Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Journal
- Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Volume
- XXII (1960)
- Issue
- 4 (Abril, 1960)
- Date
- 1960-04-01
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Mv. ruNiuvMb eiv. — - CAStLLA 24.7. «NT,AGO-CH,L« MITTEILUNGSBLATT BOLETIN INFORMATIVO REDACCION» S.C. I. B’NE JISROCi. AV. PORTUGAL 810. S O C'l Ep AD CULTURAL ISRAELITA " B ' N E JISROEL" AÑO XXII — N? 4 SANTIAGO DE CHILE ABRIL 1960 "...wenn Ihr wollt, Praesident Itzhak Ben Zwi ¡¡HÜ Am 12. Unabhaengigkeitstage Israels draengt sich wieder einmal der G,e danke auf . .wieso und warum es dazu kam und was dies alles zu bedeuten habe”. Anfaenglich mussten wir uns erst mit der Idee vertraut machen, dass ploetzlich die Vision, zur Wirklichkeit geworden war, das wir unversehens am Ende eines Weges standen dessen Anfang die wenigsten unter uns beschritten hatten. Die ersten Jahre standen im Zeichen einer ueberschaeumenden Euphorie und das juedische Volk glich einem jungen Vater der das Neugeborene anstaunt und bewundert, ohne sich im Wesentlichen darueber klar zu sein, dass damit eine entscheidende Wendung in seinem ganzen Leben eingetreten ist. Im Laufe der Zeit wurde aus dieser urspruenglichen explosiven Euphorie ein immer gemaessigterer Enthusiasmus und schliesslich ist Israel als eine Selbstverstaendlichkeit in unser Weltbild gedrungen; eine Welt ohne Israel waere fuer uns unvorstellbar, und Berichte aus den Jahren vor der Staatsgründung klingen fuer wird es kein Maerchen sein!" viele wie Sagen aus grauer Vorzeit. Die physische Rettung Hunderttausender durch den Staat, die Normalisierung unseres ganzen Daseins, wo ueberall wir uns befinden, die definitive Widerlegung der Behauptung, dass Juden nicht erdnah leben koennten, all dies waere schon genug. Aber noch etwas ganz anderes, tief im Menschlichen Wurzelndes ist hinzugekommen: Aus “Judenjungen wurden junge Juden”. Der Minderwertigkeitskomplex, der eine lange Zeit charakteristisch fuer den Juden war, das Phaenomen des Juden, der aengstlich versuchte sein Judesein zu verbergen, ist durch das Entstehen der Medinah verschwunder. Nicht unsere Generation zwar, jedoch die Jugend und die Kinder haben, dank Israel, das jahrhundertealte Erbe der Angst abstreifen koennen. In diesem Jahr nun faellt der Jom Haazmaut —der Unabhaengigkeitstag mit dem 100. Geburstag des Mannes zusammen, dem wir mehr als allen anderen diesen Staat verdanken. Im Mai 1960 wurde Theodor Herzl, der geistige Vater des modernen Judenstaates geboren. Durch die Jahrhunderte hindurch war die Zionssehnsucht im juedischen Volke wach geblieben, hatten unsere Weisen, und unsere Einfaeltigen unsere Reichen und unsere Armen, von der Rueckjkehr getraeumt und Jahr fuer Jahr war am Seder gebetet worden “.. .im naechsten Jahre in Jerusalem”. Die Geschichte ist nicht arm an Versuchen, sei es von unserer, sei es von fremder Seite, die Juden wieder nach Palaestina zurueckzufuehren. Mehr als ein Volksverfuehrer hatte sich Ruhm und Anhang dadurch zu verschaffen gewusst, dass er die baldige Rueckkehr ins Land der V a e t e r ankuendigte. Auch manch ehrlicher Schwaermer machte sich auf den Weg ins gelobte Land, aber immer endeten solche Expeditionen im Debakel, immer nur kamen Juden nach Palaestina, um dort zu sterben, nicht aber um dort zu leben. Theodor Herzl sollte es vergoennt sein, der richtige Mann im richtigen Augenblick, am richtigen Platz zu sein. Das vergangene Jahrhundert, wie auch noch der Anfang des 20. war die Zeit der entstehenden Nationalstaaten, der Besinnung der V o e 1 k e r auf ihr Eigenleben. Die Dichter versenkten sich in den Schatz der volkstuemlichen Sagen in der Musik entstanden die nationalen Schulen, Kunsthandwerk und Volkskunst wurden geehrt und geachtet. Parallel zu die- (Fortsetzung Seite 4) Am 29. April 1960, abends 19.30 Uhr wird die Gemeinde erstmalig in diesem Jahr einen zweiten FREITAGABEND GOTTESDIENST mit DAMENCHOR abhalten. Waehrend des Gottesdienstes wird die erste BATH MITZWAH (Maedcheneinsegnung) durchgefuehrt werden. GENERAL VERSAMMLUNG Wir machen nochmals darauf aufmerksam, dass am * Sonntag, den 24; April vormittags 9 Uhr die diesjaehrige Generalversammlung der S.C.I. B'ne Jisroel stattfindet WIR BITTEN UM ZAHLREICHES ERSCHEINEN