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Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1958-06-01 · 6 (Junio, 1958) · p. Seite 3

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Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XX (1958)
Issue
6 (Junio, 1958)
Date
1958-06-01
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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Junio 1958 BOLETIN INFORMATIVO 3 Der Gemeinde - Praesident ZUM 20. GRUENDUNGSTAG DER GEMEINDE Dr. SIEGFRIED LANDAU Praesident der S.C.I. “B’ne Jisroel” Auch in der besten Demokratie gibt es eine Majestaet, Ihre Majestaet die Presse. Der Begriff des incognito ist ein rein theoretischer geworden. Da gibt es kein “sich in das Privatleben zurueckziehen” auch nicht fuer einen Tag, auch nicht fuer eine Gemeinde. In liebenswuerdigster, aber energischster Art erklaeren die Pressegewaltigen: Wir haben die Sonderausgabe fuer das 20 jaehrige Jubilaeum vorbereitet und sie wird erscheinen, ob Sie von dem Ereignis Kenntnis nehmen wollen oder nicht. Force majeure. Man hat sehr diplomatisch gesagt: Ob Sie Kenntnis nehmen wollen oder nicht und nicht etwa, ob Sie feiern wollen oder nicht. Im letzteren Falle haette man klar sagen koennen: NEIN. Feiern wollen wir mit Gottes Hilfe erst das 25-jaehrige Jubilaeum, aber Kenntnis nehmen, an unseren 20-jaehrigen Geburtstag denken, das ist etwas anderes. Wir haben uns eine besondere Art des Kenntnisnehmens ausgedacht. Wir wollen eine Feier abloesen und in einer uns zeitgemaess und wuerdig erscheinenden Weise des 20-jaehrigen Bestehens unserer Sociedad Cultural Israelita “B’ne Jisroel” gedenken. Wir wollen auf den Huegeln vor Jerusalem einen Wald “Sociedad Cultural Israelita “B’ne Jisroel”, Santiago de Chile” pflanzen, um | damit die Verbundenheit unserer Gemeinde mit unserer Medinah fuer alle Zeiten auch symbolisch zum Ausdruck zu bringen. Ein grosser Wald soll es sein, der der Bedeutung unserer Gemeinde entspricht, ein Wald, der davon Zeugnis ablegen soll, dass jedes Gemeindemitglied an seiner Anlegung mitgewirkt hat. In diesem Walde werden Baeume nebeneinander stehen, die von Menschen, die in bescheidenen Verhältnissen leben und vsn denen, die sich in guter Wirtschaftslage befinden, gepflanzt werden. Und es wird ein Wald sein, ein Wald einer einheitlichen Gemeinde. Es wird auf den Namen unserer S. C. I. ein besonderes Buch angelegt und im Keren Kajemeth Lejisrael - Archiv in Jerusalem verwahrt, das mit der Zeichnung unserer Gemeinde von einer Million Pesos eroeffnet wird und in dem die Namen aller unserer Mitglieder verzeichnet werden, die sich an dieser Waldpflanzung beteiligen. Wenn kein Name unserer Freunde in diesem Buche fehlt, dann koennen wir stolz sein. Zu unserer Freude haben wir gehoert, dass die uebrigen Institutionen Chiles sich an der Anlegung des Waldes beteiligen werdeneine schoene Anerkennung fuer unsere Arbeit und unsere Idee. Vor 20 Jahren gruendeten wir die “Chewra”, Kultus- und Bestattungsgemeinde. In 20— jaehr i g e r gemeinschaftlicher Arbeit haben wir uns bemueht, das zu erreichen, was wir uns vorgenommen hatten, wozu uns die Tatsache unserer gluecklichen Errettung verpflichtete, hier ein juedisches Leben wieder aufzubauen, das in unserer alten Heimat grausam zerstoert wurde, die bleibenden Werte des einst bluehenden deutschen Judentums in die neue Welt zu verpflanzen, eine Gemeinde zu gruenden, in der juedischer Geist und Gemeinschaftssinn herrscht, die ihr eigenes Gemeindehaus, ihre eigene Synagoge, ihre eigene Organisation hat, in der juedisches Leben pulsiert, in der fuer nationale, religioese, kulturelle und soziale Belange gearbeitet wird. Das ist der Inbegriff einer Kehilla. Ueber unseren eigenen Angelegenheiten haben wir nie und werden wir nie die Arbeit fuer die Gesamtinteressen des juedischen Volkes vergessen, wissen wir doch, dass Israel auf eine starke Golah vertraut, und dass wir Juden in der Golah nur ein wuerdiges juedisches Leben fuehren koennen, weil es ein starkes Israel gibt. Sie Alle, meine lieben Freunde, haben an unserem Aufbau mitgearbeitet. Es ist Ihr Verdienst und Ihnen zu danken, dass unsere S. C. I. mit an erster Stelle unter den Gemeinden dieses Erdteils steht. Damit darf es aber nicht genug sein. Eine juedische Gemeinde steht immer vor neuen Aufgaben, immer vor neuen schwierigen Problemen, die nur mit Ihrer Hilfe geloest werden koennen. Wenn sich unser Geburtstagskind —wenn man nun einmal an den 20 jaehrigen Gruendungstag denkt“ gestatten darf, einen Wunschzettel vorzulegen - und das ist ja schliesslich das Recht eines jeden Geburtstagskindes, so wuerde es in seiner Bescheidenheit um Folgendes bitten: 1. Erhalten Sie Ihrer Gemeinde die Treue! 2. Arbeiten Sie aktiv mit, jeder auf dem Gebiet, fuer das er besonders geeignet ist. 3. Werben Sie in Ihrem Freundeskreise neue Mitglieder, damit die S. C. I. alle aus Mitteleuropa eingewanderten Juden umfasst. 4. Besuchen Sie selbst die Veranstaltungen der S. C. I., damit die so viel geruehmte Kollektiv - Disziplin unserer Mitglieder der Tatsache entspricht. 5. Helfen Sie, die Jugend zu gewinnen, damit sie vor der Assimilation bewahrt wird und der Weiterbestand unserer Gemeinde gesichert ist. 6. Denken Sie bei jeder Gelegenheit daran, dass die Gemeinde Ihre Gemeinde ist. Wenn diese Wuensche unserer S. C. I. an ihrem 20-jaehrigen Geburtstage erfuellt werden, dann koennen wir alle gemeinsam mit Zuversicht und mit neuem Mut an die weitere Arbeit herangehen: zum Wohle unserer Gemeinde und des gesamten juedischen Volkes. Dr. Siegfried Landau. UNSER GEMEINDEHAUS #1 ll&i& . mw'î ij? 3 11 i i 'N' SITZUNGSSAAL DER REPRÄSENTANTEN Sill viGîÿiii

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