Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Journal
- Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Volume
- XXIV (1962)
- Issue
- 1 (Enero, 1962)
- Date
- 1962-01-01
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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4 BOLETIN INFORMATIVO Enera 1942 3 GEMEINDEN... (Schluss von Seite 3) biners Friedlaender zu verdanken sind. Leider gelang es mir nicht, fuer dieses Jahr eine Teilnahme von Jugendlichen am Jugendfuehrerseminar der Centra in Teresópolis zu erreichen, da die Schulferien schon am 15. Januar beendet sein werden, und die Gemeinde bereits anderweitige Dispositionen getroffen hat. COCHABAMBA Am Freitag frueh ging es weiter nach Cochabamba, einer kleinen Stadt mit .einer schoenen Umgebung. Dort hatte die Gemeinde ein intensives Programm vorbereitet. Gottesdienst, eine Besprechung des Vorstands, Makkabi, Altersheim, Gemeindeversammlung '.und schliesslich eine Chanukka- Feier der Bene Berith Loge. Auf den Kongressen der Centra war immer die Gemeinde von Cochabamba als das Vorbild eines Jischuw hervorgehoben worden, der sich um die Aufrechterhaltung juedischen Lebens bemueht. Ich habe dies weitgehendst bestaetigt gefunden. Vor kurzem haben sich die beiden Sektoren zu einer Einheitsgemeinde zusammengeschlossen und sie arbeiten in Schoener Harmonie zusammen. In der Synagoge, die eine der schoensten ist, die ich áuf meinen Reisen gesehen habe, fand am Schabbat ein feierlicher Gottesdienst statt, mit einem guten Chasan, den sich die Gemeinde aus Israel kommen liess. Im Makkabi erlebte ich eine sehr schoene Auffuehrung, in der Kinder des Kindergartens die Feste des juedischen Jahres darstellten. Aber das wichtigste Problem dieser Gemeinde ist wiederum die Frage der dauernden Abwanderung. Es fehlt ein juedischer Lehrer und Jugendfuehrer. Der Vorstand bemúeht sich, eine juedische Schule zu schaffen, da die bestehenden Schulen entweder nicht ausreichend sind oder unter nichtjuedischem religioesem Einfluss stehen. Die Forderung nach Hilfe wurde sehr energisch ausgesprochen. Es ist das gleiche Lied, das wir auch in unseren Kleingemeinden in Chile hoefen. Nur handelt es sich bei diesen Gemeinden doch um Wesentlich groessere Jischuwim, die das Pech haben, etwas abseits von den grosen Reiserouten zu liegen. Wir haben uns zu sehr daran gewoehnt, unser Augenmerk auf die grossen Zentren juedischen Lebens in Südamerika zu richten. Dabei kann kein Zweifel darueber bestehen, dass unsere Moeglichkeit.en wesentlich groesser sind als die dieser Gemeinden Lima, La Paz und Cochabamba. Und so wie diese gibt es noch viele versprengte juedische Gemeinden auf diésem Kontinent. Wenn diese. Jischuwim nicht das Schicksal der “Sociedad Israelita de Beneficencia de 1870” erleiden sollen, werden wir sehr energisch an eine Organisierung juedischen Lebéns im grossen Masstab herangehen muessen. Es bedarf dazu einer Programmierung unserer Erziehungspolitik auf lange Sicht. LATEINAMERIKANISCHES RABBINERSEMINAR Mit diesen neugewonnenen Erfahrungen fuhr ich abschliessend nach Buenos Aires. Die Centra hatte zu einer Bératung ueber die Gruendung eines Rabbinerseminars eingeladen. Die Initiative ging vop der Congregación Israelita de la República Argentina (Synagoge Libertad) und ihren beiden Rabbinern, Herrn Dr. G. Schlesinger und Marshall T. Meyer aus. Nach langen Vorbereitungen, die in Verhandlungen mit der United Synagogue of America und Dozenten des Jewish Theological Seminary in New York ausgearbeitet wurden, konnte uns ein ausgezeichneter Plan vorgelegt werden. Anwesend waren die Exekutive der Centra (als Vertreter Chiles der Praesident unserer Gemeinde, Herr Dr. S. Landau), Repraesentanten der Arbeitsgemeinschaft lateinamerikanischer Rabbiner, Delegierte des Consejo Mundial de Sinagogas und der Congregación Israelita. Von Mittwoch, dem 13. Dezember bis Freitag mittag, wurden die religioes-ideologischen Grundlagen, der Lehrplan, die Frage der Dozenten und schliesslich in gemeinsamer Sitzung aller beteiligten Koerperschaften die Finanzierungs- Probleme behandelt. Die religioese Linie dieses Seminars wird sehnlich der der einstigen Seminare in Breslau und Wien oder Budapest und des Jewish Theological Seminary in New York sein. Die Leiter und Dozenten des letzteren haben diesem Projekt ihre waermste Unterstützung zugesagt. Wir werden s. G. w. nach Purim mit 8 Hoerern beginnen. Es ist auch vorgesehen, den Lehrplan durch ein Studienjahr in U. S. A. und in Israel zu ergaenzen. Beides ist notwendig. Ein moderner Rabbiner muss die Methoden der Arbeit, wie sie heute in U. S. A. im juedischen Leben angewandt werden kennen und auch mindestens ein Jahr mit der lebenden Quelle unseres juedischen Lebens in Israel verbunden werden. Dieses Projekt ist von historischer Bedeutung und kann einen wesentlichen Beitrag fuer die Entwicklung juedischen Lebens in Lateinamerika leisten. Die Absolventen des Seminars werden zugleich auf der Universitaet von Buenos Aires eine akademische Ausbildung erhalten. So hoffen wir in diesem “Seminario Rabínico Latinoamericano” die Anstalt zu schaffen, in der die .religioesen Fuehrer unserer grossen und kleineren Jischuwim ihre Formung erhalten. Es soll die Bruecke zum positiv historischen Judentum und zum juedischen Menschen der Gegenwart auf diesem Kontinent geschlagen werden. In der Vergangenheit blieb von einer Gemeinde der “Friedhofsschluessel”. W ix suchen den Schluessel zur Zukunft des lateinamerikanischen Judentums. Temperament9 Komfort, Sicherheit und Wirtschaftlichkeit ...alles in dem neuen TAUNUS 17-M ist die Stromform — Linie der Vernunft. Sie verwirklicht die Wünsche aller Autofahrer: mehr Kilometer im Tank, mehr Temperament unter der Haube, souveräne Strassenlage, dazu Fahrkomfort für sechs Personen Ganz klar: die glatte, strömungsgünstige Karosserie des neuen Taunus 17-M spart dem Motor Kraft und damit Kraftstoff. 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