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Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1959-02-01 · 2 (Febrero, 1959) · p. Seite 6

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Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XXI (1959)
Issue
2 (Febrero, 1959)
Date
1959-02-01
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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6 BOLETIN INFORMATIVO Febrero 1959 DER ASSUAH - DAMM WIEDER AKTUELL Es ist eine Tragödie, dass der Assuan - Staudamm zu einem Banner im politischen Kampi geworden ist. Denn wie brennend gern Präsident Nasser seine Regime durch diesen “Pyramidenbau” auch glorifizieren möchte, so brauchen die ägyptischen Bauern ihn oder einen gleichwertigen Ersatz doch noch viel dringender, um ihre armselige Existenz zu verbessern. Rund 23 Millionen Aegypter müssen ernährt werden, und ihre Zahl wächst jedes Jahr um fast eine halbe Million. Die meisten von ihnen sind schon jetzt arm, doch sie werden noch ärmer werden, wenn das Wasser des Nils nicht stärker genutzt werden kann — sowohl zu Bewässerungszwekken als auch zur industriellen Energiegewinnung. Das Ideal wäre eine gemeinsame Nil - Entwicklungsbehörde, zusammen mit dem Sudan, Aethiopien und Uganda. Die Schuld daran, dass die Verwirklichung eines solchen Planes in absehbarer Zeit unwahrscheinlich ist, liegt hauptsächlich bei Aegypten. Doch der sehnliche Wunsch der verschiedenen ägyptischen Regierungen nach einem Staudamm kann nicht als nationalistischer Grössenwahn bezeichnet werden, denn bei der Nutzung des Nilwassers geht es für die Aegypter buchstäblich um Leben und Tod. Leider ist der ehrgeizige Plan des Dammbaus heute nicht mehr nur eine Existenzfrage für die ägyptische Bevölkerung. Um ihn zu finanzieren, versuchte Präsident Nasser den Westen gegen die Sowjetunion auszuspielen; als der Westen sein Anleiheangebot zurückzog, verstaatlichte Nasser den Suez- Kanal, um — so rechtfertigte er diesen Schritt — aus den Einnahmen von der Suez-Schiffahrt den Staudamm zu errichten. Wenn nun Marschall Amer, der Vizepräsident der Vereinigten Arabischen Republik, anlässlich seines kürzlich stattgefundenen Besuches in Moskau die sowjetische Regierung um Unterstützung bat, so ist diese politische Geste mit dem Erwerb der tschechoslowakischen Waffen vor drei Jahren vergleichbar. Finanziell gesehen, rücken 400 Millionen Rubel den Bau des Dammes nicht viel näher. Dieser Betrag ist kaum ein Drittel jener Summe, die Aegypten vor zweiundeinhalb Jahren von den U. S. A. Grossbritannien und der Weltbank erhoffte. Auch ist damit noch nicht das Einverständnis des Sudans gegeben, von dem die Durchführung des ganzen Projektes abhängt. Niemand kann Nasser an der Annahme der sowjetischen Unterstützung hindern. Es hat auch keinen Zweck, dass jetzt die Westmächte eilfertig von neuem Angebote unterbreiten. Denn der Dammbau wird letzten Endes nur verwirklicht werden, wenn auch die anderen an ihm direkt interessierten Nil-Länder ihre Zustimmung geben und wenn er keine politischen, sondern ausschliesslich wirtschaftliche Ziele verfolgen wird. (“HAKIDMAH”). Wohin flüchtete Ludwig Zind? Offenburg.— Über den Verbleib des Gymnasiallehrers Ludwig Zind befragt, entgegnete der Staatsanwalt von Offenburg Rudi Meyer, Zind sei moeglicherweise nach Argentinien geflüchtet. Die Interpol habe mitgeteilt, ein Sohn Zinds, der an der Universitaet Innsbruck studiert, sei in den Besitz eines Briefes gelangt, in dem ihm sein Vater mitteilte, er würde nach Argentinien fahren. Auf die Einwürfe, dass es angezeigt gewesen waere, Zind in Praeventivhaft zu nehmen, antwortete Meyer, dies waere durch nichts gerechtfertigt gewesen, da man in der Bonner Republik nicht die Nazimethoden wiederholen wolle. Die „Frankfurter Allgemeine Zeitung” schrieb, Maenner wie Zind und Eisele koennten wahrscheinlich mit der Hilfe einer weitverzweigten Organisation rechnen, und das westdeutsche Justizwesen sei wieder einmal laecherlich gemacht worden. Allerdings, so fügte die Zeitung hinzu, sei es vielleicht besser, dass Zind verschwunden sei, denn auf diese Weise würde vermieden, dass er sich durch Verbüssung der Strafe in einen Helden verwandle. Die sozialdemokratische Presse sagte voraus, Zind werde gewiss bald „als Lehrer arabischer Kinder auftauchen”. Inzwischen hat das Justizministerium von Baden-Württemberg eine Untersuchung eingeleitet, um festzustellen, ob irgendein Beamter Zind zur Flucht verholfen habe. Ferner verlautete, dass Dr. Naegele nach Heidelberg versetzt wurde. Er hatte ebenso wie andere Personen, die mit dem Prozess etwas zu tun hatten. Drohbriefe erhalten, deren Absender in erster Reihe Einwohner von Offenburg waren. (ITA). GEDRUCKTE LUEGEN UEBER ISRAEL ELI AH U SALPETER „Als der weltberuehmte Physiker, der Jude Albert Einstein, den Fuehrer der Zionisten Chaim Weizmann fragte: „Und was wird mit den Arabern geschehen, wenn Palaestina den Juden gegeben wird”, da antwortete Weizmann: „Die Araber? Die sind nicht von Bedeutung”. Dieser Dialog ist einem kleinen Buch „Israel” entnommen, dass kuerzlich von einem sowjetischen Verlag herausgegeben wurde. Es ist die erste umfangreichere Veroeffentlichung sowjetischen Ursprungs ueber den Staat Israel und stellt eine offizielle Sammlung aller Verleumdungen und halben Wahrheiten dar, die in den letzten Jahren von Moskau verbreitet wurden, um das Wohlgefallen der Araber zu erregen. Da das Buechlein sich selbst ein wissenschaftliches Werk’ nennt, so werden die darin enthaltenen Ziwenigstens täte mit Angabe der Quellen anvon gefuehrt. Das oben wiedergegebene Gespraech stammt, wie es in dem Buch heisst, aus einem anderen „Meisterwerk” ueber Israel, der krankhaft antiisraelischen Schrift „Israel zu welchem Preis?” von Alfred Lilienthal vom American Council for Judaism. Offensichtlich ist Moskau ueber die Tatsache besorgt, dass 41 Jahre kommunistischen Regimes nicht vermocht haben, Zion aus den Herzen von Millionen russischer Juden auszuloeschen, die davon traeumen, nach Israel reisen zu koennen. Dies fand seinen dramatischen Ausdruck bei dem Jugend treffen im Jahre 1957 in Moskau. Damals versuchten Zehntausende von russischen Juden jedem Auftreten von Saengern und Taenzern israelischer Folklore beizuwohnen. Damals umringten Hunderte von Juden jeden der israelischen Besucher, denen sie heimlich kleine Zettel zusteckten, worauf in Jiddisch, Hebraeisch oder in schlechtem Englisch zu lesen stand, „Vergesst uns nicht!”, waehrend andere sich damit begnuegten, einem Israeli das Gesicht zu streicheln oder auch nur seinen Aermel zu beruehren. Seit dieser Zeit hat Moskau seine antiisraelische Kampagne auf internes Gebiet verlegt und fuehrt sie nicht nur mehr auf internationalem Felde durch. Die sowjetischen Zeitungen bringen ausser den politischen Angriffen gegen Israel, die fuer die Araber bestimmt sind, „Beschreibungen” der „fuerchterlichen” Zustaende in Israel, sie schreiben von „dem Hunger, der Arbeitslosigkeit, der Ausbeutung der Einwanderer”. Moskau sandte sogar eine Gruppe von „Touristen” nach Israel, unter denen sich ein Agent befand, der spaeter verleumderische Artikel ueber das Land veroeffentlichte. Jetzt gab Moskau das eingangs EINLADUNG Gemaess Art. 6 der Statuten lade ich die Mitglieder der Liga de Damas Israelitas "Caridad" zu einei Ordentlichen Generalversammlung fuer MITTWOCH, 4. MAERZ 1959, VORMITTAGS 11 UHR in den Versammlungssaal, Portugal 810, ein. TAGESORDNUNG: 1) . Verwaltungsbericht 2) . Kassenbericht 3) . Verschiedenes. Ich bitte um zahlreiches Erscheinen der Mitglieder. Ich mache die Mitglieder darauf aufmerksam, das, falls zu der vorstehend festgesetzten Zeit nicht mindestens 20% der stimmberechtigten Mitglieder anwesend sein sollten, die Generalversammlung eine Stunde spaeter abgehalten wird und zwar mit der Zahl der alsdann anwesenden Mitglieder (Art. 24 der Statuten). Santiago, 4 Februar 1959. Die Praesidentin SELMA LEVY. CITACIO De acuerdo con el Título VI de los Estatutos, cítase a las sodas de la Liga de Damas Israelitas "Caridad", a la Asamblea General Ordinaria del presente año, que tendrá lugar el día MIERCOLES 4 DE MARZO DE 1959, A LAS 11 HORAS en el Hogar Social de la Sociedad Cultural Israelita "B'ne Jisroel", Av. Portugal 810, de esta ciudad. TABLA: 1) . Memoria de Administración 2) . Informe de Tesorería 3) . Varios Se ruega la asistencia al mayor número posible de socios. Hago presente a las socios que el quorum para entrar en sesión es del 20% de las sodas con derecho a voto, y si este quorum no se reúne a la hora fijada, la Asamblea sesionará una hora más tarde, con el número que asista, en conformidad al Art. 24 de los Estatutos. Santiago, 4 de Febrero de 1959. SELMA LEVY Presidente. erwaehnte, 142 Seiten starke Buch heraus. Dieses kleine „Meisterwerk” gibt, seiner Tradition getreu, einen geschichtlichen Ueberblick, ohne allerdings zu erwaehnen, dass die Sowjetunion im Jahre 1948. die Gruendung des juedischen Staates unterstuetzte. Das Buch leugnet „jeden juedischen Beitrag” zur europaeischen Zivilisation. Die Bibel wird „eine Sammlung von Volksmaerchen” genannt. Es folgt ein Bericht ueber die „Schrecken”, die die Einwanderer in Israel erdulden, und um zu erklaeren, warum die Juden trotzdem nach Israel stroemen, heisst es, dass sie „in den Fluechtlingslagern von Europa den aergsten Qualen ausgesetzt wurden, um sie zur Auswanderung nach Israel zu zwingen” . Natürlich ist Alfred Lilienthal nicht der einzige „Fachmann” in israelischen Fragen, den das Buch zitiert. Die Zeitungen, Zeitschriften, und Sprecher verschiedener kommunistischer Laender und Israels werden haeufig angefuehrt, um die Behauptungen des Verfassers zu „beweisen”, wobei geflissentlich zu bemerken vermieden wird, dass die Quellen ebenfalls kommunistisch sind. Ein grosser Raum wird der Widerlegung der Ideologie des Zionismus und der juedischen Nationalitaet im allgemeinen eingeraeumt (obwohl es wiederholt in dem Buch „Jude der Nationalitaet nach” heisst). Selbstverstaendlich felht auch nicht der arabische Aspekt der Frage. Zahlreiche Seiten handeln ueber den „imperialistischen Charakter” Israels, wie so z B. die „Uebersetzung” des „streng geheimen Plans” von der Besetzung der arabischen Laender, den „der Generalstab des israelischen Heeres vorbereitet hat und der von einem indischen Journalisten aufgedeckt wurde”. 71/17fGBfrmtt

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