Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Journal
- Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Volume
- XX (1958)
- Issue
- 5 (Mayo, 1958)
- Date
- 1958-05-01
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 95% known words query
- IRI
…/8553624-8557203-9194372--2262-8557287- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
6 BOLETIN INFORMATIVO Mayo 1958 EIN JA HR GEMEINDE TA E TIGKEl T (FORTSETZUNG VON SEITE 5) weil wir uns den deprimierenden Anblick eines leeren Saales nicht leisten wollten und haben dieser Daten nur im Rahmen des Gottesdienstes gedacht. Wir wissen und rechnen damit, dass in einer Gross- Gemeinde nicht saemtliche Mitglieder an den Kulturveranstaltungen teilnehmen koennen und dass es immer nur einen relativ kleinen Kreis an Kulturarbeit interessierter Menschen gibt Aber auf diese Wenigen sollte man sich verlassen koennen. Die Kultur - Kommission hat sich bemueht, Themen zu waehlen, die dem vermutlichen Interesse der Mitglieder entsprechen. Sie hat Redner ausgewaehlt, deren Kenntnisse eine absolute Gewaehr fuer einen eindrucksvollen Abend bieten. Und der Erfolg? Kann man von einem Redner wirklich verlangen, dass er sich der Muehe der Ausarbeitung eines Themas unterzieht, um dann vor leeren Baenken zu sprechen? Es ist so schon nicht immer leicht, Referenten zu finden; da duerfen wir sie nicht dadurch verlieren, dass das Echo seitens unserer Gemeindemitglieder fehlt. Wir werden trotz allem unsere Bemuehyngen fortsetzen — das verlangt das geistige Niveau einer B‘ne Jisroel — und ich bitte unsere Mitglieder nochmals: Kommen Sie zu unseren Kulturabenden, die ja fuer Sie vorbereitet werden. Es soll im kommenden Jahre der Versuch gemacht werden, einige Kulturveranstaltungen fuer die frueher erwaehnte zweite Generation in spanischer Sprache stattfinden zu lassen. Wir werden uns vorher mit den Leitern dieser Organisationen in Verbindung setzen, um zu erfahren, welche Themata ihnen als besonders geeignet erscheinen und hoffen, dass dieser Versuch von Erfolg gekroent wird, damit unsere Gemeinde mindestens das kulturelle Niveau der anderen Organisationen Santiagos erreicht. In diesem Zusammenhang muss darauf hingewiesen werden, dass der Merkaz Letarbut Le jisroel eine wirklich fruchtbare Arbeit leistet. Gewiss war auch dort der Anfang schwer, der Erfolg ist aber um so beachtlicher. Dieses Departamento der Federación Sionista leistet juedische Kulturarbeit im wahren Sinne des Wortes. Es finden zahlreiche Vortraege und Unterrichtskurse fuer Erwachsene in der hebraeischen Sprache statt. Es sind Musikgruppen, Gruppen fuer Geographie, Geschichte, Literatur, Bibelkunde usw. eingerichtet worden und Sie sollten einmal selbst das rege Leben und die zahlreiche Beteiligung an allen Veranstaltungen sehen. Wir haben uns an diesen Arbeiten dadurch zu beteiligen versucht, dass wir zwei Mitglieder unserer Repraesentanz und neuerdings die Gattin eines unserer Vorstandsmitglieder in den Merkaz entsandten. Hoffentlich gelingt es diesen Delegierten, etwas von der Bégeisterung, die dort herrscht, in unsere Gemeinde zu verpflanzen. Dann brauchen wir hoffentlich in Zukunft nicht mehr festzustellen, dass die Gruppe junger Ehepaare, fuer die wir das Zimmer in der dritten Etage unseres Hauses besonders eingerichtet hatten, nicht mehr zusammenkommt und dass vorgesehene Lehrvortraege mangels Interesses nicht durchfuehrbar gewesen sind. Wir wollen Leben in unserem Hause haben, wir wollen die Jungen und die Aelteren bei uns sehen. Ein juedisches Gemeindehaus erfuellt nur dann seinen Zweck, wenn es stets zu klein ist. PRESSE dungstages unserer Gemeinde eine besonders wuerdige Form zu geben. Den Redakteuren unserer Zeitung und unserem hinter den Kulissen mitarbeitenden Freund Walter Baron —Awner Bar-On—, sprechen wir fuer ihre wertvolle Pressearbeit unseren verbindlichsten Dank aus. Organisation ist, die wir auf das dankbarste anerkennen. Das Altersheim hat zu unserer aller Freude im abgelaufenen Geschaeftsjahre sein neues Gebauede einweihen koennen, das man mit Recht als Modell-Altersheim bezeichnet. Seitens unseres Direktoriums sind bei dieser Gelegenheit die herzlichsten Glueckwuensche namens unserer Gemeinde ausgesnrochen worden. BEZIEHUNGEN ZUM JISCHUW VON CHILE Unsere Beziehungen zu der Jevra Kedischa sind zu unserer Freude nach wie vor besonders freundschaftlich und es konnten die Verhandlungen bei den leider zahlreichen Beerdigungen ohne jede Schwierigkeit gefuehrt werden. Fuer das Verstaendnis, das wir bei den Dezernenten der Jevra Kedischa stets gefunden haben, soll dieser Institution an dieser Stelle der Dank unserer Gemeinde ausgesprochen sein. Mit den uebrigen Institutionen unseres Jischuw, insbesondere mit der Federación Sionista und dem Comité Representativo ist die Zusammenarbeit eine sehr enge. In beiden Dachorganisationen sind wir durch die wichtigen Posten der ersten Vizepresidenten und Exekutiv- Mitglieder vertreten. Wir arbeiten in den Direktorien des Vaad Hajinuj, des Departamento del K.K.L., des Mercaz Letarbut Lejisroel, des United Hias Service mit und glauben, dort erspriessliche Arbeit zu leisten, Ideen zu geben und einen nicht geringen Anteil an der uns nun einmal liegenden Organisierung zu haben. Ohne ueberheblich sein zu wollen duerfen wir sagen, dass unsere Gemeinde daher ein besonderes Ansehen geniesst, das uns ehrt. In der gemeinsamen Arbeit fuer unsere gemeinsamen Interessen gibt es keine Kollektivitaeten mehr, dort sind wir eine Einheit. Besondere Anerkennung haben wir auf dem Gebiete des K. K.L. erfahren. Ergibt sich doch aus den statistischen Veroeffentlichungen, dass unsere Gemeinde gemeinsam mit der Wizogruppe Henrietta Szold an erster Stelle an den Sammlungen fuer den K. K. L. steht. Wie die biäu-weisse Buechse stets der Stolz eines juedischen Hauses gewesen ist, so ist sie es heute mehr denn je. Und das K.K.L. - Buch, das bei keiner Feierlichkeit, die einer unserer Freun de begeht, fehlt, ist der beste Beweis dafuer, dass wir Alk Verstaendnis dafuer haben, dass der K.K.L. die Grundlage zur Entstehung unseres Staates Israel gewesen ist, da seine Mittel den Ankauf des Bodens ermoeglicht haben. Unsere Gemeinde hat aus einem besonders hierfuer vorgesehen Etatposten anlaesslich des sieg reichen Kampfhandlungen im Sinai-Feldzug das juedische Heer in das Goldene Buch des K.K.L. eintragen lassen und ebenfalls einen namhaften Betrag fuer eine gleiche Eintragung des Presidenten Itzchak Ben Zwi zur Verfuegung gestellt. Ausserdem ist eine groessere Summe fuer die ueblichen Tischri - Aktion des K. K.L. ueberwiesen worden. In unserer letzten Repraesentantensitzung haben wir diskussionslos und einstimmig aus dem Vermoegen der Gemeinde einen Betrag von einer Million Pesos fuer den K.K.L. bestimmt. Dieser Betrag gilt als Grundlage fuer die Anpflanzung eines Waldes auf den Namen der “Sociedad Cultural Israelita B‘ne Jisroel” aus Anlass des 10-jaehrigen Gruendungstages unseres Staates und des bevorstehenden 20-jaehrigen Bestehens unserer Gemeinde. Wir haben geglaubt, dieses Jubilaeum, das wir nicht besonders zu feiern beabsichtigen, nicht wuerdiger gestalten zu koennen, als durch eine grosse Spende fuer unseren juedischen Nationalfond. Im Einverstaendnis mit dem K.K.L. wird fuer diesen B‘ne Jisroel-Wald ein besonderes Buch angelegt, in dem alle Zeichnungen unserer Mitglieder namentlich aufgefuehrt werden. Der Name eines Jeden, der einen oder mehrere Baeume im Werte von $ 500 spendet, wird in diesem Buche verzeichnet werden. Das Buch selbst wird hoffentlich recht bald bis zur letzten Seite mit Namen unserer Mitglieder versehen, dem K.K.L.-Museum in Jerusalem uebersandt werden, wo es jedem, der das Glueck hat, Israel zu besuchen, zur Einsichtnahme wie das Goldene Buch, das Sefer Hajeled, das Sefer Barmizwah usw. vorgelegt werden wird. So wird der Name unserer Gemeinde durch das Buch und durch den Wald auch aeusserlich auf alle Zeiten mit Israel verbunden bleiben. Ich bin ueberzeugt, meine verehrten Damen und Herren, dass Sie uns helfen werden, ein Ergebnis zu erzielen, das unserer S.C.I. wuerdig ist. M A G B I T Als ein wirklicher Freund unserer Gemeinde, der von uns allen verehrte israelische Botschafter in Paris, Herr Dr. Jacob Tzur, im Oktober vergangenen Jahres die Magbit 5718 in unserem Sektor eroeffnete, wies er darauf hin, dass es Hauptziel der diesjaehrigen Sammlung sei, Hunderttausende unserer Brueder, die sich in steter Lebensgefahr in Aegypten, Nordafrika und den Laendern hinter dem Eisernen Vorhang befinden, in die Freiheit nach Israel zu retten. Unvorstellbar sind die Kosten der Reise, der Einkleidung, der wohnlichen Unterbringung und der Einordnung in das Wirtschaftsleben von Menschen, die ohne jegliche Mittel in das Land kommen. Aber unser Staat fragt nicht danach, ob das Geld hierfuer vorhanden ist, wenn es sich um Rettung von Juden handelt. Die Grenzen unseres Staates sind fuer Jeden offen, der hinein will. Darin unterscheidet sich unser Staat von vielen, wenn nicht allen Staaten der Welt. Es gibt keine V isa -Schwierigkeiten. Israel ist die Heimat jedes Juden und Niemandem wird das Recht bestritten werden, in seiner Heimat zu leben. Die Aufgabe der Juden der Welt ist es, dem Staate zu helfen, diesen enormen finanziellen Anstrengungen gerecht werden zu koennen. Niemand darf sich dieser Pflicht entziehen. Fuer unsere Gemeinde, wie fuer jeue jueuische Institution der Welt ist in der jetzigen Zeit die Magbit die Hauptaufgabe. Wir alle muessen ihr den Er- (Fortsetzung Seite 7) Die Presse-Kommission hat sich bemueht, im abgelaufenen Geschaeftsjahr das Niveau unseres Gemeindeblattes auf seiner alten Hoehe zu halten. Sie hat monatlich mindestens einmal getagt, die Sitzungen waren sehr gut besucht und es soll besonders dankbar hervorgehoben werden, dass die juengeren Mitglieder der Kommission mit ganz besonderem Interesse und Liebe zur Sache an den Sitzungen teilgenommen haben. Die Presse-Kommission hat besonderen Wert darauf gelegt, aus unserem Gemeindeblatt, das frueher ein Informationsblatt gewesen ist, eine Monatszeitung zu machen. Diese Metarmophose ist gelungen. Unsere Mitglieder erhalten in der Zeitung Anregungen ueber alle Gebiete des taeglichen Lebens. Es ist fuer uns selbstverstaendlich, dass die Israel-Nachrichten wiederum weiter ausgebaut wurden und dass wir interessante Bild - Reportagen brachten. Wichtige Besucher sind interviewt worden, wie z. B. der Israel-Botschafter in Paris Dr. Jacob Tzur und der britische Feldmarschall Montgomery. Unser Redakteur Hans Kaufmann hat sich im Monatsspiegel in der Hauptsache mit Fragen befasst, die mit unserer Medinat Israel zusammenhaengen, dabei aber bei seinem grossen Allgemeinwissen weltpolitische Ereignisse nicht ausser Acht gelassen und es verstanden, sie in seinem bekannt gewandten Stil kritisch zu beleuchten. Aus sachkundiger Feder erschienen Gedenk - Artikel zu verschiedensten Anlaessen, wie Geburts- und Todestagen grosser Persoenlichkeiten. Regel - : maessige Theater- und Konzert-Kritiken ueber die wichtigsten kuenstlerischen Ereignisse in Santiago und dem Ausland wurden gebracht, die Besprechungen von Neuerscheinungen auf dem Buechermarkt sind von fachkundigen Mitarbeitern geschrieben worderl? Mitglieder der Presse-Kommission selbst haben Uebersetzungen aus Zeitungen der verschiedensten Sprachen angefertigt und im Gemeindeblatt —Verzeihung in der Monatszeitung— veroeffentlicht. Die Jugend-Beilage erfreut sich groesser Beliebtheit bei den Kindern unserer Mitglieder, wie die staendig wachsende Zahl von Teilnehmern an den Preisaufgaben zeigt. Es war uns daher moeglich, bei der Preisverteilung gelegentlich der Chanukah-Feier 6 Preise an die jugendlichen Teilnehmer durch unsere so beliebte Redakteurin Frau Marianne Tobias verteilen zu lassen. Die April-Nummer wird anlaesslich des 10. Jom Haazmaut in verstaerktem Umfang erscheinen und wie Sie sich ueberzeugen werden, Artikel aus der Feder fuehrender Maenner aus dem In- und Auslande bringen. Ebenso ist beabsichtigt, der Juni-Nummer anlaesslich des 20. Gruen- SONNTAGSSAMMLUNG Sie werden sich sicher noch erinnern, meine Damen und Herren, dass wir wohl in jedem Jahre einen Appell an Sie richteten, Ihre Kinder zu veranlassen, sich zwei Stunden an einem Sonntag im Monat fuer dieses Sammelwerk zur Verfuegung zu stellen. Ein Sammelwerk, das die Idee unserer Gemeinde war, das wir jahrelang durchgefuehrt haben, das jungen Kindern im Post — Barmizwah— Alter das stolze Gefuehl geben sollte, etwas fuer ihre juedischen Mitmenschen zu tun, zu helfen, ihre Not zu lindern und von Jugend auf den Begriff der Wohltaetigkeit kennen zu lernen. Leider waren unsere Bitten auch hier erfolglos. Jeden Monat fehlten mehr Kinder. Schwimmbaeder. Ausfluege, Sport: alles dies lockte mehr. Das Ergebnis der Sammlungen wurde immer geringer, die Ansprueche hingegen, die zu befriedigen waren, die Hilfe, die zu leisten war, wurde immer dringender. So haben wir uns im Direktorium und dem Repraesentanten-Kollegium einstimmig entschlossen, einen neuen Weg zu suchen und wir hoffen, ihn gefunden zu haben. Wir haben naemlich aus Beschwerden, die nicht wenige unserer Mitglieder an uns richteten, dass sie nicht mehr besammelt wurden, den Schluss gezogen, dass es nicht an unseren Freunden liegt, die relativ kleinen Betraege nicht zahlen zu wollen, sondern dass die Zahlung nur unterbleibt, weil sie Keiner entgegenzunehmen bereit ist. So werden, wie Sie aus unserer Zeitung ersehen werden, unsere Cobradores jedem Mitglied eine Karte vorlegen, auf der angegeben werden soll, wieviel Jeder fuer diese Sonntagssammlung monatlich freiwillig zur Verfuegung stellen will. Wir werden dann die entsprechenden Betraege einkassieren lassen. Wir hoffen auf Ihr Verstaendnis, damit dieses Werk, auf das unsere Gemeinde stolz war und stolz bleiben will, fortgefuehrt werden kann. In diesem Zusammenhang darf ich Sie auch auf unseren Fond fuer verschaemte Arme hinweisen, aus dem wir auch im vergangenen Jahre wieder viel Hilfe an in ploetzliche Not geratene Mitglieder leisten konnten. Hier handelt es sich um unsere Brueder, die sich selbst nicht an uns wenden, sondern denen man beisteht, sobald man erfaehrt, dass Hilfe geboten ist. Die Sozialarbeit unserer Gemeinde wird wie stets von dem “Cisroco” geleistet, den wir nicht nur etatmaessig unter- •atuetzen, sondern dem wir ebenso wie dem Altersheim aus dem Ergebnis der Magbit erhebliche Betraege zuweisen koennen. Auch beim Gottesdienst bemuehen wir uns, dafuer zu sorgen, dass fuer diese Institution immer namhafte Betraege zur Verfuegung gestellt werden, wissen wir doch, wie wichtig die Arbeit dieser