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Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1958-07-01 · 7 (Julio, 1958) · p. Seite 17

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Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XX (1958)
Issue
7 (Julio, 1958)
Date
1958-07-01
Page
Seite 17 (sequence 17)
Language
German
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Julio 1958 BOLETIN INFORMATIVO 17 ERINNERUNGEN AN DAS ERSTE JUEDISCHE SCHIFF "TEL-AVIV" de eteao W. I. z. o. Fuer unseren diesjaehrigen Zyklus haben wir erfreulicherweise zwei interessante Redner gewonnen, die wir bisher in der Wizo noch nicht begruessen konnten. Den ersten Musikvortrag werden die bekannten Musikologen señor Daniel Quiroga und Herr Guenther Boehm halten. Herr Quiroga, ein Freund unserer Medinath Israel, hat im vorigen Jahr im Dep. Extensión Musical de la Universidad de Chile ueber Musik in Israel gesprochen. Den ersten Vortrag ueber Theater hat Herr Reinhold Olszewsky uebernommen, der uns allen durch seine erfolgreiche Taetigkeit im hiesigen Theaterleben bestens bekannt ist. Herr Olszewsky spricht ueber “Max Reinhardt und seinen Einfluss auf das zeitgenoessische Theater”. Die erste Veranstaltung findet am 29. Juli statt und wir bitten Sie Alle um Ihren Besuch dieser vielversprechenden Abende. Unsere interne Wizoarbeit hat in den Wintermonaten einen erfreulichen Aufschwung genommen. Alle Gruppen entfalten eine rege Taetigkeit. So hat unsere Abendgruppe Golda Meyer am Chag Habikurim (Schawouth) einen schoenen Fruchtkorb mit bestem Erfolg versteigert. Die Gruppe Hanna Meisel hat im Hause von Frau Mary Hollaender ihr 8-jaehriges Bestehen unter Teilnahme vieler Wizoschwestern gefeiert. Die Gruppen Hanna Steiner und Vera Weizmann haben sich erstmalig zu einem gemeinsamen Vortrag zusammen gefunden und werden diese gemeinsamen Nachmittage auch in Zukunft wiederholen. Es sprach bei der ersten gemeinsamen Veranstaltung Herr Dr. Otto Kernberg ueber das Thema “conflictos conyugales” vor einer grossen Anzahl Frauen, die durch rege Diskussion ihr Interesse an dem Thema kundtaten. Die Gruppe Ahawah leistet weiter erfreuliche Arbeit und zaehlt einen grossen Kreis eifriger Wizofrauen zu ihren staendigen Besucherinnen. Die Gruppe Kenrietta Szold bereitet einen weiteren Nachmittag fuer alle Gruppen vor, am 31.7. wird Herr Erwin Herper sprechen; das Thema heisst “Literarisch-Musikalische Reise durch das heutige Europa”. Wir erwarten, dass sich an diesem Nachmittag eine grosse Anzahl Wizofrauen aus allen Gruppen einfinden werden Das Dep. Finanzas, unser Wizoshop, ist weiter fleissig bei der Arbeit. Es werden Handarbeiten jeder Art hergestellt; die so beliebten Kacheln fuer Untersetzer sind wieder in huebschen Mustern vorraetig und die Badezimmerhandtuchkoerbchen sind ebenfalls wieder erhaeltlich. Vergessen Sie nicht, dass der Wi-, zoshop immer ein gut sortiertes Lager schoener Geschenke fuer Sie bereit haelt. PROGRAMM Es war im Jahre 1935. Wir hatten ab Nizza gebucht. Ziemlich erstaunt hatte uns, dass wir im Nizzaer Hafen selbst zusteigen sollten, denn ein einigermassen “wichtiges” Schiff musste doch in Villefranche anlegen. Aber unseres legte wirklich in Nizza an. Wir sahen es schon von weitem herankommen und es erschien uns so klein. Es hatte doch geheissen, das Schiff sollte 8 tausend Tonnen haben. Als wir das Fall-reep hinauf kletterten, empfing uns ein Steward, aufgeregt und haenderingend, und meinte, er wuerde ganz bestimmt noch meschugge. Aha, sagte ich zu meinem Mann, siehst Du? wir sind doch auf dem richtigen Schiff! Bald lichtete das Schiff seine Anker und wir machten uns heimisch. Vielleicht war das so rasch moeglich, weil eben der Steward uns so “vertraut” empfangen hatte... Wir waren sowieso auf eine Atmosphaere vorbereitet, die, unserer Neugier, auf “hoechst gespannt”, mal so was ganz anderes an Seereise bieten sollte. Eine Idee war nämlich zur Ausfuehrung gekommen, die damals wenige Jahre vorher noch von Vielen nicht ganz ernst genommen worden war. Der Anfang der Juedischen Schiffahrt war gemacht! Dank der Initiative des grossen Deutschen Privat-Reeders, des Juden Arnold Bernstein, Hamburg, wurde aus den stilliegenden Bestaenden der Hapag ein Schiff aufgekauft und mit moderner Inneneinrichtung versehen. Es entstand so der Deutsche Dampfer “Hohenstein”, der unter Deutscher Flagge und der der Arnold Bernstein Linie zu einer Propaganda-Fahrt von Hamburg mit Zwischenlandungen in Spanien nach Genua am 26. Januar 1935 auslief. In Genua wurde der “Hohenstein” von der Palestine Shipping Co. Ltd., Haifa, uebernommen und verliess am 13. Februar als Palaestinensischer Dampfer “Tel-Aviv” den Hafen von Genua. Und damit war ein historischer Akt vollzogen worden, der von einer fuer uns Juden ganz grossen Bedeutung bleiben sollte. Wir hatten nun ein Juedisches Schiff! Bei Sonnenuntergang wurde die schwarzweiss-rote und die Hackenkreuzfahne zum letzten Male auf diesem Dampfer herunter geholt, um am folgenden Morgen bei Sonnenaufgang der Englisch - palaestinensichen und der National - juedischen Fahne Platz zu machen. Jeder einzelne Passagier war erfuellt von dem grossen Geschehen. Der Syndikus der Arnold Bernstein Linie, Herr Rechtsanwalt Gottschalk aus Hamburg, hielt waehrend des Abendbrotes eine Ansprache, in der er auf den Einfluss der Schiffahrt eines jeden Landes auf dessen Gedeihen hinwies, und seine Hoffnung aussprach, dass mit diesem ersten Juedischen Schiff der Anfang zur palaestinensischen Handelsflotte gemacht sei. Zugleich sollte dieses Schiff ein Ansporn sein fuer jeden Juden zu weiterem Aufbau der neuen Idee. Die palaestinensische Flagge wurde aufgerollt, alle Passagiere erhoben sich von ihren Plaetzen und es wurde gemeinsam die Hatikwah gesungen. Der Kapitaen des Schiffes, dem man die Freude ueber die Ehre dieses Schiff fuehren zu duerfen, ansah, versprach seine Kraft 100 %ig der juedischen Schiffahrt zu widmen. Er versprach weiter, seine erste Aufgabe muesste sein, juedisches Personal zu diesem Zweck zu schulen. Leider war ja bis zu jenem Zeitpunkt dieser Beruf bei Juden nicht allzusehr gebraeuchlich, und deshalb hatte der “Tel - Aviv” auch nur 25 % juedischer Mannschaft. Darunter der erste Offiziei namens Rosenthal. Dass der erste Steward auch Jude war, wussten wir ja seit Nizza... An Bord waren ca. 280 Passagiere und ein jeder fuehlte sich zu Hause. Eine ganze Anzahl nicht juedischer Passagiere konnten unseren Gefuehlen keinen Abbruch tun. An Tueren und Schaltern waren bald hebraeische Anschriften angebracht. Auf Wunsch konnte man in der “koscheren Abteilung” essen. In der huebschen kleinen Synagoge wurde feierlich Gottesdienst abgehalten. Wir hatten ja die Ehre, Herrn Rabbiner Dr. Leo Baeck samt Gemahlin, sowie Herrn Rabbiner Dr. Carlebach aus Altona unter uns zu haben. Wie ruehrend besorgt war doch damals Frau Baeck um ihren Mann. Es war ein ununterbrochenes Bedienen, Decken und Buecher holen... Wer haette gedacht, dass der damals sehr fragile, verehrte Dr. Baeck seine springlebendige Frau so lange ueberleben wuerde? Und nun um authentisch zu berichten: Bald nachdem wir also am 13. Februar 1935 von Genua abgefahren waren, erhielt das Schiff Befehl, seinen neuen Namen schleunigst wieder in den alten “Hohenstein” umzuwandeln, da “Tel - Aviv” im Schiffscode noch nicht bekannt sei. Also kamen wir in Neapel wieder als “Hohenstein” an und liefen erst ab Catania als “Tel-Aviv” stolz gegen Haifa aus. Dass dieser Zwischenfall, humoristisch gewertet, zur Hebung unserer guten Stimmung beitrug, war selbstverstaendlich. Inbruenstig hofften wir, dass die grosse Idee der Juedischen Schiffahrt so glatt und sturmfrei ihren Lauf nehmen moege, wie unser Schiff so schoen und ruhig hinueber nach Haifa glitt. Unsere Hoffnung ist erfuellt worden. Nicht ganz so glatt, aber mit Erfolg! MILREIS. DAUNENDECKEN STEPPDECKEN Neubeziehen u. Umarbeitungen Importierte Inlets u. Moderne Bezugstoffe au! Lager Schlaisaecke f.Ausfluegler Rucksaecke MAX WETZSTEIN Av. M. MONTT 2656 Tel. 43379 KOSMETISCHE PROBLEME koennen alle geloest werden durch individuelle Behandlung. Beraten Sie sich mit Diplomiert in Wien Hautreinigung Gesichtsmassage Naehrmasken Gesichtspackungen Definitive Depilation Parafinpackungen für Abmagerungskuren Behandlung gegen Falten etc. Lilly Moneda 720 Dep. 307 Reservieren Sie Ihre Stunde Teléfono 381921. Gruppe Henrieta Szold. Donnerstag, 31. Juli 58. Donnerstag, 14. August 58. Gruppe Golda Meir. Montag, 21. Juli 58. Montag, 4. August 58. Montag, 18. August 58. Gruppe Hanna Meisel. Dienstag, 22. Juli 58. Dienstag, 5. August 58. Gruppe Vera Weizmann. Montag, 28. Juli 58. Montag, 11. August 58. Gruppe Ahawah. Mittwoch, 6. August 58. Gruppe Hanna Steiner. Montag, 28. Juli 58. Montag, 11. August 58. Literarisch -musikalische-Reise durch das heutige Europa. Herr Erwin Herper. Zusammenkunft fuer alle Gruppen. Stefan Zweig: Gewissen gegen Gewalt. Frau Hilde Sachs. Reiseplauderei. Frau Cilly Reich. Kabalat Schabbat. Frau Lotte de Yong. Leonard Frank. Geschichte seines Lebens. Frau Margot Wallach. Mein Besuch beim amerikanischen Judentum. Herr Rabbiner Egon Loewenstein. Die spanische Ballade. Frau Else Gans. Kopernikus und seine Welt. Frau Herta Tischauer. Titanenkoepfe. Frau Lene Back. Israels Jugend und der Tenach. Herr Max Zimels. Zwei Muslkerkoepfe. Frau Rosi Rubens. Titanenkoepfe. Frau Lene Back. Gemeinsam mit der Gruppe Vera Weizmann. JUEDISCHE SCHIFFE VON HEUTE: “ISRAEL” heisst dieses moderne Schiff das der “ZIM - Gesellschaft gehoert. * ' / » WM&& ¡¡¡¡¡llÄlll fexSigSÎiiiisiiÎÎSÏKS!iü

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