Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Journal
- Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Volume
- XXII (1960)
- Issue
- 4 (Abril, 1960)
- Date
- 1960-04-01
- Page
- Seite 21 (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
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fl ES DEN WEG diesem hierenum zu viel zu lesultat Postuwenig Solda- :n von eu, be- :i grösst. Eine weitere Moeglichkeit für landwirtschaftliche Nutzung der Wüste erschlossen die Archaelogen. Ihre Luftaufnahmen zeigten merkwürdige Muster von Steinmauern, die fast vom Sande überweht waren. “Professor Evenari”, ein Botaniker von der Universitaet Jerusalem, entdeckte, dass es sich um nabataeische Gehoefte aus der Blütezeit der Nabataeer handle, die vom zweiten Jahrhundert v. Chr. bis zum ersten Jahrhundert n. Chr. im Negev lebten. In der Naehe der Ruinenstadt “Subeita” rekonstruierte Evenari eines der Gehoefte, um festzustellen, wie die Nabataeer Wüstenlandwirtschaft betrieben. In den von Steinwaellen umgebenen Feldern hatte er Reste von Wurzeln gefunden, die nach gründlicher Analyse als die von Oliven, Weinstoecken und Granatapfelbaeumen bestimmt werden konnten. Er liess nun dieselben Arten anpflanzen, und zwar so, dass die Schoesslinge unten von losen Steinhaufen umgeben waren. Überall, wo einst Pflanzen waren, fand man diese kleinen Steinhaeufchen. Bald entdeckte Evenari, dass die lose Schicht aus Steinen dazu diente, der Nachtluft Feuchtigkeit zu entziehen; der Tau kondensierte an den Steinen und tropfte auf die Pflanzen. Professor Evenari entdeckte weiter, dass die nabataeischen Bauern ausgezeichnete Wasseringenieure waren. Er stellte fest, dass der Regen nicht sofort in dem trockenen Boden versickermmmm JEDER KIBBUTZ, der im Negev-Gebiet entsteh!. mm ELEKTRiZITAET VON DER SONNE.—In der Wüstenmetropole Beerscheba stammt ein Teil der elektrischen Lichtes bereits von der Sonne. Grosse Hohlspiegel, die um die vielen naturwissenschaftlichen Institute aufgestellt wurden, werden gerichtet. Sie wandeln Sonnenenergie in elektrische Energie um. Die Ausbeute, so urteilen Fachleute in anderen Ländern heute noch, lohne den Aufwand nicht. Israel indessen ist arm und nutzt jede Möglichkeit. Nach den ersten Erfolgen in Beerscheba hofft man sogar, bald die ganze Stadt mit Sonnenstrom versorgen zu können. 1930 und 1940 die Kupferbergwerke Koenig Salomos. Etwa 25 Kilometer noerdlich vom Golf von in einem verborgenen Seimit dem Namen “Wadi liegen die sagenhaften Rote Felsen stehen wie Saeulen eines Titanentempels am Eingang des Tals, wo die Bergleute Salomos das Erz abbauten. Umgeben von bizarren Felsenwaenden standen die Schmelzoefen, und überall liegen noch die glasigen Schlackestücke herum, die vor dreitausend Jahren vom Kupfergehalt befreit wurden. Obwohl moderne Fachleute meinten, dass im Negev keinerlei Erzadern vorhanden seien, bezeugte auch hier die WASSER wird einmal durch diese 150 Kilometer lange Rohrleitung in die Siedlungen fliessen. Wasserseen wurden angelegt, uralte Quellen chtet die Bibel von der Quelle Abrahams in Geber. Die Hydrologen und fanden frisches, gutes Wasser. Heute versorgt es wieder eine »nschen. In den Forschungsinstituten wird ausserdem versucht, Meerizwischen gelang dies bei fauligem Grundwasser, das nun in der Landwirtschaft verwendet wird. te. Die Erde bildet eine so harte Kruste, dass der Niederschlag fast gaenzlich in Kanaelen am Fusse der Hügel aufgefangen werden konnte und durch aeusserst geschickt angelegte. Verzweigungen in die Felder geleitet wurde. Wenn das Wasser die Felder durchlaufen hatte, verblieb immer noch ein betraechtlicher Rest, der durch einen weiteren Kanal aufgefangen und in eine unterirdische Zisterne geleitet werden konnte. Bei weiteren Untersuchungen entdeckte Evenari, dass die nabataeischen Gehoefte fast alle ausgedehnte Zisternenanlagen besassen, die in die Felsen gehauen waren und noch heute brauchbar sind “Nach der Bauweise der Nabataeer legt man heute wieder moderne Farmen an”. Noch vor zwanzig Jahren war der Negev, auch was Bodenschaetze betriff, von Experten als unergiebig bezeichnet worden. Heute werden am südlichen Ende des Toten Meeres Riesenmengen von Phosphaten, Nitraten und Pottasche abgebaut. Allein an Phosphaten betrug der Abbau in der Naehe von “Oron” im letzten Jahr über 180.000 Tonnen. Das biblische Sodom liefert den modernen Israelis Pottasche, Magnesium, Brom und natürlich — Salz. Die Rauchfahnen der chemischen Werke ziehen steil in den blanen Himmel und legen sich wie Schleier um die violetten Bergkuppen. Für Sodom und Gomorrha wurden die biblischen Worte geschrieben: „... und siehe da ging ein Rauch auf vom Lande wie ein Rauch vom Ofen...“ (1. Mose 19-28). Mit der Bibel in der Hand entdeckte der amerikanische Archaeloge “Nelson Gluck” zwischen WIE EIN GRÜNER KEIL stösst die Vegetation in den roten Sand des Negev vor. Unter nahezu übermenschlichen Anstrengungen wird die Wüste urbar gemacht. In britischen Berichten aus der Mandatszeit steht noch, dass dieses trockene Gebiet zu ewiger Unfruchtbarkeit verdammt sei. Bibel das Gegenteil. Nicht weit von den biblischen Minen stehen heute moderne Schmelzwerke, die übrigens von Deutschland geliefert und installiert Wurden. An der israelischen Küste des Roten Meeres, die nur etwa 15 Kilometer lang ist, lag der biblische Hafen “Elot”. Von dort brachten Salomos Schiffe das Kupfererz bis zu den Laendern am Indischen Ozean. Von dort kamen auch die Gegenleistungen»-Gewürze, Edelsteine, Gold und Elfenbein. Die Koenigin von Saba soll in Elot gelandet, sein, um Koenig Salomo zu besuchen. Heute ist dort der Hafen “Eilat” neu entstanden — in sehr nüchterner, moderner Technik. Jeder Nagel und jedes Brett mussten erst über die 340 Kilometer lange Strasse durch den Negev transportiert werden. Die Berge von Edom, Saudi-Arabien und Ägypten liegen zum Greifen nahe im härten Licht der Wüste, und das breite Tal des “Wadi Araba” ist auf der israelischen Seite zum Teil schon grün. Auch hier vom Süden aus wird die Wüste zurückgedraengt. Es wird noch viele Jahre dauern, bis der ganze Negev urbar gemacht und in fruchtbare Felder verwandelt worden ist. Aber der Tag wird kommen; wenn sich die Siedler von Norden und von Süden treffen, dann kann der Negev eine Million Menschen aufnehmen und ernaehren. Das Wadi Araba sah schon viele Voelker durch das Tal ziehen; Voelker, deren Namen schon halb vergessen sind. Nur das Volk, das Moses hier durchführte, ist mit übermenschlicher Ausdauer dabei, alle Schwierigkeiten, die ihm das Schicksal in den Weg legt, zu besiegen. Aus hundert Laendern der Welt kamen die Israelis zurück in das Land ihrer Vorvaeter, um es wieder erblühen zu lassen. Sie sind erfüllt mit einer fanatischen Liebe zu diesem Land, das sie weder Vaternoch Mutterland nennen, sondern „Unser Kinderland“. (“Die Zeit”) Akaba tentai Timna' Minen. íóí<. S*** DER HAFEN EILAT am Roten Meer wächst mit imponierender Schnelligkeit. Er ist wichtig für das Land, weil ihm der Suezkanal verschlossen ist. Auf der anderen Seite der Bucht (im Hintergrund) liegt der jordanische Hafen Akaba. Von Eilat aus stachen schon Salomos Schiffe in See.