ...UND DER BESCHLUSS DES SICHERHEITSRATES DIE AKTION AM KINERETH-SEE P¿e ¿ú/iae¿Mc/ie7hedáe ¿c/neoM? Hazofeh betont, dass diese Aktion ihr Ziel erreicht habe, naemlich die Positionen zu zerstoeren, von denen aus die Syrer die israelischen Fischer auf dem Kinereth beschossen, hatten. Allerdings war diese Aktion nicht frei von Opfern. Es war notwendig, diese lokal begrenzte Aktion durchzuführen, da die syrischen Provokationen überhand genommen hatten Als die VAR auseinanderbrach, hatte man bereits befürchtet, das gerade das unabhaengige Syrien seine Stoerungs-Taetigkeit an der israelischen Grenzs erneuern koennte. In den letzten Wochen haben die Syrer unaufhoerlich auf Israelis geschossen, die sich auf dem Kinereth- See befanden, ietzthin sogar auch auf Polizeiboote, wobei es Verletzte gab. Sie rühmten sich dann ihres “Heldentumes”. Die israelischen Beschwerden bei den UNO-Instanzen blieben erfolglos So blieb keine andere Moeglichkeit, als diese Aktion durehzurühren Wir haben in der Epoche relativer Ruhe, die an den Grenzen geherrscht hatte, viele innere Erschütterungen erlebt. Diese neue Aktion erinnert uns daran, dass Israel ein Staat ist, den feindlich gesinnte Nationen umringen, und wir müssen unseren Lebensstandard auf die Moeglichkeiten einstellen, die uns gegeben sind Lamerchaw: Die israelische Aktion am Kinereth war zur Verteidung der is- Haboker: Man kann wohl bezweifeln, ob nach dem Verbot des Mazzah-Backens in der Sowjetunion noch eine Frage besteht, dass die Behörden dieses Landes die jüdische Religion unterdrücken wollen. Aber wir wollen nicht über die antijüdische Aktien selbst sprechen sondern viel mehr über die politische Bedeutung dieser gegen die Juden gerichteten Massnahme. Welche Gründe haben die verantwortlichen Behörden des Kremls bewogen, das Backen von Mazzoth zu verbieten? Es handelt sich hierbei nicht um Erntefragen, nicht um den Kampf gegen die Religion an sich. Man will der Welt, besonders aber den arabischen Staaten zeigen, wie wenig man die öffentliche jüdische Weltmeinung in Betracht zieht. Und wie gelangte die Nachricht zu den Juden? Der Oberrabbiner von Moskau, der höchste Beamte, den die Juden haben, gab die Nachricht in der Zentralsynagoge in Moskau bekannt. So treu der Rabbiner dem Sowjetstaat auch sein mag, es ist kaum anzunehmen, dass er diese Nachricht von sich aus gab, und nicht auf höheren Befehl hin. In Delhi erschien kürzlich ralischen Souveraenitaet und der Fischerei auf dem Kinereth-See notwendig. Die Tatsache, dass die Syrer Kanonen an der Grenze aufge ■ stellt hatten, um israelisches Territorium zu beschiessen, ist eine bedrohliche Erscheinung. Eine solche, geplante und sich wiederholende Artillerieaktion ist nicht aus der Entscheidung eines lokalen Kommandanten erwachsen . Es ist merkwürdig, dass die Syrer noch immer, bis zum heutigen Tage, nicht gelernt haben, dass die israelische Grenze für sie nicht ein Gebiet ist, in d sie nach Gutdünken walten koennen. Nach der relativen Ruhe an den Grenzen mit Jordanien und Aegypten, da beide Laender gelernt haben, dass es nicht lohnt, die Ruhe zu stoeren, blieb nur die Grenze mit Syrien, an der es von Zeit zu Zeit Explosionen gibt. Die Syrer machen einen grossen Fehler, wenn sie die Siedlungen Israels an dieser Grenze nicht in Ruhe lassen. Haboker schreibt, es sei uns nicht bekannt, was die syrische Regierung bewogen hat, in den letzten zehn Tagen unaufhörliche Aktionen. an der israelischen Grenze zu starten. Es ist moeglich, dass die interne Lage in Syrien derartige Akt i o n e n erfordert. Ebenso moeglich ist, dass man die gemeinsamen Erkiaerungen der Staatschefs von Syrien und Irak, zum Anlass für diese Aktionen nahm. zu einem Religionskongress ■ein junger russischer Priester, der die Religionsfreiheit in der Sowjetunion pries. In Jerusalem gibt es auch eine russische. Kirchendelegation und sowjetische Moslems pilgern nach Mekka. Man kann behaupten, das sei Propaganda. Aber eben deshalb beweist sich ja erneut die Absicht der gegen die Juden gerichteten Aktion in der Frage der Mazzoth. Hier stehen wir vor einer den Juden feindlichen Handlung. Alles andere kann nur erraten werden. Die Tatsache als solche aber spricht für sich selbst. Jerusalem Post: In diesem Jahre wird in der Sowjetunion keine Mazza auf legale Weise gebacken werden. Im Spanien des 16. Jahrhunderts wurde dieses Symbol der Zugehörigkeit zu einer alten Gemeinschaft im Namen der offiziellen Religion angegriffen. Heute wird die Mazza in dem Lande, in dem die Freiheit der Massen die Staatsreligion ist, im Namen der Gegnerschaft zur Religion verboten. Juden mit religiösem Gefühl in der ganzen Welt werden über dieses Verbot erzürnt sein. Diejenigen, welche sich hinsichtlich der re- Der Kinereth befindet sich vollstaendig auf israelischem Gebiet. Diese einfache Tatsache wollte Syrien schon von jeher nicht anerkennen. Israel sandte in letzter Zeit mehrere Warnungen über die UNO an Syrien. Zahal hat diese Aktion mit Heldentum und Tapferkeit durchgeführt, und die Anerkennung des Volkes ist ihm sicher. Aber es hat sich auch erwiesen, dass die Syrer gelernt haben, besser zu kaempfen. Unsere Kraefte siegten dennoch, da sie die besseren waren. Unser Mitgefühl ist mit den Familien, deren Soehne in diesem Kampfe fielen. Dawar: Die uiiaufhoerlichen Angriffe der Syrer am Kinereth machten die Aktion Israels notwendig. Es gab kei-' ne andere Moeglichkeit mehr, als die Positionen zu zerstoeren, von denen aus israelisches Territorium angegriffen wurde, Die Syrer sind, seit dem Bruch der Bindung mit Kairo, unter unaufhoerlichem Propagandafeuer der Aegypter. Der Druck, dem die syrische Regierung von aussen und von innen ausgesetzt war, kam ip den Zwischenfaellen zum Ausdruck die zu den syrischen Angriffen am Kinereth führten. Es ist zu hoffen, dass die Syrer die Lehre verstanden haben, die sic nun erhielten. Es ist aber auch zu erwarten, dass die UNO-Behoerden ihre Anstrengungen verdoppeln werden, um an der israelischen Nordgrenze die Ruhe aufrechterhalten zu Koennen. / / ligiösen Traditionen Reformen erlauben, werden in dieser Massnahme einen feindlichen Akt gegen die Juden überhaupt erblicken. Für die Nichtjuden bedeutet dieser Akt eine unnötige Tyrannei gegen einen schutzlosen Teil der Bevölkerung. Die offenbare Loesung des Problems dieser Situation würde darin liegen, den Juden, die an ihren nationalen Symbolen festhalten wollen, die Auswanderung aus Russland in den Jüdischen Staat zu erlauben. Aber eine solche Lösung erscheint unmöglich zu einer Zeit, da das staatliche Radio xler Sowjetunion besondere Anstrengungen macht, um die Araber gegen Israel aufzuhetzen. Cheruth: Dr. N'achuni Goldmann traf dieser Tage im Lande ein. Er gab eine Anzahl von Erlaeuterungen ab und beschaeftigte sich auch mit der Situation der Juden in Russland. Im übrigen ist es nicht immer klar, ob Goldmann seine Erkiaerungen im Namen der Zionistischen Weltorganisation abgibt oder für den Jüdischen Weltkongress, da er beide Körperschaften vertritt. Aber für gewisse Fragen macht dies keinen Unterschied, und dies gilt nicht zuletzt für die Lamerchaw: Der Sicherheitsrat hat mit seinem Beschluss dem Frieden in unserer Region einem schlechten Dienst erwiesen, da dieser Beschluss nicht nur eine Buegung des Rechts darstellt, sondern auch ein erschrekkendes Mass von Unverstaendnis für die Lage an der nördlichen Grenze unseres Landes zeigt. Das Ergeonis dieses Beschlusses ist nicht eine Zuegelung der Aggression sondern eine politische Ermutigung für diejenigen, welche für die wiederholten aggressiven Akte gegen Israel verantwortlich sind. General von Horn hat mit seinem Auftreten vor dem Sicherheitsrat eine -höchst negative Rolle gespielt. Er hat ihn wissentlich irregeführt. Indem es versucht hat, Israel auf dieser politischen Bühne Schaden zuzufügen und eine Rüge gegen Israel durchzusetzen, hat er es sich erlaubt, die Wahrheit zu verdrehen, und all die Tatsachen über die syrischen Anschlaege gegen Israels Sou veraenitaet über den Kinereth-See zu übersehen. Haaretz: Der angloamerikanische Resolutionsantrag gegen Israel ist vom Sicherheitsrat ohne Aenderung seines Wortlauts angenommen worden. Die Vertreter Aegyptens der Sowjetunion und Rumaeniens haben auf ihre Forderung verzichtet, über (jeden Absatz des Antrages separat abzustimmen. Vielleicht wird die amerikanische Delegation dieses Resultat als Gipfel ihres Erfolges betrachten. Es ist bekannt, dass der ursprüngliche Wortlaut des amerikanisch-englischen Antrages uns weniger feindlich war, dass er aber schliesslich in Verhandlungen mit den Aegyptern geaendert wurde. Die amerikanische Delegation wollte offenbar damit beweisen, dass die Araber ihre Hoffnung nicht auf Moskau zu setzen brauchen. Diese Bemühung der USA wird aber Aegypten und die übrigen arabischen Staaten nicht dazu veranlassen, in das Lager des Westens überzugehen, oder auch nur eine selbstaendige neutrale Haltung zwischen den Blökken einzunehmen. Dawar: In der Knesseth kam eine fast einmütige Stellungnahme in der Frage des Sicherheitsrats - Beschlusses zum Ausdruck und alle Parteien wiesen die Rüge-Resolution entschieden zurück. Die Knessethbeschluesse soie geln in jeder Hinsicht die Ansicht der israelischen Oeffentlichkeit wider; die Bevölkerung des Landes wünscht Frieden mit den Nachbarn und tritt für Einhaltung der Waffenstill- Frage der Situation der Juden in der Sowjetunion. Diese Frage hat nichts mit dem Verhaeltnis Moskaus zu Israels zu tun. Es geht hier um das Schicktal einer grossen jüdischen Gemeinde. Dr. Goldmann gehört mit Bezug auf die Politik gegenüber der Sowjetunion zu den Vertretern einer ruhigen Politik, um nicht “den Baeren zu erzürnen”. Darum vertritt er die Meinung, dass, die sowjetische Regierung keine ausgesprochen antisemit i s c h e Politik führt und dass es standsvertraege ein, ohne dass hieran irgend welche Bedingungen geknüpft werden. Doch auch die Gegenseite muss die Vertraege respektieren und jede Aggression hat zu unterbleiben. Wenn unsere Souveraenitaet gefaehrdet -wird, müssen wir uns in angemessener Weise verteidigen. Haaretz: Obwohl der Rügebeschluss der Sicherheitsrates gegen uns Stellung nimmt, gibt er doch keineswegs den Syrern das Recht, und die Vollmacht, neue Zwischenfaelle zu inszenieren. Es besteht aber die Befürchtung, dass gewisse Kreise in Syrien die Abstimm u n g im Sicherheitsrat falsch interpretieren könnten. Ministerpraesident Ben Gurion 'bemühte sich deshalb, in der Knesseth die Tatsachen klar zu stellen. Seine Erklaerung sollte als Warnung gegenueber Syrien dienen, damit die Syrer in Zukunft für die Aufrechterhaltung der Ruhe und Ordnung im Gebiet des Kinereth eintreten und es nicht zu weiteren Ruhestörungen kommt. Hazofeh: Der Ministerpraesident brachte die Ansicht der gesamten Revölkerung und jedes objektiv Denkenden zum Ausdruck, als er den Beschluss der Sicherheitsrates entschi e d e n zurückwies. Angesichts dieser Abstimmung in dem UNO- Gremium erhebt sich die Frage, inwieweit Israel sich überhaupt auf die internationale Körperschaft verlassen kann und wie weit diese faehig und willens ist, für Recht und Gerechtigkeit zu sorgen. Wir wissen, dass wir recht haben, unabhaengig davon, wie die Beschlüsse des Sicherheitsrates auch ausfallen mögen. Im übrigen i"t bekannt, wie weitgehend di'> Beschlüsse dieses internationalen Gremiums von der sogenannten Rücksichtnahme auf die arabischen Staaten beeinflusst werden; diese Laender will man nicht “beleidigen” und man bemüht sich, deren Freundschaft zu gewinnen 'bezw, zu erhalten. Al Hamischmar; Die Knesseth zeigte sich einmütig und vereint, als sie gegen den Sicherheitsratsbeschluss protestierte. Das höchste internationale Gremium, die Organisation der Vereinten Nationen muss in den Mittelpunkt ihrer Taetigkeit das Streben nach Wahrheit und Gerechtigkeit stellen. Aber in der einseitigen Stellungnahme gegen Israel verging sich der Sicherheisrat gegen diese Prinzipien und verstiess gegen das Gebot der internationalen Gerechtigkeit. dort keinen offiziellen Antisemitismus gibt. Nach den Erkiaerungen Goldmanns sind die Juden in der USSR fast auf allen Gebieten gleich berechtigt mit d. nichtjüdischen Sowjetbürgern. Wir wollen in dieser Angelegenheit nicht mit dem Praesidenten der Zionistischen Weltorganisation debattieren; wir könnten eine Fülle von Beispielen dafür bringen, dass sich der Kreml von antisemitischen Gefühlen leiten laesst. "KNECHTE WAREN WIR