Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Journal
- Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Volume
- XXI (1959)
- Issue
- 7 (Julio, 1959)
- Date
- 1959-07-01
- Page
- Seite 17 (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
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Julio 1959 BOLETIN INFORMATIVO 17 Zur Duerre auch Wassermangel Solei Bone hat grosse Kontrakte im Ausland Die Wasserwirtschaft Israels ist in grosser Gefahr und dies wird zu einschneidenden Umstellungen in der Landwirtschaft zwingen, selbst wenn durch baldige Regenfaelle der Duerre noch Einhalt getan werden sollte. Es zeigt sich, dass die Berechnungen über die Wasserreserven, auf denen die verschiedenen Entwicklungsprogramme basierten, viel zu optimistisch waren, und die Wasserreserven in einer Art und Weise ausgenuetzt worden waren, die sich jetzt bitter raecht. Infolge des 11-Monate langen Ausbleibens d. Regens ist d. Wasserspiegel ueberall stark gesunken, da unsere Wasserbilanz 1958 mit einem Defizit von mindestens 20 Millionen Cub Wasser abschliesst. (“CANFIT”) Verstärkter Export nach England Der Export nach England konnte in den ersten Monaten 1959 nicht unbetraechtlich vergroessert werden. Es wurde in den zwei ersten Monaten dieses Jahres nach England für über 5 Millionen Pfund Sterling exportiert, um rund 1,25 Million Pfund Sterling mehr als in der gleichen Zeit des Vorjahres. Die Einfuhr in dieser Zeit belief sich auf nur rund 2 Millionen Pfund Sterling. Israel konnte also einen nicht unbetraechtlichen Exportüberschluss erzielen. (“CANFIT”) Arbeitskammern wurden staatliche Institutionen nach Annahme des Arbeitskammern-Gesetzes Die Knesset verabschiedete das Gesetz der Verstaatlichung der Arbeitsverteilungsaemter. Dem neuen Gesetze zufolge sind sowohl Arbeitsgeber, wie auch Arbeitsnehmer verpflichtet, sich bei Anheuerung von Arbeitern bezw. bei Arbeitssuche ausschliesslich der Dienste der Arbeitsaemter zu bedienen. Die Aufsicht ueber die korrekte Fuehrung der Aemter wird dem Staatskontrolleur obliegen . (“CANFIT”) Orangen ein wichtiger Exportartikel. Solei Bone ist heute als Kontraktor in Cypern, Ghana, Westnigerien und Burma taetig und Verhandlungen über neue Kontrakte in anderen Laendem sind im Gange. 250 Ingenieure, Techniker und Vorarbeiter werden von Solei Bone im Ausland beschaeftigt. (“CANFIT”) Erhöhter Gewinn der Bank Israel Der Gewinn der Bank Israel fuer 1958 stieg auf IL. IVi Millionen gegenüber IL. 6.8 Millionen im Vorjahr. Hiervon wurden IL. 3.2 Millionen der Reserve IL. 4.3 Millionen der Staatskasse zugeführt. Der Jahresbericht laesst ein betraechtliches Ansteigen der Devisenreserven wie ein Ansteigen der Ausleihungen an die Regierung erkennen. Im Dezember wurde eine Anleihe zurückgezahlt, die Israel vom internationalen- Waehrungsfonds erhalten hatte. (“CANFIT”) Das Entwicklungsministerium errichtet chemische Industrie Der Generaldirektor d. Entwicklungsministeriums Menachem Bader erklaerte auf einer Pressekonferenz in Jerusalem, dass das Entwicklungsministerium im Rahmen der Empfehlungen des technischen Beirats die Errichtung einer grossen chemischen Industrie plane, die sich auf die Rohstoffe des Negev basieren soll. (“CANFIT”) Rekord im Haifaer Hafen Im Maerz 1959 betrug der Umschlag des Haifaer Hafens 314.916 To. gegenueber 225.797 To. im Maerz vorigen Jahres, womit ein neuer Rekord der Monatsleistung seit Staatsgruendung erzielt worden ist. Der vorherige Rekord fuer einen Monatsumschlag wurde im Januar ds. Jahres, mit 273.669 To. erreicht. Auch in der Import- und Exporthoehe war der Maerz ein Rekordmonat. Es wurden 150.739 To. geloescht, gegenueber 124.787 To. im Maerz des Vorjahres, und 164.177 To. verladen, gegenueber 101.010 To. im gleichen Monat des Vorjahres. (“CANFIT”) Erster israelischer "Mixer' Ein neuer Mixer fuer den Haushalt, ein Produkt der Firma “Ohm”, die auch die erste Waschmaschine des Landes, “Kal-li” herstellte, wurde der Presse vorgefuehrt. Die handliche kleine Maschine mischt, quirlt, mahlt, schlaegt und ruehrt, und wiegt zusammen mit dem eingebauten kleinen Motor nur 750 Gramm. Es handelt sich um den ersten in Israel hergestellten Mixer, der auch zum Export gelangen soll. In Frage kommen als Abnehmer Griechenland, Jugoslawien, die Tuerkei, und gewisse afrikanische Laender» wo insbesondre die auslaendischen Konsularangestellten an solcher Haushaltshilfe interessiert sind. (“CANFIT”) Israelisches Allerlei: Ein als Soldat verkleidetes Kind erblickte einen kleinen verkleideten Araber. Da sagte der “Soldat” seiner Mutter: “Hier sieh’, ein Araber. Ich werde ihn sofort mit meiner Pistole toeten”. “Weshalb denn” — fragte die Mutter, — “das ist doch nur ein Purim-Araber?” — “Keine Angst, Ima, meine Pistole ist ja auch nur eine Purim-Pistole”, — antwortete der Kleine. ☆ In Tel Aviv wurde ein neues Museum eroeffnet; an den Kosten hat sich Helena Rubinstein mit namhaften Betraegen beteiligt. Dieses Kunstzentrum heisst Helena Rubinstein-Pavillon. Im Volksmund nennt man es “Lippenstiftung”. ☆ Zwei Maenner in Tel-Aviv streiten, welche Stadt schoener und besser ist, Haifa oder Tel-Aviv. Sagt der eine: “Haifa ist eine herrliche Stadt, der Handel blueht in ihr, die Irja tut alles, um neue Buerger anzuziehen und. . . Unterbricht ihn der andere: “Warum lobst Du Haifa so?” “. . .Ich habe ein Geschaeft in Haifa, vielleicht kaufst Du es?” ☆ Der jüdische Schriftsteller und Dichter H. Leiwik, der vom Ministerpraesidenten Ben Gurion aufgefordert wurde, seine Ansicht zur Frage: “Wer ist ein Jude?” zu aeussem, antwortete dem Ministerpraesidenten: “Ich habe ein Abkommen mit meinem Rabbi. Er schreibt keine Gedichte und ich lege keine Religionsgesetze aus”. ☆ Ein Jerusalemer Student, der im Niemandland wohnt, beschloss seine Wohnung zu verlassen. Er bekam naemlich eine Aufforderung zur Steuerzahlung seitens der Stadtverwaltung der Altstadt. Es stellte sich heraus, dass seine Kueche sich jenseits der Grenze befindet. ☆ Eine oertliche Schokoladenfabrik, die gerade Schokoladeblocks für Amerika goss, hatte ein schweres Problem zu loesen. Aus einer Maschine fiel naemlich eine Schraube und man wusste nicht, in welchem Schokoladeblock die sich befindet. Bis einer der Direktoren von einer grossartigen Idee befallen wurde: sich an die Polizei zu wenden. Dort bekamen sie tatsaechlich einen Minensuchapparat, mit dessen Hilfe die Schraube gefunden wurde. ' / : J**,*-'*. mm DIE KATAKOMBEN VON BETH SHEARIM Kuerzlich wurde in Beth Shearim ein Museum eingerichtet welches die bei den dortigen Ausgrabungen gemachten Funde beherbergen wird.