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Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1961-04-01 · 4 (Abril, 1961) · p. Seite 4

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Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XXIII (1961)
Issue
4 (Abril, 1961)
Date
1961-04-01
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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4 BOLETIN INFORMATIVO Abril 1961 asriyn V¿e úf/taetác/ie Thedte <tc/tve¿fá Al Hamischmar wirft der Mapai die Schuld fuer die Regierungskrise vor und fuer die Notlage, zu Neuwahlen schreiten zu muessen. Das Sich-Versteifen auf die Person Ben Gurions, der allein die Verantwortung fuer die jetzt geschaffene Lage zu tragen habe, lasse aber keinen anderen Ausweg mehr uebrig. Die Wahlen sollten so bald als moeglich stattfinden, um den Wahlkampf so kurz als AUSZUEGE moeglich gestalten zu können. Haboker verlangt einen fruehen Wahltermin. Das Blatt stellt fest, dass das Publikum heute hellhoerig geworden sei, und Parolen die sich bei de Wahlen zur vierten Knesset so erfolgreich erwiesen hatte dass man Ben Gurion alle Macht geben Solle, heute nicht mehr verfangen werden. Das Blatt stellt dann die Chancen fest, die angesichts dieses Wachwerdens des Publikums fuer die Bildung eines liberalen Blocks bestehen. Cherut stellt fest, dass keine der Parteien, die bisher in der Koalition sassen, mehr bereit war, das Risiko auf sich zu nehmen, Partner der Mapai zu sein. Ein baldiger Wahltermjn sei dringend erforderlich, denn zu dieser Regierung, die nun als Uebergangsregierung die Geschaefte weiterfuehre, habe das Publikum kein Vertrauen mehr. Der Weg, Kleines Portraet von Henrietta Jeder der Jugend-Aliyah Nahestehende weiss, unter welchen Umstaenden Henrietta Szold mit 72 Jahren, ganz selbstaendig, nach Berlin fuhr, um die Eltern der aus Nazi-Deutschland nach Palaestina ausgewanderten Aliyah-Kinder zu .besuchen, und alle wissen, dass dieses Erlebnis sie derart erschütterte und mehr denn je von der Notwendigkeit, diese Art der Auswanderung fortzusetzen, überzeugte, so dass sie nach Palaestina zurückkehrte, um diese Arbeit weiterzuführen. Dort begann sie, wie sie sich spaeter ausdrückte, "’‘"Orel an den andern, zum Dienst Szold / Von Meine positive Antwort brachte mich mit der zionistischen Bewegung in Verbindung. Henrietta Szold war zu dieser Zeit noch nicht Vorsitzende der nationalen Hadassah-Kommission. Sie war Sachverstaendige für die medizinische Abteilung. Meistens verbrachte sie ein halbes Jahr in Jerusalem und den übrigen Teil des Jahres ir. Amerika, so dass sie ihren Kollegen fortgesetzt ausführliche Berichte aus erster Hand über die aerztliche Taetigkeit und die Situation innerhalb des yischuv erstatten konnte. Bei allen diesen Zuan Zion Sarah K. Stein rüber nachdenken und Entscheidungen treffen konnten. Und diese geistige Klarheit und loyale Offenheit bei den Diskusionen waren bezeichnend für Miss Szold bei allen ihren Bemühungen auf dem Gebiet der Medizin, der Erziehung, der sozialen Fürsorge und der Jugend-Aliyah. Waehrend all dieser Jahrp kann ich mich nicht erinnern, dass sich Henrietta Szold von ihrer Rede fortreissen liess. Dazu muss ich aufrichtig bekennen, dass sie keine begabte oeffentliche Rednerin war. Einmal unternahmen sie und ein Kollege eine Pronagandafahrt durch ENDLICH EINMAL EIN DROHENDER ZEIGEFINGER FUER DIE VAR Hazofe begruesst es dass der neue amerikanische Prae sident Kennedy endlich einmal die Glasehandschuhe ausgezogen hat, mit denen bisher die VAR immer von den Vereinigten Staaten behandelt worden ist. Der Praesident vervollstaendigte seine Mahnung an die Sowjetunion, die Si" tuation im Congo nicht fuer ihre eigenen Zwecke zu missbrauchen, mit einer deutlichen Warnung an Abdel Nasser, von| einer Intervention in dem neuen afrikanischen Staat Abstand zu nehmen. Was die VAR bisher im Kongo getan haette, liefe den Prinzipien der UNO zuwider. Kennedy wies darauf hin, dass doch gerade der aegyptische Diktator der UNO dankbar zu sein habe, denn nur der Taetigkeit der UNO-Truppen im Gaza- Streifen haette Nasser es zu verdanken, dass er in dieser Gegend vor unuebersehbaren Folgen bewahrt wurde. Es scheint, dass die amerikanische Politik allmaehlich begreift, wie jedes Nachgeben| gegenueber Nasser ihn immer nur intransigenter gemacht hat. “Hazofe” weist in diesem Zusammenhänge auch auf die bisherige Einstellung der Vereinigten Staaten gegenueber der aegyptischen Blockade des Suezkanals fuer israelische Schiffe hin. ANNAEHERUNG JORDANIENS AN DIE VAR IST EINE GEFAHR FUER ISRAEL Cherut ist sich zwar nicht daruebsr klar, ob der Wunsch Koenig Husseins, mit dei VAR in ein ertraegliches Verhaeltnis zu gelangen, einer Initiative der Westmaechte entspringt. Auf jeden Fall macht der von Israel viel zu sehr als “Freund” betrachtete. Koenig in seiner Erklaerung darauf aufmerksam, dass eine Einigung zwischen VAR und Jordanien deshalb erforderlich sei, um den Problemen Algerien und Israel gemeinsam auf den Leib ruecken zu koennen. Waehrend wir getrost es Frankreich ueberlassen koennen, mit den arabischen Maechten fertig zu werden die der franzoesischen Algerien-Politik einen Stein ins Spiel . werfen wollen müessen wir alles daran setzen, einer Einigung der beiden feindlichen arabischen Brueder gewappnet gegenueber zul stehen, zumal die Westmaechte womo e g 1 i c h sich noch immer nicht klar sind, dass Abdul Nasser, wie es seine Russland- und Kongo-Politik zeigt, der erklaerte Gegner des Westens ist. legt. Aber ich will zugeben, dass ich Organisationstalent habe.” Dann führte sie weir aus, dass sie faehig sei le chemische Fabrik einzu- :hten — wenn man es von r verlange —, ohne die eleentarsten chemischen mntnisse zu besitzen. Miss Szold war frühei hrerin für Englisch und itanik in ihrer amerikanihen Vaterstadt Baltimore wesen. Ihr Vater, der kein Sohn hatte, erzog sie, a.~ sie einer waere. Er brachte? glaenzende Kenntnisse r hebraeischen Sprache i. Sie lernte auch Deutsch, er Zionistin wurde sie ganz letzlich im Herbst 1888. Jü-;che Flüchtlinge waren von ssland in Baltimore angenmen, und die Familie )ld tat viel, um ihnen zu fen. Henrietta gab ihnen;lischen Unterricht. Mit Zeit wurde sie tief beeinickt durch die Erzaehluni von einer Bewegung unrussischen Juden, die ch Jerusalem zurülekkehi wollten. Viele Juden seien ion nach Palaestina zujkgekehrt, sagten sie. Von an las Henrietta alles über mismus, was ihr in die lende fiel. Sie unterhielt len Briefwechsel mit Leui, von denen man erzaehl- , sie seien Zionisten, und 3 eifrig deutsche und heaeische Zeitungen. Sie samelte alle zionistichen Ver- Bffentlichungen. Sie wusste /as alle Führer dieser Belegung in Europa dachten. Tm diese Zeit wurde sie zur ekretaerin der Jewish Pulication Society von Phila- .elphia ernannt, und von rnn an war ihr Schicksal mit üdischer Gelehrsamkeit rerknüpft. Aber waehrend ler ganzen Zeit hielt sie die Verbindung mit dem Zionismus und den Zionisten aufrecht bis zum Jahre 1909, wo sie zufaellig—und nicht, weil sie sich die Reise vergenommen hatte — Palaestina besuchte. Damit war ihr Schicksal entschieden. Dann fuhr sie nach Amerika zurück, um für die Juden, die sie in Erez Israel kennengelernt hatte aerztliche Hilfe zu organisieren. Ihre Absicht war, eine Art Gemeindepflege einzurichten und dann aus kleinen Anfaengen einen umfassenden Aerztedienst zu entwikkein, mit Schwestern, Aerzten, Krankenhaeusern, Laboratorien, Kleinkinderfür sorge und Gesundheitsae m t e r n. Aus zwei Krankenschwestern wurde allmaehlich ein ganzes Sanitaetswesen, aus einer Gruppe von 63 jungen Menschen entwickelte sich die Jugend-Aliyah von 70.000 Jugendlichen, die unter ihrem Schutz standen. Kann man wirklich nur eine gleichmaessige, wohlgeordnete Entwicklung in einer Richtung entdecken wenn man auf einen Lebenslauf zurückblickt? Nein, es gibt viele unerwartete kleine Seitenwege, die zuletzt zusammenlaufen und die breite Hauptstrasse bilden Von Henrietta Szold kann man sagen, dass ihr Geist und ihr Herz dazu vorbereitet wurden, Zion zu dienen, und dass ihre Vorbildung und ihre reichen inneren Moeglichkeiten sie zu einem Ziel führten, als sie — nicht mehr jung — zufaellig zum ersten Mal ins Heilige Land kam. Wurde sie wirklich zufaellig Sanitaetssachverstaend 5 g e? Zufaellig Sachverstaendige für Erziehungswesen und soziale Fürsorge? Im Gedenken an Henrietta Szold kann man wirklich sagen: Der Zufall foerdert nur denjenigen, dessen Geist vorbereitet ist. (Aus “Youth Aliyah Review")

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