Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Journal
- Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Volume
- XXII (1960)
- Issue
- 6 (Junio, 1960)
- Date
- 1960-03-01
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Marzo 1960 BOLETIN INFORMATIVO 7 ¡ t DER ERSTE ZUS AMMENSTOSS NACH DREI JAEHRIGER PAUSE von Dr. Abner Nechuschtan, Tel - Aviv Das Echo der Schuesse aus Maschinenpistolen, Maschinengewehren, Granatwerfern und noch schwereren Geschuetzen war soeben tage— und naechtelang quer ueber den idyllisch gelegenen See bis zum Winterkurort Tiberiäs mit seinen Heilbaedern zu hoeren, die Scharen friedlich gesinnter Rheumatiker in dieser Zeit aufsuchen. Druebejj, nahe dem suedoestlichen Ufer, war es zwischen starken syrischen Truppenverbaenden und der Golani-Brigade des israelischen Heeres erst zu fortgesetztem Geplaenkel gekommen, und schliesslich zum Sturm der juedischen Soldaten auf Khirbet el Tewfik, ein Fellachendorf, in dem sich die Araber verschanzt hatten. Sie liessen ihre Bunker, Geschuetzstellungen usw. nach kurzem Nahkampf im Stich; Die Haeuser des Dorfes wurden von Sappeuren genau so gesprengt wie in der vorigen Phase des Grenzkriegs, bis zum Herbst des Jahres 1956, Dutzende solcher Stuetzpunkte arabischer Stoerenfriede an den Landesgrenzen. Verhaeltnismaessige Ruhe hatte an den Grenzen geherrscht, seit vor etwa drei Jahren der siegreiche Vormarsch der Israelis auf der Sinai _ Halbinsel gezeigt hatte, wie ueberlegen David Ben Gurions “Zwa Hagana”, seine “Verteidigungsarmee”, dem Gegner war. Im suedlich gelegenen Negev wie anderwaerts, und so auch am Tiberiassee, waren die exponiert gelegenen Siedlungen der israelischen Grenzbauern seit damals von Stoerungen im Ganzen verschont geblieben. Jetzt traten Scharf schuetzen und Ueber - fallkommandos zum ersten Mal wieder gegen sie auf — und gerade in einer der drei Zonen, die nach dem Palaestinakrieg von 1948/49 auf Betreiben der U. N. “militaerfrei” gemacht worden waren... Das Paradox der Demilitarisierten Zonen Um es zu keinen Zwischenfaellen in Landstrichen kommen zu lassen, ueber deren Bodenbesitz mangels ausreichend e r Grundbucheintragungen seit altersher keine rechte Klarheit bestand, hatten die Waffenstillstands vertraege von 1949 eines dieser Grenzgebiete im Sueden und zwei im Nordosten des jungen Staates demilitarisiert. Aber was das konkret bedeuten sollte, war in den Vertraegen so unklar geblieben, dass diese Zonen paradoxerweise vielmehr zu den eigentlichsten Unruheherden des Kleinkriegs geworden waren, der alsbald mit immer neuen arabischen Versuchen einsetzte, sich des umstrittenen Gelaendes zu bemaechtigen Auch die paar Quadratkilometer zwischen dem H u e g e 1, auf dem sich jenes syrische Dorf befindet, und dem westlich davon gelegenen Ufergelaende des Sees mit seinen jüedischen Gemeinschaftssiedlungen stellen ein Gewirr derartiger privatrechtlicher Besitz- ISRAELISCHES ALLERLEI In Haifa weigerte sich die Freiwillige Feuerwehr einen Nachtbrand zu loeschen, nachdem eine Sonderkommsission es abgelehnt hatte, Nachtarbeit als Ueberstunden anzuerkennen. * * * KA Michael Chasani bei der Knessetdebatte neber die Erbschaftssteuer: “Die Erbschaftssteuer ist am leichtesten einzukassieren. Denn der Vermoegensbesitzer ist tot und kann nicht Zeter und Mordio schreien”. * * * Knessetvizepraesident Arie Ben-Elieser auf die Ftffge, ob man in Israel Silvester feiern soll: “Nein. Aber ich wuerde keinen stoeren in dieser Nacht ein Glaeschen zu trinken, wie ich ihn in keiner anderen Nacht daran stoeren wuerde”. * * * Komponist Meir Harnik ueber die Vegetarier: “Sie sterben jung-aber gesund”. * * * Paula Ben-Gurion war erstaunt, weshalb Aba Eban Minister ohne Ministerium ist, waehrend das Postministerium keinen Minister hat und meinte, man koente aus Eban einen Postminister machen. Als man ihr aber erklaerte, dass Eban bei seinem Fach —Auslandsbeziehungen— bleiben moechte, erklaerte sie: "Dann koennte er doch sicher Postminister sein. Die Post versendet doch auch Briefe nach dem Auslande”. ansprueche dar. Die Kibbuzim stoerten die syrischen Fellachen, ihre Nachbarn von jenseits der Grenze, in der Regel denn auch nicht bei der Feldbestellung und Ernte. Vor ungefaehr zwei Jahren aber wurde von den .Israelis versucht, hier klare Verhaeltnisse nach einer sorgsamen Landvermessung zu schaffen. Ein Entwaesserungskanal wurde von ihnen auch zu diesem Zweck als Grenzscheide zwischen den Parzellen der Fellachen und ihrem eigenen Bodenbesitz gegraben. Mehr oder weniger fand diese Regelung bis vor einigen Wochen das stillschweigende Einverstaen'dnis der Bauern von Khirbet el Tewfik. Mutmassungen ueber die Motive Abdel Nassers Seit etwa dem Beginn dieses Jahres versuchten indessen erst einzelne Gruppen von ihnen, sich westlich des Kanals in den Besitz von Boeden zu versetzen, die ihnen nicht gehoeren, und dann syrische Soldaten, die sich zu diesem Zweck als Fellachen verkleidet hatten. Wie gesagt — als es ihnen verwehrt wurde, waren Schiessereien wochenlang die Folge, bis das Dorf in den ersten Tagen des Februars nach schwierigen naechtlichem Sturmangriff ueber r u m p el t wurde. Dabei geht es den unter aegyptischem Kommando stehenden Syrern nach der Ueberzeugung der hiesigen Regierungskreise gewiss nicht um diese Felder, und vielleicht auch nicht darum, sich in grossem Stile auf ein kriegerisches Abenteuer einzulassen. Statt dessen liess sich der Staatschef der Vereinten Arabischen Republik, wie hierzulande angenommen wird, von politischen Erwaegungen leiten, als er dem frueheren Zustand verhaeltnismaessiger Ruhe suedoestlich des Tiberiäs Sees nun ein Ende gesetzt hat. Er stoesst in Syrien, seiner “Nordprovinz”, seit laengerem auf den Widerstand der Kaufleute, Haendler und Latifundienbesitzer, denen der “Anschluss” betraechtliche wirtschaftliche Schaeden gebracht hat, und der syrischen Autonomisten in Damaskus, die sich mit dem Verlust der staatlichen Selbstaend i g k e i t nicht abfinden wollen und in ihrer Opposition anscheinend auch vom irakischen Ministerpraesidenten Kassem, Nassers grossem Rivalen, bestaerkt werden. So gesehen geht es am suedoestlichen Ufer des Tiberias-Sees also um Abdel Nassers Wunsch, seine Widersacher in Syrien mit Siegesmeldungen zu beschwichtigen, ein typisches Ablenkungsmannoever. Politisch bedingt ist sein jetziger Vorstoss in diese Demilitarisierte Zone nach israelischer Meinung aber auch im Hinblick darauf, dass er sich letzthin auf heftige Zerwuerfnisse mit Dag Hammarskjoeld eingelassen hat, dem Generalsekretaer der United Nations, der sich um die Jahreswende nochmals und wieder vergeblich in Kairo bemueht hat, der aegyptischen Sperre des Suezkanals f u e r israelische Schiffe ein Ende zu setzen. Da Abdel Nasser damit zu rechnen hat, dass Ben Gurion den Weltsicherheitsrat auf fordert Aegypten an fruehere Beschluesse gegen die voelkerrechtswidrige Haltung zu erinnern, koennte es in der Tat sein, dass Nasser den Waffengang heraufbeschworen hat, um den Staat Israel seinerseits vor den United Nations wenn moeglich ins Unrecht zu setzen. Schon hat er beim Security Council denn auch geharnischte Beschwerde gefuehrt, Eine neue Entwicklungsstadt wird in der Arawa, an der Strassenkreuzung nach Eilat, wo sich die neue mit der alten Chaussee kreuzt, errichtet werden. Die Stadt wird sich dort erheben, wo heute der Punkt ‘Newe Midbar’ steht und sich nur ein kleinerer Kiosk befindet. Die Gegend heisst gegenwaertig Waadi Giraffi. Laut den Plaenen des Entwicklungsministeriums werden im Laufe der kommenden Monate einige Dutzend Haeuser errichtet werden. Die ersten Bewohner der neuen Stadt werden Arbeiter der Petroleumleitung sein, wie auch Arbei- Der Export an Erdnüssen dürfte in dieser Saison den vorjaehrigen Export in Hoehe von 1.7 Millionen Dollar um etwa 30 Prozent übersteigen, erklaerte jüngst der Vorsitzende der neu geschaffenen Vermarktungs-Organisation für Erdnüsse. Y. Berger. Die Ernte ist jetzt in vollem Gange und die für den Export zur Verfügung stehende Menge Mit dem Bau einer neuen Chaussee Eilat — Sdom wurde begonnen. Die Errichtung dieser Chaussee wird 2 1/2 Millionen Pfund kosten. indem er die zweifellose Unklarheit der privatrechtlichen Besitzverhaeltnisse in dem fraglichen Gebiet und die vertrackte staatsrechtliche Situation der Demilitarisierten Zonen entsprechend ausgenutzt hat. Spiel mit dem Feuer Selbstredend folgte eine israelische Gegenbeschwerde an den Sicherheitsrat auf dem Fuss. Es waere nur zu wuenschen, dass beide Antraege den Ausgangspunkt einer leidenschaftslosen, grundle g e n d e n Pruefung darueber bilden, wie der Status solcher Zonen in Wirklichkeit aufzufassen ist, und ob die Waffenstillstandsvertraege von 1949 darueber hinaus nicht zeitgemaess umgestaltet werden muessen. Andernfalls ist die Gefahr nicht von der Hand zu weisen, dass der lokal begrenzte Streit um einige Hektar Ackerboden das gesamte Laendergebiet des Nahen Ostens unversehens in den Schauplatz eines Krieges von unabsehbaren Folgen verwandelt. ter der dort befindlichen Steinbrüche und anderer Dienste. In dem ersten Stadium wird die Stadt einige hunderte Einwohner zaehlen. Eliezer Preminger, der stellvertretende Generaldirektor des Entwicklungsministeriums, erklaerte dass genügend Wasser aus den iq der Umgebung der Stadt liegenden Brunnen für die erste Bevoelkerung vorhanden sein wird. Diese befinden sich in Waadi Giraffi. Erste versuchsweise unternommene Wasserbohrungen ergaben obne Zweifel das Vorkommen genügender Wassermengen in naher Zukunft, sagte der Sprecher. (CANFIT). dürfte sich auf 6.000 Tonnen gegenüber 4.400 Tonnen im Vorjahre belaufen. Die Preise dürften etwa die gleichen sein, wie im Vorjahre, also 110 bis 130 Pfund Sterling pro Tonne. Die Haelfte dieses Quantums ist bereits nach England, Frankreich und nach der Schweiz verkauft. EILAT — SDOM Sie wird um 70 Kilometer kürzer als die jetzige sein and etwa 30% der Brennstoffkosten einsparen. (CANFIT). NEUE ENTWICKLUNGSSTADT IM NEGEW GUTER EXPORT VON ERDNUESSEN ERWARTET (CANFIT). NEUE CHAUSSEE: