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Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1960-07-01 · 7 (Julio, 1960) · p. Seite 19

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Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XXII (1960)
Issue
7 (Julio, 1960)
Date
1960-07-01
Page
Seite 19 (sequence 19)
Language
German
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Julio 1960 BOLETIN INFORMATIVO 19 SERVICIO RELIGIOSO (Del 23 de Julio al 20 de Agosto) SERVICIO RELIGIOSO Sábado 23 de Julio — Bendición de Rosch-Jodesch. Lunes 25 de Julio — Rosch-Jodesch Aw. Sábado 30 de Julio — Schabbath Jasón (Schwarz-Schabbes). Lunes 1*? de Agosto — Erew Tischa B’Aw a las 19 horas. Martes 2 de Agosto — Tischa B’Aw a las 8 horas EJO (Klagegesaenge) Fasten Tischa B’Aw. Sábado 6 de Agosto — Schabbath Najamo (Sábado del consuelo). Sábado 20 de Agosto — Bendición de Rosch-Chodesch ELUL. Todos los Viernes en la noche: A las 19 horas. Todos los Sábados en la mañana: A las 9 horas. JAHRZEITEN deben avisarse al Sr. José Tichauer, fono 55641 o a casilla 984, Valparaíso. NUESTRO REGISTRO CIVIL COMUNICA: Fallecimiento: Sra. Else Korn vda. de Brodek, madre de nuestro socio don Juan Brodek. Vortrag des Herrn Rabbiner Loewenstein in der Comunidad “Habonim” Am 31. Mai, anlaesslich des Schawuot-Lernens, sprach Rabb. Egon Loewenstein in unserer Gemeinde ueber ein sehr interessantes Thema: “Das juedische Gesetz und seine Stellung zur Todesstrafe, im Ablauf der Jahrhunderte”. Die Erregung ueber den Fall Chessman hatte die Anregung zu diesem Thema gegeben und die zahlreiche Zuhoererschaft bewies, wie sehr diese Frage alle beschaeftigte. Rabb. Loewenstein gedachte am Anfang des Anlasses, aus dem die Juden Schawuot feiern, der Befreiung aus der Sklaverei in Aegypten und des Auszuges des Volkes zur Freiheit und nach ihrem Lande. Sodann wies er in sehr logischer Gedankenfolge darauf hin, dass die Stellung des juedischen Gesetzes zur Strafe ueberhaupt stark von den Gastlaendern abhing, in denen die Juden sich befanden und er zeigte die Stellung des Gesetzes zur Todesstrafe zuerst in den alten biblischen Zeiten auf, indem er die Bibel, die gleichzeitig das Gesetzbuch des juedischen Volkes ist, als Quelle seiner Argumente heranzog. “An und fuer sich”,— so fuehrte er aus,— “war das juedische Gesetz stets gegen die Todesstrafe; jedoch gab es Faelle wie Mord, Ehebruch, schwere andere Vergehen, in denen die Todesstrafe vollzogen wurde und zwar den alten, archaischen Sitten entsprechend, in grausamer Form. Steinigen und Verbrennen gehoerten in die Vollstreckung der Todesstrafe, wobei man bedenken muss, wie grausam und roh die Sitten all der Voelker waren, die das juedische Volk der damaligen Zeiten umgaben und dass sich die Juden stets durch kulturvollere Sitte und menschlichere Rechtssprechung ausgezeichnet haben”. Sodann ging er auf die Stellung zur Todesstrafe in der neueren Zeit und in der Jetztzeit ueber und hob hervor, dass im heutigen Israel die Todesstrafe ausschliesslich fuer schwere Verbrechen gegen das Land, fuer Hochverrat, fuer Akte, die die Sicherheit des ganzen Volkes in Frage stellen, angewandt wird. In diesem Zusammenhang gedachte er auch des Falles Eichmann, der in der folgenden Diskussion heiss umstritten wurde. Die interessanten und originellen Ausführungen, in dem schoenen und gepflegten Stil vorgetragen, den wir an Herrn Rabb. Loewenstein besonders lieben und schaetzen, fanden ein aufmerksames Publikum. Die Diskussion war lebhaft und aeusserst angeregt. Nur die Ermutigung Rabb. Loewenstein, es moegen doch nicht alle Anwesenden gegen die Todesstrafe sprechen, also mit seinen Ausfuehrungen einverstanden sein, es moege sich auch ein Redner finden, der die Todesstrafe verteidige und sie als notwendig betrachte, blieb unbeantwortet. Alle Anwesenden waren sich einig darin, dass diese Form der Strafe einer vergangenen Zeit angehoeren solle und dass sie kuenftigen Generationen ebenso absurd erscheinen wird, wie uns die Formen des Strafvollzuges m vergangenen Jahrhunderten. Sogar die formalsten Juristen, deren sich einige in der Zuhoererschaft befan den, stimmten dem Ruf zur Ab Schaffung des Todesstrafe voll und ganz bei. Ein dankbares und zum Nachdenken angeregtes Publikum trennte sich zu spaeter Stunde mit dem Wunsche, diesen Redner bald wieder unter uns zu sehen und ihm zuzuhoeren. Fensa u. Interina EISSCHRAENKE mit deutschem Motor Auch kleine Modelle für Departamentos WASCHMASCHINEN:Ho<>,e'' f«s«. Th°r RADIOS: Telefunken, Zenith, Omega GAS LIQUADO Küchen (2,4, 5 Platten mit Ofen) SCHOENE LAMPEN - * S o eIco Alameda 1169 — Edificio Banco del Estado LEO BAECK: “AUS DREI JAHRTAUSENDEN (Wissenschaftliche Untersuchungen und Abhandlungen zur Geschichte des juedischen Glaubens; Veroeffentlichung des Leo Baeck Instituts, I. C. B. Mohr . Tuebingen 1958). Professor Dr. Ernst Simon sprach in einem seiner Vortraege, die er bei uns hielt vom geistigen Widerstand, den das untergehende Judentum in Deutschland gegen den zunehmenden Druck der Umwelt geleistet hat. In diesem Buch liegt eines der Dokumente dieses Widerstandes vor uns. In dem beruehmten Werk “Das Wesen des Judentums” legte Leo Baeck seine Ansicht vom Judentum nieder, dem Jahre spaeter das Buch “Wege im Judentum” folgte. Alles, was Leo Baeck spaeter schrieb, war DAME oder junges Maedchen zur Beaufsichtigung von 2 Kindern einen Nachmittag in der Woche gesucht Av. Irarrazaval 551 (in Geschaeftsstunden) Vertiefung und Deutung seiner Erstlingswerke, in denen er der Welt die Wahrheit des Judentums aufzuzeigen suchte. So veroeffentlichte er im Jahre 1938, mit Erlaubnis der Gestapo, die vorliegende Sammlung seiner wissenschaftlichen Aufsaetze. Aber nach ihrem Erscheinen wurde die Erlaubnis wieder zurueckgezogen und fast die ganze Auflage vernich. tet. Nur einige, wenige Exemplare konnten ins Ausland gerettet werden. Er nannte die Sammlung “Aus drei Jahrtausenden” und gab schon allein mit dem Titel die Antwort des Juden an das tausendjaehrige Reich. Dieses Reich des Ungeistes und der Barbarei ist untergegangen, aber das Werk, das Zeugnis von dreitausend Jahren juedischen Geistes in Religion, Philosophie, Mystik und Erziehung ablegt, ist geblieben. Vom Leo Baeck Institut wurde die Abhandlung neu aufgelegt. Nur zwei Aufsaetze, die 1938 ihren Platz fanden, “Die Pharisaeer und das Evangelium” sind in die Neuauflage nicht mitaufgenommen worden. Im Vorwort sucht Professor Hans Liebeschuetz, Schueler Leo Baecks, die Aufsaetze dieses Buches zeitgeschichtlich einzuordnen. Dieses Werk sollte von einem jeden Juden gelesen werden, der willens und faehig ist, in die dreitausend Jahre juedischen Geistes einzudringen. In ihm spricht Leo Baeck von dem, was das Thema seines Lebens war: Von Israels “Weltgeschichtlicher Indi v i d u a 1 itaet”. Er laesst es uns in seiner Einzigkeit und Einsamkeit sehen, aber auch in seinem Einfluss auf die Weltgeschichte. “Aus drei Jahrtausenden” spricht vom Widerstand Israels gegen seine Umwelt, von der Sprache des Glaubens und Höffens in Zeiten der Not und von der Wende der Zeiten, die der Katastrophe folgt. Es legt Zeugnis ab vom Judentum als dem Wegbereiter des Reiches Gottes und von einem seiner besten Hueter des Weges. Rabbiner Egon Loewenstein. ADRESSEN-TAFEL Dr. Siegfried Landau Avda. Grecia 486, P. 3, Dep. E Tel.: Of. 53785 Tel. part. 493377 Rabbiner Egon Loewenstein Alarife Gamboa 040, Dep. C Tel. 391116 Rabbiner Manfred Lnbliner Vicuña Mackenna 81, Dep. 504 Tel. 398716 Kantor Oscar Ruschin Constitución 248, Tel. 398415 HARRY TODTENKOPF RADIOS TELEFUNKEN alle Modelle Schaub Lorenz c/ Transistores Schweizer Uhren AH UM ADA. 312 OFIC1NA 625 - Fono 63034 An Gemeindemitglieder besonders günstige Preise und Bedingungen. YESO ROMERAL TABIQUE PROMONTA Progreso y Economía para las Construcciones Distrib.: SODIMAC - S. A. €. SAAVEDRA BENARD AGENCIAS GRAHAM S. A. C.

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