Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Journal
- Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Volume
- XX (1958)
- Issue
- 8 (Agosto, 1958)
- Date
- 1958-08-01
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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REDACCION» S. C. I. B'NC JISROHL. AV. PORTUGAL 610. CASU.UA 2487. SAMT)ASO-CHJUC BOLETIN INFORMATIVO MITTEILUNGSBLATT S O CM E;0 A D CULTURAL l,S RAEilTA ” B ' N E JISROEL" AÑO XX N9 8 SANTIAGO DE CHILE Agosto 1958 DR. ERNST SIMON Prof. Ernst Simon Geboren in Berlin am 15. März 1899, nahm er als Kriegsfreiwilliger am ersten Weltkrieg teil, wurde durch dieses Erlebnis Zionist und Vorkämpfer einer friedlichen Lösung internationaler Konflikte. Seit 1917 Mitglied des Kartells Jüdischer Verbindungen und der Zionistischen Organisationen. Mit dem Bekenntnis zum Zionismus, Beginn intensiver hebräischer Studien als Vorbereitung der Palästina- Einwanderung. Studierte Germanistik, Geschichte, Philosophie und Nationalökonomie an den Universitäten Berlin, Frankfurt a. M. und Heidelberg. Talmudische Studien bei Rabbiner N. A. Nobel s. A., Frankfurt am Main und Salman Rabinkow s. A., Heidelberg. Seit 1921, Dozent an dem von Franz Rosenzweig gegründeten “Freien Jüdischen Lehrhaus”, Frankfurt am Main. Seit 1923 Mitredakteur der von Martin Buber herausgegebenen Zeitschrift “Der Jude” und seit 1924 des “Jüdischen Wochenblattes”, Frankfurt a. Main. 1923 Dr. phil. summa cum laude an der Universität Heidelberg mit der Arbeit “Ranke und Hegel”, die J926 als Buch im Verlag der “Historischen Zeitschrift” erschienen ist. 1926 legte er das Staatsexamen für das höhere Lehrfach an der Universität Frankfurt a.M. ab in den Fächern Geschichte, Deutsch, Hebräisch. Die Examensarbeit “Zu Jakob Grimm’s Sprache, Stil und Persönlichkeit” erschien 1928 im Druck. 1928 - 1934 Lehrtätigkeit in Palästina am Mädchenseminar des Misrachi in Jerusalem und der Hebr. Realschule in Haifa. 1934 - 1935 in Deutschland zusammen mit Martin Buber an der “Mittelstelle für jüdische Erwachsenenbildung” bei der Reichsvertretung der deutschen Juden tätig. 1935 Rückkehr nach Palästina, zunächst als Leiter der Informationsabteilung der Hebräischen Universität. 1936- 1939 Lehrer an der höheren Schule in Beth Hakerem in Jerusalem, am dortigen Lehrerseminar und dann Mitglied der Leitung zusammen mit David Yellin und Benzion Dinur. Seit 1939 war er Dozent an der Pädagogischen Abteilung der Hebr. Univ. Jerusalem, zeitweise deren Vorsitzender, an der er heute als ordentlicher Professor für Pädagogik tätig ist. In seiner öffentlichen Tätigkeit gehört Prof. Simon von 1933 bis jetzt zu den führenden geistigen Persönlichkeiten im Kreise und in der Organisation der mitteleuropäischen Einwanderer; er vertrat die politische Gruppe dieser Einwanderer in der parlamentarischen Vertretung der palästinensischen Juden vor Errichtung des Staates und war ein leitendes Mitglied aller Organisationen, die für jüdisch-arabische Verständigung eintraten. Seit 1958 ist er Mitglied des Präsidiums des Council of Jews from Germany. Wissenschaftlich war Prof. Simon ausser seiner Tätigkeit an der hebr. Univ. als Mitglied der Redaktion der in hebr. Sprache erscheinenden pädagogischen Enzyklopädie (Chefredakteur Martin Buber) und als Redakteur des ersten Bandes des Werkes “Die philosophischen Grundlagen der Erziehung” tätig. Dem wissenschaftlichen Board des Leo Baeck Instituts of Jews from Germany gehört Prof. Simon seit seiner Gründung an. Prof. Simon wurde auch verschiedentlich zu wissenschaftlicher Tätigkeit ausserhalb Israels berufen und zwar: 1947 - 1948 Gastprofessor am Jewish Theological Seminary of America in New York. 1949 als Gastredner am Kongress zum 200. Geburstage von Goethe in Aspen, Colorado (Vortrag über “Goethe und der rel. Humanismus”, der englisch, hebr. und deutsch erschienen ist. 1951 besuchte er Südafrika und hielt Vorträge an der jüdischen “Peop: University” und den Universitäten in Johannesburg und Capetown. 1956-1957 war er Gastprofessor an der “University of Judaism”, Los Angeles, Californien. Simons Richtigste Publikationen sind: Zur Psychologie des jüdischen Witzes (1926). Ranke und Hegel (1928). Das Werturteil im Geschichtsunterricht (Teubner 1931) Franz Rosenzweigs Briefe, herausgegeben mit Edith Rosenzweig (Schocken 1934). Bialik, eine Einführung In sein Leben und Werk (Schokken 1935). Lebendiges Hebräisch. (Living Hebrew) 3 Bändchen, zusammen mit David Yellin und Jizchak Wartsky, Linguaphone, London 1935 mit Platten. Pioniere der Sozialpädagogik (Pestalozzi und Korczak), Hebräisch (Tel-Aviv) 1939. “Die Lehren Pestalozzis”, 1 . Band, hebr. (Tel Aviv) 1935 (mit dem Preis der Stadt Jerusalem ausgezeichnet). Martin Buber und der Glaube Israels Hebräisch. Jerusalem 1958. Ausserdem schrieb er zahlreiche wissenschaftliche Aufsätze in hebräischer, englischer und deutscher Sprache. BLITZLICHTER VON EINER U.S.A. REISE von Rabb. Egon I. Loewenstein In der Mai - Nummer des “Boletín Informativo” habe ich versucht, einen zusammenfassenden Bericht ueber die Eindruecke waehrend meiner USA-Reise zu geben. Heute will ich von einigen Besuchen, Unterhaltungen und Erlebnissen erzaehlen, die sich mir in Fuelle darboten. JUGENDPROBLEM Vor allem war es mein Wunsch, das Problem, das uns immer wieder beschaeftigt und mit staendiger Sorge erfuellt, das Jugendproblem, mit Menschen, die auf diesem Gebiete Erfahrung haben, zu besprechen. So kam ich zu Asriel Eisenberg, dem Executive Vicepresident des “Jewish Education Committee” of New York, der heute eine der fuehrenden Persoenlichkeiten des nordamerikanischen Judentums im Erziehungswesen ist. Dieses Comité ist ein gewaltiger Apparat, der nahezu das gesamte juedische Erziehungswesen in New York beaufsichtigt und leitet. Ich fand die grundsaetzliche Bereitschaft, uns in der Loesung der Jugendprobleme, die nach meiner Auffassung in einer grosszuegigen internationalen Gemeinschaftsaktion geloest werden muessen, zu helfen. Ich kam mit der Ueberzeugung, dass der Ausgangspunkt hierfuer eine der grossen internationalen juedischen Spitzenorganisationen sein muesste. Deshalb setzte ich mich in Verbindung mit Isaac Schwarzbart, Vicepraesident des Juedischen Weltkongresses, Dr. Wolf Blattberg, Leiter der Kulturabteilung des Juedischen Weltkongresses, Benno Weiser, Leiter der Lateinamerikanischen Abteilung der Jewish Agency in New York, und vielen von uns als ein ueberaus faehiger Mensch und eine charmante Persoenlichkeit bekannt, und anderen. Sie alle zeigten sich sehr interessiert, fragten mich nach unseren Problemen, sandten dem Jischuw ihre herzlichen Gruesse, versprachen jegliche moegliche Unterstuetzung, aber darueber hinaus ist eine praktische Hilfe nicht zu erwarten. Ich bin heute der Ueberzeugung, dass die eigentliche Loesung des Problems der Erfassung und Erziehung unserer Jugend von uns allein kommen muss. Wir muessen die Mittel schaffen, um unseren jungen Menschen die Moeglichkeiten fuer ein juedisches Leben zu geben. Wir muessen und werden uns zu diesem Zweck mit Menschen unseres Kontinents beraten, die auf Grund des gemeinsamen lateinamerikanischen Hintergrunds vor aehnlichen Problemen stehen, und versuchen, gemeinsame Loesungen zu finden. Wir muessen versuchen, die juedische Jugend nicht nur in lokal gebundenen Organisationen zu vereinen. Die Jugend muss —aehnlich wie die chaluzische Jugend— auf internationaler (Fortsetzung Seite 11) KULTURVERANSTALTUNG der S. C. I. Bne Jisroel Prof. ERNST SIMON spricht über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Juden aus Deutschland (Naeheres siehe Anzeige Seite 3)