Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Journal
- Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Volume
- XX (1958)
- Issue
- 4 (Abril, 1958)
- Date
- 1958-04-01
- Page
- Seite 20 (sequence 20)
- Language
- German
- Belongs to
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20 BOLETIN INFORMATIVO Abril 1958 Die Briefmarken - Geschichte Israels von M. Kaskin Äü :ÄÜ Die erste Briefmarken-Serie des neuen Staates ÜÜÉ -•.vjSSjvT mm Israel, oder genauer Jerusalem, hat beim Anbruch der Zivilisation wenn nicht auf dem Gebiet der Marken, so doch auf dem der Briefe, Geschichte gemacht. Der älteste erhaltene Brief kam aus Jerusalem und wurde 350 Jahre vor der Eroberung der Stadt durch König David abgesandt. Es gab natürlich schon tausende oder zehntausende anderer Tontafeln vor dieser erhaltenen, welche im Jahre 1887 in Aegypten in Teil el Amarna gefunden wurden. Abdi Khiba, der Gouverneur von Jerusalem, sandte sie an den Herrscher von Aegypten und ersuchte darin um militärische Hilfe. Moderne Markersgeschichte begann in Palästina im vorigen Jahrhundert zur Zeit des türkischen Regimes. Andere Staaten traten an die Türkei heran und ersuchten einen eigenen Postdienst in Palästina zu eröffnen; dieses Recht wurde ihnen auch gewährt. In einer kleinen Strasse in Jaffa gab es im Jahre 1912 knapp nebeneinander vier Briefkästen: einen österreichischen, einen türkischen, einen russischen und einen deutschen. Das Mandatsregime modernisierte die Post, aber am Ende des Mandates im Jahre 1948 drohte ein Chaos hereinzubrechen. Da die Verbindungswege im Lande unterbrochen waren, organisierten einige kleine jüdische Städte ihren eigenen Postdienst. Es wurden provisorische Notmarken herausgegeben Oft waren dies bloss Marken des Keren Kayemeth mit dem Aufdruck “Post”. Bald wurden sie aber durch die ersten offiziellen israelischen Marken ersetzt. Schon Monate vor dem 15. Mai 1948, dem Tag der Unabhängigkeit Israels, wurden Pläne gemacht, sofort eigene Marken herauszugeben. Hier ergab sich ein wohl einzigartiges Problem: welchen Namen sollten die Marken führen, da ja der ungeborene Staat selbst noch keinen hatte! Es gab verschiedene Vorschläge, wie Erez Israel, Israelia, Jehuda und andere. Man fand eine Kompromisslösung, nämlich eine neutrale Bezeichnung “Doar Ivri” — Hebräische Post — zu benutzen. Diese Marken wurden unter den schwierigsten Umständen gedruckt und sahen daher ein wenig primitiv aus. Es wurden verschiedene Perforations - Maschinen benutzt und so entstanden Raritäten, die das Entzücken von Sammlern bilden. Ein kompletter Satz dieser ersten neuen Marken ist in dem Markenjoumal “Holy Land Philatelist” mit IL 475 ungestempelt und IL 300 gestempelt notiert. Es kostet IL 1.000 wenn die Marken Abschnitte haben und Eckblocks stellen sich auf 1.245 IL. Andere Raritäten entstehen jetzt im Gazastreifen, an der Grenze von Israel, denn die verschiedenen Einheiten der UN-Truppen benutzen ihre eigenen Poststempel. Seit Gründung des Staates gab Israel 167 Marken in 70 Sätzen heraus. Die Israelis sind eifrige Markensammler; über 12.000 Menschen sind beim philatelistischen Dienst registriert, der von der Postverwaltung unterhalten wird. Die Sammler können dort im voraus neuerschienene Marken bestellen, damit sie sich nicht am Tage der Ausgabe vor den Schaltern der Postämter anstellen müssen. Besondere Vorkehrungen wurden auch für Sammler im Ausland getroffen. Die Nachfrage nach israelischen Marken seitens ausländischer Sammler ist ständig im Steigen begriffen. Eine bekannte Persönlichkeit in der amerikanischen Markenwelt, die eine Reihe von Markenabteilungen in 15 der grössten amerikanischen Warenhäusern besitzt, sagte vor kurzem: “Die Nachfrage nach israelischen Marken kommt unmittelbar an zweiter Stelle nach den amerikanischen. Die Sammler warten gespannt auf jede neue Ausgabe von israelischen-Marken mit ihren anziehenden und bedeutsamen Zeichnungen und Mustern. Diese kleinen Kulturspiegel helfen, für Israel in der Welt zu werben”. ES GESCHAH IN UNSEREN TAGEN (Schluss von Seite 9) Es gab wieder einen Exodus. Doch diesmal waren es die Aegypter, die aus Israel auszogen. Dann kamen die ersten Wahlen, dar erste Parlament, die ersten Minister, der erste Praesident. Und der Gedanke, dass der letzte Vorgaenger Dr. Weizmanns Koenig Agrippa II., in den Zeiten der Roemer war! Es kamen juedische Marken und juedische Muenzen und juedische Schiffe und juedische Flugzeuge. Und die Nationen, anerkannten zunaechst schuechtern doch dann wie eine Lawine, den neuen Staat. In den Hauptstaedten der Welt hatte die , blauweisse Fahne ihre Begegnung mit dem Himmel und Wind. Juedische Gesandtchaften! Juedische Botschaften! Und die bereits im Rachen des Todes gewesen waren, begannen an den Strand des Landes zu kommen. Sie kamen in Wellen. Tausend an einem Tag. Zweitausend am anderen. Zurueck blieben die Konzentrationslager. Zurueck blieb Cypern. Zurueck blieben die Erinnerungen. Die lange Wanderschaft durch Erniedrigung und Verfolgung war beendet. Der ewige Jude kehrte heim. Wir waren ein Volk im Morgengrauen der Menschheit und werden ein Volk bleiben, so lange es Voelker gibt. Doch immer — was auch auf dem Pfad der Generationen geschehen mag — dies wird die erhabene Stunde gewesen sein. Das Werk ist nicht vollendet. Wir haben endgueltig die Schwelle zwischen Phantasie und Wirklichkeit ueberschritten. Aus der Wolke der Melancholie, die uns umgab, stieg die blau-weisse Fahne empor, nicht mehr Ausdruck einer Hoffnung, sondern Symbol eines Staates. Halten wir diese Fahne hoch, die von Schmerz durchwebt, mit Blut durchtraenkt, mit Opfer umsaeumt und mit Heldenmut gesteift ist, damit sie stolz in den lichtvollen Morgen flattere, welchem unser Volk entgegenschreitet. ORIENTMESSE Auf einer Fläche von 250 Dunam Boden wird im Mai 1959 anlässlich des 50-jahrige Gründungsjubiläums der Stadt Tel - Aviv eine Orientmesse stattfinden, die ein genaues Bild der Entwicklung von Tel- Aviv, geben wird, sagte anläss lieh einer Pressekonferenz, Bürgermeister Chaim Lewanom. Es wurde eine Gesellschaft gegründet mit einem Grundkapital von 500.000 IL die sich mit allen Problemen dieser Messe befassen wird. Die Parkanlagen und Bauten der Messe beanspruchen zwei Millionen und 500.000 IL. Es werden keine provisorische Pavillons gebaut werden, sondern feste Bauten, die nicht nur für die Jubiläumsmesse sondern für verschiedene andere Ausstellungen dienen werden. An der Messe werden sich unter anderen der Verband der Baumeister, der Industrie - Verband, der Verband der Kaufleute, der Verband der Landwirte, Bank. IN TEL - AVIV Leumi, Bank Discount und auch die Nachbarstadte von Tel-Aviv beteiligen. Anlässlich des 10jährigen Staatsjubiläums wurde von der Stadtverwaltung Tel-Aviv ein besonderes Programm ausgearbeitet, bestehend aus Volksveranstaltungen auf Freiluftbühnen in 10 verschiedenen Stadtteilen. Im Rahmen der Feierlichkeiten werden auch verschiedene Kongresse stattfinden. Die Stadtverwaltung wandte sich an die Regierung mit der Bitte Museumsmaterial, das mit der Gründung des Staates in Verbindung steht, im Tel Aviver Museum zu errichten Bezüglich des Jahresbudget — sagte der Bürgermeister — dass dieses eine Summe von 52 Millionen IL. erfordert Jetzt steht die Stadtverwaltung vor dem Problem, entweder die staatistischen Dienste zu vermindern, oder die städtischen Steuern zu erhoehen. AUSBAU DES ELAT - HAFENS In den letzten Wochen wurden neue Einrichtungen für den Hafen von Elat in die Südstadt gebracht, darunter drei Kräne von 10 bzw. 20 Tonnen. Weitere Einrichtungen für den Hafen, darunter auch Traktoren und andere Fahrzeuge und Schlepper, sollen in der nächsten Zeit nach Elat gebracht werden. Diese Lieferungen werden im Rahmen der Bemühungen des Entwicklungsministeriums und des Verkehrsministeriums unternommen, die Ladekapazität des Hafens von Elat zu erweitern und diesen auszubauen und zu modernisieren. Der Wert der neuen Einrichtungen für den Hafen von Elat wird auf ca. 150.000 Dollar geschätzt. 10 JAHRE ISRAEL IN DER KARRiKATUR 1948 1958 ¡Eli:, ¡iniil'f