Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Journal
- Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Volume
- XXIII (1961)
- Issue
- 6 (Junio, 1961)
- Date
- 1961-06-01
- Page
- Seite 19 (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
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JUNIO 1961 BOLETIN INFORMATIVO 19 DER SICHERHEITSDIENST V¿e ¿j/iae/éócAe Th&we ¿c/netfá UM DR. HANS GLOBKE “Haarez”, weist darauf hin dass im Eichmann-Prozess, der die in der Welt errichtete Mauer des Verschweigen? der furchtbaren Geschehnisse von damals durchbrechen soll und wird, sich als Schwierigkeit die Gefahr ergiebt, dass er von der sowjetrussischen Propaganda zu Zwecken ihrer Agitation gegen Westdeutschland missbraucht wird. Die kommunistischen Propagandisten konzentrieren ihre Angriffe dabei auf Dr. Globke, der seit Jahren als Staatssekretaer und Vertrauensmann Adenauers in Bonn fungiert. Was sie damit bezwecken, ist durchsichtig; mit dem Ziel unseres Gerichtsverfahrens hat es nichts" zu tun. Und doch taete man in Bonn besser, Dr. Globke nicht weiterhin um jeden Preis reinwaschen zu wollen. Nicht etwa deshalb wenden w i r uns gegen dies Bestreben der westdeutschen Regierung, weil sich der ostdeutsche Anwalt Prof Kaul als Vertreter dieser Zonenrepublik soeben mit allerlei Argumenten gegen Globke in Jerusalem an die Oeffentlichkeit gewandt hat; Dr. Globke selber gab in einem Fernsehinterview z. B. zu, dass er seinerzeit für das Gesetz verantwortlich gewesen sei mit Idem den Juden in Hitlers Machtbereich die Pflicht auferlegt, wurde, ihren Vornamen noch die weiteren “Israel” oder, “Sara” beizufügen, und bekannte sich ausserdem dazu, der Autor der ersten Ausführungsbestimmungen der Nuernberger Rassengesetze gewesen zu sein. Diese Dinge datierten zwar, so beschaemend sie für Juden sein sollten, und so sehr die Diskriminierung von "Nichtariern” dadurch noch verschaerft wurde, aus der Zeit vor dem Kriegsbeginn, also bevor die nazistische Judenpolitik zur Massenver nichtung der Juden überging Aber sie bereiteten dies letz- FULLBRIGHT “Haboker” schreibt, dass der Vorsitzende des Aussenkomitees des amerikanischen Senates, Senator Fullbright wegen seines heissenden Humors bekannt ist. Wlas er sich aber in seiner Erklaerung anlaesslich der Ernennung des neuen (USA-Botschafters für Israel geleistet hat, ist von Humor ebenso weit entfernt, wie von Anstaendigkeit. Fullbright laesst keine Gelegenheit ungenützt, Israel anzugreifen. Das Problem der arabischen Flüchtlinge ist sein Lieblingsproblem und die Verurteilung Israels seit Jahren seine Lieblingsbeschaeft i g u n g. Wenn er aber behauptet, dass die Ernennung eines faehigen Diplomaten zum Botschafter der USA in Israel eine Verschwendung ist, so bildet das nicht nur kein Lob des Diplomaten, sondern auch eine Beleidigung unseres Staates. In seiner Kommission kann Fullbright als ihr Vorsitzender welches Benehmen er will einführen. Das ist Sache der USA. Regierung und des amerikanischen Volkes. Wenn er sich aber solche Aeusserungen in der Oeffentlichkeit leistet, so brauchen wir uns mit dieser Grobheit nicht abzufinden. Fullbright mag verbittert sein, weil er als antisozialer und negerfeindlicher Südlaender als Aussenminister der USA nicht in Betracht kam, aber er hat seine Gefühle nicht in solchen Formen zum Ausdruck zu bringen. Es war nicht israelischer Einfluss der ihn disqualifiziert hat, I wenn wir natürlicherweise te, fürchterlichste Kapitel vor, und Globke hat sich durch seine Teilnahme an diesen Vorbereitungen derart mitschuldig gemacht, dass die Bundesrepublik der kommunistischen Agitation besser gewachsen waere, wenn sich Adenauers Regierung nicht die Bioesse gaebe, einen solchen Mann zu halten. Seine Ausschaltung waere nicht zuletzt von hoher erzieherischer Bedeutung auch für die deutsche Jugend. Was macht staerkeren Eindruck auf sie, wenn sie gegen eine Wiederkehr des Gewesenen immun gemacht werden soll: dass sie einmal im Jahr an die Maenner vom Juli 1944 erinnert wird, die Hitler beseitigen wollten, oder wenn sie feststellen muss, dass Tag für Tag jemand an leitender Stelle in Bonn amtiert, der den Typus des Beamten verkoerpert, der sich mit einem Gewaltregime “zu arrangieren weiss”? auch nicht bedauern, dass nicht er Aussenminister wurde. Die Fragen, die Fullbright dem neuen Botschafter über die Lavon-Affaere stellte, waren in diesem Zusammenhang voellig deplaciert. Wir wissen, dass diese Affaere uns auch im Ausland ge schadet hat, aber nicht von der Kenntnis der Einzelheiten der “Affaere” haengt die Faehigkeit des USA Botschafters ab, seine Aufgabe in Israel zu erfüllen. Mit diesen Fragen beabsichtigte Fullbright nur, Israel herabzusetzen, und den Eindruck zu erwecken, als waeren wir Satelliten der USA. Es wird gut sein, wenn er und viele andere, die dort seiner Meinung sind, sich eines besseren belehren liessen. “Haboker” nimmt die Ai* faere Beer zum Anlass folgender Betrachtung: Wie be reits betont wurde, gibt ' t keinen absoluten Schutz vor Spionage und Spionen, und wenn ein Spion festgenommen wird, so entsteht sofort das unangenehme Gefühl, dass vielleicht andere nicht festgenommen wurden. Die Warnungen, die mit Bezug auf Israel Beer geaeussert wurden, ergaben sich in hoeherem Masse aus seinem merkwürdigen Benehmen als aus konkreteren Verdachtsmomenten, und moeglicherweise haben die Leute des Sicherheitsministeriums keine Warnungen erhalten, die sie dazu haetten Dawar kommentiert, dass in der spionageaffaere Dr. Beer es sich um einem schwerwiegenden Fall für den Staat handelt, aber man sollte auch dabei den Sinn für Proportionen behalten. Wenn man vom Abgleiten der Sicherheitsbelange spricht, ist das weit übertrieben. Es ist keineswegs richtig, dass Dr, Beer der Vertrauensmann des Sicherheitsministers war, und “alles wusste”. Nicht jeder, der im Sicherheitsministerium ein und ausgeht, wird von allem informiert. Die Presse zeigte am Anfang Verantwortlichkeit. Es gibt aber leider Blaetter, die diese Angelegenheit ausnutzen, und Cheruth erklaert dass eine schwere Last von uns genommen worden, ist da dip Gymnasiallehrer ihren Streik beendet haben. Die Wiederaufnahme der Lehrtaetigkeit in den Gymnasien ist das Ergebnis der Verhandlungen und Uebereinkommen. Wer auch immer hier sein Ziel erreicht haben moege: es ist zu begrüssen, dass die Opfer, naemlich die Gymnasialschüler, wieder Unterricht erhalten. Die Haltung der Regierungsbehoerveranlassen koennen, Beer sofort aus ihrer Naehe zu verbannen. Trotzdem aber ist es eine Tatsache, dass es dem Sicherheitsdienst gelungen ist. einen Menschen als Spion zu entlarven, d. von Beschützern solcher Art umgeben war, dass grosse Unabhaengigkeit des Urteils und der Untersuchung notwendig war, um ihn überhaupt zu verdaechtigen. Es muss festgestellt werden, dass der Sicherheitsdienst diesmal eine erfolgreiche Arbeit auf seinem Gebiet geleistet hat, obwohl ihm grosse Hindernisse im Wege standen. die Nerven der Bürger anspannen.' Dieser Fall zeigt uns, dass wir vor Verrat und Spionage auf der Hut zu sein haben. Man warnte ja bereits vor einiger Zeit vor Beer. Die Warnungen wurden ernst genommen, und die notwendigen Massnah men wurden getroffen. Wenn die Notwendigkeit für verstaerkte Wachsamkeit bestehen sollte, wird sie auch ohne “parlamentarische Kommissionen” durchgeführt werden. Jeder treue Bürger des Staates sollte die wirklichen Proportionen verstehen, und gegen die politische Ausnutzung dieses Falles Stellung nehmen. den zeigt nun, dass die Lehrer in ihren Forderungen recht hatten; sogar die Regierung setzte sich diesmal gegen die Haltung der Histadruth durch. Nun sind alle Beteiligten zufrieden, vor allem die Schüler, die Zehntausende zaehlen, und nun Unterricht erhalten. Jetzt wird es die Angelegenheit, der dazu eingesetzten Kommission sein, alle noch bestehenden Forderungen und Probleme, einer gerechten Loesung zuzuführen. DIE SPIONAGEAFF AERE STREIK-ENDE BEI DEN GYMNASIALLEHRERN KLARES BILD UNSERER BEZIEHUNGEN IN ASIEN UND AFRIKA Haaretz aeussert, dass die Ansichten, welche Landwirtschaftsminister Dajan vertrat ganz richtig sind. Dajan wies darauf hin, dass niemand mit Sicherheit Voraussagen koenne, ob unsere Investitionen in jeder Hinsicht in Asien und Afrika Früchte tragen werden, und wir nicht eines Tages aus all diesen Laendern werden hinausgehen müssen. Die sich befreienden Voelker koennen nicht so leicht ihre Furcht vor dem weissen Mann überwinden. Das bedeutet nun natürlich nicht, dass alle unsere Bemühungen in diesen Laendern von vorne herein zum Scheitern verurteilt seien. Auch wenn es Gesichts punkte gibt, die uns diese Taetigkeit in diesen Laendern erschweren, gibt es auch Kraefte, die dort für un» arbeiten. Unsere Hilfe für jene Laender wird gegen eine Freundschaft gegeben, di“ uns wichtig erscheint. Unsere Probleme und Schwierigkeiten machen auf diese Staaten wenig Eindruck, da sie wenig von den Problemen unserer Zone wissen. Diese Tatsache, die dazu führt, nicht genau beurteilen zu koennen, wie sich einmal die Einstellung dieser Laender uns gegenüber entwickelt, soll keineswegs Grund zur Einschraenkung unserer Bemühungen in Asien und Afrika sein. Es ist durchaus moeglich, dass gerade diese positive .Taetigkeit uns die Freundschaft dieser Staaten erhalten, und Früchte tragen wird. (J&onMpoo BfiVCOL M. líquido * polvos * crema niNGBrr