Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Journal
- Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Volume
- XXI (1959)
- Issue
- 10 (Octubre, 1959)
- Date
- 1959-10-01
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 89% known words query
- IRI
…/8553624-8557464-9194445--2701-8557709- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
nv< run » uiml oí V. CA S1 UL A 2487. SANTIAGO-CHI L* MITTEILUNGSBLATT BOLETIN INFORMATIVO REDACCION* 5.C. I. B-NE JISROtt- AV. PORTUGAL 810. ISO Cvl E P A D CULTURAL ISRAELITA " B ' N E JISROEL" | AÑO XXI - -N<? 10 SANTIAGO DE CHILE OCTUBRE 1959 Trae innen in der Sukka Von Robb. E. I. Loewenstein Das Judentum ist reich an Symbolen. Unter ihnen gibt es nicht viele, die einen solchen Reichtum an Gedanken zum Ausdruck bringen wie die Sukka, die wir Jahr um Jahr aufstellen. Eine einfache, schlichte Huette mit duennen Brettern, die nicht fuer die Ewigkeit sondern nur fuer die Dauer des Festes gebaut wird. In dieser bescheidenen Huette feiern wir das “Fest unserer Freude”. Welch’ innerer Widerspruch! Aber der in der Tradition wurzelnde Jude bedarf nicht des lauten Lachens, um Freude zu empfinden. Fuer ihn ist der Inhalt und der damit verbundene Wert seines Lebens bedeutsam. In dieser Sukka kann der Jude traeumen. Noch erschuettern die Stuerme der Welt seine Existenz, brausen alle Winde in die Sukka. Aber das wird nicht fuer immer so bleiben. Sie ist das Symbol seiner aeusseren Schwaeche. Es wird jedoch der Tag kommen, an dem wir die alte verfallene Huette Davids-des Koenigs in Israels, die symbolische Gestalt versunkenen Glanzeswieder in ihrer einstigen Herrlichkeit erstehen sehen. Davon traeumten Juden durch die Jahrhunderte. Angesichts der Stuerme, die sein Leben immer wieder aufs neue zu erschuettern suchten, laechelte er. Es war das Laecheln desjenigen, der weiss, dass das letzte Wort in der Geschichte noch nicht gesprochen worden ist. Er trug in sich die Ueberzeugung, dass sein Traum von der Huette des Friedens einmal doch Wahrheit werden wird. Dieses Laecheln in seinen Traeumen verlieh ihm eine wunderbare Kraft: die, in der Katastrophe schoepferisch zu sein. Des grosse Historiker Heinrich Graetz sah in der Geschichte Israels “eine Leidensgeschichte wie sie kein Volk in diesem gesteigerten Grade in dieser unuebersehbaren Ausdehnung erlitten... Forschen und Wandern, Denken und Dulden, Lernen und Leiden fuellen die lange Reihe dieses Zeitraums aus”. Graetz hat recht gehabt. Aber unsere Generation sieht den Lauf unserer Geschichte doch anders. Fuer uns ist sie nicht nur eine Kette von Leiden, sondern inmitten der Leiden blieben wir doch das Volk, das faehig war, in den Katastrophen schoepferisch zu werden. Diese Faehigkeit wird zum ersten Male in der ehrwuerdigen Gestalt unseres Stammvaters Abraham sichtbar, der Heimat, Geburtsort und Familie verlassen muss, um so einen neuen Weg zu finden, den juedischen Weg. Jahrhunderte spaeter verlor Israel durch Babylon sein Land, seinen Staat und seinen Tempel. In dieser Katastrophe schuf es jene Voraussetzungen, die es auf seinem langen Geschichtsweg erhalten haben: die Synagoge, den Dienst des Gebetes und vieler seiner religioesen Institutionen und Ideale. In den Jahren schwerster politischer und oekonomischer Bedrueckung, sowie tiefster seelischer Not schuf es die juedischen Gemeinden in der Welt, die grundlegend wurden fuer seine Geschichte, als die Katastrophe ueber uns kam. Unter diesem Gesichtspunkt der schoepferischen Katastrophe lassen sich noch viele Kapitel unserer Geschichte schreiben. Die umfassende Wirkung der Kabala auf das juedische Leben ist nicht ohne innere Beziehung zur Vertreibung der Juden aus Spanien im Jahr 1492. Die mystischen Bewegungen des 17. und 18. Jahrhunderts sind eine Folge des Blutbades unter den Juden des Ostens im Jahre 1648. Die moderne zionistische Bewegung erhielt durch die Progrome in Russland und Polen ihren ausschlaggebenden Auftrieb. In der groessten Katastrophe unserer Tage ist das juedische Volk durch seine Medinat Israel schoepferisch geworden. Und vielleicht ist es uns gestattet auch auf das Judentum in Deutschland hinzuweisen, das in cjen Tagen des schwersten Druckes seine groesste Stunde erlebte.. Ist nicht auch die Geburt neuen juedischen Lebens auf diesem Kontinent eine schoepferische Reaktion in einer Epoche schwersten seelischen Druckes? Fuer sehr viele unter uns sind es in diesen Tagen 20 Jahre, seitdem wir diesen Kontinent betreten haben. Die Jahres des Druckes treten in unserer Erinnnerung immer mehr in den Hintergrund. Wir kamen mit einem in schweren, Ieiderfuellten Jahren erstarkten juedischen Bewusstsein in diese Laender. Wir haben uns neue “Huetten” aufgebaut. Sie sind oft .nicht so schlicht und einfach wie die Sukka dieses Festes. Viele unter uns halten sie fuer sichere Konstruktionen. Ein jeder von uns hofft und wuenscht, dass dies immer so bleiben moege. Aber je schoener diese “Huetten” werden, je sicherer unser Leben aeusserlich wird, umso mehr verliert unser Dasein vielfach an innerem Wert. Die alte Sukka will uns vor allem das Gebot der Dankbarkeit lehren. Wir sollen dafuer dankbar sein, dass wir inmitten der stuermischen Winde neue “Huetten” aufbauen durften. Es ist nicht immer leicht, dankbar zu sein, aber doch eine menschliche Pflicht. Wer nicht dankbar ist, sondern sich nur auf seine eigene Kraft verlaesst, wird stolz und arrogant. Unsere Weisen setzen diesen Stolz dem Goetzendienst gleich. Trotz allen Leides, das wir erlebt, sollten wir dafuer dankbar sein, dass wir unsere “Huetten” in Ruhe und Frieden wieder haben aufbauen duerfen. Unser Dank gilt auch der inneren Sicherheit, die wir durch die Wiedergeburt unserer Medinat Israel zurueckgewonnen haben. Die Demut der Dankbarkeit ist die Voraussetzung dafuer, dass wir auch in unseren “Huetten” den Traum der Jahrhunderte von einem starken juedischen Leben verwirklichen koennen. In den Katastrophen waren wir schoepferisch. Wir waren in dem Willen einig, aus jedem Zusammenbruch mit erneuter Kraft hervorzugehen. Nunmehr hoffen wir, dass ein neues Kapitel begonnen hat, in dem die Seiten des Geschichtsbuches nicht mehr mit Bej richten ueber Verfolgung und Ver- I n i c h t u n g ausgefuellt sein werden und das diejenigen unserer Brueder und Schwester, die heute noch unter politischem und menschlichem Druck leben, der Stunde der Freiheit entgegengehen. Dass unsere Generation mit Zu- (Fortsetzung Seite 21) PRESIDENCIA DE LA REPUBLICA CHILE Santiago, Septiembre 16 de 1959. Señor Presidente del Comité Representativo de la Colectividad Israelita de Chile, don Enrique Testa.— Presente.: Me he impuesto con un profundo sentimiento de gratitud del contenido de su amable carta de fecha de hoy, en la cual ustedes se han servido darme a conocer un acuerdo adoptado por los señores miembros del 39° Congreso Sionista de Chile, en orden a disponer que se incluya mi nombre entre los de las más altas personalidades mundiales que han tenido hasta ahora el honor de ser inscritas en el Libro de Oro del Pueblo Judío en Jerusalem. Se ha fundamentado tal acuerdo, —según consta del propio texto de esta resolución,— en el hecho de haber mostrado el suscrito, en ocasiones reiteradas, actitudes de comprensión y simpatía hacia el pueblo judío y en particular por el Estado de Israel. Constituye para mí un motivo de especial satisfacción la circunstancia de que sean ahora reconocidos y puestos en evidencia los sentimientos de respeto y alta consideración que he abrigado siempre hacia la gran Nación Israelita, cuyo pueblo posee arraigadas tan evidentes condiciones de laboriosidad, constancia y espíritu de sacrificio que personalmente he podido apreciar y valorar en su medida exacta. Agradezco a ustedes, en consecuencia, la alta distinción que se ha querido concederme en esta oportunidad, y la acepto complacido por cuanto es evidente para mí la sinceridad de los propósitos que han motivado a los señores miembros de ese Congreso a otorgármela. Con los sentimientos de mi más distinguida consideración y aprecio, quedo del señor Presidente como suyo afmo. amigo y S. S. JORGE ALESSANDRÍ R. S. E. EL PRESIDENTE DE LA REPUBLICA Excelentísimo Señor: Septiembre 16 de 1959. En nombre de la Colectividad Israelita de Chile, el 39 Congreso Sionista de Chile tomó el siguiente acuerdo, que nos complacemos en transcribiros en la seguridad que V. E. tendrá a bien permitirnos enlazar así en forma perenne, el nombre vuestro a la gran obra reconstructiva del Estado de Israel que en forma semejante, conserva el recuerdo eterno de vuestro ilustre progenitor: La Colectividad Israelita de Chile, con motivo de la celebración de su 39 CONGRESO SIO¬ NISTA, considerando: 1. —Que el Excelentísimo Señor Presidente de la República de Chile, don lORGE ALES- SANDRI RODRIGUEZ, ha manifestado reiteradamente su comprensión y simpatía por el pueblo judío, y en particular por el Estado de Israel, lo que se exteriorizó una vez más durante la visita que hiciera recientemente a nuestro país la Excma. Ministra de Relaciones Exteriores de Israel, señora GOLDA MEIR; 2. —Que su permanente actitud de estímulo —al igual que la de su ilustre padre, el recordado Mandatario, don ARTURO ALESSANDRI PALMA (Q. E. P. D.)— es apreciada en toda su magnitud por nuestra colectividad. ACUERDA: "INSCRIBIR EL NOMBRE DEL EXCELENTISIMO SEÑOR D. JORGE ALESSANDRI RODRIGUEZ EN EL LIBRO DE ORO DEL PUEBLO JUDIO EN JERUSALEM". Aprovechamos esta grata oportunidad para reiterarnos respetuosamente de V. E. muy Affmos. y Ss. Ss. FEDERACION SIONISTA DE CHILE COMITE REPRESENTATIVO DE LA COLECTIVIDAD ISRAELITA DE CHILE Israel Pollak Peter Stein Enrique Testa Roberto Levy. Presidente Secretario Presidente Secretario