Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Journal
- Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Volume
- XXII (1960)
- Issue
- 12 (Diciembre, 1960)
- Date
- 1960-12-01
- Page
- Seite 21 (sequence 21)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 89% known words query
- IRI
…/8553624-8557783-9194472--3032-8558028- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Diciembre 1960 BOLETIN INFORMATIVO 21 ISRAELISCHE WANDKACHELN NACH DER TUERKEI Pastellf arbene Keramik- Wandkacheln sind der neueste Exportartikel Israels für die Tuerkei. Die erste Sendung dieser Kacheln, die von “Barbour Ceramics Plant” Akko fabriziert werden, wurden auf der m.V. “Carmelia” verladen. Die Sendung besteht aus 150.000 Kacheln, der erste Teil einer Bestellung im Werte von 60.000 Dollar für eine Million Barbour-Kacheln. Edouard Bechar, Generaldirektor von Barbour, konnte berichten, dass Verhandlungen über eine grosse Exportorder aus den Vereinigten Staaten seitens einer Firma in Chicago sich bereits in einem sehr fortgeschrittenen Stadium; befinden. Die Fabrik wurde vor sieben Jahren errichtet und beschaeftigt bereits 120 Arbeiter. Sie gebraucht nur israelische Rohmaterialien tausser für die Glasur) und zwar vor allen Dingen Ton aus dem Negev und aus dem Galil. “Canfit” TEL-AVIVER FUER 1963 Wie die ‘‘Jerusalem Post” erfaehrt, wird ein zentrales Gas-Belieferungssystem, das erste in Israel, für Tel-Aviv geplant und kann bereits im Jahre 1963 in Aktion treten. Die Regierung und die Stadtverwaltung von Tel- Aviv haben bereits ihre Zustimmung gegeben. Die Kon Zession wurde schon vor mehreren Jahren erteilt und zwar an die Firma Gascom Ltd., die von Rassco, Solei Boneh und einer Anzahl amerikanischer Finanziers gegründet wurde. Eine rentable Durchfüh- GASANSTALT GEPLANT rung dieses Projektes ist erst jetzt moeglich, da man von der Haifaer Raffinerie und von den Gasvorkommen ln Sohar und Kidod genügende Mengen Gas beziehen koennte. Allerdings bestehen von dort bisher noch keine Rohrleitungen und ueber Verhandlungen mit den Besitzern der Gasvorkommen ist noch nichts bekannt. Auch die Kontakte mit den hiesigen bereits bestehenden 3 Gasgesellschaften sind zunaechst noch vorlaeufiger Natur. “Canfit” EIN HOTEL MIT AUSSICHT IN Auf 42 Dunam ihres Gebendes in Talpioth errichtet die Kooperative “Hajosem”, ein Hotel mit 130 Betten, das durch seine unwahrscheinlich schoene Aussicht sich sicherlich bald einen Namen machen wird. Es wird auf einem der wenigen Plaetze in Jerusalem stehen, wo man nicht nur die Berge Moab erblicken kann, sondern auch das Tote Meer. Die Plaene zu dem neuen Hotel hat der Architekt Tressler entworfen. EINZIGARTIGER JERUSALEM Die Kooperative “Hajosem”, hat sich durch ihr aus gezeichnet gefuehrtes Erholungsheim an demselben Orte einen Namen gemacht. Es handelt sich um ehemalige Soldaten der Juedischen Brigade des zweiten Weltkrieges unter Leitung Schmuei Kochavis, die wirtschaftlich schwere Zeiten durchmachen mussten, aber jetzt eine ausgezeichnete Saison hinter sich haben. “Canfit” NEUE PLAENE DER KUPFERWERKE TIMNAS Bei einer in Timma abgehaltenen Pressekonferenz erklaerte der Generaldirektor der Kupferwerke, A. Bodenkin, dass die Werke im ersten Jahr ihrer Betriebsaufnahme die geplante Produktion erreichten und 5300 Tonnen Kupfer produzierten. 5840 Tonen waren ursprünglich vorgesehen. Es gelang auch, die Unkosten und 2% Zinsen der 23,5 Millionen IL durch Verdienste einzubringen. Bodenkin gab einen neuen Plan bekannt, der die Produktion von 14.000 Tonnen vorsieht, wobei das gewonnene Kupfer durch das Werk selbst raffiniert werden soll. Zu diesem Zweck wurde bereits mit einer westdeutschen Firma ein Abkommen getroffen, welches eine Kup ferraffinerienanlage 1 i e fern wird. Dafür sind neue II 26 Millionen noetig, doch wird sich das Timnawerk nicht an die Regierung um neue Anleihen wenden und die Gelder aus eigenen Mittel aufbringen. “Canfit” 20 MILIONEN DOLLAR EXPORT NACH WESTDEUTSCHLAND Der Export nach Westdeutschland ist in einem schnellen Aufstieg begriffen und man rechnet in den zustaendigen Kreisen damit, dass er in diesem Jahre die 20 Million en-Dollargrenze erreichen und vielleicht sogar überschreiten wird. Auf der Genussmittelausstellung in München bestand für die Lebensmittel, die Israel zur Ausstellung brachte, ein lebhaftes Interesse und es kann mit einer Steigerung des Exports an Lebensmitteln nach dort gerechnet werden. “Canfit” m RENAULTS UMFALLSCHWERES FIASKO Weitere Enischaedigungen fuer Israel in Sicht Die franzoesische Firma Renault wird Israel ausser einer Geldabfindung auch noch weitere Entschaedigung bieten, weil sie seinerzeit den arabischen Boykottdrohungen nachgab und den Vertrag mit Kaiser-Frazer beendete. Die andere Form der Entschaedigung wird anscheinend in einem bestimmten Handelsabkommen bestehen. Die an Kaiser-Frazer zahlbare Geldsumme reinigt nach Ansicht gewisser Kreise Renault noch nicht von der Schuld der Kapitulation vor den Arabern. Man nimmt daher an, dass jüdische und nicht jüdische Organisationen in den USA, die seinerzeit die Parole eines Gegen-Boykotts gegen Renault ausgaben, ihre Aktivitaet fortsetzen werden. Renaults “Umfall” vor den arabischen Boykottdrohungen erwies sich als ein volls t a endiges wirtschaftliches Fiasko für die franzoesische Firma, sowohl m den USA als auch in den arabischen Staaten. Seit dem Vorfall vor einem Jahr sind die Umsaetze der Gesellschaft in Nordamerika staendig im Fallen begriffen. Bis zum vorigen September verkaufte Renault in den USA insgesamt 9439 Autos, im April 1960 war die Zahl auf 6483 Wagen gesunken. Hingegen befinden sich die Verkaeufe von deutschen “Volkswagen” in staendiger Zunahme. In den arabischen Staaten haben sich die Hoffnungen der Firma Renault auf lukrative Geschaefte gleichfalls nicht erfüllt. Die VAR hat mit einer andren Firma einen Vertrag über die Errichtung eines Montagewerks für Kraftwagen abgeschlossen. In Aegypten verkaufte Renault im Jahre 1959 ein einziges Auto, und in den Monaten Januar bis Api'il I960 ein weiteres Auto. In Saudien fielen die Renault-Verkaeufe in den Monaten Januar-April I960 auf 45 gegenüber 100 Wagen in der gleichen Periode des Vorjahres 1959. In Syrien und dem Libanon konnte Renault in den ersten sechs Monaten dieses Jahres 280 Kraftwagen absetzen. Aus Kreisen des israelischen Verkchrsministeriums wird bekannt, dass das Abkommen zwischen Kaiser- Frazer und Renault von diesem Amt noch nicht eingesehen oder bestaetigt wurde. Sollte1 es sich um eine Erneuerung, des Imports von Renault-Teilenhandeln, so wird das Ministerium seine Zustimmung verweigern. Das Amt hat auch noch keine Einzelheiten über den Bau des geplanten Kleinwagens in Israel erhalten. Daher koenne nicht davon die Rede sein, dass ein solcher Wagen bereits im Januar auf unseren Strassen zu sehen sein wird. “Canfit” GRUENDUNG EIKER GESELLSCHAFT FUER Heimarbeiten in Eniwicklungsge bieten Auf der in Jerusalem abge haltenen Regierungssitzung erstattete Minister Dr. Burg einen Bericht über seine Reise nach Madagaskar, wo er Israel bei den Unabhaengigkeitsfeiern vertrat. Die Regierung fasste den Beschluss, mit einem Grundkapital von IL 2.— Millionen eine Gesellschaft für die Foerderung von Heimindustrien in Entwicklungsgebie - ten zu gruenden. 71 MILLIONEN DOLLAR FUER NEUE UNTER¬ NEHMUNGEN Das Investmentzentrum bestaetigte 16 neue Investitionsunternehmungen. Seit Beginn des Jahres wurden U nternehmun^en genehmigt, in die 71 Millionen Dollar investiert werden, viermal so viel, wie in der gleichen Zeit des vorigen Jahres. Bemerkenswert dabei ist, dass im Gegensatz dazu die Regierung um IL 20 Millionen weniger aus den Mitteln des Entwicklungsbudgets an Krediten diesen neuen Unternehmungen zur Verfügun stellen muss, als dies im vorigen Jahre der Fall war. “Canfit” Im Hubschrauber von "Accadia" nach Lud Die “Alitalia” — Company eroeffnete ihren Hubschrauber Dienst für ihre Fahrgaeste, die das Land verlassen. Ein New Yorker Tourist drueckte seine Zufriedenheit über den kurzen Flug vom Accadie — Hotel zum Flugplatz aus, der ihm die Moeglichkeit gab, noch einmal Tel-Aviv v. oben zu betrachten und zu photographieren. “Canfit” Die Produkte, Goldschmiedearbeiten, Strickereien, etc. sollen zum Export gelangen. 2 Werkstaetten will diese Gesellschaft in Kiryat Gat errichten, wo je 40 Arbeiter Beschaeftigung finden sollen- In einem spaeteren Zeitpunkt wird die Gesellschaft aus Regierungshaenden in Privatbesitz (Kooperativform?) übergehen, wie ein Sprecher bekannt gab. Das Landwirtschaftsministerium meldete, dass im letzten halben Jahr die Obstproduktion gegenüber derselben Periode des Vorjahres um 2;3 gestiegen ist. Gemueseproduktion stieg um 1|4, Eierproduktion um 20%. Auch bei Fischen, Gefluegel und Milch ist ein Anstieg der Produktion zu beobachten. “Canfit” Kiriar Anavim, ein Dorf in den Huegeln von Judea ■“N ,