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Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1959-03-01 · 3 (Marzo, 1959) · p. Seite 17

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Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XXI (1959)
Issue
3 (Marzo, 1959)
Date
1959-03-01
Page
Seite 17 (sequence 17)
Language
German
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Marzo 1959 BOLETIN INFORMATIVO 17 ZUM ABKOMMEN REGIERUNG —K.K.L. DER JUEDISCHE KLUB IN TOKIO In einer Botschaft an KKL-Tagungen in New York und London hat Israel’s Staatspraesident Ben Zwi den Entwurf des Abkommens zwischen Regierung und Keren Kayemeth ueber Regelung von Bodenfragen als "Wendepunkt in der Geschichte des Fonds" bezeichnet und seiner Hoffnung Ausdruck gegeben, dass das Abkommen "diese im Volk so beliebte Institution noch weiter staerken wird, die ja einen so grundlegenden Beitrag zum Aufbau Israels gegeben und waehrend des ersten Jahrzehnts des Staates weite Flaechen Oedlands in fruchtbaren Boden verwandelt hat". Der Ministerpraesident, David Ben Gurion, bezeichnete bei gleicher Gelegenheit die Aufgabe des KKL als “von entscheidender Bedeutung fuer den Staat, der seine Tore fuer die Aufnahme von Millionen Juden aus allen Teilen der Diaspora oeffnet und Boden fuer ihre wirtschaftliche Eingliederung benoetigt". Der Finanzminister, Levy Eschkol, gab in seiner Bostchaft der Meinung Ausdruck, dass das vorgeschlagene Abkommen zwischen der Regierung und dem KKL eindeutig die Forderung nach Bodenerloesung aufstelle, diesmal jedoch nicht aus fremden Haenden, sondern aus einer durch viele Generationen verursachte Verkuemmerung und Vernachlaessigung. “Ein nicht unter Pflug oder Aufforstung stehender Dunam ist wertlos; ein Dunam Wald oder Ackerland aber ist ein wichtiger Schritt auf dem Wege zu unserer wirtschaftlichen Eigenstaendigkeit”. Dr. Nachum Goldmann, Praesident der zionistischen Organisation, erklaerte: "Das neue Abkomen macht den Keren Kayemeth zu der zentralen Behoerde fuer Bodenentwicklung und Aufforstung . Seine Pflichten, gleich seinen Moeglichkeiten wachsen damit um ein Vielfaches an. Mehr denn je hat der Fonds heute das Recht, vor das juedische Volk mit der Forderung nach aeussersten Anstrengungen zu treten, um ihm die Erfuellung seiner historischen Aufgabe zu ermoeglichen, ohne die der groessere Teil der Flaeche Israels fuer immer ungenuetzt bleiben muesste". WIR BENOETIGEN FUER SOFORTIGEN ANTRITT: 1) Für einen Minenbetrieb im Norden Chiles: einen verantwortungsvollen Angestellten. Erfahrung in Maschinen sowie englische und deutsche Sprachkenntnisse erforderlich. Gutes Gehalt und Aufstiegsmöglichkeiten zugesichert. 2) Für Santiago: einen kaufmännischen Angestellten mit guten Sprachkenntnissen. Vorzugsweise mit Praxis in Büroarbeiten. 3) Für Santiago: einen jungen Mann (Anfänger) im Alter von 18-21 Jahren mit besten Schulkenntnissen (Abitur). Lediglich schriftliche Bewerbungschreiben werden berücksichtigt. Mauricio Hochschild & Cía. Lida. Santiago Agustinas 1360 Casilla 153-D von Dr. Maximilian Steigmann Ein Kind schreit „Mutti”, wenn es Angst hat, dem Durchschnittsmenschen entschlüpft der Ausruf „Gott-o-Gott”, wenn er keinen Ausweg weiss, der Glaeubige betet in einer unguten Stunde, und was taten wir in Tokio? Wir kamen an einem Sonntag Nachmittag mit dem Flugzeug an, und das Reisebuero konnte uns kein Hotelzimmer auftreiben. Da machte sich der Buddha-Bischof Hodo Tobase, der mein Flugnachbar gewesen war, erboetig, uns in seinem japanischen Etablissement, Hotel Matzukijem, unterzubringen, „Spricht man dort auch englisch?” lautete unsere besorgte Frage. „Sure”, meinte unser Bischof. Was den ersten Tag Neugierde war, wurde spaeter zur Qual. Denn wir sassen in Kimonos gekleidet um einen niedrigen Tisch mit unter uns gekreuzten Beinen, bekamen gruenen, ungezuckerten Tee, Reis und Fisch mit Staebchen zu essen gereicht, und vor und nach den Mahlzeiten heisse Tuecher zur Reinigung der Haende und des Gesichts. Unsere Betten wurden am Boden gerichtet und das Schlimmste war, die Verstaendigung mit den sehr hoeflichen und devoten Hotelangestellten und der Direktion war unmoeglich. Keiner sprach englisch. Wir konnten uns nur mit Hilfe der „Japanese Words & Phrases” behelfen, was hoechst ungenügend war. Als unsere Neugierde, fremde Sitten und Gebraeuche kennenzulemen, ein Ende nahm, riefen wir ploetzlich, wie das Kind nach der Mutter, nach der israelischen Vertretung, denn es musste doch ein Konsulat hier geben. Nach langem Kampf des gegenseitigen Deutens waren wir mit dem israelischen Konsulat verbunden, und das Konsulat gab uns die Adresse eines Herrn Samuel Libermann, der uns seine Adresse nannte, die uns das Telefonfraeulein in japanisch aufschrieb. Libermann lud uns sofort ein, zu ihm herauszukommen, und wir folgten gern seiner Aufforderung. Wir fuhren lange mit einem Taxi. Das Linksfahren und die viele Reklame in japanischer Schrift waren fuer uns immer noch ein Novum. Endlich hielten wir vor einem Haus mit einer Inschrift in lateinischen Buchstaben: „Jewish Community Center, Tokyo”. Wir atmeten auf. In einem Vorraum begruesste uns Herr Libermann, der Leiter dieses juedischen Heims. Ein lieber, sympathischer aelterer Herr, in Russland geboren, lebte er nach dem ersten Weltkrieg in Charbin. Waehrend des zweiten Weltkrieges war er in Shanghai, nach dem Kriege verbrachte er einige Jahre in Peru, und jetzt ist er seit fuenf Jahren in Tokio. Er fuehrte uns im Hause herum, zeigte uns die Klubraeume, die Bibliothek, den Tempel, in dem orthodox und ohne Orgel gebetet wird, die Gesellschaftsraeume, die Kuecheden Speisesaal, die Spielraeume. Dann fuehrte er uns in den Garten, wo im Sommer Gasthausbetrieb ist und Unterhaltungen mit Tanz stattfinden. Er zeigte uns das Schwimmbassin und die Tennisplaetze, denn all dies besitzt der juedische Klub in seinem eigenen Heim. Wir begaben uns in den Speisesaal, wo Herr Libermann uns aufforderte, Platz zu nehmen, und uns folgendes erzaehlte. In Japan leben rund 200 juedische Familien, von denen 150 in Tokio wohnen. Der groesste Teil der Juden stammt aus Russland, ganz wenige sind Sefardim und noch weniger Juden aus Deutschland. Die Juden halten zusammen, weil sie gesellschaftlich aufeinander angewiesen sind. Ein Rabbiner, der die Gemeinde rituell betreut, wurde von New York bestellt. Er muss vorbeten, die Tora verlesen, predigen, die Kinder zur Barmizwah vorbereiten und auch Gefluegel schlachten. Die Beschneidungen werden von Aerzten durchgefuehrt. Eine Wizo ist im Entstehen begriffen. Gerade war fuer den folgenden Tag eine Frauenversammlung angesagt, bei der eine Schlicha sprechen sollte. Arme Menschen gibt es hier nicht, und der Frauenverein bangt um die Gesundheit der einzigen deutschsprachigen Juedin, die er zu unterstuetzen hat, denn sonst waere er beschaeftigungslos... gluecklicher Verein! Der Klub wird von fast allen juedischen Besuchern Tokios frequentiert. Gerade waren auch Gaeste aus Nordamerika da. Aus Argentinien war noch niemand dort, und wir waren die ersten, die aus Uruguay kamen. Wir wurden gebeten, uns in das Gaestebuch einzutragen, was wir gerne taten. Dann wurden wir mit Adressen versehen, und schon am naechsten Tag waren wir europaeisch geborgen und genossen in anderer Weise die schoene und sehenswerte Stadt. (Semana Israelita). 11.810.000 JUDEN LEBEN IN 110 LAENDERN Die jüdische Wanderungsbewegung nach dem Kriege — in den neun Jahren von 1946 bis 1955 — umfasste über eine Million Menschen, d. h. fast 10% der gesamten jüdischen Weltbevoelkerung. Die Mehrzahl der Auswanderer stammt aus Europa und dem Mittelosten, und über Zweidrittel dieser Bewegung ging nach Israel. Der Bericht des „Institute of Jewish Affairs” des Jüdischen Weltkongress gibt weiterhin die neuesten Zahlen der jüdischen Bevoelkerung in der Welt an. Danach verteilt sich die Gesamtheit von 11,810.000 Juden auf 110 Laender. Davon leben aber 90% in dreizehn Laendern, naemlich über fünf Millionen in den Vereinigten Staaten, zwei Millionen in der Sowjetunion, 1,700.000 in Israel, 450.000 in Grossbritannien, 400.000 in Argentinien 250.000 Juden in Frankreich, 230.000 in Kanada, 210.000 in Marokko, 190.000 in Rumänien, 130.000 in Algier, 125.000 in Brasilien, 110.000 in Südafrika und 100.000 in Ungarn —wobei sich die letzte Zahl auf die Zeit vor der gegenwaertigen Massenflucht bezieht. Interessant ist die Feststellung des Institutes, welche jüdischen Bevoelkerungsgruppen — aussserhalb Israel in der Nachkriegszeit proportionell am meisten zugenommen haben.Unter ihnen steht die Judenheit Argentiniens an der Spitze, die seit 1939 um 80.000 zugenommen hat, gefolgt von Kanada, die um 60.000 gewachsen ist und Australien mit 23.000. Das Wachstum der amerikanischen Judenheit dürfte zwar in absoluten Zahlen das groesste sein, in der Proportion zur jüdischen Bevoelkerung von 5,200.000 steht es jedoch hinter jenen Judengruppen zurück. Die britische Judenheit hat um 60.000 Seelen zugenommen. Auf der anderen Seite der Bilanz stehen d. Judengruppen, die mehr oder weniger liquidiert worden sind, und zwar durch Massenauswanderung nach Israel. 4.000 Juden sind im Irak übriggeblieben, von einer Vorkriegszahl von 110.000; nicht mehr als ein paar hundert von einstmals 50.000 Juden leben noch im Jemen, und die aegyptische Judenheit, die vor dem Zweiten Weltkrieg 75.000 Seelen zaehlte, ist auf die Haelfte reduziert worden. Die 25.000 Juden, die im Vorkriegs-China lebten, sind in der Welt verstreut, und die Zahl der Juden im heutigen Rotchina dürfte 700 nicht übersteigen. HERBERT FREEDEN BLINDE KINDER IN ISRAEL bedürfen Eurer Freundschaft und Hilfe U nt er stu et zt das Blindenheim in Jerusalem Asociación de los Amigos de los Ciegos Israelitas "TORMEI - OJT Portugal 810 Casilla 2487 es u aauoivicwo «ukp> *Wa4úM€m *de Va/tfaí&ázr GOTTESDIENST Jeden Freitag abend um 19,00 Uhr. Jeden Sonnabend morgen um 9.00 Uhr, Ausserdem auf Wunsch an Jahrzeiten, jedoch muessen diese Daten rechtzeitig an unsere Casilla 984 oder persoenlich einem der Vorstandsmitglieder gemeldet weiden. Verkuendung des Neumondes NISAN: Sonnabend den 4. April 1959. ROSCH CHODESCH NISAN: am Donnertag den 9. April 1959. 1, Seder-Abend: Am Mittwoch den 22. April (abend). 1. Tag Pesaj: Am Donnerstag den 23, April. AENDERUNG IM MITGLIEDERBESTAND Austritt wegen Wegzug Herr James Kiewe. Verstorben Am. 10. Februar, Frau Rosa Altmann.

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