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Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1959-02-01 · 2 (Febrero, 1959) · p. Seite 15

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Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XXI (1959)
Issue
2 (Febrero, 1959)
Date
1959-02-01
Page
Seite 15 (sequence 15)
Language
German
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Febrero 1959 BOLETIN INFORMATIVO 15 i Eine lebhafte Diskussibn hat sich in der Oeffentlichkeit ueber die Frage erhoben, welche Richtung die Siedlungsarbeit der nationalen Institutionen nehmen soll. Fest steht, dass alle kultivierbaren Boeden von Dan bis Beerscheba, die ohne Vorbereitung unter, den Pflug genommen werden koennen, bereits unter landwirtschaftlicher Nutzung stehen. Jede neue Siedlung und jede Erweiterung der produktiven Flaeche hat deshalb neue Wege zu suchen und sich fuer eine der beiden Moeglichkeiten zu entscheiden - entweder in der Nordhaelfte des Landes, auf die Berge zu gehen oder im Sueden den Negev zu besiedeln. Die Tatsachen sind kurz diese: Die Vertreter des Gedankens der Bergsiedlung behaupten, dass von den 3 Millionen Dunam Land, das sich in den Bergen befindet, durch Landgewinnungsarbeiten und Terrasierung ungefaehr 40 -50% urbar gemacht werden koennen. Und die Vertreter der Siedlung im Negev weisen darauf hin, dass ein neues und dichtes Siedlungsreservoir dort erschlossen werden koennte, wenn es gelaenge, das Wasser vom Norden in den durstigen Sueden zu bringen. Die Argumente, die gegen die Bergsiedlung vorgebracht werden, gehen dahin dass sie zu teuer ist. Jeder Quadratmeter Boden muss von Steinen gesaeubert werden, bevor man ueberhaupt an die Erde, die darunter liegt, heran kann. .Man findet weiter dass Wasser fuer grosse Irrigationsprojekte in den Bergen zu kostspielig ist, und dass eine der Hauptkulturen, die sich fuer Bergsiedlung eignet, Tabak, nur geringen Gewinn abwirft und viel Arbeit braucht. Dem gegenueber betont Herr Joseph Weitz vom Keren Kayemeth, der Vertreter des Gedankens der Bergsiedlung, •dass das Wasserproblem im noerdlichen Negev heute nicht t.iaeher seiner Loesung steht lals vor 10 Jahren. Nur 50.000 •Dunam sind in diesem Teil des Landes unter Bewaesserung gegenüber 1 Million zweihunderttausend Dunam im noerdlichen Israel. Weiterhin wer¬ BERG ODER TAL? SIEDLUNGSARBEIT AM SCHEIDEWEG von Herbert Freeden den im Negev bis heute 440.000 Dunam extensiv bestellt. Das heisst, dass bisher nur 3% der Boeden des Negev, die fuer Landwirtschaft in Frage kommen, kultiviert werden. Herr Weitz meint, dass der Traum, mindestens 1 Million Dunam im Negev zu bewaessern mehr und mehr unrealistisch wird, da nach seiner Ansicht die Wassermengen des Nordens fuer eine solche Umleitung in Frage kommen, weit ueberschaetzt worden sind. Er steht auf dem Standpunkt, dass die Landreserve in den Bergen wertvoller ist als im Negev, da sie weniger von Bewaesserung abhaengig und lediglich auf harte Vorbereitungsarbeit angewiesen ist. Die durchschnittliche Regenmenge ist in den Bergen groesser als in den Ebenen und darueber hinaus bekommen die Berge mehr Spaetregen, die von entscheidender Bedeutung fuer die Landwirtschaft sind, besonders fuer Getreide und Obstbaumzucht. Die Geschichte scheint die Frage, ob die Berge besiedelbar Sind oder nicht, laengst entschieden zu haben, denn waehrend der Zeit des Zweiten Tempels war sie dicht bevoelkert, und jedes Stueck Boden war bestellt und ausgenuetzt, und die Bibel nennt die Berge “Ein Land, da Weizen, Gerste, Weinstoecke, Feigenbaeume und Granataepfel innen sind”; “Ein Land, das Oelbaeume und Honig innen waechst”. (Deuteronium 8/8). Was waechst in den Bergen? Am besten eignet sich der Boden, wenn er einmal von Steinen gesaeubert ist, fuer Oliven, Mandeln, Aprikosen, Wein, Feigen und Granataepfel, und weiterhin fuer Aepfel, Birnen, Pflaumen, Kirschen und Pfirsiche. An zweiter Stelle hinter der Obstoaumzucht kommt die Gemuesekultur. Fast alle Gemuesear- ‘en, die in den Ebenen und Taelern gedeihen, koennen in aen Bergen gezogen werden, meistens in der Regenzeit, wie R u e b e n, Kalotten, Kohl, Blumenkohl etc. .Im Fruehjahr gibt es gute Chancen fuer Kuerbis, Gurken und Melonen und gegen Ende des Sommers fuer Tomaten. Alle diese Arten brauchen keine kuenstliche Bewaesserung. Man darf erwarten, dass sorgfaeltig vorbereiteter Bergboden zirka 1.300 Kilo Pfirsiche pro Dunam bringt oder 1.000 Kilo Pflaumen oder 400 Kilo Kirschen oder 1.000 Kilo Aepfel oder 1.200 Kilo Birnen oder 1.000 Kilo Trauben. Schaetzungsweise koennen 40 - 50% der Bergboeden urbargemacht und auf diese Weise ausgenutzt werden. Land, das sich landwirtschaftlich nicht erschliessen laesst, kann entweder aufgeforstet werden oder als Weide fuer Rinder und Schafe dienen. Wo die Haenge nicht zu steil sind und die Besteinung nicht zu stark ist, koennen nach gewisser Vorbereitung 4-5 Dunam ein Schaf ernaehren oder 15-20 Dunam ein Rind. Der KKL hat bisher 200.000 Dunam Bergland erschlossen und hat im Programm in den naechsten zehn Jahren eine weitere Million Dunam solcher Boeden der Landwirtschaft zuzufuehren. Diese Arbeit kann nicht nur mit oekonomischen Masstaeben gemessen werden, da ein grosser Teil der Grenze quer durch die Berge laeuft und Siedlungsarbeit im Berggebiet ist ein entscheidender Sicherheitsfaktor. Das Landwirtschaftsministerium und die Hebraeische Universitaet haben deshalb zusammen mit dem KKL beschlossen, bei Jerusalem ein Forschungsinstitut fuer Bergsiedlung zu gruenden, in dessen YESO A OMERAL para TERMINACIONES PERFECTAS Gran rendimiento Distrib: SOOIMAC - S. A. C. SAAVEDRA BENARD AGENCIAS GRAHAM S. A. C. Versuchstation Experi mente mit Weideland, Tabak, medizinischen Kraeutern und verdenen Gemuesearten gemacht werden sollen. Entscheidend fuer den Erfolg oder den Misserfolg der Bergsiedlung ist natuerlich der menschliche Faktor. Als vor 25 Jahren die erste Bergsiedlung Kiryath A n a v i m, jetzt ein bluehendes Dorf, gegruendet wurde, erwartete die Siedler nichts anderes als feindliche Nachbarn, steiniger Boden und harte Arbeit, und es dauerte lange, bis sie ihre Zelte in Wohnhaeuser umwandeln konnten. Heute werden den neuen Siedlern von Adulam fertige Wohnhaeuser zur Verfuegung gestellt, mit dem notwendigen Mobiliar ausgestattet, Instruktoren helfen ihnen bei der landwirtschaftlichen Arbeit, Strassen sind bereitgestellt worden und es gibt Elektrizitaet. Ausserdem werden die Siedler in den ersten Jahren, bevor der Boden Frucht tragen wird, vom KKL in Landurbarmachungsprojekten beschaeftigt. Das moralische Klima im Lande hat sich aber so geaendert, dass es Kreise gibt, die in diesen Menschen keine Pioniere, sondern Maertyrer sehen und die Attraktion der Staedte ist heute staerker als es seinerzeit war, als die Chaluzim ins Land kamen. Selbstverstaendlich muss man auch die Altersschichtung jener Siedler in Rechnung stellen, deren Durchschnittsalter hoeher liegt als das der Gruender von Kiryath Anavim und Maaleh Hachamischa. Es waere aber voreilig, das Siedlungswerk im Grenzgebiet von Adulam bereits nach den harten Anfaengen beurteilen zu wollen und nicht zu warten, bis die Planung und Investierung ihre Fruechte tragen. DUESEN - JAGDBOMBER AUS FRANKREICH Heimann von Leo Genau zehn Jahre nach dem ersten israelischen Bombenangriff unbewaffneter „Piper Cubs”, die im Kampf Israels um seine Unabhaengigkeit mit Sprengstoffen gefüllte Kochgasbehaelter auf aegyptische Kriegsschiffe vor Tel Aviv warfen, Unterzeichnete Israel einen Vertrag mit Frankreich über die Lieferung von den modernsten Vautour - Düsenjaeger - Bombern, die von amerikanischen und britischen Experten als die „besten gegenwaertig vorhandenen Jagdbomber” bezeichnet werden. Um die grundlegende, fast atemberaubende technische Entwicklung zu ermessen, genügt es, einen Blick auf die Ereignisse des Jahres 1948 zu werfen, als Israel von der Tschechoslowakei für 5 Millionen Dollar dreissig Messerschmitt - Flugzeuge erwarb, die Goerings Luftwaffe dort bei Kriegsende zurückgelassen hatte. Israelische Transportflugzeuge brachten die zerlegten Messerschmitts nach Akron, wo sie montiert und zur Rettung Israels vor dem aegyptischen Angriff eingesetzt wurden. Denn am 29. Mai 1948 hatte eine aegyptische Panzerbrigade bereits Aschdod eingenommen und aegyptische Panzerkagen standen schon rund 50 km südlich von Tel Aviv. Am Nachmittag des gleichen Tages wurden die ersten vier Me- 109 in aller Hast zusammengesetzt und unter Moody Alon, einem früheren Jagdflieger der RAF als Geschwaderführer in den selbstmoerderischen Kampf geworfen. Im Tiefflug kamen die vier Me- 109 über die Küste, mit der Sonne im Rücken, angebraust und zerstoerten mit den gleichfalls von der Tschechoslowakei gekauften deutschen Bomben und mit dem Feuer ihrer 20-mm-Bordkanonen die ueberrraschten Aegypter. Zwei Messerschmitts wurden von der aegyptischen Flak abgeschossen und gingen in Flammen auf. Geschwaderführer Alon selbst machte in seiner beschaedigten Me eine Bruchlandung —aber der aegyptische Angriff war für mehrere Stunden gestoppt! In den darauf folgenden Kaempfen, die bis zum 8. Juli dauerten, wurde die aegyptische Panzerbrigade dezimiert, wenn auch unter schwersten israelischen Verlusten, — doch Tel Aviv war gerettet! Nun hat Israel von Frankreich Vautour-Düsen-Jaegerbomber erworben, und es wurden bereits israelische Flieger zur Uebemahme dieser modernsten Flugzeuge geschult. Mit Uebernahme dieser Vautours wird Israels Luftwaffe zur staerksten im Nahen Osten, denn selbst die ausgezeichnete griechische und türkische Luftwaffe verfügt nicht über Flugzeuge, die mit den „Mystère” oder „Vautour” vergleichbar waeren. Schon die 1953/54 herausgebrachte Vautour-Serie erreichte im Horizontalflug Überschall - Geschwindigkeit, eine Leistung, die damals von keinem anderen aehnlichen Flugzeugtyp erreicht wurde. Bereits waehrend des Suez-Feldzuges flogen Vautour-Formationen mit voller Bombenlast eine Durchschnitts - Geschwindigkeit von 1180 km/Std.)! Die Leistungen der 1957/58-Serie werden zur Zeit noch geheim gehalten, aber es steht fest, dass sie weit über denen der Serie 1953/54 liegen, obwohl schon deren Steigfaehigkeit von 86 m. in der Sekunde vom NATO - Oberbefehlshaber Laurence Norstadt als „unglaublich, aber wahr” bezeichnet wurde. Vergleichswei- (Fortsetzung Seite 17) 71/|7fGB IT hmtMÜc/tMtir

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