Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Journal
- Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Volume
- XXII (1960)
- Issue
- 4 (Abril, 1960)
- Date
- 1960-04-01
- Page
- Seite 31 (sequence 29)
- Language
- German
- Belongs to
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- Haifa 2× ep/1047930
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Abril 1960 BOLETIN INFORMATIVO 31 INDUSTRIE-Export SUPERMARKET IN HAIFA Die im Jahre 1959 erz’elte Exportsteigerung um 27% gegeüber dem Vorjahre, die den Export von rund 140 Millionen Dollar auf 180 Millionen Dollar brachte, darf mit berechtigter Befriedigung verzeichnet werden. Es ist besonders hervorzuheben, dass erstmals der Industrie-Export (ohne die Diamantenindustrie) die erste Stelle in der Liste der Exportsparten eingenommen hat. Dies ist eine Folge des Interesses, das in den letzten zwei Jahren der Entwicklung der Industrie zugewendet wird und die ihre Früchte zu tragen anfaengt. Der Industriexport stieg um nicht weniger als 65% und erreichte eine Summe von 75 Millionen Dollar, gegenüber nur rund 48 Millionen Dollar im Vorjahre. Handels-und Industrieminister Sapir sprach nun die Hoffnung aus, dass es im Laufe des Jahres 1960 gelingen werde, den Export auf 200 bis 210 Millionen Dollar zu bringen, das heisst eine weitere Steigerung um rund 20%. Er erklaerte aber gleichzeitig, er gehe dabei von der Voraussetzung aus, dass das Preisniveau stabil gehalten werden koenne und die Industrie nicht einer neuen Erhoehung der Produktionsunkosten — etwa durch Lohnerhoehungen, denen keine entsprechende Produktionssteigerung gegenübersteht und aehnlichen Belastungen — ausgesetzt wird. Der Handelsminister machte noch darauf aufmerksam, dass nach den statistischen Ziffern die Industrie einen Preisrückgang im Ausland hinnehmen musste, der etwa 5% des Gesamterloeses betraegt. Die Exportindustrie wird aber zur Einsicht kommen müssen, dass grosse Exportauftraege, die eine Vollausnützung des Maschinenparks und der Produktionskapazitaet ermoeglichen, eine bedeutende Senkung der Produktions kosten mit sich bringen, die solche Nachlaesse ausgleichen. Die Industrie ist heute durchaus leistungsfaehig und auf vielen Gebieten sind ihre Produkte als besonders gut geachtet u. anerkannt. Auch die, “Aufmachung” der verschiedenen Artikel hat sich sehr gebessert und naehert sich dem üblichen Standard. Sicher haben noch nicht alle Werke die noetige Qualitaet erreicht und auch in der Behandlung d. Kundschaft in der exakten gewissenhaften und pünktlichen Auslieferung übernommener Auftraege laesst Israels Industrie noch oft viel zu wünschen übrig. Aber die erzielten Fortschritte müssen anerkannt werden und Erfahrung und der Zwang der Konkurrenz werden weiterhin das Noetige dazu beitragen, die Industrie auf allen Gebieten leistungsfaehig werden zu lassen. (CANFTT) Fremde Gesetze sollen durch Gesetze Israels ersetzt werden Die Knesset wird eine Reihe von Gesetzvorlagen zugeleitet erhalten, die weitgehende Aenderungen der Gesetzgebung Israels, insbesondere soweit sie sich noch auf Gesetze aus der Mandatszeit stützt, mit sich bringen wird. Dies gab der Justizberater der Regierung Chaim Cohen auf einer Pressekonferenz in Jerusalem bekannt. Das Justizministerium trachtet danach, alle Gesetze, die noch aus alten auslaendischen Quellen stammen, wie aus dem ottomanischen Recht oder aus der englischen Mandatszeit auszuschalten und durch eigene israelische Gesetze zu ersetzen.. Dies sei ein langer Prozess und werde viele Jahre, ja vielleicht Geschlechter beanspruchen, erklaerte der Justizberater. Vor die Knesset werde eine Reihe von Gesetzesentwuerfen kommen, besonders auf dem Gebiete des Familienrechts, Strafrechts, und der Gerichtsordnung. Am weitgehendsten werden wohl die vorgeschlagenen Aenderungen auf dem Gebiet des Strafrechts und der Gerichtsverfassung sein, meinte Chaim Cohen. Im Strafrecht ist eine Neuordnung der Strafen vorgesehen, eine Abgrenzung der verschiedenen Strafverbrechen, wie auch Aufhebung der Verpflichtung zur Eidesablegung seitens des Angeklagten beim Prozessbeginn, dies heute üblich sei. Weitgehend sind auch die Aenderungen, die bei der Neuordnung des Strafrechts vorgesehen sind, so besonders bei der Feststellung der strafrechtlichen Verantwortlichkeit. Hierbei sollen auch die Bestimmungen 'über die Verantwortlichkeit von Geisteskranken neu abgegrenzt werden. Ferner d. Feststellung über die Strafabsicht, über Vergehen durch Nachlaessigkeit und aehnliche Vergehen. Ebenso sollen neue Richtlinien ergehen, bezüglich der Strafbemessung, wenn der Angeklagte vom Gericht schuldig befunden wurde. Neu gefasst werden auch die Gesetze über Beleidigung und Körperverletzung. Auf dem Gebiet des Familienrechts gilt es, das Erbgesetz zu 1 verabschieden, das schon die dritte Knesset beschaeftigte und Aenderungen im Status des Ein zelnen und der Familie zu treffen. Im Zivilrecht soll das Obligationenrecht neu gefasst werden, wie die Bestimmungen über Vertraege aller Art. Eine Kommission unter dem Vorsitz des Oberrichters Landau beraet über die Neufassung des Bodenrechts, wo es viele Bestimmungen aus der ottomanischen Zeit, die sich noch auf die Medjelle stuetzen, auszumerzen gilt. Auf eine Frage gab der Justizberater der Regierung der Hoffnung Ausdruck, dass es gelingen werde, die Notverordnungen aus der Mandatszeit auf Grund der Bestimmungen aus dem Jahre 1945 aufzuheben und durch ein eigenes Israel-Gesetz zu ersetzen. (C ANFIT). ALFREDO BERLIHER Fábrica de Confecciones finas para Señoras Abrigos Trajes 2 piezas Chaquetones Santiago Marcoleta 250 Casilla 6046 (dentro Mercado Pdte. Ríos) Tel. 36143 Ein neuer Supermarket der Firma Hazarchan wurde auf dem Franzoesischen Carmel eröffnet. Es Zeewstrasse 9, eröffnet. Es. handelt sich um den 10. Selbst bedienungsladen der Konsumgesellschaft in Haifa, die hier insgesamt 25 Lebensmittelfilialen unterhaelt. In den neuen Laden wurden 70.000 IL für das moderne Gebaeude und die Einrichtung investiert, und es arbeiten dort 5 Angestellte. Er hat 5 Abteilungen, für Gemüse, Fleisch und Hühner, Fische, Kolonialwaren und Haushaltsgeraete. Wie die Leiter der Gesellschaft ausführten, hat sich das Selbstbedienungssystem sehr gut bewaehrt. Es ist nicht nur praktisch und hygienisch, sondern e r h o e h t auch die Umsaetze. So konnten die 10 Selbstbedienungslaeden etwa 60 Prozent des Umsatzes aller Haifaer Laeden des Konzerns erzielen. Hazarchan bezieht die Waren von der Tnuva und Hamaschbir, kauft aber auch bei privaten Quellen ein, wo diese billig sind. In der ersten Zeit wird das neue Geschaeft einen Rabbat von 5 Prozent auf Fleisch und Hühner, und von 10 Prozent auf Gemuese u.a. Waren gewaehren. Insgeinsgesamt sollen 30 Artikel zu Reklamepreisen verbilligt abgegeben werden. Das Geschaeft soll 1000 Familien versorgen. (C ANFIT). Triumph des Israel - Orchesters in Zypern Auf ) einer Pressekonferenz im Mann-Auditorium berichtete Jehuda Jaari, Leiter der Kulturabteilung im Aussenministerium ueber den gewaltigen Erfolg des Philharmonischen Orchesters in Zypern. Die Spitzen der zypriotischen Verwaltung, Parteifuehrer, Leiter der Presse waren bei den Veranstaltungen des Orchesters anwesend. Die Presse wies in ihren Kritiken darauf hin, dass Zypern zum ersten Male den Genuss hatte, ein komplettes Symphonieorchester zu hoeren, das auf solcher kuenstlerischer Hoehe stand. Das Orchester spielte unter Leitung von Jean Martinon und eine der drei Veranstaltungen war der Jugend und den Studenten Zyperns gewidmet Der Eintritt fuer diese war frei und die begeisterten Zuhoerer waren bereits 2 Stunden vor Beginn auf ihren Plaetzen und bereiteten den Orchester-Mitgliedern vom Herzen kommende Ovationen. Herr Jaari wies darauf hin, dass der Besuch des Orchesters der Beginn einer Reihe von Veranstaltungen sein soll, die der Vertiefung der kulturellen Beziehungen mit den nahen Nachbarn Israels dienen werden. Auch die Israel-Oper soll im naechsten Jahre in Zypern auftreten. Das IPO erhielt keinerlei Verguetung fuer sein Auftreten. Das israelische Aussenministerium erhielt die Einnahmen, trug aber die Mehrkosten der Reise. (CANFIT) Zim - Flotte — 30 Schiffe Der Stand der ZIM-Flotte betrug am 1.1.1960 insgesamt 30 Schiffe mit einer Gesamttonnage von 136.718. To. u. einer Mannschaft von 1605 Personen, gab die' Gesellschaft in Haifa bekannt. Darunter befinden sich 3 Passagierdampfer (“Jerusalem” und “Th. Herzl”, Baujahr 1957 und “Artza” 1930) sowie zwei “gemischte” Schiffe für Fracht und Passagiere (“Israel” 1955, und “Zion” 1956). Von den 24 Frachtern wurden drei im Jahre 1959 geliefert; bis .auf die “A. Graetz” (Baujahr 1920) und “Zfonit” (1937) sind alle relativ neu und nicht aelter als 10 Jahre. Zwei weitere Frachter, die “Nathania” (4230 To.) und “Jaffo” (13.000 To.) werden im Februar geliefert. Insgesamt bestehen auf den ZIM-Dampfem 2349 Plaetze für Passagiere (davon 85 auf Frachtern). Die Gesellschaft besitzt einen Tanker. Die Zahl der Passagiere stieg von 11.600 — 1949 auf 55.584 — 1959. Die Fracht von 70.000 To. — 1949 auf 1.238.000 To. allein in den ersten 9 Monaten 1959. Die Zitrusbefoerderung steigerte sich von 136.000 Kisten — 1949, auf 1,687.000 Kisten im Vorjahr. Die Gesellschaft hat 150 Agenten in aller Welt, und ist an einigen Tochterunternehmen beteiligt. (CANFIT) DER KISCHON- ABSCIIMTT DER UEBERLANDLEITUNG DES WASSERS VOR DEM ABSCHLUSS Der Kischon-Abschnitt d. Ueberlandleitung des Wassers im Landesrahmen steht vor dem Abschluss u. wird dann die Wirtschaften des westlichen Galils mit zusaetzlichem Wasser versorgen. (CANFIT) EXPORT IM JANUAR GESTIEGEN Der Export im Monat Januar dieses Jahres stieg um 15% und belief sich auf 23 Millionen Dollar, gegenüber 20.1 Millionen Dollar in der gleichen Periode des Vorjahres. Zitrusprodukte, Diamanten und in gewissem Masse auch Industrieprodukte wurden in erhoehtem Ausmass exportiert.