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Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1960-05-01 · 5 (Mayo, 1960) · p. Seite 21

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Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XXII (1960)
Issue
5 (Mayo, 1960)
Date
1960-05-01
Page
Seite 21 (sequence 21)
Language
German
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Mayo 1960. BOLETIN INFORMATIVO 21 ZWEI STAATSGRÜNDUNGEN Eine Betrachtung zur Entstehungsgeschichte von Chile und Israel DER "B'NE JISROEL WALD" »'■i' 175) . Erich Flatow zum Andenken der Frau Federika Feldmann. 176) . AHAWA zum Andenken der Frau Frieda Guttmann. 177) . Emmi Stern und Kinder zum Andenken des Herrn Moritz Stern. 178) . Hilde Braun zum Andenken des Herrn Ludwig Sobotki, der Frau Ellen Sobotki und des Herrn Walter Braun. 179) . Alfred Feldmann zum Andenken des Herrn Herbert Frohmann. 180) . Karl Guggenheim zum Andenken des Herrn Herbert Frohmann. 181) . UNITED NATIONS (CEPAL) zum Andenken des Herrn Alfredo Wollstein. 182) . N. N. anlaesslich des 87. Geburtstages des Herrn Adolf Seidemann. 183) . Adolf Ebstein anlaesslich des 87. Geburtstages des Herrn Adolf Seidemann. 184) . Dr. Leopold Rosenbaum anlaesslich des 87 Geburtstages des Herrn Adolf Seidemann. 185) . Bernhard u. Mia Wolff anlaesslich des 87. Geburtstages des Herrn Adolf Seidemann. 186) . Alfred Lederer anlaesslich 87. Geburtstages des Herrn Adolf Seidemann. 187) . Leonor Schueftan anlaesslich des 80. Geburtstages des Herrn Martin Becker. 188) . Claudio Schueftan anlaesslich des 80. Geburtstages des Herrn Martin Becker. 189) . Marta Elkan anlaesslich des 75. Geburstages des Herrn Alfred Feldmann. 190) . Hubert Markiewitz anlaesslich des 70. Geburtstages des Herrn Adolf Ebstein. 191) . Friedrich Leiser anlaesslich des 70. Geburtstages des Herrn Adolf Ebstein. 192) . Friedrich Hellmann anlaesslich des 70. Geburtstages des Herrn Adolf Ebstein. 193) . Adolf Seideman anlaesslich der Vermaehlung des Fraeulein Beate Suesskind in Chicago. 194) . Adolf Seidemann anlaesslich der Verlobung des Fraeulein Eva Suesskind in Chicago. 195) . Kurt Schmoller anlaesslich der Barmizwah des Sohnes des Herrn Dr. Juan Bab Daniel Julio. 196) . Eugen Danielsohn anlaesslich des Geburtstages der Frau Gertrud Schick. 197) . Walter Schueftan anlaesslich des Geburtstages der Herren Rabb. Lubliner und Adolf Ebstein. Die Menschheitsgeschichte bietet jedem, der sich mit ihr beschäftigt und der fähig ist, hinter den Jahreszahlen von Kriegen und Staatsverträgen die organische Entwicklung zu verfolgen, immer neue Aspekte und Anregungen. Er wird finden, dass kein Ereignis des öffentlichen Lebens völlig ins Leere fällt, aber dass bei den meisten die Folgen nur lokaler Art sind, während einige wenige immer weitere Kreise ziehen und noch nach Jahrhunderten fortwirken. Solche Ereignisse waren die grossen Revolutionen am Ausgang des 18. Jahrhunderts: die nordamerikanische, welche die Lösung der Aufständischen von England brachte, und die französische, die noch weitergehende Folgen hatte. Beide beruhen auf - den gleichen Erscheinungen in der Entwicklungsgeschichte des Abendlandes. Die letztere hat die Idee der Liberté, Egalité et Fraternité als Fanal vor den Augen der Menschheit aufgerichtet, und sie hat —was ebenso wichtig ist— den Begriff der Nation geschaffen, der Sprach—, Gefühls—, und Schicksalsgemeinschaft, der nicht mit dem Staatsbegriff und nicht einmal mit dem Volksbegriff zusammenfällt, und der dann der wichtigste Impuls für die ganze politische Entwicklung für die letzten 150 Jahre geworden ist. Die Idee der Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit führte u. a. zu der vielgelobten und viel getadelten Emanzipation der Juden; die Idee der Nation u. a. zur Lösung der Südamerikanischen Staaten von dem spanischen Mutterlande . Um mit der letztgenannten Ereignisreihe zu beginnen, so habe ich keinen Zweifel daran —obwohl das neuerdings gerade von südamerikanischen Historikern bestritten wird—, dass die Freiheitshelden Südamerikas ihre hochfliegenden Pläne unter dem Einflüsse der neuen Nationalidee formten. Bernardo O’Higgins und Simón Bolívar haben ihre entscheidenden Jugendjahre in Europa verlebt und die Fackel des Gedankens der nationalen Freiheit in ihre Heimatländer mitgebracht. Die Kämpfe, in die Spanien zu Beginn der 19. Jahrhunderts verwickelt war, und die ebenfalls eine Folge der französischen Revolution waren, erleichterten ihnen die Durchführung ihrer Unternehmungen. Natürlich hat auch das Vorbild Nordamerikas mitgewirkt. “Das Beispiel einer Republik, die sich demokratisch und in Ordnung regierte, und die sich mit ungewöhnlicher Kraft entwickelte, beeinflusste die Einbildungskraft der spanischamerikanischen Kreolen” (Encina, Bd. 6, S. 31). Es fehlte nicht an Propaganda, um diese Stimmung zu verstärken. So berichtet Richard I. Cleveland, der in den ersten Jahren des 19. Jahrhunderts mit einem Handelsschiffe nach Valparaiso gekommen war: “Ich glaubte, beobachten zu können, dass sich in ihnen das Bewusstsein der entwuerdigenden Abhängigkeit bildete, der sie unterworfen waren. Sie irritierte besonders, dass die Ämter, welche Ehren und materiellen Vorteil brachten, von ihren europäischen Herren besetzt waren, zum Nachteil der eingeborenen Bevölkerung. Wir haben diese Gefuehle noch gefördert...” Mit diesen Feststellungen sollen die Tapferkeit, Beharrlichkeit und Entschlossenheit in keiner Weise herabgesetzt werden, mit der diese Völker, und besonders Chile, sich ihre Freiheit erkämpften. Unsere neue Heimat ist durchaus berechtigt, das 150. Jahr ihrer Selbständigkeit mit Stolz zu feiern. Nicht mit der gleichen Sicherheit kann die Frage beantwortet werden, wie die andere oben erwähnte Revolutionsfolge zu bewerten ist: die Emanzipation der Juden. Sie fällt etwa in die gleiche Zeit wie die südamerikanische Unabhängigkeitsbewegung. Die Verfassung der U. S. A., die den Juden die volle Gleichberechtigung gewährte, stammt schon aus dem Jahre 1787; in ihr stehen die schönen Worte: “Keinem Menschen, der die Existenz Gottes anerkennt, dürfen von gesetzeswegen die bürgerlichen Rechte abgesprochen werden, wie er überhaupt wegen seiner religiösen Überzeugungen keinerlei Bedrückung ausgesetzt werden darf”. In Preussen fällt die Erteilung des städtischen Bürgerrechts an die Juden in das Jahr 1808; ihrer staatlichen Bürgerrechte in das Jahr 1812. Man darf nicht vergessen, dass die Emanzipation der Juden auf einer Mentalität beruhte, die sowohl innerhalb wie ausserhalb des Judentums lebendig geworden war. “Die alten Lebensformen des Judentums waren morsch und das Bedürfnis nach ihrer allseitigen Erneuerung unabweisbar geworden. Waren doch auch im engen Bezirk des Ghetto jene Kräfte wirksam, die —von Frankreich ausgehen d— in ganz ¡Europa die innere Befreiung des Menschen anbahnten, trotz des auf ihm lastenden politischen Druckes. Weltverbrüderung, kulturelle Verständigung über alle historischen Abgründe hinweg — das war das Losungswort der Träger der neuen freiheitlichen Ideen; und auch das Judentum, das viele Jahrhunderte hindurch in nationaler Abgeschlossenheit verharrt hatte, konnte sich dem Rufe der Zeit nicht verschliessen” (Dubnow, Weltgeschichte des jüdischen Volkes, II, 505). Wir kennen nur zu gut das tragische Ende, das die Emanzipation nach 150-jähriger Dauer in grossen Teilen Europas gefunden hat. Ihre Früchte sind weniger uns als der Aussenwelt zugute gekommen. Aber wir wissen auch, dass wir Juden aus diesem Zeitraum nicht ohne wesentliche Veränderungen unserer geistig-seelischen Haltung hervorgegangen sind, und dass er uns auf manchen Gebieten bereichert hat. Die Erscheinung und die Lehre Theodor Herzls, dessen 100jährigen Geburtstag wir in diesen Tagen feiern, sind ohne die in Frankreich aufgestellte Nationalidee nicht denkbar; auf ihr beruht seine Auffassung von den Juden als einer Nation. Diese Idee machte “das 19. Jahrhundert zur Zeit der entstehenden Nationalstaaten” (Vergl. unser “Mitteilungsblatt” vom vorigen Monat). Über die Bedeutung der Emanzipation für Israel hat sich Theodor Herzl auf dem 2. Zionistenkongress mit den folgenden Worten ausgesprochen: “Aus der Emanzipation, die ja doch nicht rückgängig zu machen und aus dem Antisemitismus, der ja doch nicht wegzuleugnen ist, ergab sich für uns eine neue, grosse Folgerung. Es konnte nicht der geschichtliche Sinn der Emanzipation sein, dass wir aufhören sollten, Juden zu sein, denn wir wurden zurueckgestossen, als wir uns mit den anderen vermischen wollten. Der geschichtliche Sinn der Emanzipation musste vielmehr sein, dass wir unserem befreiten Volkstum eine Heimstätte bereiten sollten. Das hätten wir früher nicht vermocht; wir können es jetzt, wenn wir es mit aller Kraft wollen”. geistigen Bewegungen am Ende des 18. Jahrhunderts —wenn auch nicht an erster Stelle— in die Ursachenreihe, die zur Gründung des Staates Israel gefuehrt haben, und man kann es ohne Verstoss gegen die geschichtliche Wahrheit aussprechen, dass zwischen dieser Staatsgründung und der Entstehung des chilenischen Staates eine geistige Verwandtschaft besteht. Junges Ehepaar sucht aktive Beteiligung an eingeführtem Geschaeft. Etwas Kapital und beste Referenzen vorhanden. Zuschriften an: G 55 Clasificador 567. An - und Verkauf von Aktien — Bonos — Gold — Devisen Sorgfältigste Ausführung von Wertpapierauftraegen an den Börsen in Santiago—New York u. Deutschland HEYNE 6l EBEL LTDA. Agustinas 1070, 5. Stock, Ofic. 437 - Fono 68539 CLASIFICADOR 483 D. M. Überweisungen - Vermögensverwaltungen-Traveler Schecks in Dollar und D. M. Achtung! Neu übernommen. Tapicería "Plástic - Auto" Erstklassige Auto-Tapecierungen aller Arten. Auch Verdecke u. Ausbesserungen. Durchsichtige Nylon-Bezüge. Spezialpreise f. Gemeindemitglieder. Av. IRARRAZAVAL 551 — gegenüber Condeil Schliesslich gehören also die D. ERICH BRY. ISRAELISCHES ALLERLEI Kinder aus der Schule eines Kibbuz im Galil besuchten mit einem Schulausflug die Synagoge von Naharia. Als der Rabbi erklaerte, man bete nun um Regen fuer die Landwirtschaft, fragte einer der Jungen: ,,N», und hilft das?" ★ ★★ Abgeordneter Schlomo Lorenz (Aguda): „Es ist kein Zufall, dass die Geburtenziffern bei Frauen, die aus religioesen Gruenden keinen Militaerdienst absolvieren, viel hoeher ist als bei den Frauen nach dem Militaerdienst. ★ ★★ Geistesgegenwart bewies Daniel Konforti aus Rischon Lezion, als er in einer Telefonzelle eingeklemmt wurde. Er rief von dort aus die Polizei an, damit sie ihn befreie.

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