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Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1960-07-01 · 7 (Julio, 1960) · p. Seite 11

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Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XXII (1960)
Issue
7 (Julio, 1960)
Date
1960-07-01
Page
Seite 11 (sequence 11)
Language
German
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Julio 1960 BOLETIN INFORMATIVO 11 Bericht Dr. Moses vor der Knesset STAATSKONTROLLEUR TRITT NÄCHSTES JAHR ZURÜCK Staatskontrolleur Dr. Moses, überreichte der Knesset seinen 10. Bericht für das Finanzjahr 1958/59 und gab abschliessendseinen Entschluss bekannt im Herbst des kommenden Jahres von seinem Amt zurueckzutreten. Der Bericht enthaelt ausser der Kritik aller Regierungsinstitutionen, der Knesset, Orts¬ und Stadtgemeinden, verschiedentliche Beschwerden über Ministerien, wie Handels- und Industrie. Finanz- Wohlfahrts. und Verkehrsministerium. Dem Handels- und Finanzministerium wirft der Bericht u. a. vor, dass durch falsche Aufbewahrung von Zucker ein Schaden von IL. 140.000 entstand und der Zucker in den Lagern (vor Hitze?) flüssig wurde. Das Finanzministerium soll zahlreiche Grosslager mit Warenvorraeten für die Steuern bezahlt werden sollten, einfach übersehen, deren Deklarationen nicht überprueft und die Gelder nicht einkassiert haben. Des weiteren wurden die Rechnungen einer Gesellschaft nicht überprueft, welche Schokolade im Werte von 7,5 Millionen IL importierte. Skandaloes sollen die Zustaende im Wohlfahrtsminister rium gewesen sein, wo Beamte auf Kredit aus den Lagern für sich selbst Schuhe bezogen. Andere sollen Unterstuetzungen des Wohlfahrtsministerium für ‘gewisse, ihnen nahestehende Personen “arrangiert” haben. Das Verkehrsministerium wurde besonders wegen des Zustandes der Eisenbahn kritisiert. xk aller Waggons sollen nicht im Verkehr stehen und immer repariert werden. Dr. Moses forderte auch eine permanente Kommission, welche die Zustaende der Chausseen des Staates überwachen soll. Mit der Bezahlung von Ueberstunden u. den Rangerhöhungen der Staatsbeamten erklaerte sich der Staatskontrolleur einverstanden. Vor Ueberreichung seines Berichtes hatte der Staatskontrolleur seiner Beschwerde Ausdruck verliehen, dass trotz der einwöchigen Verlängerung, der er dem Finanzministerium zur Erteilung von Entgegnungen auf seine Kritiken gewährte, die Antwort des Ministeriums nur nichtssagende Sätze enthielt, welche nichts ändern werden. Jedoch fügte Dr. Moses hinzu, dass in diesem Jahre die Antwort, “ausführlicher als in früheren Jahren gehalten war”. Pressevertretern sagte Dr. Moses auf der Pressekonferenz, die in Jerusalem im Beisein des Generaldirektors seines Büros, M. B. Miri, stattfand, man könne trotz der zahlreichen Misstände, die er in diesem Bericht erwähnt, diese mit der Zahl früherer Berichte inicht vergleichen, doch sei nicht festzusetzen, ob sich alte Fehler nicht wiederholt haben. Dr. Moses stellte fest, er sei der Meinung, dass weder die Namen von Beamten, noch von Gesellschaften u. Personen in seinen Berichten erwähnt werden dürfen. Sie sollen anonym bleiben, sagte er, solange die betreffenden Institutionen nicht ihre Meinung zu seinen kritisierenden Bemerkungen geäussert haben. Was seinen Rücktritt betrifft, erfolge dieser nur aus einem einzigen Grund: dem seines heranrückenden Alters, welches seine weitere Amtierung unmöglich mache. Tausende von Muenzen aus Zeit von 50 vor bis 50 nach der ueblichen Zeitrechnung konnten von der Polizei in dem Drusendorf Isphia sichergestellt werden, nachdem Muenzen aus diesem Fund bereits am schwarzen Markt verkauft worden waren. Der Besitzer der Muenzen, ein Druse aus dem Dorf Isphia hatte urspruenglich der Polizei gegenueber behauptet, dass er diese Muenzen, die in einem Kruge ver- In einer Unterredung mit einem Vertreter der “Yediot Achronot”, erklaerte Pinhas Sapir, Minister für Handel und Industrie: “Ich kann versichern, dass wir im Jahre 1968 unsere vollstaendige wirtschaftliche Unabhaengigkeit erreichen werden”. Er fügte hinzu: “Die Haelfte des Weges haben Wir schon zurueckgelegt. Im Jahre 1964 erreichen wir 75% und in acht Jahren sind wir auch wirtschaftlich unabhaengig”. Sapir besuchte 27 Staedte in den Vor seiner Abreise aus Israel erklaerte der Praesident der Fairbanks - Whitney Comp., David Karr, dass die erste Entsalzungsanlage noch vor dem Ende des Jahres 1961 in Eilat in Betrieb genommen werden wird. Die nach dem System Dr. Alexander Sarchins bisher versuchsmaessig vorgenommenen steckt waren, von seinem Vater geerbt habe. Nachdem ihm ein Drittel des Wertes der Muenzen zugesagt worden war gab er aber zu, dass er sie bt'im Pfluegen seines Feldes gefunden habe. Der Knessetabgeordnete der Drusen aus dem Dorfe war der Polizei bei der Sicherstellung der Muenzen behilflich. Die Muenzen sind gut erhalten und scheinen in dem nahen Zor gepraegt worden zu sein. Vereinigten Staaten, Kanada, Frankreich, Schweiz und Italien. Ueberall fand er reges Interesse für InveStitionsmoeglichkeiten in Israel. Seiner Meinung nach wird es nicht schwierig sein, in den naechsten fujnf Jahren eine halbe Milliarde Dollar für Investitionswecke in Israel zu mobilisieren. Dieser Betrag, sagte er, habe mit der Magbit oder Unabhaengigkeits - Anleihe - Aktion nichts zu tun. Merwasserentsalzungen haben den Erwartungen Mr. Karrs vollauf entsprochen. Die Kosten der Verwandlung des Meerwassers in Suesswasser werden durchaus ertraeglich sein, u. er rechnet damit, dass die Anlage in Eilat taeglich eine Menge von V4 Million Gallonen entsalzen koennen wird. (“CANFTT”) AUTOBESTANDTEILE EXPORTIERT In einer Versammlung der United Motors Association in Israel wurde bekanntgegeben, dass die Vereinigung Autobestandteile im Wert von 150.000 Dollar im Jahre 1959 exportiert hat und den Umsatz auf eine Viertelmillion Dollar zu steigern hofft. Die teilnehmenden Firmen erzeugen Bestandteile und Ersatzteile fuer alle Art von Kraftfahrzeugen, darunter auch Traktoren. (“CANFIT”) REKORDZIFFERN DER TOURISTIK In den ersten vier Monaten des Jahres 1960 betrug die Zahl der Israel besuchenden Touristen nahezu 40.000 gegenueber ueber 27.000 in der gleichen Periode des Vorjahrs; eine Steigerung um rund 45 % . Im Monat April dieses Jahres allein kamen ins Land fast 17.000 Touristen gegenueber 10.500 im April des Vorjahres; eine Steigerung um über 60% . (“CANFIT”) GROSSE BANANEN EXPORTE Eine Bestellung auf Lieferung von 1000 Tonnen Bananen nach Europa soll zur Ausführung kommen. Es ist die grösste bisher erteilte Einzelorder und ihr wird daher grosse Bedeutung zugeschrieben. Schon im Jahre 1959 konnte der Bananenexport von 2000 Tonnen auf 4000 Tonnen gesteigert werden und brachte 750.000 Dollar der Staatskasse ein. (CANFIT). WICHTIGER FUND ANTIKER MUENZEN Ilegaler Verkauf vereitelt d. (“CANFIT”) Pinhas Sapir: 1968 IST ISRAEL WIRTSCHAFTLICH UNABHAENGIG (“CANFIT”) ENTSALZUNGS - ANLAGE NAECHSTES JAHR IN BETRIEB ISRAELISCHES ALLERLEI Wenn schon denn schon, meinte offensichtlich der jerusalemer Maler Meron Sima, als er sagte: „Wenn ich die Wahl zwischen Jerusalem und Tel Aviv hätte, ich würde mit Freuden Paris wählen". Als Aba Eban kuerzlich den daenischen Finanzminister sprach, sagte dieser: „Wir bleiben Freunde, obwohl ihr zu viel Eier auf unserem Markt vertreibt". Antwortete Eban: „Dafuer machen wir Euch auf dem Gebiete der Schweinskoteletten keine Konkurrenz". In Giwat Chaim fragten die Kinder des Kibbuz-Kindergartens, was denn eigentlich die Aufgabe des Kibbuz- Mitglieds Ben-Aharon ist. Sie bekamen die Auskunft, dass der Chawer Ben-Aharon nun als Verkehrsminister fuer alle Schiffe, Flugzeuge, Eisenbahnen und Busse verantwortlich ist. Der kleine Israelik ueberfiel am Abend seinen Vater: „Sag' mal Aba, weshalb hast du denn nicht diesen Job erwischt, Du verstehst doch mehr davon!" In einem Regierungsamt wurde eine Verordnung ausgegeben, die es verbietet, Akte mit unleserlicher Unterschrift zu unterzeichnen. Die ueberraschten Beamten wollten wissen, wer die Verordnung ausgab, waren aber nicht imstande, die Unterschrift auf ihr zu entziffern. ISRAEL STELLT FLUGZEUGE HER Ein erstes Uebungsflugzeug des Modells “FugaMagister” wurde im Juni in den Bedekwerken fertiggestellt. Es ist das erste Flugzeug, das abgesehen vom Motor, voellig in Israel hergestellt wurde. Dies erklaerte der stellvertretende Sicherheitsminister Schimschon Peres, als die Mitglieder der Sicherheitskommission der Knesset den Bedekwerken in Lud einen Besuch abstatten. In diesen Werken, die erst im Jahre 1953 errichtet wurden, lassen bereits eine Reihe von Staaten, darunter Frankreich, Burma, die USA und andere, Flugzeuge überholen. Zur Zeit werden auch mit einem weiteren europaeischen Lande diesbezuegliche Verhandlungen gefuehrt. Der stellvertretende Sicherheitsminister berichtete auch, dass waehrend der Sinaikampagne das Werk innerhalb von 48 Stunden Dutzende von Flugzeugen der Flugwaffe des Zahals bediente. Der Leiter der Werke, M. Kaschti, gab weitere Erklaerungen über die Taetigkeit und Leistungen des Werkes. Es traegt sich heute selbst und duerfte in Baelde auch Gewinne abwerfen. (CANFIT). TOURISTIK IST Die Touristik ist schon heute hinsichtlich des Zusatz — Gewinnes (added value) nach der Zitruswirtschaft die best rentierende Industrie, geht aus Ziffern hervor, die juengst vom Leiter der staatlichen Touristengesellschaft, dem Generaldirektor im Amte des Ministerpraesidenten Teddy Kollek gegeben wurden. Danach belaueft sich der added value in der Touristik auf 87% SEHR RENTABEL und hat bereits im Jahre 1959/60 der Staatskasse 20 Millionen Dollar eingebracht. Auch im Februar und Maerz waren Rekordziffern zu verzeichnen und man hofft dass die Zahl der Touristen, die fuer das laufende Jahr auf 100.000 geschaetzt wird, bis zum Jahre 1964/65 auf 175.000 gebracht werden kann. (CANFIT). AUSSENHANDEL GESTIEGEN In den drei ersten Monaten des Jahres 1960 stieg der Export um 9 Millionen auf 72 Millionen IL, waehrend er im Maerz um eine Million Pfund kleiner als im demselben Monat des Vorjahrs war u. 22 1/4 Millionen IL ausmachte, gab ein Sprecher des Handelsministeriums bekannt. In dieser Zeit wurden mehr Diamanten und Industrieprodukte zum Export gebracht, wogegen sich d. Export von Zitrusfrüchten etwas verkleinerte. Seit Beginn der Saison bis zum 2. April kamen 8,311,263 Kisten Zitrusfrüchte zum Versand, gegen 7,928,295 in derselben Periode des Vorjahres. Der Zitrusrat gab bekannt, dass Schamutifrüchte bis zu 29/6 Shilling in England, 31/ — bis 32/— in der Bundesrepublik, 26/6 bis 29/6 in Holland und 29/6 in Belgien erreichten. Für Grapefruits wurden 31/— bis 31/6 in England, 26/6-32— in Deutschland, 31/— in Holland und 30/9 per Kiste in Belgien bezahlt. (CANFIT).

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