Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Journal
- Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Volume
- XX (1958)
- Issue
- 2 (Febrero, 1958)
- Date
- 1958-02-01
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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REOACCION» S.C. I. B'NE JISROeU AV. PORTUGAL 810. TEL. 33098 CASILLA 2487. SANTIAGO »CHILC BOLETIN INFORMATIVO MITTEILUNGSBLATT 1 S O C\l E P A D CULTURAL l,S RAEilTA "B'NE ' JISROEL" | AÑO XX N<? 2 SANTIAGO DE CHILE Febrero 1958 BEN ZAKAN: ISRAELS BEZIEHUNGEN ZU OSTEUROPA Während die israelische Diplomatie letztens das Hauptgewicht ihrer politischen Tätigkeit aus den USA nach Westeuropa verlagert hat, besteht die Absicht mit Amerika vor allem wirtschaftliche Dinge zu erörtern. Diesem Zweck diente die Aussprache des Finanzministers Eschkol mit dem amerikanischen Botschafter Lawson, die Besuche israelischer Diplomaten im State Department. Es geht vor allem um die amerikanische Beihilfe und die seit eineinhalb Jahren fällige Anleihe der Export - Import- Bank in Höhe von 75 Millionen Dollar für israelische Wasserentwicklungspläne. Doch scheint es, dass wir uns nicht nur mit dem Ausbau unserer wirtschaftlichen Beziehungen mit Amerika begnügen wollen, die ja noch auf lange Sicht hin ziemlich einseitig bleiben müssen, sondern auch den Boden für bessere wirtschaftliche und auf diesem Umwege auch politische Beziehungen zu Osteuropa sondieren. In Jerusalem wird mit Recht betont, dass diese Bemühungen in keiner Weise im Gegensatz zu der politischen Aktivität im Westen stehen, auch nichts mit Anzeichen einer Neigung zum Neutralismus zu tun haben, hat Israel doch immer wieder betont, dass es an guten Beziehungen zu allen Staaten der Welt, ohne Rücksicht auf ihr politisches, wirtschaftliches und soziales Regime interessiert ist. In Belgrad wurde kürzlich ein Bericht veröffentlicht, der eine Frucht gemeinsamer israelisch - jugoslawischer Untersuchung darstellt und darauf hinausläuft, dass die normalen wirtschaftlichen Beziehungen zwischen beiden Staaten durch eine Erweiterung des gegenseitigen Handels zu gegenseitigem Nutzen noch erweitert werden können. Wie eng Wirtschaft und Politik in den Beziehungen zwischen Staaten zusammen¬ PURIM TAENZE IN DEN STRASSEN VON TEL-AVIV lllil hängen, dafür zeugt auch das jugoslawische Beispiel: die politischen Beziehungen zwischen beiden Ländern lassen natürlich noch zu wünschen übrig, vor allem seit einer Betonung der jugoslawisch ägyptischen Freundschaft durch die Besuche Titos in Kairo, sie können aber trotzdem als ganz normal bezeichnet werden. Diese normalen politischen Beziehungen machen es auch möglich, sie auf die Gebiete der Wirtschaft und Kultur zu übertragen, ja die letzteren zu intensivieren. Auch die wirtschaftlichen Beziehungen zu Bulgarien sind normal, wenn auch keine Neigung zu ihrem weiteren Ausbau sichtbar ist. Die politischen Beziehungen zwischen beiden Ländern, die eine Zeit hindurch trotz d. Probleme der letzten Etappe der Stalin-Aera freundschaftlich waren — man gedenke nur, dass die Wiederaufnahme israelisch - sowjetischer diplomatischer Bezie h u n g e n nach dem Tode Stalins durch eine erste Fühlungnahme in Sofia ermöglicht wurde — haben eine gewisse Abkühlung seit dem bulgarischen Angriff auf das “El-Al”-Flugzeug und die Abneigung Bulgariens ihr e n Entschädigungspflichten nachzukommen, erfahren. Die Tatsache, dass dieser Konfliktstoff aus der Politik entfernt wurde, indem auf juristische Bahnen vor dem Internationalen Gerichtshof in Den Haag gelenkt wurde, könnte den Beginn einer Verbesserung der israelisch-bulgarischen Beziehungen überhaupt darstellen. Die Beziehungen zu Ungarn, die kurz nach der Unterdrükkung des ungarischen Aufstandes ziemlich gut anliefen, wurden durch den bedauernswerten Fall des Verfahrens gegen den ungarischen Schauspieler Zoltan Gregus getrübt, hat doch die ungarische Regierung es für angebracht gehalten, aus der gerichtlichen Klärung eines rein kriminellen Delikts eine Staatsaffäre zu machen, die zur Entfernung gewisser israelischer Diplomaten aus Budapest führte. Letztens hat aber die ungarische Regierung in Jerusalem die Fühler ausgestreckt, ihren diplomatischen Stab in Israel durch weitere Beamten zu erweitern und es darf angenommen werden, dass bei dieser Gelegenheit auch die Frage der israelischen Diplomaten in Budapest in Ordnung gebracht werden kann. Es bestehen also gute Aussichten für eine Verbesserung der Beziehungen zwischen Israel und Ungarn, vielleicht ebenfalls vorderhand auf wirtschaftlichem Gebiete. Die grössten Fortschritte auf dem Wege eines besseren Verständnisses zwischen Israel und einem Staate, der dem sowjetischen Lager angehört, machten die Beziehungen mit Polen. Der Warenaustausch zwischen beiden Staaten ist in ordentliche Bahnen geraten, es gibt die Möglichkeit für engere kulturelle Beziehungen durch ein Abkommen über den Austausch von Büchern und Zeitschriften, polnische Künstler fanden in Israel gute Aufnahme und polnische Regierungsabordnungen haben Israel besucht. Während sich Polen nun durch einen Gesandten in Israel vertreten lässt und eine israelische Delegation mit dem Gesundheitsminister Barsilai an der Spitze einen Gegenbesuch in Warschau abstatten wird, kann festgestellt werden, dass die Beziehungen zwischen diesen beiden Staaten den besten Beweis dafür darstellen, dass entgegengesetzte politische Orientierungsansichten keineswegs normale Beziehungen zwischen Völkern stören müssen. Auch auf dem Gebiete der wirtschaftlichen Beziehungen mit Rumänien ist eine beträchtliche Verbeserung eingetreten. Der israelisch - rumänische Handelsvertrag sieht sogar die Möglichkeit rumänischer Oellieferungen an Israel vor, wenn auch die bisherigen rumänischen Angebote nicht verlokkend waren. Allerdings bestehen ausgezeichnete Möglichkei- (Fortsetzung Seite 13) OEFFNETDIE TORE FUER 100.000 OLIM / i