Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Journal
- Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Volume
- XXI (1959)
- Issue
- 7 (Julio, 1959)
- Date
- 1959-07-01
- Page
- Seite 24 (sequence 24)
- Language
- German
- Belongs to
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24 BOLETIN INFORMATIVO Julio 1959 GEDANKEN ZWISCHEN 2 und 3 Es gibt einen kleinen, goldenen Schluessel zum Herzen der Menschen. Er heisst “Höflichkeit”. Wo polternde Kraft ohnmächtig versagt, öffnet höfliche Ruhe mit mehr Wahrscheinlichkeit einen herb verschlossenen Eingang zu gegenseitigem Verstehen. Zuvorkommende höfliche Herzlichkeit im Alltag nimmt der Routine der täglichen Tretmuehle den bitteren Beigeschmack der Undankbarkeit. Ein liebevoll anerkennendes Wort ist ein Wertgeschenk, das in der Schatzkammer des Herzens aufbewahrt bleibt. Unsere Welt und Zeit ist zu schnell und sachlich geworden, um Müsse fuer Höflichkeit zu haben; man verwechselt sie leicht mit Falschheit und Speichelleckerei. Das Telefon, mit seiner nach Minuten gezählten Hast, lässt oft die einfachsten Regeln der Höflichkeit vergessen. Man ist erstaunt, wenn eine Stimme freundlich und hilfsbereit antwortet, ist viel eher mit gesträubten Gefieder und kampfbereit, auf eine kurze, impertinente Antwort gefasst. Höfliche Gesichter sind ein angenehmer Anblick; verbissene “Ha, -dem-habe-ich’saber-gegeben”-Menschen neigen zu faltig verzerrten Zuegen. Dagegen nuetzt die beste Hautcreme nichts; das muss von innen heraus geheilt werden. Es ist natuerlich leicht, Höflichkeit zu predigen und oft verdammt schwer sie zu wahren. Dickköpfigkeit, Sturheit können einen temperamentvollen Menschen zur Weissglut reizen. Da nuetzt das beruehmte “langsam bis - zehn - zähler” auch nichts. Quintessenz dessen ist also, als erste Lektion Geduld zu erlernen. Geduld und Herzenstakt sind Geschwister; sie sind die Wunderdrogen in der Behandlung der Mitmenschen. Es wäre ideal, könnte man sie rezeptieren und in feinen Dosen injizieren. Nun, das kann man, wenn man, als sein eigener Arzt, seinen Rezeptblock stets bereit hält und gewillt ist, die Medizin zu schlukken. Dazu wiederum gehört ein guter Schuss Selbsterkenntnis und der Entschluss, sich von seinem Egoismus eine tuech- A. T. I. Die Vorbereitungen fuer unseren diesjaehrigen A. T. I. Ball sind bereits in vollem Gange und Dank des originellen Themas, das demnaechst bekannt gegeben wird, rechnet man wieder mit einem grossen Erfolg, wie er fuer alle A. T. I. Baelle schon Tradition ist. tige Scheibe abzuzwingen. Egoistische Menschen sind innerlich ungeduldige Wesen, denn sie sind so ausserordentlich mit sich selbst beschäftigt, dass sie wenig oder keine Geduld fuer andere Belange aufbringen. Und da ungeduldige Menschen zu Unhöflichkeit neigen, wäre also sozusagen der Kreis geschlossen. Als kleiner Einstein in der Westentasche bring ich das nun auf folgende Formel: Höflichkeit= (Selbst erkenntnis-3/4 Egoismus+Herzenstakt10 — Geduld100) Beliebtheit Lebenserfolg. (Ich habe, wie Sie sehen, 14 Portion Egoismus erlaubt, denn ohne dieses klein dosierte gesunde Gewuerz taugt der ganze coktail nichts). K...g. Nachrichten aus VALDIVIA Am 1. Juli 1959 feierte Herrr Julio Warschauer (frueher Berlin), seinen 70. Geburtstag. Die Gemeinde Valdivia spricht dem Jubilar auch auf diesem Wege ihre herzlichsten Glueckwuensche aus. de atea* CLUB DE LA Gran Banquete en conmemoración del 34 Aniversario de la Universidad Hebrea de Jerusalem El Directorio de la Asociación de Amigos de la Universidad Hebrea de Jerusalem, tiene el agrado de invitar a Ud. al GRAN BANQUETE, con motivo de la celebración del 34 Aniversario de la Universidad Hebrea de Jerusalem, con la asistencia del Excmo. Embajador de Israel señor E. Doron, del Enviado Especial y Representante del Departamento Latino América de la Universidad, Dr. Sigírido Krebs, Rectores de las Universidades, Dirigentes y Miembros de la Colectividad, que se llevará a efecto el Sábado 25 del presente mes de Julio, a las 9.30 horas P. M., en los salones del Club de la Unión. Adhesión $ 4.000, se reciben en Bandera 172, 7° piso, Teléfono 89193 o 497452. Tapicería de Bertoldo Schlesinger 10 de Julio 357 — Fono 397282 W.I.Z.O. In wenigen Wochen wird Wizo einen illustren Gast in Santiago empfangen: Rebeca D. (Deborah) Sieff, Praesidentin der Welt-Wizo, wird auf einer Reise durch Lateinamerika einige Tage hier verweilen. Das Wesentlichste ihres Lebens und ihrer Arbeit wurzelt in der Tatsache ihres doppelten Heims; England und Israel. In England wurde sie geboren, erzogen und hier erkannte sie ihre Aufgaben. In den letzten 46 Jahren liegt Israel im Brennpunkt ihrer Interessen. Rebeca Sieff wurde im Jahre 1890 in Leeds geboren. Ihr Vater, Michael Marks, war kein religioeser, aber ein sehr bewusster Jude und Rebecas Erziehung erhielt dadurch ein starkes Gepraege. Rebeca Marks studierte Literatur. In dieser Zeit verheiratete sie sich mit Israel Sieff, der gerade seine Studien in Manchester beendet hatte. Bereits im Jahre 1912 erwachte in dem jungen Paar reges Interesse für die zionistische Idee, sie suchten Dr. Weizmann auf, um sich der Sache des Zionismus zur Verfügung zu stellen. Sehr bald gehoerten Israel und Rebeca Sieff der englisch palaestinensischen Kommission an, die uter der Leitung Dr. Weizmanns stand. Nach dem ersten Weltkrieg beeinflussten zwei wichtige Ereignisse das Leben Frau Sieffs. Ihre erste grosse Aufgabe war die Gründung der Vereinigung jüdischer Fraeuen in England und Irland, aus welcher spaeter die Wizo hervorging. Nicht weniger einschneidend war die Ernennung Israel Sieffs zum politischen Sekretaer der ersten zionistischen Kommission, die damit beauftragt war, die Probleme Palaestinas zu studieren. Das erste Mal reisten sie 1919 in das Land ihrer Vaeter. Frau Sieff machte sich mit allen palaestinensischen Problemen vertraut, was sie wiederum zur praktischen Arbeit führte. Die Grundlage, jüdische Frauen in gemeinsamer Arbeit zu vereinen, ergab sich hieraus und im Jahre 1920 gründete Rebeca Sieff “Women International Zionist Organization” —Wizo— in Palaestina. Seit dieser Zeit bekleidet sie das Amt der Wizo-Praesidentin. Von nun an erfüllt Rebeca Sieff eine dreifache Aufgabe in oeffentlichen Leben, praktische Arbeit in Palaestina, zionistische Arbeit in der Galuth und hervorragende Publikationen in England. Den zweiten Weltkrieg erlebte Rebeca Sieff in England, hier sah sie ihre Aufgabe in der Erlangung gleicher Rechte kriegsverletzter Frauen aus allen Lagern. Wo immer zionistische und jüdische Fragen eroertert werden, nimmt Frau Sieff einen hervorragenden Platz ein. Ihrer Initiative verdanken viele Laender der Welt die Gründung von Wizogruppen, auch waehrend des Krieges reist sie umher, um Frauen zu gewinnen und setzt dieses Werk erst recht nach Beendigung des Krieges fort. Ebenso erfolgreich arbeitete sie an der Errettung jüdischer Menschen aus der Nazihoelle. Frauen und Kinder brachte sie nach England und unmitttelbar nach dem Kriege 1.000 Chalutzim nach Palaestina. Unter den vielen Titeln, die Frau Rebeca Sieff traegt, ist der seltsamste der einees zeitweiligen Oberstleutnants der englischen Armee. Der Besuch europaeischer Flüchtlingslager war Zivilpersonen verboten, Rebeca Sieff hatte sich aber gerade dieses zum Ziel gesetzt. Sie erreichte es, trotz der damals gespannten Beziehungen zwischen dem Foreign Office und der zionistischen Organisation, dadurch, dass man ihr diesen gewiss einmaligen Titel verlieh, der mit der ausdrücklichen Erlaubnis verbunden war, Kontakt mit den Juden im Lager von Bergen-Belsen aufzunehmen. Seit 1919 hat Frau Sieff Palaestina haeufig besucht, 1937 hat sie sich in Tel Mond niedergelassen, und in ihrem Hause, das durch seine herrlichen Gartenanlagen berühmt ist, empfaengt sie viele prominente Gaeste. Im Jahre 1934 gründete die Familie Sieff das “Daniel Sieff Forschungsinstitut” in Rechowoth, das dem Gedenken an ihren Sohn geweiht ist, und das inzwischen Weltruhm erlangt hat. In ihrer Eigenschaft als Praesidentin der Weltwizo kaempft Rebeca Sieff fortgesetzt um den Platz, der Wizo innerhalb des Lebens in Israel und der Welt zusteht und sieht die schoenste Erfüllung ihrer Aufgabe in der staendigen Gründung neuer Zentren. PROGRAMM GRUPPE HENRIETA SZOLD Fuer alle Gruppen. Donnerstag, 30. Juli 59, nachm. Gibt es israelische Volksmusik? 5 Uhr Herr Josef Zweigel. Musikalisch umrahmt von Herrn Leon Schidlowsky. GRUPPE GOLDA MEIR Montag, 3. August 59. abends Arbeitssitzung. 9 Uhr Montag, 17. August 59, abends Mahatma Gandhi. 9 Uhr Herr Hans Jonas. GRUPPE HANNA MEISEL Donnerstag, 30. Juli 59, nachm. 5 Uhr Dienstag, 11. August 59, nachm. 5 Uhr GRUPPE VERA WEIZMANN Dienstag, 21. Juli 59, nachm. 5 Uhr Dienstag, 4. August 59, nachm. 5 Uhr Dienstag, 18. August 59, nachm. 5 Uhr GRUPPE AHAWAH Donnerstag, 30. Juli 59, nachm. 5 Uhr Mittwoch, 19. Agust. 59 nachm. 5 Uhr GRUPPE HANNA STEINER Donnerstag, 30. Juli 59, nachm. 5 Uhr Montag, 10 August 59, nachm. 5 Uhr Gemeinsame Zusammenkunft, mit der Gruppe Henrieta Szold. Koenig David, der Psalmensaenger. 2. Teil. Frau Lotte de Jong. Koenig David, der Psalmensaenger. 1. Teil. Frau Lotte de Jong. Sechstausend Jahre Brot. Frau Else Gans. Mahatma Gandhi. 2. Teil. Herr Hans Jonas. Gemeinsame Zusammenkunft mit der Gruppe Henrieta Szold. Buecher, die unsere Geschichte beeinflussen. 2. Teil. Herr Rabbiner Egon Loewenstein. Gemeinsame Zusammenkunft mit der Gruppe Henrieta Szold. Theodor Herzl. Frau Lola Roesler. 2 ^75252